Spare bis zu 50% bei Deiner nächsten Futter-Bestellung

Das beste getreidefreie Hundefutter im Test & Vergleich 2021

Lange Zeit war Trockenfutter mit Getreide ein nötiges Übel. Doch das hat sich stark geändert: Dank gestiegenen Ansprüchen und modernen Rezepturen gibt es 2021 viele Sorten, die ganz ohne unnatürliche und häufig schwierig verdaubare Körner auskommen.

Im folgenden Text erfährst Du, welchen Zweck Getreideersatz und Körner bei der Ernährung des Vierbeiners haben. Außerdem findest Du einen praktischen Vergleich der besten getreidefreien Hundefutter für 2021.

Unser Testsieger

Bestes getreidefreies Hundefutter in unserem Test ist ziemlich klar die Sorte “Orijen Dog Regional Red.” Diese verträgliche Premium Trockennahrung besticht u.a. durch einen extrem hohen Frischfleischgehalt und einen deutlich reduzierten Kohlenhydratanteil.

Das Futter eignet sich vor allem für aktive Vierbeiner. Das verwendete Fleisch stammt aus Freiland- oder Wildhaltung, auf Kartoffeln verzichtet der Hersteller komplett.

Die 5 besten getreidefreien Hundefutter im Test

Produktname
Wolfsblut Wild Duck Adult
Art
Trockenfutter
Lebensphase
Adult
Fleisch
Ente
Fleischgehalt
ca. 44 %
weitere Inhaltsstoffe
u.a. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Kichererbsen, Leinsamen, Tomaten, mediterrane Kräuter, Beeren, Brennnessel, Löwenzahn, Ginseng
Zusatzstoffe
u.a. Vitamine A, D3, E, Taurin
Proteingehalt
21 %
Fettgehalt
9 %
Rohaschegehalt
8 %
Rohfasergehalt
3 %
Feuchte
8 %
Größe
500 g, 2 & 15 kg
Produktname
Wolfsblut Wild Duck Adult
Art
Trockenfutter
Lebensphase
Adult
Fleisch
Ente
Fleischgehalt
ca. 44 %
weitere Inhaltsstoffe
u.a. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Kichererbsen, Leinsamen, Tomaten, mediterrane Kräuter, Beeren, Brennnessel, Löwenzahn, Ginseng
Zusatzstoffe
u.a. Vitamine A, D3, E, Taurin
Proteingehalt
21 %
Fettgehalt
9 %
Rohaschegehalt
8 %
Rohfasergehalt
3 %
Feuchte
8 %
Größe
500 g, 2 & 15 kg

Orijen Dog Regional Red

Ein sehr empfehlenswertes getreidefreies Trockenfutter kommt aus Kanada: Die Sorte “Orijen Dog Regional Red” hat sich bei Hundefreunden und Vierbeinern, die Wert auf absolute Top-Qualität setzen, sehr viele Fans.

Der Hersteller setzt auf einen sehr vielseitigen Mix aus tierischen und pflanzlichen Zutaten: Der Fleischgehalt liegt bei für Kroketten unglaublich hohen 76 Prozent, während Kohlenhydrate weniger als 20 Prozent ausmachen.

Verwendet werden dabei fast ausschließlich Tiere, die eher selten auf dem Speiseplan von Hunden auftauchen und daher als hypoallergen gelten – so verwendet Orijen Angus Rind, Wild- und Yorkshire Schwein sowie Romney Lamm und Hammel als Fleischquellen, Sardinen und Hering sind als Fisch verarbeitet.

Extrem energiehaltige Nahrung mit hochwertigen Zutaten

Alle Tiere stammen entweder aus Freilandhaltung oder aus Wildfang. Der Protein- und Fettgehalt ist mit 38 bzw. 18 Prozent extrem hoch, was besonders aktive Hunde freuen dürfte. Für Tiere mit einem gemütlichen Bewegungsprofil ist das aber eher nichts, denn dann würde doch sehr schnell Übergewicht drohen.

Weiterhin ist bemerkenswert, dass Orijen komplett auf Kartoffeln verzichtet. Stattdessen liefern vor allem Hülsenfrüchte Kohlenhydrate, die weniger als 20 Prozent des Futters ausmachen.

Weitere sinnvolle pflanzliche Zutaten beinhalten u.a. Kürbis und Zucchini, Karotten sowie viele Beeren. So enthält die Trockennahrung viele Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien sowie Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren.

Premium Futter für anspruchsvolle Hunde

Auch der Geschmack scheint zu überzeugen: In Erfahrungsberichten schildern Hundehalter, dass ihre Lieblinge die Kroketten auch dann gierig verschlingen, wenn sie ansonsten eher skeptisch gegenüber Trockenfutter eingestellt sind.

Alles in allem also eine sehr hochwertige Premium Nahrung, die vor allem für bewegungsfreudige Hunde geeignet ist. Allerdings hat dies auch seinen Preis: Im Vergleich zu anderen Marken ist Orijen doch sehr teuer.

Vorteile

  • extrem hoher Proteingehalt und viel Fett
  • hochwertige, hypoallergene Frischfleischquellen aus Freilandhaltung und Wildfang
  • sehr verträglich, guter Geschmack
  • wenig Kohlenhydrate, kartoffelfreies Futter
  • sehr viele pflanzliche Zutaten

Nachteile

  • für manche Tiere viel zu energiehaltig
  • sehr teuer

Wolfsblut Wild Duck Adult

Im deutschsprachigen Raum gehört die Marke Wolfsblut zu den beliebtesten Herstellern. Das liegt vor allem an dem naturnahen Ernährungskonzept des Unternehmens:

Ausgehend vom Gedanken, dass die Bedürfnisse des Hundes mit dem Speiseplan des Wolfes gedeckt werden können, gehört getreidefreie Nahrung bei der Marke einfach dazu – sehr empfehlenswert ist hier die Sorte “Wolfsblut Wild Duck Adult.”

Sie besteht zu etwa 44 Prozent aus Entenfleisch und stellt damit eine gute, verträgliche Monoprotein Quelle dar. Der Protein- und Fettgehalt liegt bei 21 bzw. 9 Prozent – somit ist das Futter zwar etwas mager für aktive Hunde, dürfte aber für Tiere mit normalem Bewegungsprofil noch ausreichend sein.

Sehr nahrhaftes Futter mit Monoprotein

Sehr erwähnenswert sind die vielen pflanzlichen Zutaten: Für Kohlenhydrate sorgen nicht nur Kartoffeln, sondern auch gut verwertbare und nahrhafte Süßkartoffeln. Ein u.a. aus Beeren bestehender Antioxidantien-Komplex sowie viel weiteres Obst und Gemüse sorgt für eine gute Rundumversorgung des Vierbeiners.

Etwas kritisiert wird manchmal die Größe der Kroketten – für kleinere Hunde sind diese schon riesig und sollten vor dem Verzehr am besten zerbrochen werden. Und auch preislich ist das Futter doch eine größere Anschaffung – Du solltest also schon das nötige Budget mitbringen.

Dann ist das “Wolfsblut Wild Duck” Futter aber auch wirklich eine sehr gute Wahl: Wenn dein Hund ein normales Aktivitätsprofil aufweist, dürfte er mit diesem starken Futter wirklich perfekt ernährt werden.

Vorteile

  • ausschließlich verträgliches Entenfleisch, Monoprotein-Quelle
  • guter Antioxidantien-Komplex
  • viele pflanzliche Zutaten, gute Rundum-Versorgung des Hundes
  • neben Kartoffeln auch viele Süßkartoffeln als Kohlenhydratquelle
  • vergleichsweise fettarm

Nachteile

  • aktive Hunde könnten manchmal mehr Eiweiße und Fette gebrauchen
  • Kroketten etwas groß für manche Rassen
  • eher hochpreisig

Happy Dog Supreme Sensible Africa

Eine eher leichte Lösung ohne Getreide, bei der Du auch noch etwas für notleidende Kinder tun kannst, ist die Mischung “Happy Dog Supreme Sensible Africa.” Der Hersteller, ein traditionsreiches bayerisches Familienunternehmen, spendet nämlich einen Anteil des Erlöses jeder Packung an afrikanische SOS-Kinderdörfer.

Auch die Zusammensetzung ist von der Savanne beeinflusst. Als Proteinquelle kommt so hypoallergenes Straußenfleisch zum Einsatz. Dieses ist nach Berichten von Hundehaltern sehr wohlschmeckend und gut verdaulich, allerdings beträgt der getrocknete Gehalt gerade einmal 18 Prozent.

Leichtes, gut verträgliches Trockenfutter

Das ist im Vergleich zu anderen Marken etwas wenig. Trotzdem ist der Proteingehalt mit ca. 20 Prozent ziemlich ansehnlich. Der Fettanteil beträgt allerdings lediglich 10 Prozent – das ist ideal für Hunde, die zu Übergewicht neigen, sehr aktive Tiere könnten aber doch deutlich mehr vertragen.

Etwas groß ist allerdings der Anteil an Kohlenhydraten: Zirka die Hälfte des Futters besteht aus Kartoffeln. Das ist doch etwas viel, mehr fleischliche Quellen könnten vom Hund besser aufgenommen werden.

Trotzdem ist das Futter eine gute, vergleichsweise leichte Option.

Vorteile

  • leichtes, hypoallergenes Straußenfleisch als Monoprotein
  • gut geeignet für Hunde, die zu Übergewicht neigen
  • sehr verträglich und anscheinend schmackhaft
  • Teil des Erlöses wird an SOS-Kinderdörfer in Afrika gespendet

Nachteile

  • etwas viel Kartoffeln, wenig Fleisch
    Fettgehalt für manche Hunde zu gering

Belcando Adult GF Beef

Eine sehr interessante getreidefreie Sorte ist auch das “Belcando Adult GF Beef” Trockenfutter. Es besteht zu 55 Prozent aus Rind und Fisch und nutzt als Kohlenhydratquellen vor allem Kartoffeln, Amaranth und Erbsen.

Erfreulicherweise ist der Frischfleischgehalt dabei vergleichsweise hoch. Das sorgt nach Aussagen vieler Hundefreunde nicht nur für einen bei den Vierbeinern sehr populären Geschmack, sondern auch für ein eher saftiges Kauerlebnis: Der Feuchteanteil liegt bei 10 Prozent, das ist deutlich mehr als bei den meisten anderen Trockenfuttern.

Leckere Kroketten mit vielen Omega 3 Fettsäuren

Dabei enthält das Futter gute 23,5 Prozent an Protein und 10 Prozent Fett. Letzteres ist für normal aktive Hunde ein angemessener Wert – sehr sportliche Tiere könnten aber noch etwas mehr gebrauchen.

Der enthaltene Meeresfisch in Verbindung mit Lachsöl sorgt weiterhin für einen eher hohen Gehalt an Amino- und Omega 3 Fettsäuren. Für dich als Hundehalter könnte es aber etwas störend sein, dass man diese Zutaten auch mit der Nase spürt: Der Mundgeruch der Vierbeiner wird gemeinhin als doch etwas lästig beschrieben.

Trotzdem: Für den Hund bietet das “Belcando Adult GF Beef” Futter viele Vorteile, die es zu einer sehr guten getreidefreien Option machen!

Vorteile

  • mit viel Frischfleisch
  • für ein Trockenfutter viel Feuchte
  • gute Mischung aus Rind und Fisch
  • viele Amino- und Omega 3 Fettsäuren

Nachteile

  • Fettgehalt für manche sportlichen Hunde etwas gering
  • Fisch führt gelegentlich zu Mundgeruch

Rinti Max-i-Mum Rind

Gewöhnlich sind getreidefreie Rezepturen leider um einiges teurer als Hundefutter mit Körnern. Es gibt aber auch Sorten, die das Budget etwas schonen – hierzu gehört beispielsweise die “Rinti Max-i-Mum Rind” Trockennahrung.

Dieses Futter hat einen guten Proteingehalt von 23 Prozent und enthält etwa 16,5 Prozent Fette. Damit eignet es sich vor allem für aktive, sportliche Hunde. Sollte es dein Vierbeiner etwas gemütlicher angehen, ist aber vielleicht eine andere Sorte besser geeignet, denn ohne ausreichende Bewegung kann er mit dieser Diät doch schnell Speck ansetzen.

Sehr erfreulich sind die nicht-fleischlichen Zusätze: Hier setzt Rinti neben Kartoffeln vor allem auf viele Ballaststoffe: So sind besonders die enthaltenen Flohsamenschalen für eine optimale Verdauung förderlich. Das beigemischte Fischöl wiederum sorgt für eine gute Versorgung mit langkettigen, ungesättigten Omega 3 Fettsäuren.

Günstige getreidefreie Option

Der Fleischgehalt ist sehr hoch, er beträgt kombiniert etwa 70 Prozent. Rinti bewirbt dabei besonders den Rindfleischanteil, doch das ist leider ein wenig Etikettenschwindel: Fast die Hälfte der tierischen Zutaten besteht nämlich aus Geflügel, ein Monoprotein Futter ist diese Sorte also leider nicht.

Auch ansonsten ist die Deklaration der Inhaltsstoffe etwas ungenau: So verschweigt der Hersteller leider, welche Teile von Rind und Huhn jetzt genau den Weg in die Futtermischung gefunden haben. So ist es schwierig, die Qualität des Futters neutral zu beurteilen.

Wenn Du Vertrauen in diesen beliebten Hersteller hast, bietet das “Max-i-Mum Rind” Trockenfutter aber auch viele Vorteile. Ein weiterer ist dabei der Preis: Für eine getreidefreie Sorte sind diese Kroketten nämlich wirklich sehr günstig!

Vorteile

  • Fleischgehalt von 70 Prozent
  • guter Eiweißanteil, dank viel Fett auch für aktive Hunde gut geeignet
  • viele Ballaststoffe für eine optimierte Verdauung
  • Fischöl sorgt für Omega 3 Fettsäuren
  • vergleichsweise günstig

Nachteile

  • Deklaration der Inhaltsstoffe nicht sehr vorbildlich
  • etwas zu viel Fett für gemütliche Tiere
  • enthält beileibe nicht nur Rind, sondern auch viel Geflügel

Warum sollte man beim Hundefutter auf Getreide verzichten?

Getreide hat in Hundefutter zwei Aufgaben:

  • Zum einen dient es bei Trockenfutter als “Füllstoff” – es trägt also zur Masse der Kroketten bei, ohne dass die Hersteller auf teures Fleisch oder andere pflanzliche Zutaten zurückgreifen müssen.
  • Andererseits liefert es dem Hund aber auch Kohlenhydrate, welche vom Körper in Energie umgewandelt werden.

Noch vor einiger Zeit war Getreide in fast allen Trockenfuttern vorhanden. Das hat sich aber geändert – 2021 bieten fast alle Hersteller auch Sorten ohne Körner an.

Das hat auch seine Gründe: Zwar sind viele robuste Hunde in der Lage, Getreide gut “wegzustecken”, doch perfekt ist diese Ernährungsweise nicht.

Nicht Teil des natürlichen Speiseplans

Denn der natürliche Speiseplan von Hunden bzw. Wölfen sieht eigentlich kein Getreide vor: Kein wildes Tier geht im Kornfeld auf vegetarische Nahrungssuche. Stattdessen ernähren sich Wölfe beispielsweise ausschließlich pflanzlich, indem sie reife Früchte auflesen oder den Mageninhalt von Beutetieren verzehren.

Diese kommen – sofern sie keine gerissenen Nutztiere sind – auch kaum mit Getreide in Begegnung.

Besonders für empfindliche Verdauungstrakte häufig eine große Belastung

Das bedeutet im Umkehrschluss: Magen und Darm des Hundes sind nicht sonderlich gut aus Getreide vorbereitet. Zwar gibt es viele Tiere, die Körner gut tolerieren können, im Alltag ist dies aber häufig – zeitweise oder dauerhaft – mit Problemen behaftet.

Hundebesitzer können dann häufig beobachten, dass ihr Liebling regelmäßig unter Blähungen leidet. Vereinzelt können auch Durchfall oder Unterleibsschmerzen auftreten.

Gefahr allergischer Reaktionen

Besonders heikel können Sorten wie Weizen, Gerste oder Roggen sein. Diese enthalten nämlich Gluten, was nicht von allen Hunden vertragen wird. Einige Tiere leiden sogar unter einer voll ausgeprägten Zöliakie, also einer Glutenunverträglichkeit.

Die Folgen falscher Fütterung können chronische Magen-Darm-Probleme verursachen, die oft weitreichende Folgen haben: Häufiger Durchfall bringt z.B. häufig die Aufnahme von Mineralstoffen wie Eisen durcheinander, dann droht eine Mangelernährung.

Zöliakien werden häufig erst relativ spät diagnostiziert. Viele Hundefreunde gehen deshalb schon vorher auf Nummer sicher und verzichten ganz auf glutenhaltiges Getreide.

Braucht ein Hund Kohlenhydrate?

Getreide und Zutaten, die als Getreideersatz verwendet werden, haben vor allem eine dem Hund dienende Aufgabe: Sie liefern ihm sehr viele Kohlenhydrate.

Wenn man sich Debatten unter menschlichen Ernährungberatern anschaut, sieht man aber, dass diese nicht immer positiv gesehen werden: Oft wird stattdessen eine Low Carb Diät propagiert, bei der der Anteil von Brot, Nudeln und anderen getreidehaltigen Lebensmitteln so weit wie möglich reduziert werden soll.

Aber wie sieht das bei unserem besten Freund aus? Braucht ein Hund Kohlenhydrate?

Unter Experten umstritten

Die Antwort hierauf ist gar nicht so einfach, denn selbst Experten streiten sich um den Wert von Kohlenhydraten.

Einige Hundefreunde vertreten die Ansicht, dass sich die Ernährung der Haustiere so weit wie möglich am wild lebenden Wolf orientieren sollte. Der Urvater unserer Lieblinge ernährt sich fast ausschließlich von tierischen Proteinen – sie stellen praktisch die ausschließliche Energiequelle dar, pflanzliche Nährstoffe werden nicht aufgrund ihrer Kohlenhydrate aufgenommen.

Schlussfolgerung ist dann häufig, dass Kohlenhydrate für Hunde nicht artgerecht wären – denn der Wolf nimmt kaum welche auf.

Wandel vom Wolf zum Haushund

Kritiker dieser Sichtweise weisen allerdings darauf hin, dass der Hund in den Jahrtausenden, in denen er sich vom Wolf abgespalten hat, durchaus eine eigene Entwicklung gegangen ist: Zwar sind beide genetisch immer noch zu etwa 99 Prozent miteinander verwandt, aber eben nicht identisch.

Ein sehr einflussreicher Artikel im Fachblatt “Nature” hat sich so die Hundegenetik etwas genauer angesehen und kam zum Schluss, dass sich unsere Vierbeiner doch ziemlich angepasst haben. Im Laufe der Evolution hat sich der Magen-Darm-Trakt von Haushunden so entwickelt, dass Stärke und Kohlenhydrate mittlerweile ganz zum natürlichen Ernährungsplan gehören.

Zwar ist es mit großem Aufwand auch möglich, die Tiere ganz ohne Kohlenhydrate zu ernähren, artfremd sind sie aber nicht.

Welche Alternativen zu Getreide gibt es?

Allerdings gibt es doch viele Alternativen zu Getreide, die sich hier besser eignen. In getreidefreiem Hundefutter findet man dann häufig

  • Kartoffeln bzw. Süßkartoffeln
  • Hülsenfrüchte und/oder
    sogenanntes
  • Pseudo-Getreide.

Kartoffeln

Am häufigsten findet man wohl Kartoffeln als Getreide-Ersatz. Sie gehören zwar auch nicht so ganz zu den natürlichen Nahrungsquellen von Hunden, sind aber um einiges verträglicher als Körner.

Dafür müssen sie aber richtig zubereitet werden: Roh gehören Kartoffeln nämlich zu den für Hunde giftigen Gemüsesorten – nur gut gekocht sind sie verträglich.

Bei Fertignahrung ist dies auf jeden Fall gewährleistet: Dann enthalten sie außerdem u.a. Aminosäuren, viele B-Vitamine, Vitamin C und Mineralien wie Kalzium, Kalium und Phosphor.

Süßkartoffeln

Süßkartoffeln ähneln Kartoffeln vom Aussehen her, sind aber ansonsten biologisch nicht mit ihnen verwandt. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten: Beide haben einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt und müssen vor dem Verzehr unbedingt gekocht werden.

Geschmacklich sind Süßkartoffeln aber, wie der Name schon sagt, um einiges süßer und ähneln eher Kürbissen. Sie haben aber auch einige Vorteile: So lassen sie sich exzellent verdauen und enthalten, anders als Kartoffeln, besonders viel Beta-Carotin.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte haben einen vergleichsweise niedrigen Kohlenhydrat-Anteil und sind deshalb ideal für Low Carb Speisepläne. Dafür enthalten sie aber einiges an Vitaminen und vor allem Ballaststoffe. Sehr beliebt unter Hundefutter-Herstellern sind u.a. Erbsen, Linsen und Wachtelbohnen.

Amaranth, Quinoa und anderes Pseudo-Getreide

Sehr interessant sind außerdem sogenannte Pseudo-Getreide. Dabei handelt es sich um Körner von Pflanzen, die keine Getreide sind, aber ähnliche Eigenschaften haben. Zu ihnen gehören beispielsweise Amaranth, Quinoa oder Buchweizen.

Pseudo-Getreide ist sehr verträglich und enthält keinerlei Gluten, dafür aber viele Vitamine, Mineralstoffe und Kohlenhydrate. Etwas nachteilig könnte sein, dass viele Sorten nur in warmen Anbaugebieten wachsen und deshalb aus Übersee importiert werden müssen.

Verträgliches Getreide für Schonkost

Nicht jedes Getreide ist immer schlecht: Es gibt auch verträgliche Sorten, die in richtiger Menge sogar verdauungsfördernd wirken können. Dazu gehören insbesondere Reis und Haferflocken – man findet sie häufig auch in Schonkost-Rezepten.

Arten von getreidefreiem Hundefutter

Getreidefreies Hundefutter ist in praktisch allen Darreichungsformen erhältlich. Wenn man davon gesondert spricht, meint man insbesondere getreidefreie Trockennahrung.

Getreidefreies Nassfutter

Denn bei Nassfutter ist “getreidefrei” eigentlich die Regel. Hier gibt es nur sehr selten Sorten, die Körner beinhalten.

Ausnahme sind hier Varianten mit Reis – diese treten vergleichsweise häufig auf, allerdings gehört Reis für viele Hundefreunde auch nicht unbedingt zu den Sorten, die man meiden sollte.

Nassfutter ist nicht nur meist getreidefrei, sondern auch sehr schmackhaft. Ferner enthält es viel Feuchte, so dass der Hund gut hydriert wird. Nachteile sind neben dem hohen Preis die etwas schwierige Handhabung und die kurze Haltbarkeit angebrochener Dosen.

Weiterhin kann Feuchtnahrung hin und wieder zu weicherem Stuhlgang und – nach Aussage vieler Hundehalter – zu einem veränderten Eigengeruch des Tieres führen.

Mehr über empfehlenswerte Nassfutter – alle getreidefrei – kannst Du in diesem Artikel nachlesen.

Trockenfutter ohne Getreide

Deutlich seltener, aber immer häufiger vorkommend sind Trockenfutter, die ohne Getreide auskommen. Sie sind vor allem wegen ihrer praktischen Handhabung interessant – sie verursachen kaum Schmutz und sind sehr lange haltbar.

Allerdings verursachen sie gelegentlich auch einen etwas härteren Kot, sind nicht so schmackhaft wie Nassfutter und erhöhen den Flüssigkeitsbedarf des Vierbeiners.

Getreidefreie Halbfeuchtnahrung

Eine gute Mischung zwischen Trocken- und Nassfutter ist hingegen Halbfeuchtnahrung. Sie ist vornehmlich ohne Getreide erhältlich, hat einen Flüssigkeitsgehalt von meistens 10 bis 20 Prozent und ist einfacher zu kauen als herkömmliche Kroketten.

Die Kaufkriterien

Noch vor wenigen Jahren gab es kaum ein Hundefutter, das ohne Körner auskam. Das hat sich aber deutlich geändert – 2021 gibt es nur noch wenige Hersteller, die kein getreidefreies Sortiment im Angebot haben.

So hast Du die Qual der Wahl: Die richtige Nahrung für deinen Vierbeiner zu finden, ist mit schier unendlichen Optionen gar nicht so einfach. Deshalb solltest Du dir bei der Bestellung wirklich Zeit nehmen und vor allem die folgenden Kaufkriterien beachten.

1

Anteil und Art der verwendeten Kohlenhydrat-Quellen

Mit Ausnahme einiger Nass-Ergänzungsfutter haben auch getreidefreie Sorten eigentlich immer eine oder mehrere Kohlenhydrat-Quellen. Sie liefern dem Hund Energie, können aber, wenn der Anteil zu hoch ist, auch als Dickmacher wirken.

Leider verzichten die meisten Anbieter darauf, genaue Angaben zum Kohlenhydratanteil zu machen. Orientieren kannst Du dich allerdings an der Reihenfolge bei der Angabe der Zutaten. Getreidefreie Futter verwenden meistens die folgenden Ersatzquellen:

  • Kartoffeln (meistens getrocknet oder als Flocken) sind vergleichsweise günstig, können aber schnell zu Übergewicht führen
  • Süßkartoffeln enthalten mehr Nährstoffe als Kartoffeln und können etwas besser absorbiert werden
  • Hülsenfrüchte (z.B. Erbsen, Linsen, Wachtelbohnen) sind vergleichsweise kalorienarm und enthalten viele Ballaststoffe.

2

Genutztes Fleisch

Aber auch das genutzte Fleisch ist ein wichtiger Punkt, den Du vor dem Kauf eines Futters immer beachten solltest. Am häufigsten findet man dabei die folgenden Sorten:

  • Geflügel ist das wohl am weitesten verbreitete Fleisch. Es eignet sich vor allem für Hunde mit normaler Aktivität, Protein- und Fettgehalt ist meistens eher durchschnittlich. Hin und wieder kann es aber zu Unverträglichkeiten kommen.
  • Rind wiederum ist ebenfalls sehr weit verbreitet und – sofern keine hypoallergene Zuchtform zum Einsatz kommt – leider auch etwas anfällig für Unverträglichkeiten. Generell wird es aufgrund des eher hohen Protein- und Fettgehaltes vor allem an aktive Hunde mit hohem Energieverbrauch verfüttert.
  • Schwein oder Wildschwein ist ebenfalls eine eher protein- und fettreiche Nahrungsquelle für aktive Tiere. Ausreichend erhitzt – wie in allen Nass- und Trockenfuttern – ist es bekömmlich und auch ungefährlich. Da Schwein noch selten eingesetzt wird, gibt es kaum Unverträglichkeiten.
  • Wild und Pferd wiederum gelten als hypoallergene Sorten, die vor allem bei Futtermittelallergien eingesetzt werden. Diese Fleischarten enthalten vergleichsweise viele Proteine, Vitamine und Mineralstoffe, sind aber gleichzeitig auch eher fettarm – das macht sie ideal für Diäten und Senior Hunde.
  • Fisch ist ebenfalls eine eher fettarme Sorte, die dafür aber andere Vorteile hat: Er enthält sehr viele Nährstoffe, wobei vor allem die langkettigen Omega 3 Fettsäuren viel für die Gesundheit der Vierbeiner tun können.

    Manche Sorten kombinieren mehrere Fleischarten miteinander. Um einiges besser verdaulich und besonders bei Allergien empfehlenswert sind allerdings Futter mit Monoprotein.

3

Aktivitätsprofil des Hundes, Protein- und Fettgehalt

Weiterhin solltest Du dir Gedanken darüber machen, wie viel sich der Hund täglich bewegt. Dies ist sehr wichtig, wenn es darum geht, zu bestimmen, wie viele Proteine und Fette der Vierbeiner in seinem Futter braucht:

  • Sehr aktive Hunde brauchen gewöhnlich sehr viele Proteine und Fette
  • Mäßig aktive Hunde brauchen viele Eiweiße, aber etwas weniger Fett, weil sonst Übergewicht drohen würde
  • Gemütliche Tiere wiederum brauchen einen gemäßigten Anteil an Eiweißen und eher wenig Fett
  • Für Hunde auf Diät sind häufig Futter mit sehr vielen Proteinen und einem geringen Fettgehalt empfehlenswert
  • Proteinarmes Hundefutter hingegen sollte nur auf Anweisung des Tierarztes verfüttert werden, z.B. bei einem chronischen Nierenleiden.

4

Alter des Tieres

Ebenfalls wichtig ist das Alter des Tieres: Sowohl in jungen als auch in älteren Jahren solltest Du nicht auf Erwachsenennahrung, sondern auf Spezialfutter setzen:

  • Welpenhundefutter ist in der Wachstumsphase eigentlich absolute Pflicht: Es enthält beispielsweise mehr Proteine, einen erhöhten Kalziumgehalt und mehr Kalorien. Das ist sehr wichtig, weil ansonsten Entwicklungsschäden drohen.
  • Senior Hundefutter hingegen ist für das letzte Viertel der Lebenserwartung des Vierbeiners gedacht. In dieser Phase werden die Tiere meistens etwas träger und brauchen weniger Kalorien. Stattdessen enthalten diese Futter meistens viele Nahrungsergänzungen wie Grünlippmuschel, Chondroitin und Glucosamin für die Gelenke oder einen erhöhten Anteil an Antioxidantien wie Vitamin E für ein gestärktes Immunsystem.

5

Pflanzliche und sonstige tierische Zutaten

Weiterhin solltest Du auch auf die sonstigen pflanzlichen Zutaten achten: Ein gutes getreidefreies Hundefutter besteht nicht nur aus Fleisch und Stärke, sondern enthält auch viel Obst und Gemüse. Kräuter sind ebenfalls willkommen, da sie auch zum natürlichen Speiseplan von Wölfen und Hunden gehören.

Sollte dein Liebling bekannte Unverträglichkeiten haben, solltest Du dir die Liste der Zutaten unbedingt genauer ansehen und darauf achten, dass der Hund auf keinen Inhaltsstoff allergisch reagiert.

Die Vorteile

Verträgliche und natürliche Ernährung des Vierbeiners

Wenn Du auf getreidefreies Hundefutter setzt, kann dein Vierbeiner von vielen Vorteilen profitieren. Am meisten hervorzuheben ist die hohe Verträglichkeit der Nahrung:

Körner werden vom Magen-Darm-Trakt häufig nur sehr schwierig verdaut, getreidefreie Alternativen sind hier doch um einiges schonender. Beschwerden wie Blähungen treten dann deutlich seltener auf.

Weiterhin ist eine derartige Ernährungsform auch um einiges natürlicher: Der Hund kriegt so nur das zu fressen, was er auch in freier Wildbahn zu sich nehmen würde.

Besonders für aktive Hunde viel zusätzliche Energie

Weiterhin sind getreidefreie Kohlenhydratquellen sehr gut vom Hund absorbierbar. So nimmt er weniger nutzlose Füllstoffe zu sich, sondern kann die Stärke sehr gut in Energie umsetzen.

Das freut besonders sehr aktive Hunde: Sie können so gestärkt herumtollen und länger spielen oder arbeiten, ohne zu schnell müde zu werden.

Getreidefreie Kohlenhydratquellen enthalten viele zusätzliche Nährstoffe

Weiterhin enthalten getreidefreie Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln oder Hülsenfrüchte auch zusätzliche Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. So hat das Futter einen Nutzen, der weit über den Stärkegehalt hinausgeht und trägt zu einer ausgewogenen Ernährung bei.

Häufig besser angenommener Geschmack

Weiterhin wird häufig davon berichtet, dass auch der Geschmackssinn der Vierbeiner getreidefreies Hundefutter ins Herz geschlossen hat: Derartige Sorten werden, wenn man sich Erfahrungsberichte von Hundefreunden ansieht, wohl

an sich Erfahrungsberichte von Hundefreunden ansieht, wohl deutlich besser akzeptiert.



Die Nachteile

Allerdings hat getreidefreies Hundefutter auch einen Nachteil, über den Du dir vor dem Kauf im Klaren sein solltest.

Teurer als getreidehaltiges Futter

Denn preislich sind diese Sorten doch etwas teurer als die meisten getreidehaltigen Futter. Das liegt nicht nur an den anderen Kohlenhydratquellen – getreidefreie Nahrung tendiert außerdem dazu, eher hochwertige weitere Zutaten zu verwenden.

Davon kann dein Hund auf Dauer wirklich profitieren. Du hingegen musst etwas tiefer in die Tasche greifen und ein höheres Budget für die Ernährung deines besten Freundes einplanen.

FAQs

Das beste getreidefreie Hundefutter in unserem Test ist die Sorte “Orijen Dog Regional Red.” Dabei handelt es sich um Premium Nahrung, die nicht nur sehr hochwertige Fleischquellen verwendet, sondern außerdem auch auf Kartoffeln verzichtet. Mit einem Kohlenhydratanteil von unter 20 Prozent ist dieses Futter so eine perfekte Wahl für einen Low Carb Speiseplan.

Getreide gehört nicht zum natürlichen Speiseplan für Hunde, weswegen manche Vierbeiner zu Unverträglichkeiten neigen. Besonders der Verdauungstrakt wird dann auf die Probe gestellt – viele Tiere reagieren dann mit Blähungen, Durchfall oder Magenverstimmungen.

Das trifft besonders auf Sorten wie Roggen, Weizen und Gerste zu. Andere Getreide sind vergleichsweise nebenwirkungsfrei: Haferflocken und Reis gelten in richtiger Menge z.B. sogar als verdauungsfördernd und werden deshalb auch oft bei Schonkost eingesetzt.

Getreide dient in Hundefutter vor allem als Kohlenhydratquelle, welche den Vierbeiner mit Energie versorgt. Allerdings ist nicht jeder Vierbeiner auch an die Körner gewöhnt, da sie nicht zum natürlichen Speiseplan von Hunden gehören: Manche Tiere reagieren deshalb mit Verdauungsproblemen.

Abhilfe kann hier getreidefreies Hundefutter schaffen: Es ist entweder kohlenhydratfrei oder nutzt Hülsenfrüchte, Kartoffeln oder Süßkartoffeln und ist so meistens um einiges verträglicher.

Weiterführende Studien & Infos:

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.