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Trockenfutter & Bauchspeicheldrüse – Das gilt es zu beachten

Wenn der Hund anfällig für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse ist, spielt die Ernährung eine sehr große Rolle bei der Prävention. Auch akute Krankheitsverläufe können mit dem richtigen Futter deutlich abgemildert werden.

Anders als oft gedacht ist es dabei auch möglich, Trockenfutter zu geben. Die Kroketten sollten aber ganz besondere Anforderungen erfüllen: In diesem Artikel erfährst Du, welche.

Trockenfutter: Von Tierärzten & Ernährungsexperten akzeptierte Darreichungsform

Einige Hundehalter kritisieren Trockenfutter als künstliche, industrielle Massenprodukte, die nicht den natürlichen Bedürfnissen der Vierbeiner entsprechen würden. Das ist aber nicht ganz richtig: Praktisch alle Ernährungsexperten und Tierärzte sind der Ansicht, dass sowohl Feucht- als auch Trockennahrung alle Nährstoffe bieten kann, damit die Tiere gesund bleiben.

Wichtig ist dabei generell eigentlich nur, dass die Rezeptur gut und artgerecht ist. Nassfutter alleine ist also kein Qualitätsmerkmal: Schlecht zusammengesetzte Feuchtnahrung kann für den Vierbeiner genauso schädlich sein wie ein minderwertiges Trockenfutter.

Generell nur kleinere Unterschiede zwischen Kroketten & Nassfutter

Für die meisten Hunde macht es so eigentlich kaum einen Unterschied, welche Futterart verwendet wird: Wenn ein Vierbeiner stationär behandelt werden muss, fragen Tierkliniken deshalb den Besitzer auch, ob das Tier Nass- oder Trockenfutter bekommt und halten sich dann auch daran.

In fast allen Fällen sind die Vor- und Nachteile eher praktischer Natur und vor allem für die Hundehalter von Belang:

  • Trockenfutter ist so z.B. sehr einfach zu lagern und ziemlich hygienisch. Weiterhin ist es auf Dauer – besonders bei größeren Vierbeinern – vergleichsweise preisgünstig. Gegen diese Fütterungsform spricht vor allem der meist höhere Flüssigkeitsbedarf, auch der Geschmack ist meistens etwas weniger intensiv, so dass mehr Überzeugungsarbeit nötig ist.
  • Nassfutter hingegen überzeugt durch einen sehr intensiven Geschmack, der die Instinkte vieler Vierbeiner zu wecken scheint. Aufgrund des hohen Feuchtegehaltes erhalten die Tiere zudem eine gute Grund-Hydrierung. Gegen Feuchtnahrung sprechen vor allem praktische Beweggründe wie mehr Dreck, höhere hygienische Anforderungen und geöffnet eine sehr geringe Haltbarkeit. Auch preislich sind Nassfutter auf Dauer teurer als Kroketten – insbesondere bei großen Rassen, die einen hohen Futterbedarf haben.

Es kommt also gewöhnlich sehr auf die persönlichen Präferenzen des Hundehalters an. Ausführlichere Infos zum Thema “Nass- oder Trockenfutter” findest Du auch hier.

Risiken einer Umstellung der Futterart

Wild zwischen Nass- und Trockenfutter wechseln solltest Du auf keinen Fall, da die Verdauungszeiten unterschiedlich sind. Meistens quittieren die Vierbeiner dies mit Durchfall, aber auch eine geplante Futterumstellung bedeutet für die meisten Hunde viel Stress. Generell raten Experten daher, bei einer Futterart zu bleiben und sie nur aus triftigem Grund zu ersetzen.

Besondere Anforderungen bei Problemen mit der Bauchspeicheldrüse

Akute oder chronische Krankheiten der Bauchspeicheldrüse kommen vergleichsweise häufig vor: Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 10 Prozent aller Vierbeiner im Laufe ihres Lebens mindestens einmal damit zu tun haben.

Als Organ hat der Pankreas insbesondere zwei Funktionen, die für alle Säugetiere absolut lebensnotwendig sind:

  • In ihrer exokrinen Funktion produziert sie vor allem Bauchspeicheldrüsensäfte, die in den Zwölffingerdarm abgegeben werden. Dieses Sekret ist für die Verdauung sehr wichtig, schon Mini-Rassen produzieren jeden Tag etwa einen halben Liter davon.
  • Die endokrine Aufgabe der Bauchspeicheldrüse umfasst insbesondere die Produktion und Abgabe von Insulin und Glucagon. Ohne Pankreas wäre der Hund so zwangsläufig Diabetiker, auch bei nicht optimaler Leistung ist diese wichtige hormonelle Funktion so eingeschränkt, dass eine tierärztliche Behandlung notwendig wird.

Pankreatitis als ernstes, akutes Leiden

Am häufigsten tritt die Pankreatitis, auch Bauchspeichelentzündung genannt, auf. Sie beginnt meistens akut und äußert sich beispielsweise durch

  • apathisches Verhalten.
  • plötzliche Appetitlosigkeit
  • Fieber, also mehr als 39,5 Grad bei Hunden
  • Durchfall und/oder Erbrechen
  • gelbe Verfärbung der Schleimhäute und
  • schnelles Hecheln, Zittern oder spürbar erhöhter Puls

Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung ist ein akuter Notfall, mit dem Du auf jeden Fall zum tierärztlichen Notdienst gehen solltest. Viele Erkrankungen verlaufen ohne sofortige Behandlung tödlich oder führen zu schweren Langzeitschäden.

Die Ursachen für so eine Pankreatitis sind sehr unterschiedlich. Häufige Faktoren umfassen z.B.

  • Ernährungsdefizite wie zu fettiges oder zu eiweißreiches Futter
  • Übergewicht
  • Verletzungen/Traumata
  • Nebenwirkungen von Medikamenten oder als Auswirkung anderer Krankheiten
  • akuten Vergiftungen oder auch
  • genetische Veranlagungen, einige Rassen neigen leider zur Pankreatitis.

Wenn Du mehr zum Thema erfahren willst, solltest Du dir auch diesen Artikel anschauen.

Chronisches Versagen der Bauchspeicheldrüse

In einigen Fällen versagt die Bauchspeicheldrüse aber auch chronisch. Das kann zwei Gründe haben:

  • Bei einer sogenannten juvenilen Bauchspeicheldrüsenschwäche sorgt meistens eine hormonelle Störung dafür, dass der Pankreas schrumpft und dementsprechend nicht vollständig arbeitet.
  • Eine Pankreasinsuffizienz kann aber auch bei einer chronischen Entzündung auftreten: Dann wird langsam, aber stetig, so viel Gewebe des Organs zerstört, dass die Funktion deutlich eingeschränkt wird, bis die Bauchspeicheldrüse unbrauchbar wird.

Im Regelfall ist eine derartige degenerative Erkrankung unheilbar, der Verlauf kann lediglich verlangsamt und die Symptome gelindert werden. Erfreulicherweise ist die Tiermedizin mittlerweile so weit fortgeschritten, dass auch vermeintlich schwer kranke Hunde eine lange Lebenserwartung haben können. Dafür ist aber eine optimale Therapie vonnöten, zu der neben guter Medikamenteneinstellung auch eine auf die besonderen Bedürfnisse des Vierbeiners abgestimmte Ernährung gehört.

Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Hunden

Deutlich übler sieht es leider bei Tumoren der Bauchspeicheldrüse aus: Diese sind leider fast immer tödlich – nur bei einigen wenigen Formen gibt es Therapie-Chancen.

Sollte eine Behandlung möglich sein, zählt jede Minute: Oft ist nur eine OP, bei der der Tumor oder sogar die Bauchspeicheldrüse selbst entfernt wird, vielversprechend. Anschließend braucht der Hund bis ans Lebensende Insulin, andere Medikamente und eine sehr spezielle Ernährung.

Ernährungsumstellung bei Pankreas-Leiden

Bei Problemen mit der Bauchspeicheldrüse ist es meistens notwendig, die Ernährung zumindest zeitweise anzupassen. Das gilt insbesondere für die ersten Tage, um eine Verschlimmerung des Zustands oder sogar einen Rückfall zu vermeiden, ist es aber ratsam, auch dauerhaft ein gut abgestimmtes Futter zu wählen.

In akuter Phase: Umstellung auf Schonkost hilfreich

In der akuten Phase einer Pankreatitis wird oft dazu geraten, Trockenfutter abzusetzen und stattdessen auf Schonkost zu setzen. Dabei handelt es sich um besonders einfach verdauliches Fleisch, Obst und Gemüse, mit dem der Hund wieder aufgepäppelt werden kann.

Das geht am besten mit Selbstgekochtem: Mehr zur Frage, was Hunde bei Problemen mit der Bauchspeicheldrüse fressen sollten, kannst Du auch hier erfahren. Weiterhin findest Du in diesem Artikel einige einfache und nahrhafte Rezeptideen.

Gut verdauliches & hochwertiges Futter ist eigentlich ein Muss

Wenn es um die Bauchspeicheldrüse geht, hilft beim Futter eigentlich nur hohe Qualität. Am falschen Ende sparen darfst Du also auf keinen Fall, wenn dein Hund erkrankt ist bzw. war oder zu einer Risikogruppe gehört: Dann gehört nur gut verdauliche und hochwertige Nahrung in den Napf.

Mahlzeiten strecken

Um die Bauchspeicheldrüse nicht unnötig zu belasten, sollte der Hund bei einer Schwäche oder Entzündung lieber mit mehreren kleinen Mahlzeiten gefüttert werden als mit einer großen.

Besondere Ansprüche an Trockenfutter mit Bauchspeicheldrüsen Problemen

Anders als oft angenommen kann ein Hund mit geschwächter Bauchspeicheldrüse auch gut mit Trockenfutter ernährt werden.

Eine geeignete Sorte sollte dann aber wirklich alle Ansprüche erfüllen: Schwer verdauliches Futter belastet den Pankreas und verschlimmert den Gesundheitszustand des Tieres – mit ein wenig Recherche vor dem Kauf kannst Du also viel Leid verhindern und dazu beitragen, dass dein Liebling noch lange vital bleibt.

Lückenlose Deklaration macht die Fütterung leichter

Dabei solltest Du auf jeden Fall auf eine lückenlose Deklaration Wert legen: Sorten, die nur Allgemeinplätze wie “Fleisch”, “Gemüse” oder “pflanzliche und tierische Fette” angeben, solltest Du, sofern es sich nicht um ein Spezialprodukt handelt, eher meiden. Selbes gilt für Zutatenlisten, die keine genauen Prozentangaben machen.

Eine transparente Deklaration gibt nicht nur die verwendeten Proteinquellen an, sondern macht darüber hinaus auch Angaben zu Untergruppen wie Muskelfleisch und Innereien. Sind diese Infos nicht vorhanden, ist es möglich, dass minderwertige Zutaten verwendet werden, die den Pankreas des Vierbeiners unnötig belasten.

Möglichst wenige Ballaststoffe

Eigentlich sind Ballaststoffe ein wichtiger Bestandteil von Hundefutter: Sie sind vor allem in pflanzlichen Zutaten zu finden, können nicht verdaut werden und halten so den Magen-Darm-Trakt fit.

Bei Bauchspeicheldrüsen-Leiden sind diese aber eher fehl am Platz, sie würden das Organ maßlos überfordern. Deshalb solltest Du bei den Nährstoffangaben auf einen sehr geringen Rohfasergehalt achten.

Auf extrudierte Kroketten Wert legen

Für gesunde Hunde lohnt sich häufig kaltgepresstes Trockenfutter. Es wurde besonders schonend zusammengestellt und ist sehr reich an naturbelassen Nährstoffen. Leider ist es aber auch eher schwer verdaulich und daher nichts für Hunde mit Pankreas-Problemen.

Stattdessen solltest Du auf extrudierte Kroketten Wert legen: Sie wurden bei höheren Temperaturen erhitzt und liegen bei Bauchspeicheldrüsen-Patienten deutlich besser im Magen.

Auf Flüssigkeitsversorgung achten

Extrudiertes Trockenfutter bindet Wasser und quillt im Hundekörper auf. Deshalb darfst Du nicht vergessen, dem Hund viel Flüssigkeit bereit zu stellen – er muss deutlich mehr trinken als bei Nassfutter oder kaltgepressten Kroketten.

Eher geringer Proteingehalt

Ebenfalls vermeiden solltest Du Proteinbomben. Trockenfutter hat einen ziemlich hohen Eiweißgehalt, bei Power-Sorten kann der Anteil bei über 30 Prozent liegen – für Hunde mit angeschlagener Bauchspeicheldrüse ist dies viel zu viel.

Achte also darauf, dass der Proteingehalt nicht allzu hoch ist – ohne ganz besondere Maßnahmen sollten 20 Prozent eine gute Messlatte sein. Ebenfalls wichtig: Die Eiweiße müssen gut verwertbar sein, ansonsten kommt auf den Pankreas unnötige Mehrarbeit zu.

Auch als Vorbeugung auf wenig Fett achten

Weiterhin muss auch der Fettgehalt niedrig sein, wenn die Bauchspeicheldrüse geschont werden soll. Denn leider ist fettiges Futter eine Hauptursache für Entzündungen des Organs, auch Übergewicht wird dadurch verursacht.

Sehr üppige Trockenfutter mit 20 Prozent Fett oder mehr solltest Du deshalb auf jeden Fall meiden. Stattdessen sind 10 bis 15 Prozent ein schöner Richtwert. Beim Blick auf die Inhaltsstoffe musst Du dann zudem darauf achten, dass die Sorte einen hohen, ausgeglichenen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren enthält. Das Verhältnis zwischen Omega 6 und Omega 3 Fetten sollte zwischen 2:1 und 4:1 liegen.

Snacks möglichst vermeiden

Um die Bauchspeicheldrüse nicht zusätzlich zu belasten, solltest Du unbedingt auf fettige Snacks verzichten!

Bei chronischem Verlauf: Spezialfutter

Sollte die Bauchspeicheldrüse dauerhaft geschädigt sein, ist es häufig notwendig, auf ein Spezialfutter auszuweichen. Dabei solltest Du dich auf jeden Fall vom Tierarzt beraten lassen, er weiß am besten, wie die Zusammenstellung für deinen Vierbeiner lauten sollte. Bei Pankreatitis werden häufig proteinarme Sorten verschrieben, aber auch sehr magere Kroketten sind manchmal eine Option.

Zu den größten Anbietern tiermedizinischer Spezialnahrung gehören Hills, Royal Canin und Vet Concept.

FAQs

Welches Trockenfutter bei Pankreatitis Hund?

Wenn der Hund unter einer Pankreatitis leidet, sollte er zunächst mit Schonkost wieder aufgepäppelt werden. Sollte das Tier Trockenfutter gewöhnt sein, ist es sehr hilfreich, dieses danach auch weiter zu verabreichen. Dieses muss dann aber extrudiert, sehr gut verdaulich und wirklich hochwertig zusammengesetzt sein. Dazu gehört auch eine sehr transparente Deklaration der Inhaltsstoffe.

Welche Leckerlis bei Bauchspeicheldrüsenentzündung?

Bei einer Pankreatitis solltest Du auf jeden Fall auf unnötige Leckerlis verzichten, da sie die Bauchspeicheldrüse unnötig belasten. Sollte es später doch mal ein Snack sein, sollte dieser nicht zu energiereich und möglichst mager sein. Besonders leicht verdauliches getrocknetes Muskelfleisch ist dann eine gute Idee.

Wie oft füttern bei Bauchspeicheldrüsenentzündung?

Bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung sollte der Hund möglichst häufig mit kleinen Happen gefüttert werden. So wird das geschundene Organ nicht unnötig belastet und das Risiko von krankheitsbedingten Verdauungsproblemen wie Erbrechen oder Durchfall wird minimiert.

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.