Hund beißt sich selbst: 13 häufige Gründe & Lösungen 2022

Wenn ein Hund sich selbst beißt, dann liegt das oft an Hautproblemen, die Juckreiz verursachen. Es gibt aber auch andere Ursachen: Diese sind nicht immer dermatologischer Natur, sondern können auch psychisch motiviert sein oder mit schwerwiegenden Erkrankungen zusammenhängen.

Damit Du weißt, woran es liegen könnte und worauf Du achten musst, habe ich dir im folgenden Artikel die 13 häufigsten Gründe dafür, dass ein Hund sich selbst beißt, zusammengetragen. Weiterhin findest Du 8 Tipps, die Du zur Lösung des Problems nutzen kannst.

Die 13 häufigsten Ursachen, warum ein Hund sich selbst beißt

1. Allergien (atopische Dermatitis)

Wenn sich der Hund selbst ins Fell beißt, ist oft eine Hautirritation die Ursache: Den Hund stört etwas sehr, weswegen er nicht nur seine Krallen, sondern auch seine Zähne einsetzt, um sich zu erleichtern.

Häufig zeigt sich dann eine Allergie dafür verantwortlich. Dabei überreagiert der Körper auf eigentlich relativ harmlose Stoffe. Viele Hunde zeigen dann “lediglich” Hautirritationen, bei schwereren Fällen können aber auch z.B. Brechreiz, Durchfall oder Schwellungen auftreten.

Allergien, die die Haut irritieren

  • Futtermittelallergien bzw. -unverträglichkeiten
  • Putzmittel
  • Kosmetika, z.B. Shampoos
  • Insektenstiche
  • Umwelteinflüsse, z.B. Pollen- oder Grasallergien
  • Sprays, z.B. Spot-On-Präparate
  • Bestimmte Medikamente
  • Tabakrauch.

Allergische Hautreaktionen bezeichnen Fachleute auch als atopische Dermatitis. Sie ist für den Hund sehr unangenehm und mitunter auch schmerzhaft. Dann kann es auch passieren, dass er sich verzweifelt selbst beißt.

Tierarzt Emin Jasarevic mit einem ausführlichen Überblick zum Thema Juckreiz. Quelle: Tierisch gesund / https://www.youtube.com/watch?v=hP868xR5jbk .

2. Parasitenbefall

Auch Parasiten können Irritationen verursachen. Dabei unterscheidet man zwischen Ekto- und Endoparasiten:

  • Ektoparasiten sind Schmarotzer, die im Fell und auf der Haut des Hundes leben. Dazu gehören z.B. Flöhe, Zecken und Milben oder Läuse. Sie ernähren sich meistens vom Blut der Vierbeiner: Hierfür stechen oder beißen sie in die Haut, das Gift oder der Speichel verursachen allergische Reaktionen, die Juckreiz auslösen.
  • Endoparasiten leben hingegen im Körper des Hundes, die meisten Wurmarten gehören zu dieser Gruppe. Sie ernähren sich vor allem im Darm von Nährstoffen und verursachen so Mangelerscheinungen, die auch Haut und Fell beeinträchtigen können. Betroffene Tiere leiden zudem häufig unter einem Juckreiz im Afterbereich.

Können auch Krankheitserreger übertragen

In einigen Parasiten schlummern auch gefährliche Krankheitserreger. Die hochansteckende Räude wird so z.B. von Milben verursacht und führt zu extremem Juckreiz und schrecklichen Schmerzen des Vierbeiners. Auch die von Sandmücken übertragene Leishmaniose verursacht Hautgeschwüre oder Ekzeme und führt oft dazu, dass sich die Hunde panisch selbst beißen.

Bei beiden Formen kann es also dazu kommen, dass der Hund sich kratzt oder sogar beißt. Anstecken können sich die Vierbeiner praktisch überall, zu den am meisten gefährdeten Risikogruppen gehören Tiere, die viel unbeaufsichtigt unterwegs sind und Vierbeiner, die regen Kontakt mit Artgenossen oder anderen Haustieren pflegen.

3. Hauterkrankungen

Neben allergischen Reaktionen und Parasitenbefall gibt es noch weitere Hauterkrankungen, die dem Hund zu schaffen machen können. Am bekanntesten ist wohl der Hautpilz, der – ist er außer Kontrolle geraten – starken Juckreiz verursacht.

Ebenfalls vergleichsweise häufig sind trockene Haut – insbesondere im Winter, wenn der Hund wechselweise kalter Luft im Freien und sehr warmer Heizluft in Innenräumen ausgesetzt ist.

Auch bakterielle Infektionen, z.B. durch Staphylococcus pseudointermedius, oder Viruserkrankungen wie die Staupe können die Haut so beeinflussen, dass der Hund sich manchmal sogar selbst blutig beißt.

4. Wunden & Verletzungen

Hunde ziehen sich Wunden meist durch Bisse anderer Tiere oder dem Kontakt mit spitzen Gegenständen wie z.B. Dornen oder Sträuchern zu. Da die Vierbeiner instinktiv darauf abgerichtet sind, sich Schmerzen so wenig wie möglich anmerken zu lassen, bleiben sie gelegentlich unbemerkt – besonders bei langhaarigen Rassen bzw. Tieren mit viel Unterwolle.

Bekannt ist den meisten Hundebesitzern, dass die Tiere ihre Wunden lecken, um sich Linderung zu verschaffen. Allerdings können sie auch heftiger reagieren, manchmal beißt sich der Hund dann sogar das Fell weg.

Das tritt vor allem nach der Verkrustung der Verletzung auf, auch bei schmerzhaften Infektionen der Stelle verhalten sich manche Vierbeiner so. Die Heilung kann darunter sehr leiden.

5. Autoimmunerkrankungen

Bei Autoimmunerkrankungen greift das Immunsystem den eigenen Körper an, ohne dass es einen triftigen Grund dafür geben würde. Sie sind meistens genetisch bedingt, in einigen Fällen wird dann auch die Haut angegriffen. Das ist für den Hund sehr unangenehm, oft beißt er sich deshalb auch.

Bekannte Krankheiten, auf die dies zutrifft, sind z.B. Pemphigus foliaceus (Antikörper destabilisieren die Keratinozyten und verursachen so Bläschen auf der Haut) und Systemischer Lupus erythematodes.

Oft befallen diese Krankheiten auch noch andere Organe, wodurch es zu weiteren Symptomen wie Fieber oder apathischem Verhalten kommt. Erfreulicherweise treten die Störungen aber eher selten auf.

6. Stress & Nervosität

Wenn ein Hund sich beißt, hat das aber nicht immer mit dermatologischen Krankheitsbildern zu tun: Wenn mit der Haut alles in Ordnung ist, handelt es sich dabei häufig um eine Zwangsstörung.

Hierfür ist meistens Stress bzw. Nervosität verantwortlich. Dadurch verändert sich die Hormonausschüttung, Stresshormone wie Cortisol oder Adrenalin werden verstärkt produziert, während “Glückshormone” wie Serotonin ins Hintertreffen geraten.

Typische Stress-Faktoren bei Hunden

  • Schlafmangel bzw. fehlende Rückzugsorte
  • Artgenossen & andere Haustiere, die sich sehr dominant verhalten
  • Reizüberflutung
  • Zu wenig Platz, z.B. Zwingerhaltung
  • Trennungsangst
  • Viel Lärm und Trubel im Haus
  • Traumata, insbesondere bei ehemaligen Straßen- und Tierheimhunden.

Betroffene Hunde beißen sich oft an den Pfoten, ähnlich wie nervöse Menschen, die sich an den Nägeln kauen. Das Problem kann aber auch so groß werden, dass sich die Tiere fast wahllos selbst beißen und die Grenzen zur Selbstverletzung überschreiten.

7. Gelenkleiden

Aufgrund von genetischen Faktoren (u.a. Überzüchtung), falscher Ernährung und immer höheren durchschnittlichen Lebenserwartungen leiden immer mehr Hunde unter degenerativen Gelenkerkrankungen. Sie treten meistens bei älteren Tieren auf, gelegentlich sind aber auch Vierbeiner im “besten Alter” betroffen.

Zu den häufigsten Gelenkleiden bei Hunden gehören

  • Arthritis
  • Arthrose und
  • Hüftdysplasie.

Betroffene Hunde sind oft bewegungseingeschränkt und leiden unter starken Schmerzen. Da sie spüren, dass etwas nicht stimmt, die Ursache aber nicht kennen, wollen sie dann selbst Abhilfe schaffen. Deshalb kann häufig beobachtet werden, wie Hunde sich an den Hinterlauf, an die Schenkel, in die Pfote, in die Beine oder sogar in die Hüfte beißen.

8. Langeweile

Auch eine Reizunterflutung kann für das Verhalten verantwortlich sein. Wenn Hunde sich langweilen, machen sie oft sehr komische Dinge: Manche beginnen, kreativ zu sein und nutzen Dinge, die eigentlich gar nicht dazu gemacht wurden, als Spielzeug. Andere werden eher zerstörerisch und zerdeppern z.B. die Wohnungseinrichtung.

Gelegentlich beginnen sie dann aber auch, sich zu beißen. Typisch dafür ist, dass die Vierbeiner versuchen, sich dabei nicht wehzutun. Wenn er “Zeugen” hat, beißt sich der Hund dann z.B ständig in die Rute.

Von Langeweile betroffen sind vor allem Hunde, die körperlich und geistig nicht genug ausgelastet werden, z.B., weil sie viel Zeit alleine verbringen müssen und sie nur wenig Auslauf bekommen.

9. Hund will beachtet werden

Hunde sind sehr intelligente und gelehrige Tiere: Selbst wenn sie manchmal vorgeben, dich nicht hören zu wollen, lernen sie menschliche Reaktionen auf ihr Verhalten sehr schnell.

Das nutzen manche Tiere auch aus: Sie verhalten sich dann bewusst merkwürdig, um die Aufmerksamkeit ihrer Halter auf sich zu lenken. Dabei vertrauen sie auf eigene Erfahrungsschätze: Wenn Du ihn z.B. sehr “bemutterst”, sobald er sich wehgetan hat, speichert er das ab.

Dann kann es passieren, dass er sich auch selbst beißt, um deine Beachtung zu finden. Typisch hierfür ist, dass der Hund das nur tut, wenn Du dich in seiner Nähe aufhältst.

10. Versuch, Fremdkörper zu entfernen

Gelegentlich ist Beißen aber auch produktiv: Hunde nutzen ihr Maul schließlich nicht nur zum Fressen und Angreifen, sondern auch als Hand. Wenn sie es einsetzen, sind also häufig ihre motorischen Fähigkeiten gefragt.

Das ist vor allem der Fall, wenn sie sich einen Fremdkörper eingefangen haben. Dies kommt vergleichsweise häufig vor, insbesondere Pfoten und Ballen sind schnell von Dornen, Halmen oder Holz- und Glassplittern eingebohrt.

Das ist für den Hund sehr unangenehm und auch ein häufiger Infektionsherd. Die Tiere versuchen deshalb, den Fremdkörper so gut es geht zu entfernen. Auf uns wirkt es dann so, als würden sie sich anknabbern bzw. beißen.

11. Zahnwechsel bei Welpen

Dein Vierbeiner ist noch sehr jung? Dann würde ich mir keine großen Sorgen machen, wenn er sich als Welpe hin und wieder beißt.

Hundekinder sind sehr neugierig und probieren gerne einmal aus, wozu ihr Maul so fähig ist – auch vor sich selbst machen sie dann nicht halt. Dazu trägt auch der Zahnwechsel bei. Diese Phase ist für ihn ziemlich unangenehm, während des Durchbruchs des neuen Gebisses treten z.B. immer wieder kleine Entzündungen auf.

Um dies zu lindern, beißen sie in dieser Zeit gerne auf anderen Dingen wie Kauspielzeug herum. Manchmal können sie aber auch sich selbst beißen.

12. Tumore

In einigen Fällen sind es aber auch Tumore, die dem Vierbeiner zu schaffen machen. Manche Geschwulste auf der Haut sind gutartig, es gibt aber auch gefährliche und bösartige Geschwüre.

Sie wirken auf den Hund wie ein Fremdkörper und sind gelegentlich auch schmerzhaft. Die Tiere versuchen deshalb, sie selbst zu entfernen, dabei können sie sich auch beißen.

Häufige Hauttumore bei Hunden

  • Basalzellkarzinome
  • Fibrosarkome
  • Hämangioperizytome
  • Histiozytome
  • Lipome
  • Kutane Lymphome
  • Mastzelltumore
  • Melanome
  • Papillome
  • Perianale Adenome
  • Plattenepithelkarzinome
  • Talgdrüsenadenome bzw. -hyperplasie.

Quelle: Julia Buchholz: Die häufigsten Neoplasien beim Hund – ein Überblick. Kleintier konkret 03/2019.

Neoplasien im Hautbereich treten häufig auf, sie machen etwa ein Drittel aller abnormalen Gewebeveränderungen des Hundes aus. Dabei ist große Vorsicht geboten, denn ca. 20 bis 40 Prozent aller Fälle sind bösartig.

13. Hormonelle Erkrankungen

Und schließlich sind es auch manchmal krankhafte Störungen des Hormonhaushalts, die dazu führen, dass der Hund sich selbst beißt.

  • Eine Schilddrüsenunterfunktion führt beispielsweise oft zu einer sehr trockenen Haut.
  • Beim Cushing-Syndrom hingegen produziert der Körper zu viel Cortisol, die Tiere sind nicht nur nervöser und nehmen an Gewicht zu, sondern haben auch eine dünnere und damit geschwächte Haut. Sie ist anfälliger für Verletzungen, die der Hund manchmal versucht, mit Bissen selbst zu heilen.

8 Lösungen, damit der Hund sich nicht mehr beißt

Es kann also sehr verschiedene Gründe haben, warum ein Hund sich beißt. Viele Ursachen stammen aus dem dermatologischen Spektrum, es können aber auch z.B. Parasiten, Gelenkprobleme, die Psyche oder andere körperliche Störungen “schuld” sein.

Das Verhalten ist nicht normal und eigentlich immer ein Zeichen dafür, dass mit dem Hund etwas nicht stimmt. Um Leid und auch Folgeerkrankungen zu vermeiden, solltest Du das Tier genau beobachten, um die möglichen Ursachen so gut es geht einzugrenzen.

Anschließend sollte es darum gehen, so schnell wie möglich eine Lösung zu finden. Dabei können dir die folgenden 8 Tipps sehr weiterhelfen.

1. Tierärztliche Behandlung

In den meisten Fällen ist es sehr ratsam, den Hund möglichst schnell zum Tierarzt zu bringen. Ein Experte kann die Ursachen schnell und exakt benennen.

Beispiele möglicher Therapieangebote vom Tierarzt

  • Antibiotika (gegen Bakterien)
  • Antimykotika (bei Pilzinfektionen)
  • Hautcremes & -salben
  • Steroide (z.B. Cortison)
  • Antihistaminika
  • Schmerztherapie, z.B. Analgesika
  • Chirurgische Eingriffe
  • Bestrahlungs- & Chemotherapie (bei Tumoren).

Das ist insbesondere bei dermatologischen Problemen sehr wichtig, denn eine bakterielle Infektion und ein Pilzbefall können z.B. sehr ähnlich aussehen, erfordern aber völlig andere Medikamente.

2. Mehr Beschäftigung & Aufmerksamkeit

Sollte der Hund sich aus psychischen Gründen selbst verletzen, wird er deine Hilfe wirklich brauchen: Nur mit einer verständnisvollen Familie, die ihn liebt und ihm Aufmerksamkeit schenkt, kann Besserung eintreten.

Das bedeutet: Du musst viel Zeit in den Vierbeiner investieren, ihn körperlich und geistig beschäftigen und auf seine Ansprüche und Bedürfnisse Rücksicht nehmen.

Hund regelmäßig inspizieren

Aufmerksamkeit bedeutet auch, den Hund regelmäßig zu inspizieren: Schau’ also mindestens einmal wöchentlich – bei Symptomen auch öfter – unters Fell, ins Maul und auf die Pfoten bzw. Ballen. Wenn Du schnell genug einschreitest, kommt es oft gar nicht dazu, dass der Vierbeiner sich beißt.

In schwierigen Fällen kann auch professionelle Hilfe nötig sein. Das ist nicht immer der Arzt, viele Tierfreunde machen auch mit Hundeverhaltensberatern sehr gute Erfahrungen.

Diese Profis schauen sich nicht nur das Benehmen des Vierbeiners, sondern auch seiner menschlichen Familie genau an: Auf dieser Basis gibt er dann viele Tipps, die das Zusammenleben vereinfachen und oft stark dazu beitragen, Verhaltensauffälligkeiten zu beseitigen.

3. Antiparasitika

Gegen Endo- und Ektoparasiten hilft eigentlich nur der Einsatz härterer Mittel: Bei einem starken Befall schaffen im Grunde genommen nur Antiparasitika Abhilfe.

Das sind meistens chemische Produkte, welche die Plagegeister zuverlässig und klinisch wirksam abtöten. Sie sind gewöhnlich als Arzneimittel zugelassen: Sie wurden erprobt, haben – wenn überhaupt – nur geringe Nebenwirkungen, sind für die Parasiten aber tödlich.

Hier findest Du mehr Infos zu einzelnen Produkten

Antiparasitika sind eigentlich alternativlos, wenn der Hund bereits Symptome zeigt. Sollte der Vierbeiner einer Risikogruppe angehören, empfehlen die meisten Tierärzte, regelmäßig Prophylaxen zu verabreichen.

4. Halskrause

Einfach und bewährt sind auch Halskrausen für Hunde. Die Tiere können sich dann nicht mehr beißen, so dass die Haut genug Zeit bekommt, sich zu regenerieren.

Allerdings musst Du dann auch bedenken, dass dieser “Zwischenstatus” für die Hunde eine echte Qual bedeuten kann. Eine einzige Lösung kann dieser Helfer also nicht sein.

5. Ernährungsumstellung & Nahrungsergänzungsmittel

Sollten Futtermittelallergien oder -unveräglichkeiten zu einer atopischen Dermatitis führen, geht wohl kein Weg daran vorbei, eine Ernährungsumstellung vorzunehmen.

  • Statt einer Ausschlussdiät, bei der immer wieder das Futter gewechselt wird, bis das Tier symptomfrei ist, setzen immer mehr Hundehalter auf hypoallergenes Hundefutter, welches die typischen Allergene systematisch meidet.
  • Sollte dein Vierbeiner chronisch gestresst sein, kann auch ein Spezialfutter für nervöse Hunde Teil des Theraieplans sein.

In manchen Fällen können dazu auch Nahrungsergänzungsmittel helfen:

6. Mehr Ruhe für den Hund

Bei angeschlagener Psyche hilft es zudem sehr, bekannte Stressfaktoren zu beseitigen und Stressquellen zu meiden. In den meisten Fällen bedeutet dies mehr Ruhe für den Hund, z.B. durch etwas weniger Aktivität, weniger Lärm und Trubel im Haus oder mehr Rückzugsorten wie Kuschelhöhlen für Hunde.

Solltest Du diesbezüglich ratlos sein, könnte ein Hundeverhaltensberater auch hier dabei helfen, Gründe auszumachen, um an einer Lösung zu arbeiten.

7. Potenzielle Allergene erkennen & meiden

Da die möglichen Allergene, die eine atopische Dermatitis auslösen können, sehr zahlreich sind, solltest Du außerdem schauen, welche Stoffe in deinem Haushalt nicht vertragen werden könnten.

Dabei kann es z.B. hilfreich sein, kurzfristig – also für einige Wochen – auf ein anders zusammengesetztes Putzmittel zurückzugreifen. Bessert sich dann der Zustand des Hundes, war das wahrscheinlich die Ursache. Auch häufigeres Lüften und Saugen der Wohnung – Parasiten wie Flöhe nisten sich gerne in Polstern und Teppichen ein – können zum Ziel führen.

8. Weniger baden oder weniger/andere Kosmetika

Und schließlich kann es auch hilfreich sein, den Hund nicht mehr zu pflegen als nötig. Viele Hautprobleme haben ihren Ursprung darin, dass die Besitzer andere Hygienevorstellungen haben, als den Vierbeiner genehm ist.

Sie baden dann ihr Haustier fast täglich und verwenden vielleicht auch stark parfümierte Shampoos. Das ist schnell zu viel für die Haut – die natürliche Schutzbarriere wird spröde, der Hund kriegt Juckreiz und beißt sich dann oft sogar.

Dann solltest Du vielleicht versuchen, den Hund weniger zu baden und Dreck stattdessen z.B. lieber abzubürsten. Auch ein Verzicht auf Kosmetika oder ein Wechsel auf ein möglichst zusatzfreies, hundefreundliches Shampoo kann Besserung bieten.

FAQs

Warum beißt sich ein Hund selber in den Schwanz?

Vor allem Welpen und Junghunde jagen gerne nach ihrer eigenen Rute und beißen sich dann manchmal sogar. Dabei handelt es sich oft um eine Mischung aus Neugierde und Spieltrieb und ist ziemlich harmlos. Macht er dies jedoch unentwegt oder beißt er sogar härter, kann es auch andere psychische Ursachen haben, z.B. Stress oder der Versuch, Aufmerksamkeit zu erregen.

Weiterführende Studien

[1]: https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/html/10.1055/a-0648-2829
[2]: https://www.vetline.de/kutaner-lupus-erythematodes-und-pemphigus-foliaceus-beim-hund-ein-update-zu-klinik-und-diagnostik
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Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.