Spare bis zu 50% bei Deiner nächsten Bestellung

Rollleinen im Test & Vergleich: Empfehlungen für 2021

Wenn es darum geht, den Hund angeleint auszuführen, entscheiden sich viele Hundehalter für eine Rollleine. Diese Modelle geben den Vierbeiner sehr viel Freiheit, müssen aber auch verantwortungsvoll eingesetzt werden.

Wenn Du überlegst, dir eine anzuschaffen, solltest Du auf jeden Fall weiterlesen: Im folgenden Artikel erfährst Du nämlich nicht nur mehr zu Gründen für und gegen eine Rollleine, sondern lernst auch, wie man sie richtig nutzt.

Um dir die Entscheidung für ein Modell zu erleichtern, findest Du weiterhin eine Auflistung der wichtigsten Kaufkriterien und einen Test und Vergleich der meiner Ansicht nach besten 2021 erhältlichen Rollleinen.

Unser Testsieger

In unserem Rollleinen Test und Vergleich konnte besonders das Modell “Flexi New Classic Gurt” punkten: Dieses Markenprodukt vom weltweiten Marktführer überzeugt vor allem durch Langlebigkeit, einen sehr zuverlässigen, berechenbaren Lauf und eine klassische, zeitlose Optik.

Die Leine ist in verschiedenen Größen erhältlich. Bei Bedarf lässt sie sich außerdem mit einem Multibox Zubehörhalter sowie mit einer LED Leuchte nachrüsten.

Die besten 5 Rollleinen im Test

Produktname
Empfehlung
Flexi New Classic Gurt
Puppy Kitty einziehbare Hundeleine
Preistipp
TUG Rollleine
DDOXX reflektierende Rollleine
Pecute einziehbare Hundeleine
PUPPY KITTY Einziehbare Hundeleine für Mittelgroße und Kleine Hunde bis zu 25KG, 5M Rollleine Führleine Hund mit Starkem Reflektierenden Nylonband, Anti-Rutsch Griff, Sicheres Bremssystem
TUG 360° verwicklungsfreie, robuste einziehbare Hundeleine für bis zu 25 kg Hunde, 4,8 m starkes Nylonband/Band, Einhand-Bremse, Pause, Schloss (Medium, Grün)
DDOXX Roll-Leine reflektierend, ausziehbar | viele Farben & Größen | für kleine & große Hunde | Gurt-Leine Hundeleine einziehbar Welpe Katze | Hundeleinen Zubehör Hund | XS, 3 m, bis 8 kg, Blau
Pecute Hunde Hundeleine Gross Hunde 5m Einziehbar Hundeleine mit leuchtenden reflektierenden Maschen, Ergonomischem rutschfest-Griff, Kostenlose Müllbox und Müllsack,Maximale Belastung 110 Pfund
Leinenart
Gurt
Gurt
Gurt
Gurt
Gurt
Farben
rot oder blau
schwarz/orange
9 verschiedene
5 verschiedene
schwarz/neongelb
max. Länge Leine
5 oder 8 m
5 m
4,9 m
3, 4 oder 5 m
5 m
Maximalgewicht Hund
25 oder 50 kg
25 kg
15,9, 25 oder 50 kg
8, 10, 20 oder 50 kg
50 kg
Größen
M & L
M
S-L
XS-L
L
Gewicht
270-530 g
407 g
363-476 g
635 g
Empfehlung
Produktname
Flexi New Classic Gurt
Leinenart
Gurt
Farben
rot oder blau
max. Länge Leine
5 oder 8 m
Maximalgewicht Hund
25 oder 50 kg
Größen
M & L
Gewicht
270-530 g
Produktname
Puppy Kitty einziehbare Hundeleine
PUPPY KITTY Einziehbare Hundeleine für Mittelgroße und Kleine Hunde bis zu 25KG, 5M Rollleine Führleine Hund mit Starkem Reflektierenden Nylonband, Anti-Rutsch Griff, Sicheres Bremssystem
Leinenart
Gurt
Farben
schwarz/orange
max. Länge Leine
5 m
Maximalgewicht Hund
25 kg
Größen
M
Gewicht
407 g
Preistipp
Produktname
TUG Rollleine
TUG 360° verwicklungsfreie, robuste einziehbare Hundeleine für bis zu 25 kg Hunde, 4,8 m starkes Nylonband/Band, Einhand-Bremse, Pause, Schloss (Medium, Grün)
Leinenart
Gurt
Farben
9 verschiedene
max. Länge Leine
4,9 m
Maximalgewicht Hund
15,9, 25 oder 50 kg
Größen
S-L
Gewicht
363-476 g
Produktname
DDOXX reflektierende Rollleine
DDOXX Roll-Leine reflektierend, ausziehbar | viele Farben & Größen | für kleine & große Hunde | Gurt-Leine Hundeleine einziehbar Welpe Katze | Hundeleinen Zubehör Hund | XS, 3 m, bis 8 kg, Blau
Leinenart
Gurt
Farben
5 verschiedene
max. Länge Leine
3, 4 oder 5 m
Maximalgewicht Hund
8, 10, 20 oder 50 kg
Größen
XS-L
Gewicht
Produktname
Pecute einziehbare Hundeleine
Pecute Hunde Hundeleine Gross Hunde 5m Einziehbar Hundeleine mit leuchtenden reflektierenden Maschen, Ergonomischem rutschfest-Griff, Kostenlose Müllbox und Müllsack,Maximale Belastung 110 Pfund
Leinenart
Gurt
Farben
schwarz/neongelb
max. Länge Leine
5 m
Maximalgewicht Hund
50 kg
Größen
L
Gewicht
635 g

Flexi New Classic Gurt

Wohl die beliebteste Rollleine überhaupt ist das sehr empfehlenswerte Modell “Flexi New Classic Gurt”. Die Leine ist eine überarbeitete Version der ersten Bauart des Herstellers und überzeugt auch nach vielen Jahren Hundehalter auf der ganzen Welt.

In Erfahrungsberichten wird nämlich vor allem die Zuverlässigkeit gelobt: Die Leine scheint wie ein Uhrwerk ein- und auszuziehen, selbst nach Jahren funktioniert sie bei vielen Tierfreunden noch wie eine Eins. Das ist nicht nur praktisch und vermeidet viel Stress, sondern auch sehr nachhaltig.

Das Handling der Leine ist in den meisten Fällen ziemlich gut. Hin und wieder kritisieren Käufer aber auch, dass der Grip gelegentlich zu Wünschen übrig lässt – sollte dies für dich wichtig sein, könnte also auch ein anderes Modell mit besserer ergonomischer Form in Frage kommen.

Hochwertiges Original

Ziemlich überzeugen kann das optische Design der Leine: Sie verzichtet auf Schnick-Schnack und setzt stattdessen ganz auf eine gediegene, elegante Form. Neon-Farben für bessere Sicht im Dunkeln sucht man zwar vergebens, dafür lässt sich die “Flexi New Classic Gurt” aber auch mit einer LED Leuchte für schummrige Bedingungen nachrüsten.

Auch der Nachkauf einer Multibox für Leckerli oder Kotbeutel kann sinnvoll sein und wird von der Leine unterstützt. Somit ist dieses Modell eine sichere, robuste Wahl, die ich wirklich empfehlen kann: Dank eines exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnisses reißt sie auch kein großes Loch in deine Kasse.

Verschiedene Längen & Größen zur Auswahl

Die “Flexi New Classic Gurt” Rollleine ist in verschiedenen Längen und Größen erhältlich. Besonders beliebt sind

Vorteile

  • sehr zuverlässig & robust
  • gediegene Optik
  • kann mit LED & Multibox erweitert werden
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachteile

  • liegt manchmal nicht ganz so gut in der Hand

Puppy Kitty einziehbare Hundeleine

Ebenfalls sehr interessant ist die “Puppy Kitty einziehbare Hundeleine”. Sie ist in Größe “M” erhältlich, bis zu 5 Meter lang und eignet sich für Hunde mit einem Gewicht von maximal 25 Kilogramm.

Die Leine hat starke ergonomische Eigenschaften und liegt laut vielen Praxisberichten auch bei längeren Spaziergängen gut in der Hand. Der Roll-Mechanismus ist sehr zuverlässig, der Gurt verheddert sich auch kaum – hier kann das Modell also wirklich punkten.

Interessante Option mit guter Sichtbarkeit

Ebenfalls sehr erwähnenswert ist die hervorragende Sichtbarkeit im Dunkeln: Die schwarz-orange Leine ist zwar wohl etwas anfällig für Schmutz, bietet aber auch gute Reflektion und zeigt in der Dämmerung sogar ein fluoreszierendes Schimmern – das erhöht die Sicherheit ungemein, viele Halter kaufen die Leine deshalb auch vor allem wegen dieser Stärke.

Gelegentlich wird allerdings kritisiert, dass die Leine nicht wirklich beißfest ist: Bei Hunden, die dazu neigen, nach dem Gurt zu schnappen, könnte also ein anderes Modell besser geeignet sein.

Solltest Du hingegen eine Lösung für mittelgroße Hunde suchen, die nicht nur gut in der Hand liegt, sondern auch viel Sicherheit bietet, dann ist diese Leine eine wirklich interessante Option.

Vorteile

  • gute ergonomische Eigenschaften
  • mit reflektierendem und fluoreszierendem Effekt
  • zuverlässiger Roll-Mechanismus
  • ziemlich günstiger Preis

Nachteile

  • wohl nicht ganz so beißfest
  • verdreckt anscheinend bei Regen & Schlamm eher schnell

TUG Rollleine

Auf der ganzen Welt sehr gerne gekauft wird die “TUG Rollleine”. Sie bietet dir sehr viele Optionen: So kannst Du nicht nur aus allen gängigen Größen, sondern auch aus gleich 9 verschiedenen Farben wählen.

Laut Praxisberichten handelt es sich dabei um ein ziemlich starkes Modell: Der Gurt ist sehr robust und hält auch sehr hohen Belastungen gut stand.

Weltweiter Bestseller

Die Leine liegt ziemlich gut in der Hand, wiegt nicht allzu viel und hat zudem ein sehr einfach zu bedienendes Start-Stopp-System. So dürftest Du auch in schwierigen Situationen, in denen der Hund schnell gebremst werden muss, den Überblick behalten.

TUG preist die Rollleine auch als “verhedderungssicher” an. Das scheint aber nicht ganz zu stimmen, denn in Erfahrungsberichten gibt es doch immer wieder Kritik, dass dieser Mechanismus nicht ganz so ausgereift ist, wie der Hersteller es gerne hätte.

Hier solltest Du also aufpassen und im Falle eines Falles kühlen Kopf bewahren. Dann kann die “TUG Rollleine” aber auch eine wirklich schöne Option darstellen.

Vorteile

  • viele Größen und sehr viele Farben
  • starker Gurt
  • gut funktionierendes Start-Stopp-System
  • liegt gut in der Hand

Nachteile

  • verheddert wohl eher häufig

DDOXX reflektierende Rollleine

Sehr große Auswahl hast Du hingegen bei dem Modell “DDOXX reflektierende Rollleine”. Hier kannst Du gleich aus vier verschiedenen Größen zwischen “XS” und “L” sowie fünf verschiedenen Farben wählen – so ist es sehr wahrscheinlich, dass Du ein Modell findest, das zu deinem Geschmack und zu deinem Vierbeiner passt.

Sehr schön gelungen ist die moderne, aber dennoch ziemlich dezente Optik des Modells. Alle Varianten sind mit reflektierenden Streifen versehen, was die Sichtbarkeit im Dunkeln merklich verbessert.

Die Leine ist sehr kompakt und leicht – selbst in Größe “L” wiegt sie gerade einmal etwas unter 260 Gramm. So dürften auch längere Touren gut mit ihr machbar sein.

Kompaktes Modell

Allerdings kritisieren einige Hundehalter, dass der Einzug nicht immer so funktioniert, wie es sein sollte: Ist der Gurt etwas schief, funktioniert der Mechanismus kaum noch oder gar nicht mehr – das kann insbesondere in brenzligen Situationen schnell zu einem Problem werden.

Weiterhin berichtet doch eine große Zahl von Käufern, dass dieses Modell wohl nicht für die Ewigkeit gemacht ist: Die Leine verschleißt so doch ziemlich schnell, bei häufiger längerer Nutzung würde ich deshalb wohl eher ein anderes Modell wählen.

Solltest Du allerdings eine schick aussehende, möglichst kompakte Rollleine für kürzere Ausflüge suchen, kann diese Modell eine interessante Wahl darstellen.

Vorteile

  • in 4 verschiedenen Größen & 5
  • verschiedenen Farben erhältlich
  • kompakt & leicht
  • tolle Optik
  • reflektierende Streifen für bessere Sichtbarkeit im Dunkeln

Nachteile

  • Einzug scheint nicht immer zu funktionieren
  • wohl eher schneller Verschleiß

Pecute einziehbare Hundeleine

Wenn der Hund etwas schwerer und aktiver ist, denken die meisten Halter gar nicht erst über den Kauf einer Rollleine nach. Es gibt aber auch in diesem Segment schöne Alternativen, z.B. die “Pecute einziehbare Hundeleine”.

Die entspricht der Größe “L” und ist bei 5 Metern Maximallänge für Hunde bis zu 50 Kilogramm Gewicht ausgelegt. Das scheint sich auch in der Praxis zu bewahrheiten, denn viele Halter berichten von wirklich stabilen und robusten Eigenschaften, die auch kräftigen Hunden gut standhalten.

Dabei ist die Form eigentlich sehr ergonomisch und handfreundlich. Allerdings spricht das sehr hohe Gewicht auch eher gegen dieses Modell: Die Leine wiegt weit über 600 Gramm – auf Dauer kann das ziemlicher Ballast sein.

Schöne, robuste Alternative

Als nettes Extra liefert Pecute einen Aufsatz für die Leine mit, an dem ein Kotbeutel befestigt werden kann. Das ist eigentlich sehr schön, allerdings klappert dieser während des Auslaufs doch ziemlich, weshalb er oft nicht eingesetzt wird.

Ebenfalls nicht immer gut bewertet wird der Rücklauf. Er ist doch eher langsam – das ist zwar sehr schonend, kann in kritischen Situationen aber zu Problemen führen. Sehr schön ist allerdings die Farbgebung – es dominieren Neontöne mit guten Reflektor-Eigenschaften, die sich besonders im Dunkeln bezahlt machen.

Es gibt also doch einige kleine Nachteile zu verbuchen, die oft aber durch die sehr robuste und leistungsfähige Bauart ausgeglichen werden: Wenn dein Vierbeiner eher groß und widerspenstig ist, dürfte diese Pecute Rollleine also eine schöne Alternative darstellen.

Vorteile

  • schöne, ergonomische Form
  • laut Aussagen der meisten Hundehalter sehr robust
  • Neonfarbe für bessere Sichtbarkeit im Dunkeln
  • mit Extra Aufsatz für Müllsack

Nachteile

  • sehr schwer
  • Halter für Mülltüte klappert an der Leine ziemlich
  • wohl etwas langsamer Rücklauf

Was ist eine Rollleine?

Eine Rollleine ist eine Bauart, bei der flexibel eingestellt werden kann, wie viel Freiraum der Vierbeiner beim Auslauf hat. Dabei kannst Du entweder eine feste Distanz bestimmen oder den Hund entscheiden lassen, wie weit er sich von dir entfernen möchte.

Viel Freiheit für den Vierbeiner

Der Hund hat so ein sehr großes Gefühl von Freiheit, während Du ihn trotzdem unter Kontrolle hast. Zwar sind Rollleinen nicht für alle Vierbeiner ideal, oft ermöglichen sie aber einen abwechslungsreichen und trotzdem sicheren Auslauf.

Rollleinen sind seit den 1970er Jahren erhältlich und haben seitdem einen stetig steigenden Marktanteil.

Unterschied zwischen Roll- & Flexileine

Rollleinen werden häufig auch als Flexileinen bezeichnet. Das liegt daran, dass die Leine von der schleswig-holsteinischen Firma “Flexi Bogdahn International GmbH & Co. KG” entwickelt und patentiert wurde. Dementsprechend hatte dieses Unternehmen über Jahre hinweg das Monopol auf die Technologie und ist auch heute noch unangefochtener Marktführer – der Begriff “Flexileine” hat sich für Rollleinen deshalb so etabliert wie “Tempo” für Taschentücher, “Tesafilm” für Klebebänder oder “Jeep” für Geländewagen.

Offiziell gibt es so schon einen Unterschied:

  • Flexileinen sind im Grunde genommen ausschließlich Produkte der Marke Flexi
  • Rollleinen hingegen bezeichnen alle Leinen der Art, also auch von Drittanbietern.

“Echte” Flexileinen genießen einen sehr guten Ruf. Es gibt aber auch einige “inoffizielle” Modelle, die sich hinsichtlich ihrer Qualität nicht verstecken brauchen.

Für wen eignet sie sich?

Eine Rollleine ist häufig eine sehr schöne und hunde- bzw. artgerechte Lösung, eignet sich aber nicht für jeden Einzelfall.

Wenn Du überlegst, dir eine anzuschaffen, solltest Du deshalb zunächst einmal darüber nachdenken, ob dein Vierbeiner für so ein Modell auch geschaffen sind.

Keine gute Idee fürs Leinentraining

Allgemein lässt sich sagen, dass Rollleinen eher etwas für “Fortgeschrittene” sind. Der Hund sollte also schon wissen, wie man sich unterwegs bewegt, fürs erste Leinentraining sind sie eher ungeeignet.

Besonders bei Welpen ist es nämlich wichtig, dem Hund klarzumachen, was die Funktion einer Leine ist und wer sie bedient. Er sollte also vor allem “bei Fuß” laufen, mit der Verantwortung eines flexiblen Rollmodells wäre das Tier dann überfordert.

Zu viel Freiheit am Anfang kann stattdessen auch später zu Problemen führen: Wenn der Hund von klein auf daran gewöhnt ist, dass sich die Leine so bewegt, wie er es will, wird er sie nicht mehr ernst nehmen und auch im Ernstfall zu Zugbewegungen neigen.

Ideal für disziplinierte Hunde mit viel Selbstvertrauen

Somit sind Rollleinen eher etwas für ältere Hunde, die schon das Einmaleins des Spaziergangs gelernt haben. Dabei sollten die Tiere aber auch viel gesundes Selbstvertrauen mitbringen.

Nur so können sie sich ohne Angst mehrere Meter von ihrem Halter bewegen. Ist der Hund schreckhaft, wird er bei so viel Freiheit schnell nervös werden. Dann hat er nicht nur weniger Spaß am Gassi gehen, sondern könnte auch in Panik geraten – selbst mit Leine könnte er dann außer Kontrolle geraten und sich selbst oder Dritten Schaden zufügen.

Oft bei kleinen bis mittelgroßen Rassen mit guter Grunderziehung eingesetzt

Besonders häufig wird dieser Leinentyp deshalb bei Vierbeinern eingesetzt, die nicht nur selbstsicher sind, sondern auch eine gute Erziehung genossen haben und in der Lage sind, auch unter Stress auf Kommandos zu hören.

Das ist sehr wichtig, da der Hund auch zurückgerufen werden muss, wenn Gefahr ansteht – z.B. in Form von aggressiven Artgenossen oder plötzlich auftretendem, starken Verkehr. Vierbeiner mit Verhaltensauffälligkeiten – insbesondere sogenannte “Listenhunde” – und Tiere mit starkem Jagdinstinkt sollten hingegen auf keinen Fall mit einer Rollleine ausgeführt werden.

Meistens findet man diese Art dann auch bei kleineren bis mittelgroßen Hunden. Bei großen und/oder sehr schweren Tieren vertrauen die meisten Halter eher auf eine Kurz- oder Schleppleine.

Grundlegender Aufbau eines Modells

Jede Rollleine ist dabei eigentlich nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Folgenden lernst Du das Innere und die Funktionsweise eines derartigen Modells etwas genauer kennen.

Stabiles Plastikgehäuse

Für dich am sichtbarsten ist das Gehäuse. Es besteht aus Plastik oder einem anderen Kunststoff und ist meistens sehr massiv.

Gleichzeitig ist der Griffbereich aber so gestaltet, dass Du die Leine gut in der Hand halten kannst: Dank ergonomischem Design ist es so möglich, sie auch über längere Zeit zu bedienen, ohne dass es an Grip mangeln würde.

Spule mit Federung

Innerhalb des Gehäuses befindet sich eine Spule. Diese ist mit einer Federung bestückt, die Schnur ist an ihr aufgerollt.

Sobald an der Leine gezogen wird, rollt sie sich stufenlos aus, wird sie zu locker, zieht sie sich automatisch wieder ein.

Ständige Spannung

Das hat dann zur Folge, dass die Leine eigentlich immer unter Spannung steht. Sie ist nur im Ausnahmefall – wenn Du dies wünschst – so locker, dass sie ins Hängen geraten könnte.

Das stellt einen ständigen Kontakt zwischen Hund und Halter sicher, erhöht die Sicherheit und führt gleichzeitig auch zu weniger Unterhalt – die Leine verschmutzt nicht so schnell.

Auf Knopfdruck einstell- & fixierbar

Direkt am Griff befindet sich ein Knopf und manchmal auch in Daumennähe ein Schieber. Diese sind sozusagen die “Bedienoberfläche” der Leine. Mit ihnen kannst Du z.B.:

  • Die Länge kurzzeitig fixieren
  • die Leine anschließend wieder lösen oder auch
  • eine dauerhafte Länge festsetzen.

Mit Vorsicht lösen

Leider passieren immer wieder kleinere oder größere Unfälle, wenn eine festgestellte Leine gelöst wird. Deshalb musst Du dabei gut aufpassen und dich insbesondere vergewissern, dass keine Dritten oder Hindernisse zwischen dir und dem Vierbeiner stehen.

Die richtige Nutzung

Rollleinen werden immer beliebter und bieten dem Hund vor allem viele Freiheiten. Allerdings können diese nur gut und sicher ausgekostet werden, wenn Du sie als Halter richtig nutzt.

Geschirr ist besser als Halsband

So wird generell empfohlen, lieber ein Geschirr als ein Halsband zu verwenden. Das liegt daran, dass eine Rollleine ziemlich starken Druck ausüben kann, wenn der Hund bei Maximallänge zieht oder Du abrupt die Stopp-Taste drücken musst.

Dies wiederum könnte dann schwere Nackenverletzungen verursachen und sogar zu tödlichen Brüchen oder Strangulierungen führen. Der Brustbereich ist hier um einiges robuster, da der Ruck besser und gleichmäßiger abgefedert wird.

Eine Übersicht starker Hundegeschirre kannst Du auch hier finden.

Dem Hund auch Grenzen aufzeigen

Weiterhin musst Du auch bei einer Rollleine immer im Kopf behalten, dass Du der Chef bist. Wenn der Hund stark zieht, solltest Du die Leine also nicht freigeben – hier muss das Tier Grenzen aufgezeigt bekommen.

Wenn er merkt, dass sein Gebaren belohnt wird, wird er das nämlich immer wieder machen. Innerhalb kurzer Zeit könnte dann die ganze Leinenführungs-Ausbildung vergessen werden. In brenzligen Situationen ist es zudem schwieriger, den Hund so unter Kontrolle zu haben.

Deshalb solltest Du bestimmen, wann der Hund an der “langen Leine” laufen darf und wann nicht. Ideal ist es dann, die Freigabetaste nur dann zu drücken, wenn der Hund nicht zieht und z.B. brav “bei Fuß” läuft.

Pflege eines Exemplars

Rollleinen haben eine vergleichsweise komplizierte Mechanik, die deutlich fehleranfälliger ist als die “Technik” herkömmlicher Modelle.

Deshalb ist es wichtig, ein Exemplar gut zu pflegen – ansonsten drohen schnell Defekte, die sich oft nicht reparieren lassen.

Bei Nässe

Auch eine Rollleine kann nass werden. Gewöhnlich trocknet sie zwar eher schnell, bei starker Nässe ist es aber möglich, dass das Innere Schaden nimmt. Auch Keime können sich dann im Gehäuse breitmachen.

Um dies zu verhindern, solltest Du die Leine nach Spaziergängen an Regentagen ausrollen und fixieren, so dass sie über Nacht lufttrocknen kann. Am nächsten Morgen sollte sie dann wieder einsatzbereit sein.

“Beschleuniger” wie Heizkörper solltest Du tunlichst vermeiden, denn die verwendeten Kunststoffe sind nicht hitzebeständig, weshalb sie anschließend schneller reißen könnten.

Auf Dreck achten

Weiterhin kann eine Rollleine auch verdrecken – oft reicht schon ein beherzter Sprung des Vierbeiners in eine Pfütze hierfür aus. Auch in diesem Fall musst Du einschreiten, denn ansonsten könnte der Schmutz in die Spule geraten, dort verkrusten und am Ende einen Totalschaden verursachen.

Die Pflege ist hier aber sehr einfach: Du nimmst einfach ein feuchtes Tuch und wischst den Dreck ab, bevor er verhärtet ist. Anschließend lässt Du die Leine wie gehabt über Nacht trocknen.

Bei einem Spaziergang kann sich eine Flexileine zudem auch schnell verschmutzen: Zwar ist sie in gespanntem Zustand niemals auf dem Boden, Schlamm, Spritzer von Pfützen oder auch Pflanzenreste können aber trotzdem ziemlich viel Dreck verursachen.

Schnur regelmäßig inspizieren

Egal, ob Seil oder Gurt: Du musst die Leine regelmäßig auf ihre Tauglichkeit überprüfen. Neben Praxisbeobachtungen, ob die Federung noch funktioniert oder ob die Leine vielleicht durchhängt, beinhaltet dies insbesondere

  • Suche nach Beschädigungen durch Bisse
  • Risse, die auf Verschleiß schließen lassen oder auch
  • Defekte beim Karabinerhaken.

Sollte die Leine Anzeichen von Beschädigungen aufweisen, solltest Du sie nicht mehr weiter benutzen, da sie ansonsten während eines Spazierganges reißen könnte. Hier ist Sicherheit oberstes Gebot.

Arten von Rollleinen

Rollleinen sind in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich. Generell unterscheidet man jedoch zwischen zwei verschiedenen Konstruktionsarten, nämlich

  • Modellen mit Seilen als Schnur und
  • sogenannten “Gurtleinen”.

Seilleinen

Eine Seilleine verfügt über ein vergleichsweise dünnes, aber dennoch robustes Seil, das meistens aus Nylon besteht. Diese Konstruktion ist sehr kompakt, ein derartiges Modell wiegt deshalb sehr wenig und das Gehäuse ist vergleichsweise klein.

Gegen Seilleinen spricht vor allem die höhere Verletzungsgefahr im Falle einer Verhedderung, sowohl Du als auch der Vierbeiner können z.B. Schnitt- oder Brandwunden davontragen.

Weiterhin sind diese Modelle nur für eher kleine Hunde gedacht, da die maximale Belastbarkeit eher gering ist – meistens liegt sie im Bereich zwischen 8 und 12 Kilogramm.

Gurtleinen

Eine Gurtleine hingegen ist zwar etwas größer und schwerer, dafür aber auch um einiges robuster: Sie hält häufig Gewichte von 50 Kilogramm und mehr aus, die Reißgefahr ist sehr gering.

Diese Modelle sind zwar oft etwas teurer, haben sich aber sehr weit verbreitet und gelten bei vielen Rollleinen-Freunden als Standard.

Die Kaufkriterien

Eine Rollleine ist so zwar nicht für jeden Hund geeignet, kann aber oft eine sehr gute Lösung sein. Nachdem der Markt über viele Jahre von einer Marke dominiert wurde, gibt es 2021 sehr viele Hersteller, die derartige Modelle anbieten.

Nicht alle davon sind sehr gut, es gibt auch Leinen, die ihr Geld nicht wert sind, viele sind aber auch sehr empfehlenswert. Dabei kommt es aber immer auf den Einzelfall an: Ein Modell, das bei einem Hund hervorragend wirkt, kann für einen anderen Vierbeiner so fast schon unbrauchbar sein.

Vor der Bestellung solltest Du deshalb auf jeden Fall gut nachdenken und überlegen, was dein Vierbeiner und Du brauchen. Dabei sind vor allem die folgenden Kaufkriterien wichtig.

1

Leinenart

Bei den Bauarten stehen Modelle mit Seil und Gurt zur Auswahl.

Für beide gibt es häufig gute Argumente, wie Du ein wenig weiter oben ausführlicher nachlesen kannst. Diese solltest Du vor der Kaufentscheidung gegeneinander abwägen.

2

Größe & Gewicht des Hundes

Sehr wichtig ist es, zu wissen, ob die Leine auch zum Hund passt. Ist sie zu schwach, könnte sie nämlich den Ruckbewegungen des Tieres nicht standhalten und plötzlich und unerwartet reißen – sie wäre also ein großes Sicherheitsrisiko.

Die meisten Hersteller kategorisieren ihre Leinen anhand von Größen zwischen “XS” und “XL”. Darauf alleine solltest Du dich aber nicht verlassen, denn sie sagen nur etwas über die relative, aber nicht über die absolute Belastbarkeit aus.

Um wirklich Klarheit zu haben, ob die Leine für deinen Vierbeiner geeignet ist, musst Du deshalb aufs Maximalgewicht achten, das von der Leine unterstützt wird und dieses mit den Daten deines Hundes vergleichen. In Grenzfällen – z.B., wenn das Tier 24 Kilogramm wiegt – ist es ratsam, sich nicht aufs 25-Kilo-Modell zu verlassen, sondern lieber eine Nummer stärker zu kaufen.

3

Maximale Länge

Weiterhin solltest Du auch darüber nachdenken, wie weit sich dein Hund gewöhnlich von dir entfernen darf.

  • Viele Halter entscheiden sich dann für Leinen, die maximal 5 Meter lang werden können. Manche, besonders Besitzer kleinere Hunde, kaufen aber auch kürzere Modelle.
  • Rollleinen mit über 5 Metern Länge, meistens 8 oder 10 Meter, sind eher für freiheitsliebende Hunde mit viel Disziplin und ohne ausgeprägten Jagdtrieb interessant.

4

Optik & Farbgebung

Die Optik ist gleich aus zwei Gründen wichtig:

  • Zum einen sollte sie natürlich zu deinem Geschmack passen – dem Hund ist das Design zwar eher egal, Du musst die Leine aber fast jeden Tag in der Hand halten und so auch präsentieren
  • Andererseits kann das Design aber auch sicherheitsrelevant sein: Wenn Du viel im Dunkeln unterwegs bist, kann z.B. eine pralle Neon-Farbe Fußgänger sowie Rad- und Autofahrer warnen und Unfälle bereits im Vorfeld vermeiden.
  • Wenn der Hund im Gebüsch verschwunden ist, lässt er sich auf diese Weise zudem viel einfacher lokalisieren.

5

Qualität der Leine

Sehr wichtig ist natürlich auch die Qualität. Idealerweise arbeitet eine Rollleine sehr zuverlässig und hat ein möglichst langes Leben – leider erfüllen nicht alle Modelle, die auf dem Markt sind, diese Ansprüche.

Ohne die Leine genau zu kennen, ist es praktisch unmöglich, hier eine kompetente Entscheidung zu treffen. Auch der Preis sagt nicht viel aus, denn manche extrem günstigen Leinen sind sehr langlebig, während einige Hochpreis-Modelle schnell ihren Geist aufgeben.

Für Aufklärung sorgen dann oft Praxisberichte anderer Hundehalter, die eine bestimmte Leine gekauft haben. Engagierte Tierfreunde geben häufig engagiertes Feedback, das in manchen Fällen sogar hin und wieder aktualisiert wird: Sind die Langzeit-Kritiken gut, spricht das für ein Modell, wird jedoch häufig schneller Verschleiß moniert, ist es durchaus möglich, dass die Leine auch bei dir nicht lange halten wird.

6

Gewicht und Handling der Leine

Schließlich solltest Du auch darauf achten, dass die Leine gut in der Hand liegt. Oft lassen sich die Griffe vergrößert auf Produktfotos betrachten, aber auch Erfahrungsberichte geben viel Aufschluss zur Praxistauglichkeit auf längeren Spaziergängen oder mit fordernden Vierbeinern.

Ebenfalls von Belang ist dann das Gewicht der Leine: Manche kompakten Modelle wiegen sehr wenig und eignen sich so auch für ausgedehnte Touren. Andere hingegen können sehr schwer sein und sind dann nur mit viel Muskelkraft und Übung auf Dauer sicher nutzbar.

Die Vorteile

Viel Freiraum für den Vierbeiner

Richtig genutzt kann eine Rollleine viele Vorteile bringen. Ein Hauptgrund, warum eine große Anzahl von Hundehaltern auf diese Leinenart setzt, ist, dass der Hund sehr viel Freiraum bekommt, ohne dass die Kontrolle über ihn gänzlich verloren geht.

Das Tier kann relativ ungestört seine Welt erkunden, gleichzeitig hast Du jederzeit die Möglichkeit, einzuschreiten, wenn seine Sicherheit bedroht ist. Weiterhin eignen sich Rollleinen auch hervorragend für Hunde, die es gewohnt sind, ungebunden spazieren zu gehen, wenn in einem Gebiet Leinenpflicht herrscht.

Einfache & intuitive Bedienung

Die Bedienung ist dabei sehr einfach: Im Grunde kannst Du den Hund immer mit einer Hand führen. Die Einstellungen einer Rollleine sind eigentlich überall identisch und intuitiv zu handhaben.

Ein Knopf und manchmal auch eine Seitenleiste sind alles, was Du brauchst, um den Funktionsumfang der Leine vollkommen auszunutzen. Somit ist es auch in Notfällen eher einfach, kühlen Kopf zu bewahren und den Vierbeiner unter Kontrolle zu halten.

Stabiles Gehäuse mit wenig Verletzungsgefahr

Auch das stabile Gehäuse kann ein Vorteil sein: Es dient sozusagen als Puffer zwischen dir und dem Hund, Du musst die Schnur selbst nicht in der Hand haben, um die Kontrolle zu behalten. Wenn Du dies beherzigst, läufst Du keine Gefahr, irgendwelche Schnitt- oder Verbrennungswunden davonzutragen, die bei starker Reibung entstehen können.

Weiterhin läuft dann auch ein plötzlicher Ruck seitens des Hundes für dich oft eher glimpflich ab: Bei einer Kurzleine kann dieser schnell zu einem Sturz führen – wenn Du den Roll-Modus eingeschaltet hast, hast Du aber mehr Zeit, dich vorzubereiten und dann dementsprechend zu reagieren.

Wird nur selten schmutzig

Im Vergleich zu anderen Typen werden Rollleinen zudem nur selten sehr schmutzig: Sie stehen gewöhnlich ständig unter Spannung, so dass kein Bodenkontakt entsteht und weniger Staub und Dreck aufgenommen wird.

Aufgrund des künstlichen Materials, meistens kommen Polyester oder Nylon zum Einsatz, ist zudem die Reinigung sehr einfach: Meist genügt ein feuchtes Tuch, um die Schnur wieder wie neu aussehen zu lassen.

Die Nachteile

Neben den vielen positiven Aspekten gibt es aber auch einige “Nachteile”, die gegen Rollleinen sprechen.

Auch diese Punkte solltest Du vor dem Kauf unbedingt beachten, denn in manchen Fällen können diese so überwiegen, dass eine andere Leinenart deutlich besser für dich und deinen Vierbeiner geeignet ist.

Werden von vielen Hundetrainern sehr skeptisch gesehen

So gibt es viele Hundetrainer und andere Experten, die den Einfluss von Rollleinen sehr skeptisch sehen oder sogar generell vom Einsatz abraten.

Sie argumentieren, dass der Hund an der Leine mit seinem menschlichen Halter unterwegs sein sollte, nicht alleine. Eine freie Länge gibt dem Hund nach dieser Lesart zudem ein zweifelhaftes Erfolgserlebnis: Wenn er an der Leine zieht, wird er dafür mit mehr Freiheit belohnt.

Das ist dann gegen die Ziele eines jeden Leinentrainings und kann zu ungewünschten Folgen führen: Nicht nur seid ihr dann unterwegs kein echtes Team mehr, auch der Gehorsam des Hundes kann sich allgemein verschlechtern. Weiterhin besteht dann auch die Gefahr, dass das Tier zieht, wenn die Leine aus Sicherheitsgründen kurz fixiert wurde.

Plastikgehäuse eher schwer und auf Dauer mühsam in der Hand

Auch das Plastikgehäuse kann gegen eine Rollleine sprechen: Für kurze Wege ist es zwar sehr praktisch, auf längeren Touren kann sie aber schnell zum Ballast werden. Auch der starre Griff kann dann nachteilig sein und zu Ermüdungserscheinungen sowie schwitzigen Händen führen.

Für gemeinsame Sporteinheiten sind Rollleinen ebenfalls eher ungeeignet. Wenn der Hund unterwegs kurz draußen bleiben muss, ist es zudem kaum möglich, ihn schnell irgendwo anzuleinen.

Höhere Kollisionsgefahr

Die lange und eher dünne Schnur führt auch dazu, dass unterwegs eine deutlich höhere Kollisionsgefahr besteht als mit anderen Leinen: Selbst bei Verwendung von Neonfarben werden sie nicht von allen gesehen, so dass Artgenossen, andere Tiere, Fußgänger und sogar Rad- und Autofahrer gegen sie stoßen können.

Auch Verhedderungen, z.B. mit Bäumen, treten häufiger auf. Deshalb solltest Du das Potential einer Rollleine nur dann ausnutzen, wenn die Situation übersichtlich ist und keine Hindernisse zu erwarten sind.

Verletzungsrisiko durch zu starke Ruckbewegungen

Und schließlich kritisieren Experten wie Hundetrainer und Tierärzte auch regelmäßig, dass mit einer Rollleine das Verletzungsrisiko für den Hund steigen kann: Er ist dann so gewöhnt, frei herumzulaufen, dass er nicht mehr damit rechnet, dass die Leine auch kurz eingestellt sein kann oder die Maximallänge erreicht.

In diesem Fall ist die Kraft, die durch einen derartigen Ruck entsteht, sehr hoch und kann ziemlich schmerzhaft sein. Bei Befestigung am Halsband können sogar lebensgefährliche Strangulationen oder sogar ein Genickbruch die Folge sein – oft wird deshalb dazu geraten, eine Rollleine nur mit einem Hundegeschirr zu verwenden.

FAQs

Rollleinen des Herstellers Flexi sind sehr langlebig: Laut Praxisberichten halten sie häufig mehrere Jahre, ohne dass Funktion oder Leistungsfähigkeit eingeschränkt wären.

Etwas anders sieht das bei Modellen von Drittanbietern aus, hier ist die Qualität doch sehr unterschiedlich: Zwar gibt es auch von diesen Herstellern sehr starke und robuste Exemplare, andere haben aber eine deutlich kürzere Lebensdauer und müssen gelegentlich sogar schon nach wenigen Wochen ausgetauscht werden.

Hier hilft es, vor dem Kauf genau zu recherchieren, welche Erfahrungen andere Hundehalter mit einem Modell gemacht haben.

Flexileinen werden von vielen Hundeexperten kritisiert, weil sie doch einige Nachteile mit sich bringen:

  1. Der Hund wird darauf konditioniert, an der Leine zu ziehen und wird für “Fehlverhalten” auch noch mit Erfolg belohnt
  2. Das Verhältnis zwischen Hund und Halter kann leiden, beide sind kein “echtes Team” mehr
  3. Aufgrund der Länge besteht bei den immer unter Spannung stehenden Leinen eine erhöhte Kollisions- und Verletzungsgefahr
  4. Bei längeren Ausflügen kann das Plastikgehäuse etwas schwer in der Hand liegen.

Da Flexileinen dem Vierbeiner aber auch in Gebieten mit Leinenpflicht sehr viel Freiheit bieten und dem Tier Möglichkeiten zum selbstständigen Erkunden geben, werden sie trotzdem gerne von vielen Hundehaltern eingesetzt.

Generell sind Flexileinen erlaubt. Allerdings gibt es einige Fälle, in denen sie falsch genutzt werden:

So ist es auf jeden Fall ratsam, sie zusammen mit einem Geschirr zu verwenden – mit einem Halsband steigt die Verletzungsgefahr, was dann Zweifel an der Artgerechtigkeit der Anwendung aufkommen lässt.

Weiterführende Studien & Infos:

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.