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Hundegeschirr für ziehende Hunde: 5 praktische & sichere Modelle im Test 2021

Leider gibt es viele Hunde, die Probleme mit der Leinenführigkeit haben: Beim Spaziergang zerren und ziehen sie dann unentwegt, was nicht nur die Nerven des Hundehalters strapazieren, sondern auch böse Verletzungen und gesundheitliche Schäden zur Folge haben kann.

Hier hilft nur konsequentes und liebevolles Training. Ergänzend dazu ist ein Spezialgeschirr, oft auch “Anti Zug” oder “No Pull” Geschirr genannt, sehr empfehlenswert.

In diesem Text erfährst Du mehr zu diesen praktischen und hilfreichen Modellen. Weiterhin findest Du einen Test und Vergleich der 5 besten Hundegeschirre für ziehende Hunde, die unserer Meinung nach 2021 auf dem Markt sind.

Überblick der besten Hundegeschirre für ziehende Hunde

Unsere Empfehlung: DOG Copenhagen Hundegeschirr V2 Comfort Walk (Pro)
Komfort-Modell: Hunter Divo
Unser Preistipp: Rabbitgoo No Pull Hundegeschirr

Testsieger: DOG Copenhagen Hundegeschirr V2 Comfort Walk (Pro)

Unsere Empfehlung

Nicht nur für Profis eine schöne Lösung

Ein sehr empfehlenswertes Anti Zug Modell ist das “DOG Copenhagen Hundegeschirr V2 Comfort Walk (Pro)”. Es wird gerne von Hundetrainern empfohlen und ist in acht verschiedenen Farben erhältlich. Dank einer ausführlichen Größen-Palette, die auch die Größe “XS” umfasst, lässt es sich gut für kleinere Rassen und Welpen nutzen.

Das Design ist dabei nicht nur schick, sondern auch funktionell: So verfügt das Geschirr über sehr hochwertige Reflektoren aus dem Hause 3M, die wirklich hervorragende Dienste leisten – Sichtbarkeit ist so eigentlich zu jeder Zeit gegeben.

Auch die Verarbeitung weiß zu überzeugen: Das Nylongeschirr ist reißfest und macht einen robusten Eindruck, die Duraflex-Verschlüsse und Aluminium-Ringe wirken absolut bruchsicher. Einem langen Einsatz dürfte so nichts im Wege stehen.

Faktencheck:

  • Material: Nylon, Duraflex, Aluminium
  • Größen: XS-XL
  • Brustumfang: 38-46, 46-56, 56-68, 68-82 oder 82-106 cm
  • Farben: 8 verschiedene
  • Pflege: Maschinenwäsche, 30 Grad.

Ebenfalls schön: Das Geschirr lässt sich problemlos in der Maschine waschen. Es ist sehr atmungsaktiv und leicht, die Brustplatte wird von manchen Hundehaltern aber auch als etwas sperrig kritisiert. Sehr zierliche Vierbeiner könnten deshalb ihre Probleme damit bekommen.

Das ändert aber nichts daran, dass es sich bei diesem Modell um einen hervorragenden Premium Vertreter der Anti Zug Geschirre handelt. Wenn Du bereit bist, etwas mehr auszugeben, kann ich es dir wirklich empfehlen!

schickes Design, in 8 verschiedenen Farben erhältlich

starke Sichtbarkeit im Dunkeln dank 3M Reflektoren

hochwertige Verarbeitung

maschinenwaschbar

für manche Hunde wohl etwas sperrig

vergleichsweise hochpreisig


Hunter Divo

Komfort-Tipp

Sehr komfortable Option

Einer der bekanntesten Hersteller von Hundegeschirren ist die Firma Hunter. Im “No Pull” Segment gehört das Modell “Hunter Divo” dann zu den beliebtesten Angeboten. Es ist in drei Farben erhältlich, hat reflektierende Eigenschaften und überzeugt mit modischem Design.

In Erfahrungsberichten wird insbesondere der sehr hohe Tragekomfort gelobt: Das Geschirr ist sehr leicht und besteht aus atmungsaktivem Mesh-Material, so dass es der Hund auch an nassen Tagen kaum als Behinderung wahrnimmt. Auch die Verarbeitung wird immer wieder positiv hervorgehoben – somit eignet sich das Modell als dauerhafte Lösung, mit dem sich auch lange Touren bequem bestreiten lassen.

Faktencheck:

  • Material: Mesh-Gewebe
  • Größen: XS-XL
  • Halsweite: 19-32, 22-38, 30-42 34-50, 40-59 oder 46-67 cm
  • Brustumfang: 34-47, 45-56, 52-68, 56-73, 72-100 oder 79-107 cm
  • Breite: 1,5-2,5 cm
  • Farben: 3 verschiedene.

Sehr erfreulich ist auch die Größen-Vielfalt, die Hunter anbietet: Beim “Divo” Geschirr kannst Du aus sechs verschiedenen wählen, wobei auch Zwischengrößen wie “S/M” oder “L/XL” erhältlich sind. Negativ wird hin und wieder bemerkt, dass sich die Gurte gelegentlich unbeabsichtigt verschieben.

schickes Design

sehr bequem, leicht & atmungsaktiv

langlebig & robust

auch in Zwischengrößen erhältlich

Gurte lockern sich gelegentlich


Rabbitgoo No Pull Hundegeschirr

Preistipp

Beliebtes & günstiges Standard-Modell

Weltweit sehr gerne bestellt wird das “Rabbitgoo No-Pull Hundegeschirr”. Es ist in 11 verschiedenen Farben erhältlich und überzeugt durch ein modernes, schickes Design. Wählen kannst Du dabei aus vier verschiedenen Größen zwischen “S” und “XL”.

Laut Erfahrungsberichten ist dieses Modell sehr bequem, der Schnitt scheint zu stimmen. Dabei ist auch sehr erfreulich, dass die einzelnen Größen vergleichsweise flexibel eingestellt werden können, so ist es wahrscheinlicher, dass das Geschirr auch deinem Liebling passt.

Faktencheck:

  • Material: Nylon, PP & Oxford-Gewebe
  • Größen: S-XL
  • Halsweite: 33-48, 41-56, 46-66 oder 58-89 cm
  • Brustumfang: 36-61, 38-71, 43-86 oder 53-97 cm
  • Farben: 11 verschiedene
  • Pflege: Handwäsche.

Etwas kritisiert wird allerdings, dass die Reflektoren wohl nur unterdurchschnittliche Leistung bringen: In der Dunkelheit ist eine optimale Sichtbarkeit so nicht immer gegeben, hier könnte sich deshalb auch ein zusätzliches Leuchthaltband ohne Leinenfunktion lohnen.

Ebenfalls etwas schade ist, dass das Geschirr nur per Hand gewaschen werden kann. So ist die Pflege etwas aufwendig, solltest Du aber dazu bereit sein, ist dieses Modell eine schöne Basis-Lösung, die dazu auch noch ziemlich günstig ist.

große Farb-Vielfalt

vergleichsweise bequem, guter Schnitt

Gurte lassen sich einfach & flexibel einstellen

sehr günstiger Preis

Sichtbarkeit im Dunkeln eher unterdurchschnittlich

nur Handwäsche möglich


ThinkPet No Pull Geschirr

Besonders für gelegentliche Nutzung interessant

Ein schönes Modell für den gelegentlichen Einsatz oder auch als Trainingsmaßnahme ist das “ThinkPet No Pull Geschirr”. Es besteht aus Nylon mit atmungsaktiven Mesh-Einsätzen, der Brustring ist aus Metall gefertigt. Erhältlich ist es in sechs verschiedenen Farben, die allesamt gut reflektieren.

Sehr erfreulich ist, dass das Geschirr in Größen zwischen “S” und “XXL” erhältlich ist, somit eignet es sich auch für Mini Rassen und sehr große Hunde. Die Einstellungsmöglichkeiten sind dabei enorm, aufgrund dieser Variabilität ist es sehr wahrscheinlich, dass eine ins Auge gefasste Größe dem Vierbeiner auch passt.

Faktencheck:

  • Material: Nylon mit Mesh-Einsätzen & Metall
  • Größen: S-XXL
  • Halsweite: 25-36, 32-47, 38-56, 44-63, 49-75 oder 55-85 cm
  • Brustumfang: 27-52, 51-62, 56-74, 61-82, 68-94 oder 72-195 cm
  • Farben: 6 verschiedene.

Sehr schön ist, dass das Geschirr eher leicht ist und über atmungsaktive Eigenschaften verfügt. Allerdings gibt es auch Kritik, die eher gegen einen regelmäßigen langen Einsatz spricht:

  • So scheinen die Gurte doch häufiger zu verrutschen
  • Der Bauchgurt ist eher hart, so dass er auf Dauer gegen die sensible Partie scheuern kann
  • Hin und wieder wird auch der Brustring als zu weich kritisiert, er könnte also eher schnell verschleißen.

auch für sehr kleine & sehr große Hunde geeignet

einfache, variable Einstellung

atmungsaktives Material

verrutscht wohl eher schnell

Bauchgurt eher hart, Scheuergefahr

Ringe werden öfters kritisiert


Happy Hachi Hundegeschirr

Robuste Wahl mit guter Polsterung

Ein weiterer weltweiter Bestseller ist das “Happy Hachi Hundegeschirr”. Es besteht aus Oxford-Gewebe mit atmungsaktiven Mesh-Einsätzen, der Ring am Rücken besteht aus verzinktem Metall.

Allerdings handelt es sich dabei um kein Modell mit Brustring. Vorne ist lediglich eine kleine Schlaufe vorhanden, die Du eventuell mit einem eigenen D-Ring versehen kannst. Käufer, die ziehende Vierbeiner haben, verwenden es daher vor allem als Trainingsgeschirr auf Zeit – aufgrund des anscheinend sehr guten Tragekomforts mit hervorragender Polsterung kann es danach aber auch mit gewöhnlicher Leinenposition verwendet werden.

Faktencheck:

  • Material: Oxford- & Mesh-Gewebe, verzinktes Metall
  • Größen: XS-L
  • Halsumfang: 33-43, 45-57, 60-81 oder 75-96 cm
  • Bauch-/Brustumfang: 42-50, 50-60, 65-75 oder 70-80 cm
  • Farben: Blau oder Orange
  • Pflege: Hand- oder Maschinenwäsche.

Das Geschirr ist in vier verschiedenen Größen erhältlich, die aber nicht jedem Hund passen: Bezüglich des Hals- und Brustumfangs gibt es doch einige Lücken, weshalb Du deinen Vierbeiner ganz genau messen solltest, bevor Du eine Bestellung tätigst. Gereinigt werden kann das Modell sowohl per Hand als auch in der Waschmaschine – da es aber etwas abfärbt, würde ich es nur alleine waschen.

Wenn Du ein Anti Zug Geschirr für den dauerhaften Einsatz mit Brustring suchst, würde ich also eher ein anderes Modell wählen. Als robustes Trainingsgeschirr ist es aber eine gute Idee, für diese Nutzung spricht auch das starke Preis-Leistungs-Verhältnis.

guter Tragekomfort, starke Polsterung

schöne Verarbeitung

starkes Preis-Leistungs-Verhältnis

kein Brustring, lediglich mit Schlaufe versehen

passt nicht jedem Hund

färbt wohl etwas ab, sollte alleine gewaschen werden


Die Kaufkriterien

Wenn dein Hund Probleme damit hat, ohne Ziehen und Zerren an der Leine zu laufen, solltest Du darauf eingehen. Sowohl aus Erziehungs- als auch aus Sicherheitsgründen lohnt sich dann ein Spezialgeschirr.

Das Angebot ist erfreulicherweise sehr groß: Es gibt die unterschiedlichsten Hersteller, die als “No Pull”, “Anti Zug” oder “Brustgeschirr” deklarierte Modelle verkaufen.

Das bedeutet aber nicht, dass jedes Geschirr auch für jeden Einzelfall geeignet ist: Was im Fall deines Vierbeiners das Beste ist, hängt doch von einigen Faktoren ab. Deshalb ist es wirklich ratsam, vor der Bestellung ganz genau nachzudenken und am besten die folgenden Kaufkriterien zu beachten.

Nutzung des Geschirrs & Verarbeitung

Wenn Du planst, ein Geschirr dauerhaft und regelmäßig zu verwenden, sollte es wirklich robust und reißfest sein. Das betrifft sowohl die Gurte als auch die Ringe. Solltest Du aber lediglich ein Modell zu Trainingszwecken suchen, dann kann auch ein etwas schwächeres Geschirr gute Dienste leisten, manchmal reicht dann sogar ein Produkt, das statt einem Ring lediglich eine Brustschlaufe hat.

Anhand von Produktbeschreibungen und Fotos lässt sich dieses Kriterium kaum seriös bestimmen. Deshalb ist es sehr ratsam, auch Erfahrungsberichte anderer Hundehalter zu studieren: Du findest sie auf fast jeder Kaufplattform, sie bieten einen guten Praxiseinblick in die wichtigsten Vor- und Nachteile eines Modells.

Verwendete Materialien & Tragekomfort

Bei den Materialien dominieren meistens Gurte aus synthetischem Material wie Nylon, Oxford-Gewebe oder Polypropylen. Ideal ist es, wenn ein Geschirr zudem noch gepolstert ist, da dies den Tragekomfort sehr erhöht. Dabei ist es auch wichtig, dass das Geschirr fest sitzt und nicht unbeabsichtigt verrutscht – auch bei der Beantwortung dieser Frage können Erfahrungsberichte sehr weiterhelfen.

Neben den Riemen spielen auch Verschlüsse und Ringe eine große Rolle: Sie sollten aus hochwertigen Materialien bestehen und wirklich bruchfest sein: Insbesondere bei Dauernutzung kann ein Verschleiß unterwegs sicherheitsrelevante Folgen haben.

Erhältliche Größen & Maße

Enorm wichtig bei jedem Geschirr sind die erhältlichen Größen: Die Kategorisierung der Hersteller ist hier weniger wichtig, stattdessen solltest Du darauf achten, dass insbesondere Hals- und Brustumfang zu den Maßen deines Hundes passen. Mehr zum Thema findest Du auch etwas weiter unten.

Damit ein Geschirr wirklich passt, ist es auch ratsam, darauf zu achten, dass es in einem gewissen Maße verstellbar ist. So kannst Du es an den individuellen Körperbau anpassen und eventuelle kleine Messfehler fallen nicht ins Gewicht.

Design, Farben & Reflektoren

Das Design sollte nicht nur deinem Geschmack entsprechen, sondern auch funktionell und sicher sein. Das betrifft insbesondere die Farbgebung, grelle Töne mit Signalwirkung und idealerweise auch reflektierenden Eigenschaften sind deutlich hilfreicher als dunkle Farben.

Pflege des Modells

Hundegeschirre müssen regelmäßig gereinigt werden. Am einfachsten geht dies mit einem Modell, das maschinenwaschbar ist. Wenn Du mehr Zeit hast, könnte aber auch ein Geschirr mit Handwäsche in Frage kommen, dabei handelt es sich meistens um entweder sehr günstige oder aber auch sehr hochwertige Exemplare.

Vorteile von Hundegeschirren für ziehende Hunde

Mehr Sicherheit für den Hund

Wenn dein Hund ein notorischer Leinenzieher ist, bietet ein Anti Zug Geschirr viele Vorteile: Ein sehr wichtiger Punkt ist dann die erhöhte Sicherheit für den Vierbeiner.

Der Druck, der durch den Zug entsteht, wird gleichmäßig über die Brust verteilt, die Halspartie bleibt fast unangetastet. Im Vergleich zu Halsbändern sinkt die Verletzungsgefahr extrem, aber auch gegenüber “normalen” Hundegeschirren gibt es einen Sicherheitsvorteil zu verbuchen.

Erleichtert das Leinentraining

Zweiter sehr wichtiger Vorteil ist der erzieherische Effekt: Mit einem No Pull Geschirr wird Leinenziehen nicht nur erschwert, sondern macht dem Hund auch deutlich weniger Spaß.

Durch die vordere Position der Leine kann das Tier – wenn überhaupt – erst nach einigen Bewegungen die Richtung ändern. Somit eignet sich so ein Geschirr auch für das Training erwachsener Hunde, bei denen sich die unerwünschte Verhaltensweise bereits verfestigt hat.

Beugt Verletzungen des Hundehalters vor

Und drittens wird der Spaziergang dann auch für dich als Hundehalter sicherer. Ein plötzlicher Zug an der Leine ist nämlich auch für uns nicht ohne – es besteht erhöhte Verletzungs- und sogar Sturzgefahr.

Im Vergleich zu einem Halsband verstärkt ein herkömmliches Geschirr dieses Risiko sogar, da die Hunde aufgrund der besseren Kraftverteilung deutlich stärker wirken. Bei einem Anti Zug Geschirr besteht diese Gefahr aber kaum – der Ruck wird bereits im Vorfeld abgebremst, Du bist so auf der sicheren Seite.

Nachteile von Anti Zug Geschirren

Etwas sperriger Sitz

Ein “Nachteil” von No Pull Geschirren ist, dass die verstärkte Brustpartie für einen etwas sperrigen Sitz sorgt.

Manche Vierbeiner fühlen sich so in ihrer Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt, weshalb viele Hundehalter diese Modelle nur auf Zeit verwenden: Sobald das Tier diszipliniert an der Leine läuft, wird dann auf ein herkömmliches Geschirr gewechselt.

Leinenführigkeit: Eine Frage der Erziehung

Das richtige Gehen an der Leine gehört zu den wichtigsten Dingen, die einem Hund beigebracht werden müssen: Selbst wenn der Vierbeiner gewohnt ist, frei herumzulaufen, muss er den “Angeleint-Modus” kennen, schließlich gibt es doch einige Gebiete, in denen die Tiere gesichert werden müssen.

Optimal geht dies aber nur vonstatten, wenn der Hund an der Leine entspannt und diszipliniert ist. Manche Vierbeiner sind dann allerdings wie ausgewechselt: Während sie beim freien Auslauf gut hören und selbst in den stressigsten Situationen die Ruhe bewahren, werden sie angeleint zu störrischen, ziehenden Nervenbündeln.

Gelerntes Verhalten

Dieses Verhalten ist nicht nur charakterlich bedingt, sondern auch angelernt: Genauso wie Toilettengang oder die Wahl des Schlafplatzes ist Leinenführigkeit etwas, das von Kindesbeinen an trainiert werden muss. Der Hund muss sich dann u.a. im Klaren darüber sein, dass

  • die Leine notwendig ist
  • die Einengung keine “Degradierung” ist und
  • der Hundehalter bestimmt, wo es langgeht.

Besonders Letzteres ist wichtig: Wenn der Hund gelernt hat, dass sein Ziehen erfolgreich ist, wird er unterwegs versuchen, die Führungsrolle einzunehmen. Das wiederum ist dann noch mit vielen weiteren Komplikationen verbunden, so sind Leinen-Zerrer z.B. häufig auch nicht sehr kooperativ, wenn es um wichtige und oft auch sicherheitsrelevante Kommandos geht.

Wird gelegentlich durch Jagdtrieb forciert

Leinenziehen kann aber selbst den am besten erzogenen Hunden passieren: Dann steckt in vielen Fällen ein eher ausgeprägter Jagdtrieb dahinter. Wenn der Vierbeiner dann etwas im Gebüsch rascheln hört oder in weiter Entfernung eine mögliche Beute sieht, interessiert es ihn überhaupt nicht, ob er angeleint ist oder nicht.

Er versucht dann, dem Sachverhalt nachzugehen und beginnt dann – ohne groß nachzudenken – zu ziehen. Richtig erlernt ist diese Verhaltensweise nicht, stattdessen wird sie häufig bei Rassen mit einer Jagd-Vergangenheit beobachtet: Beispiele hierfür sind z.B. Retriever, Setter oder auch Dackel.

Zug & Gegenzug

An diesem Schlamassel sind dann nicht nur die Vierbeiner “schuld”, sondern in fast allen Fällen auch die Halter. Oft sind sie mit der Situation nämlich total überfordert und wissen nicht, was sie machen sollen.

Häufigste Reaktion auf starkes Ziehen ist dann ein “Gegenzug”. Der Hundehalter reagiert dann mit ähnlicher Kraft und versucht, das Tier so wieder “einzufangen”. Das ist aber keine sonderlich gute Idee, denn das Problem wird durch so einen Kraftakt nicht gelöst:

  • Zum einen sind Hunde oftmals stärker als ihre Halter
  • Die Tiere können diese Gegenbewegung als “Ränkekampf” oder als Aufforderung zum Spielen wahrnehmen
  • Der Hund lernt so, dass Ziehen eine auch von seinem Besitzer verfolgte Kommunikationsstrategie ist
  • In der Zukunft wird sich das Tier so nicht vom Ziehen abbringen lassen – im Gegenteil, die Verhaltensweise wird sich wahrscheinlich noch weiter ausprägen
  • Ein starker Leinenruck kann für den Vierbeiner zudem sehr gefährlich sein..

Auch manchmal Ausdruck von Panik

Ein Hund kann aber auch ziehen, wenn er in Panik gerät, z.B. bei plötzlichen lauten Geräuschen oder dem Anblick eines Artgenossen, mit dem er schlechte Erfahrungen gemacht hat. Das lässt sich durch Erziehung kaum vermeiden, es handelt sich dann um einen Impuls, der nur schwierig unter Kontrolle gebracht werden kann.

Risiken für ziehende Hunde

Aber nicht nur praktische Gesichtspunkte sprechen dafür, das Ziehen an der Leine so weit wie möglich einzuschränken: Auch gesundheitliche Aspekte schreien geradezu danach, etwas dagegen zu tun.

Die Risiken sind nämlich enorm. Überspitzt kann man sagen: Jedes Ziehen an der Leine – insbesondere in Verbindung mit einem Halsband – ist potentiell lebensgefährlich!

Atemprobleme

Wenn der Hund regelmäßig starken Widerstand leistet, wird so beispielsweise die Halspartie dauerhaft belastet: Der Kehlkopf wird eingedrückt, Luftröhre und Halsgefäße eingeengt.

So entstehen irreparable Schäden, die die Lebensqualität des Vierbeiners sehr belasten und die Lebenserwartung häufig deutlich verkürzen. Bei einer Strangulation – z.B., weil sich das Tier beim unkontrollierten Ziehen mit der Leine verheddert – besteht sogar akute Lebensgefahr.

Verletzungen von Genick & Halswirbelsäule

Deutlich schneller können hingegen traumatische Verletzungen entstehen. Wenn der Hund an einem Halsband befestigt wird, wird fast die komplette Energie, die beim Ziehen entsteht, auf Genick und Halswirbelsäule verteilt. Dies sind sehr empfindliche Regionen, die kaum durch die Muskulatur geschützt werden.

Schon bei einem zu starken oder unglücklichen Zug kann dann das Schlimmste passieren: Halswirbel oder sogar das Genick können eine Fraktur erleiden, die sogar tödlich ausgehen kann. Weiterhin drohen auf Dauer böse Deformierungen, die chronische Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zur Folge haben.

Schäden der Schilddrüse

Die Schilddrüse ist ein wichtiges Organ, das eine wesentliche Rolle im Hormonhaushalt des Hundes spielt: Eine Unterfunktion, auch Hypothyreose genannt, führt in vielen Fällen zu trägem Verhalten und einem schlechten Fell. Auch Aggressivität, Stress, Appetitlosigkeit bei gleichzeitiger Gewichtszunahme und ein augenscheinlich geschwächtes Immunsystem sind häufige Anzeichen dafür, dass die Schilddrüse nicht optimal funktioniert.

Das Organ sitzt genau dort, wo normalerweise ein Halsband angebracht wird. Bei starkem Druck durch Ziehen an der Leine wird es zu sehr belastet und ist oft entzündet, bei chronischem Zug können auch dauerhafte Schäden auftreten.

Augenleiden

Weiterhin wird bei starkem Zug an der Leine auch das Sehvermögen oft beeinträchtigt: Die Belastung erhöht nämlich den Augendruck, was auf Dauer u.a. zum Grünen Star führen kann. Viele Hunde, die am Halsband laufen und regelmäßig ziehen, haben m Laufe ihres Lebens deshalb Probleme mit der Sicht, langfristig droht sogar Erblindung.

Strategien gegen Ziehen an der Leine

Das Ziehen an der Leine ist also nicht nur eine Unart, sondern sogar eine sehr gefährliche Angelegenheit für den Vierbeiner. Auch die Halter sind manchmal betroffen: So gibt es doch einige Hundebesitzer, die sich bei starkem Widerstand des Hundes im Schulter- oder Rückenbereich verletzt haben oder sogar gestürzt sind.

Hundegerechtes Zubehör kann hier eine große Hilfe sein, ist aber nicht die alleinige Lösung: Erster Schritt sollte immer eine liebevolle, aber gleichzeitig konsequente Erziehung sein, die dem Vierbeiner klar macht, welches Verhalten von ihm gewünscht ist und welches nicht.

Planlos vorgehen solltest Du dabei auf keinen Fall: Stattdessen können dir die folgenden Strategien sehr helfen, den Hund schon bald zu einem guten Leinengänger zu machen.

Die richtige Leine wählen

Oft ziehen Hunde, weil sie sich einfach an der falschen Leine befinden: Schlepp- und Roll- bzw. Flexileinen haben ihre Daseinsberechtigung, sollten aber im Alltag nur dann verwendet werden, wenn die Vierbeiner dafür geeignet sind. Ansonsten können sie den Zug provozieren, auch, weil das Tier nicht realistisch einschätzen kann, wo seine Grenzen sind.

Fürs Leinentraining sollte also am besten eine kürzere Führleine gebraucht werden. Ziel sollte es dann immer sein, dass sie nie spannt, sondern leicht durchhängt, ohne dass der Boden berührt wird.

Geduld bewahren

Das geht alles nur mit viel Geduld: Wenn der Hund zieht, solltest Du also auf keinen Fall in Panik verfallen. Denn das merkt der Vierbeiner, ruhiger wird er dadurch bestimmt nicht.

Stattdessen musst Du wirklich unbeeindruckt bleiben: Der Hund sollte die Botschaft auf den Weg bekommen, dass Du alle Zeit der Welt hast. Sprich’ ihn also ruhig an und zeige ihm auch mit kontrollierten Gesten, dass das Ziehen keinen Sinn macht.

Dem Hund nicht folgen

Ebenfalls sehr wichtig: Du solltest dem Hund auf keinen Fall folgen, wenn er an der Leine zieht. Viele Vierbeiner nutzen diese Kraftakte nämlich, um die Spazierroute vorgeben zu können. Wenn Du hier klein beigibst, wird sich das Problem nur noch verstärken.

Das bedeutet: Du wartest, bis der Vierbeiner sich wieder eingekriegt hat. Sobald er wieder bei Fuß ist, gehst Du den Weg weiter, den Du vorher eingeplant hast. Sollte der Hund dann wieder an der Leine ziehen, musst Du dir die Zeit nehmen, das Spielchen nochmals zu wiederholen – nur so lernt das Tier, dass Du die Richtung vorgibst.

Leckerli helfen nur begrenzt

Sehr verführerisch ist es, den Hund mit Leckerli zu “bestechen”: Wenn er an der Leine zieht, behelfen sich viele Halter mit einem kleinen Snack, damit er wieder zurückkommt. In der allerersten Phase des Leinentrainings kann dies auch durchaus helfen, anschließend würde ich aber eher darauf verzichten, denn diese Belohnungen haben auch ihre Grenzen:

  • So kriegt der Hund auf diese Weise auch die Botschaft, dass es sich lohnt, an der Leine zu ziehen. Im schlimmsten Fall kann sich das Verhalten sogar verschlimmern, da der Hund mit den Zugbewegungen positive Konsequenzen verbinde.
  • Andererseits muss das Leinenverhalten auch ohne Leckerli stimmen: Nur so bleibt der Hund auch in gefährlichen Situationen berechenbar.
  • Drittens kann der übermäßige Einsatz von Snacks auch zu Übergewicht führen. Sie sollten daher niemals die einzige Erziehungsmethode darstellen.

Bestrafung ist keine langfristige Lösung

Ebenfalls vermeiden solltest Du Bestrafungen: Schimpfen bringt nur sehr wenig, da der Hund eigentlich keine Verbindung zwischen Leinenruck und korrigierenden Worten herstellen kann. Absolutes Tabu ist Gegengewalt: Nicht nur machst Du den Leinenzug so auch für den Hund akzeptabel, die Verletzungsgefahr ist dann ebenfalls enorm.

Am besten so früh wie möglich beginnen

Ideal ist es, bereits im Welpenalter mit dem Leinenführungs-Training zu beginnen, denn so setzen sich unerwünschte Verhaltensweisen oft erst gar nicht fest. Aber auch im fortgeschrittenen Alter lassen sich Hunde schulen – das kostet aber meistens deutlich mehr Aufwand und Nerven. Sehr hilfreich können hier Hundeschulen sein, mittlerweile gibt es auch viele schöne Online-Angebote.

Artgerechte Lösung: Das Halsband durch ein Geschirr ersetzen

Nicht nur aufgrund des Leinenzugs ist es eigentlich immer ratsam, auf ein Halsband zu verzichten. Tierschützer, Hundetrainer und Veterinärmediziner sind eigentlich durch die Bank weg der Ansicht, dass ein Hundegeschirr artgerechter und schonender ist.

Das ist besonders bei Vierbeinern, die zum Leinenzug neigen, eine gute Idee: Die Verletzungsgefahr wird dann nämlich deutlich reduziert.

Hals & Genick bleiben frei

Geschirre haben den Vorteil, dass sie Hals und Genick eigentlich überhaupt nicht belasten. Der Hund wird während des Auslaufes also nicht gewürgt, auch Verschiebungen der Halswirbel oder sogar Frakturen können so bei Ruck-Bewegungen nicht auftreten.

Das kann Hundeleben retten und verhindert langfristige Folgeschäden.

Gleichmäßige Belastung

Stattdessen wird die Belastung, die beim Zug entsteht, großflächig und gleichmäßig verteilt: Die Energie geht dann bei allen Bauarten in den Brustbereich, viele Geschirre leiten die Lasten zudem auf den Rücken ab.

Bei gesunden Hunden sind diese Körperregionen sehr robust und durch viel Muskulatur abgefedert.

Leinenruck kann dennoch Risiken mit sich bringen

Das bedeutet aber nicht, dass das Ziehen an der Leine mit einem Geschirr erlaubt sein sollte: Neben der Problematik, dass der Hund so seinen Besitzer nicht als “Chef” anerkennt, ist die Verhaltensweise auch in Hinblick auf die Gesundheit nicht ganz risikofrei.

So kann eine häufige, starke Belastung der vermeintlich starken Körperregionen auch schadhaft sein. So drohen z.B. Verspannungen der Brustmuskulatur, bei bestimmten Modellen kann auch das Brustbein stark belastet werden.

Weiterhin ist es durchaus möglich, dass der Wechsel auf ein Geschirr die Unart zumindest anfangs sogar noch verstärkt: Ohne Atemnot zieht es sich eben leichter, aufgrund der besseren Verteilung entwickeln die Tiere zudem oft stärkere Kräfte und sind noch schwieriger unter Kontrolle zu halten.

Erziehung bleibt wichtig

Ein Freibrief für ziehende Hunde darf ein Geschirr also auf keinen Fall sein: Eine angemessene Erziehung ist weiterhin enorm wichtig!

Funktionsweise von Geschirren speziell für ziehende Hunde

Aufgrund der eben angesprochenen Risiken haben Experten Geschirre entwickelt, die dem Leinenzug entgegenwirken solle. Diese Spezialmodelle werden häufig auch als “Anti Zug Geschirre” bezeichnet.

Viele Hundehalter nutzen sie nur auf Zeit und wechseln auf ein herkömmliches Modell, sobald ihr Vierbeiner das Einmaleins der Leinenführigkeit gelernt hat. Andere haben sie ständig im Einsatz, z.B., weil ihr Hund eher ängstlich ist oder immer wieder Beutetiere wittert.

Anti Zug Geschirre sind immer sehr ähnlich aufgebaut. Ihr Ziel ist es, das Ziehen an der Leine zu erschweren und für den Hund unattraktiv zu machen.

Brustgeschirr mit verstärkter Frontpartie

Gewöhnliche Hundegeschirre bestehen aus verschiedenen Riemen, die am Vierbeiner anliegen und zusammen für festen Halt sorgen. Das sind gewöhnlich:

  • Ein Halsgurt
  • Ein Brust-/ Bauchgurt und gelegentlich
  • Ein Taillengurt, um das Geschirr absolut ausbruchsicher zu machen.

Das sorgt für Leichtigkeit, gleichzeitig ist so eine Konstruktion für leinenziehende Hunde aber nicht optimal: Zwar liegt der Halsgurt nicht direkt am Kehlkopf, sondern eher ums Brustbein, starke Ruckbewegungen können dort aber auch eher schmerzhaft sein und Muskulatur bzw. Atmung kurzzeitig beeinträchtigen.

Bei Anti Zug Modellen handelt es sich stattdessen um Brustgeschirre. Sie haben vorne keine Gurte, sondern stattdessen eine Art Platte. So wird der Zug sehr gleichmäßig verteilt, was die Verletzungsgefahr nochmals senkt.

Möglichkeit, die Leine anders anzubringen

Ein wichtiger Unterschied zu herkömmlichen Geschirren ist weiterhin die Befestigung der Leine: Bei Standard-Modellen liegt sie am Rücken an, die Spezial-Variante ermöglicht auch ein Anbringen im vorderen Brustbereich.

  • Wenn der Hund an der Leine zieht, kann er so nicht von der Zugbewegung profitieren: Bevor er Erfolg hat, müsste er zunächst eine Bewegung zur Seite machen. Impulsartige Ruckbewegungen verlieren so an Kraft, die Verletzungsgefahr sinkt.
  • Weiterhin sinkt die Motivation des Vierbeiners, die Richtung vorzugeben: Sein Verhalten ist nicht sofort erfolgreich, stattdessen muss der Hund einige Sekunden überlegen und handeln, damit er sich wie gewünscht bewegt. Das reicht in den meisten Fällen aus, um sich wieder zu “fangen”.

Arten von Anti Zug Geschirren

Obwohl Anti Zug Geschirre alle sehr ähnlich aufgebaut sind, gibt es doch einige kleine Unterschiede. So lässt sich zwischen zwei Arten unterscheiden.

Hundegeschirre mit Brustring

Am häufigsten anzutreffen sind Hundegeschirre, die vorne einen Brustring haben. Sie ermöglichen ein einfaches und sicheres Befestigen der Leine. Sie sind zwar etwas teurer, dafür kann man sie aber auch längere Zeit nutzen, ohne sich sofort Sorgen um Verschleiß machen zu müssen.

Mehr zu diesen Modellen findest Du auch hier.

Hundegeschirre mit Brustschlaufe

Etwas einfacher und günstiger sind Geschirre, die vorne lediglich eine Schlaufe haben. Die Leine lässt sich dort kurzfristig anbringen, die Handhabung ist aber bei weitem nicht so komfortabel. Manche Hundehalter erweitern diese Modelle deshalb auch mit einem zusätzlichen D-Ring.

Eingesetzt werden sie vor allem als Trainingsgeschirr. Auf Dauer spricht die höhere Verschleißgefahr gegen diese Variante.

Tierwohl muss im Vordergrund stehen

Sehr selten findet man leider immer noch vermeintliche “Anti Zug Geschirre”, die so gestaltet sind, das spitzes Material dem Hund beim Ziehen mehr oder weniger gewollt Schmerzen zufügt, z.B. in den Achseln. Derartige Modelle sind nicht artgerecht und erfüllen die Kriterien von Tierquälerei – Du solltest sie also auf keinen Fall kaufen.

Die richtige Größe finden

Ein Brustgeschirr für ziehende Hunde muss gut sitzen, denn nur so ist es einerseits komfortabel für den Hund und verhindert andererseits Ausbruchsversuche.

Deshalb musst Du auf jeden Fall auf die Größe achten – viele Hundehalter vernachlässigen dieses Thema leider und geben einem Geschirr dann schlechte Kritiken, obwohl es eigentlich gut ist.

Damit dir dies nicht passiert, solltest Du vor allem auf folgende Punkte achten.

Modelle fallen unterschiedlich aus

Die Hersteller verkaufen ihre Geschirre in unterschiedlichen Größen, die Skala ist von Anbieter zu Anbieter anders:

  • Die meisten Firmen verwenden Kleidergrößen von “XS” bis “XXL”
  • Andere Hersteller nutzen Zentimeterangaben
  • Manche Anbieter geben aber auch Größen zwischen 0 und 3 oder 4 an.

Diese Größen sind allerdings nur zur Orientierung gedacht: Sie fallen von Hersteller zu Hersteller bzw. manchmal sogar von Produkt zu Produkt derselben Marke unterschiedlich aus. So ist es möglich, dass einem Hund ein Geschirr in Größe XL von Anbieter “A” passt, der beim Anbieter “B” aber lediglich L braucht.

Nur ein Griff zum Maßband schafft Klarheit

Seriöse Klarheit schafft hier nur ein Griff zum Maßband: Hierfür musst Du auf jeden Fall

  • Halsumfang, gemessen ungefähr am Brustbein und
  • Brust-/Bauchumfang, gemessen am äußersten Punkt der Brust, fast am Intimbereich

kennen.

Bei einigen Modellen ist es weiterhin ratsam, zusätzlich Rückenlänge und Taillenumfang zu kennen. Diese Werte schreibst Du dir auf und vergleichst sie mit den Größentabellen der Hersteller.

Risiko eines Fehlkaufes einkalkulieren

Das ist aber kein Patentrezept: Trotz vermeintlich richtiger Maße kann es durchaus passieren, dass ein Geschirr nicht zum Körperbau des Hundes passt. Vor dem ersten Spaziergang musst Du es deshalb auf jeden Fall anprobieren lassen. Sollte ein Modell nicht passen, solltest Du es lieber zurückschicken und ein anderes Produkt bzw. eine andere Größe wählen.

FAQs

Welches Hundegeschirr wenn der Hund zieht?

Wenn der Hund dazu neigt, an der Leine zu ziehen, sollte ein Anti Zug Geschirr verwendet werden. Artgerecht gebaute Modelle haben eine Brustplatte mit integriertem Ring, an dem die Leine befestigt werden kann: Sobald der Hund zieht, entsteht dann kein Ruck, oft gewöhnt sich der Vierbeiner die Verhaltensweise von alleine ab, wenn kein sofortiger Erfolg erzielt wird.

Welches Halsband für stark ziehende Hunde?

Hunde, die dazu neigen, an der Leine zu ziehen, sollten eigentlich auf keinen Fall mit einem Halsband geführt werden, da dann böse Verletzungen und Atemnot drohen. Stattdessen sollten diese Vierbeiner mit einem Geschirr ausgestattet werden, für die Trainings- und Erziehungsphase ist dann ein “No Pull” Spezialmodell die beste Wahl.

Wie funktioniert ein Anti Zug Geschirr für Hunde?

Empfehlenswerte Anti Zug Geschirre funktionieren mit einem Brustring, an dem die Leine befestigt wird. Wenn der Hund dann Anstalten macht, zu ziehen, hat dies zunächst kaum einen Effekt. So lernt er, dass das unerwünschte Verhalten keinen Erfolg hat und Du kannst mit ihm ungestört am Leinentraining arbeiten. Erziehungs-Geschirre, die dem Tier bewusst Schmerzen zufügen, sollten auf jeden Fall gemieden werden!

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.