Hund frisst und trinkt nicht: Top 15 Gründe & Lösungen 2022

Wie wir Menschen haben auch Hunde manchmal mehr und manchmal weniger Hunger und Durst. Sollte der Vierbeiner feste und flüssige Nahrung ganz verweigern, ist aber Vorsicht geboten, denn dann drohen schnell Mangelerscheinungen und insbesondere eine Dehydrierung.

Dann musst Du schnell etwas tun. Welche Lösung dann vielversprechend ist, hängt vor allem von der Ursache ab: Im Folgenden findest Du daher die 15 häufigsten Gründe dafür, warum Hunde sowohl ihr Futter als auch Wasser verschmähen.

15 Ursachen dafür, dass ein Hund weder frisst noch trinkt

1. Futterumstellung

Wenn Du deinen Vierbeiner – z.B. aus Altersgründen oder aufgrund einer optimierten Nährstoffzufuhr – eine neue Futtersorte bekommt, ist es gut möglich, dass die Umstellung mit dafür verantwortlich ist, dass er zumindest kurzzeitig kaum Hunger und Durst hat.

Viele Fellnasen sind sehr wählerisch, was ihre Lieblingsrezeptur angeht: Wurde sie erst einmal ins Herz geschlossen, geben sie sie nur noch ungerne wieder her. Die Folge kann dann eine Art “Hungerstreik” sein.

Dass der Hund gleichzeitig nicht ausreichend trinkt, kommt insbesondere bei einem Wechsel von Nass- auf Trockenfutter vor: Das Tier ist es dann gewohnt, weniger Wasser zu sich zu nehmen, obwohl es aufgrund der flüssigkeitsbindenden Eigenschaften von Kroketten eigentlich mehr trinken müsste.

2. Magen-Darm-Probleme

Im Vergleich zu uns Menschen haben Hunde eine ziemlich sensible Verdauung. Das zeigt sich nicht nur bei Futterumstellungen: Jegliche Irritation geht den Vierbeinern sehr schnell auf den Magen.

Oft steckt dann eine Magenverstimmung dahinter. Dem Hund ist dann speiübel, nicht selten erbricht er auch oder leidet unter Durchfall. Das nimmt ihm den Appetit, oft vergisst er auch, zu trinken.

Typische Ursachen

  • Viruserkrankungen
  • Parasitenbefall, z.B. mit Würmern oder Giardien
  • Verdorbenes Futter
  • Schlechtes/Verkeimtes Wasser (insbesondere aus Pfützen)
  • Fast gleichzeitiges Fressen verschiedener Futterarten (Nass- und Trockenfutter haben unterschiedliche Verdauungszeiten).

Magen-Darm-Probleme sind zwar sehr häufig, dürfen aber nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Da die Hunde währenddessen oft viel Flüssigkeit verlieren, droht schnell eine Dehydrierung.

3. Zahnprobleme

Plötzliche Appetitlosigkeit hängt aber oft auch mit den Zähnen zusammen, denn auch Hunde können Probleme mit dem Gebiss bekommen. Karies ist zwar nicht sonderlich weit verbreitet, dafür leiden unsere vierbeinigen Freunde allerdings ziemlich häufig unter Zahnstein und kleinen Verletzungen wie abgebrochenen Zähnen.

Tierärztin Alice Holzapfel erklärt, warum Zahnstein bei Hunden so tückisch ist. Quelle: Dr. SAM Online Tierärzte / https://www.youtube.com/watch?v=Z2ZOomQFdbs .

Diese Veränderungen schädigen das Zahnfleisch und laden Bakterien ein, die am Ende böse Infektionen verursachen. Auch angeborene Fehlstellungen begünstigen derartige Zahnschmerzen.

Der Hund versucht sich dann oft, sich lange nichts anmerken zu lassen: Du musst also auf “stille” Zeichen achten. Dazu gehören z.B. die Verweigerung von Futter und Wasser. Weiterhin speicheln betroffene Tiere häufig sehr stark.

4. Fremdkörper im Maul

Auch Fremdkörper im Maul können den Hund beim Fressen und Trinken behindern. Weiterhin sind sie oft sehr schmerzhaft, wodurch der Vierbeiner – von Stresshormonen aufgeputscht – kaum noch Appetit oder Durst verspürt.

Weit verbreitete Fremdkörper

  • Glassplitter
  • Holzsplitter
  • Gräser
  • Nadeln
  • Steinchen.

Neben möglichen Fress- und Trinkproblemen verursachen Fremdkörper oft auch kleine Wunden am Zahnfleisch, welche zu Infektionsherden werden können. Auch dieses Problem solltest Du deshalb auf jeden Fall ernst nehmen.

5. Tumore im Maulbereich

Aber nicht nur Fremdkörper können den Hund am Fressen und Trinken hindern: Gar nicht mal so wenige Vierbeiner leiden unter Tumoren im Maulbereich, die leider nicht immer harmlos sind.

Laut der Tierklinik Oberhaching sind 6 Prozent aller bösartigen Krebsgeschwüre bei Hunden im Maul angesiedelt. Am häufigsten sind das dann Melanome, Plattenepithelkarzinome und Fibrosarkome. Sie wachsen schnell an und verursachen dabei starke Schwellungen – das Maul wird so fast unbrauchbar, der Vierbeiner kann dann weder feste noch flüssige Nahrung gut aufnehmen.

Ist es soweit gekommen, muss der Vierbeiner sofort behandelt werden, da jede weitere Wartezeit die ohnehin schon ungünstige Prognose noch weiter verschlechtern würde.

6. Mandelentzündung

Von einer Mandelentzündung bzw. Tonsillitis sind vor allem jüngere Vierbeiner betroffen. Wie bei uns Menschen wird dieses Krankheitsbild auch bei Hunden vor allem von Viren und Bakterien verursacht.

In der Folge hat das Tier nicht nur starke Schmerzen in der Rachengegend, sondern leidet aufgrund der angeschwollenen Mandeln auch unter starken Schluckbeschwerden, weshalb er meistens das Fressen einstellt und oft auch deutlich weniger trinkt.

7. Kehlkopflähmung & Trachealkollaps

Zwei meistens genetisch bedingte Krankheitsbilder, die dazu führen können, dass der Hund weder fressen noch trinken kann bzw. will, sind die Kehlkopflähmung und der Luftröhren- oder Trachealkollaps. Erstere Krankheit trifft meistens größere Rassen, während letztere fast immer bei kleineren Vierbeinern auftritt.

Betroffene Hunde leiden dann nicht nur unter Atemproblemen, sondern auch unter Schluckbeschwerden. Deshalb ist es nicht selten, dass sie es im fortgeschrittenen Stadium meiden, feste oder flüssige Nahrung aufzunehmen.

8. Verletzungen & Gelenkerkrankungen

Nahrungsverweigerung kann aber auch auftreten, wenn der Hund eigentlich Appetit und Durst hat. Dann ist der Hintergrund eher, dass er physisch nicht in der Lage dazu ist, seine Näpfe aufzusuchen.

In manchen Fällen leiden die Hunde dann unter einer Verletzung, z.B. einem Knochenbruch, einer Verstauchung oder unter muskulären Problemen. Der Vierbeiner bleibt dann an einem Platz liegen, z.B. in seinem Hundebett.

Auch chronische Gelenkerkrankungen wie Arthritis, Arthrose und Hüftdysplasie können dazu führen, dass der Hund aufgrund von Schmerzen gelegentlich nicht Futter- und Wassernapf aufsuchen kann.

9. Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Eine weitere eher häufige Ursache für allgemeine Schwäche, die zu Nahrungsverweigerung führt, sind Herz-Kreislauf-Probleme. Meistens handelt es sich dann um chronisches Herzversagen, Herzmuskelstörungen oder defekte Herzklappen.

Der Hund ist dann fast ständig erschöpft und schafft es selbst bei großem Hunger und Durst kaum, den Weg zum Napf anzutreten. Betroffene Vierbeiner hecheln meistens stark, auch der berüchtigte “Herzhusten” ist ein typisches Zeichen für derartige Probleme.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen können sowohl genetisch bedingt als auch z.B. aufgrund von chronischem Übergewicht oder Überlastung erworben sein. Häufig sind es ältere Hunde, die darunter leiden.

10. Tierische Futterrivalen

Allerdings sind nicht alle Ursachen körperlich bedingt: Auch die „Seele“ kann eine Rolle spielen. Wenn Du mehr als ein Haustier dein Eigen nennst, ist es z.B. möglich, dass die interne Rangordnung unter den Vierbeinern dazu führt, dass ein Hund nicht dazu kommt, Futter und Wasser aufzunehmen.

Dann handelt es sich meistens um einen sehr dominanten Artgenossen, der zum Futterrivalen wird: Er macht dem “Opfer” durch subtile Zeichen oder auch offene Aggression klar, dass die Näpfe im Haus seine sind. Der leidtragende Vierbeiner traut sich dann nicht mehr, dieses “Monopol” anzufechten und bleibt dann lieber ohne Fressen und Wasser.

11. Traumatische Erlebnisse

Aber auch ohne tierische Mitbewohner kann ein Hund Angst davor haben, zu fressen und zu trinken. Hintergrund ist dann oft ein traumatisches Erlebnis.

Wenn Du dich fragst, wie das passieren kann, musst Du dich in die Sinneswelt der Hunde hineinversetzen: Sie z.B. ein sehr starkes Gehör. Mit ihren Ohren nehmen sie nicht nur Laute aus größerer Distanz zur Kenntnis, sondern können auf Krach in ihrer direkten Umgebung auch sehr sensibel reagieren.

Häufig werden Tiere, die sich aus Metallnäpfen ernähren, “Opfer” solcher Schreckenserlebnisse: Es beginnt – z.B. nach einer falschen Bewegung – zu scheppern, der Hund merkt sich das und möchte zunächst nichts mehr mit seiner Fütterungsstelle zu tun haben.

12. Depressionen

Auch Hunde können Symptome zeigen, die einer Depression ähneln. Sehr häufig entwickeln sie sich nach für den Vierbeiner einschneidenden Erlebnissen – z.B. der Tod oder längere Abwesenheit einer liebgewordenen Bezugsperson.

Auch Langeweile, körperlich einschränkende Krankheiten sowie körperliche bzw. geistige Unter- und auch Überforderung können den Hund gefährlich traurig stimmen. Sehr oft sind sie dann appetitlos und verweigern nicht nur die Futteraufnahme, sondern trinken auch deutlich weniger.

Weitere Anzeichen umfassen u.a. sehr ruhiges oder auch aggressives Verhalten, deutlich mehr Schlaf als sonst oder fehlende Motivation, z.B. beim Spaziergang. Da diese Symptome auch bei körperlichen Leiden auftreten können, ist es ratsam, den Vierbeiner dann gut durchchecken zu lassen.

13. Vergiftungserscheinungen

Wenn der Hund sehr plötzlich seinen Appetit und Durst verliert, kann aber auch eine Vergiftung dahinterstecken. Leider gibt es viele Alltags-Fallen, die diesbezüglich auf unsere vierbeinigen Freunde warten: Neben Giftködern gehören auch künstliche Düngemittel, einige Pflanzen und auch bestimmte Lebensmittel dazu.

Weitere wichtige Infos

Mehr zu diesem wichtigen Thema findest Du auch in unserem Info Artikel “Vergiftungen beim Hund”.

In vielen Fällen reagiert der Vierbeiner sehr heftig auf Toxine, um seinen Körper zu schützen: Neue Nahrung nimmt er kaum noch auch, lediglich Gras wird dann noch gefressen. Auch das Trinkvermögen reduziert sich, stattdessen treten Brechreiz und Durchfall – oft auch blutig – in Erscheinung.

Ebenfalls typisch für eine Vergiftung ist plötzliches apathisches Verhalten in Verbindung mit sichtbaren Schmerzen. Da es sich dabei immer um einen Notfall handelt, ist ein sofortiger Gang zum Tierarzt unverzichtbar, um das Leben des Vierbeiners zu retten.

14. Läufigkeit

Dein Hund ist sehr unruhig, wirkt aber nicht krank? Gleichzeitig denkt er überhaupt nicht daran, zu fressen oder zu trinken? Dann ist es auch möglich, dass er einfach von seinen Hormonen geleitet wird.

Dies kann sowohl bei unkastrierten Rüden als auch bei Hündinnen auftreten: Riecht ein männlicher Hund eine paarungsbereite Dame, möchte er sich sofort fortpflanzen und vergisst sein Bedürfnis nach Nahrung. Läufige Hündinnen “denken” während ihres Eisprungs ganz ähnlich.

Aufgrund ihres hervorragenden Spürsinns nehmen Hunde dann auch Artgenossen wahr, die sich auf der Straße oder in anderen Häusern aufhalten. Gewöhnlich sollte das Problem dann nach wenigen Tagen verschwinden und zu Beginn des nächsten Fortpflanzungszyklus wieder auftreten.

15. Altersschwäche

Und schließlich kann die Verweigerung von Futter und Flüssignahrung leider auch ein Anzeichen dafür sein, dass dein Vierbeiner unsere Welt bald verlassen wird.

Viele Hunde, die an Altersschwäche sterben, ziehen sich zunächst zurück. Das ist instinktiv bedingt, denn ein dem Tode naher Vierbeiner könnte in freier Wildbahn Fressfeinde anlocken und das ganze Rudel in Gefahr bringen.

Auch Demenz mögliche Grundursache

Die Verweigerung von Nahrung kann auch von einer fortgeschrittenen Hundedemenz begünstigt werden: Das “Kognitive Dysfunktionssyndrom” (CDS) ähnelt der menschlichen Alzheimer-Krankheit stark. Betroffene Tiere sind oft orientierungslos und vergessen selbst ganz normale Alltagsdinge wie Fressen, Trinken oder den sauberen Toilettengang.

Gleichzeitig stellen sie meistens das Fressen und Trinken ein. Der genaue Grund dafür kann nur erraten werden – manche Experten vermuten, dass es sich dabei um eine Art “Sterbefasten” handelt, andere gehen davon aus, dass der Hund seinen überlebenden Familienmitgliedern nicht unnötig Futter wegnehmen möchte.

Sollte es wirklich so weit sein, gibt es kaum etwas, was Du tun kannst. Alleine lassen darfst Du den Vierbeiner auf seinem letzten Weg aber nicht. Denn selbst, wenn er zu schwach ist, es sich anmerken zu lassen: Deine Präsenz ist ihm sehr wichtig und gibt ihm Sicherheit und Geborgenheit.

Hund frisst und trinkt nicht: 6 bewährte Lösungen

Wenn dein Hund sowohl sein Futter als auch sein Wasser verweigert, darf das nicht zum Normalzustand werden: Zwar wird der Vierbeiner dann in den meisten Fällen nicht sofort sterben, eine unterbrochene Nährstoffzufuhr und insbesondere eine Dehydrierung können aber böse Langzeitfolgen haben.

Anlässe, bei denen Du ganz besonders auf ausreichend Futter & Wasser Wert legen musst

  • Heiße Tage
  • Hund hat sich sehr verausgabt
  • Hund erholt sich von einer Krankheit
  • Vierbeiner hatte gerade Brechreiz und/oder Durchfall
  • Sehr alte Tiere
  • Welpen.

Das bedeutet: Du solltest sofort Schritte einleiten, damit der Vierbeiner bald wieder so weit ist, dass er frisst und trinkt. Dabei dürften die folgenden Lösungsansätze eine gute Hilfe sein.

1. Eine andere Futtersorte probieren

Generell sollte es so sein, dass der Halter dem Hund vorgibt, was er zu fressen hat – nicht umgekehrt. In manchen Fällen kann ein (erneuter) Futterwechsel aber trotzdem angebracht sein.

So können chronisch “trinkfaule” Tiere z.B. besser dehydriert werden, wenn sie Nassfutter bekommen. Aufgrund des intensiveren Geruchs wird dann oft auch der Appetit gestärkt.

Eigentlich Pflicht ist eine Umstellung, wenn der Hund höchstwahrscheinlich unter einer Futtermittelintoleranz leidet. Als Alternative kommen dann insbesondere hypoallergene Hundefutter in Betracht, die auf praktisch alle bekannte Zutaten, die bei den meisten betroffenen Hunden für Probleme verantwortlich sind, verzichten.

2. Nahrung interessanter machen

In vielen Fällen hilft es aber auch schon, die Nahrung einfach etwas interessanter zu machen – z.B., wenn der Hund zwar Leckerlis frisst, seine Hauptmahlzeit aber regelmäßig verschmäht.

Hierfür gibt es verschiedene gesunde und kalorienarme Zusätze, die Du verwenden kannst: Eher fades Trockenfutter wird z.B. oft zum Hit, wenn Du ihm etwas Lachsöl oder Grünlippmuschel untermischst. Gegen zu wenig Durst können die Kroketten dann auch noch in etwas Wasser eingeweicht werden.

3. Stressfaktoren abbauen

Sollten psychische Faktoren eine Rolle spielen, dann hilft es allerdings vor allem, dem Hund mehr Aufmerksamkeit zu schenken und Stressfaktoren abzubauen. So findet der Vierbeiner die Ruhe, die er braucht, um sich auch auf seine Ernährung zu konzentrieren.

Mögliche Anti-Stress-Maßnahmen

  • Mehr Aufmerksamkeit
  • Artgerechte Beschäftigung (Aktivitäten steigern oder reduzieren)
  • Wechsel auf Hundefutter für nervöse Hunde mit viel “Nervennahrung”
  • Neuer Fütterungsplatz (ruhiger Ort mit wenig Trubel, abseits von vierbeinigen Rivalen)
  • Pflanzliche Beruhigungsmittel für Hunde
  • Besuch eines Hundeverhaltensberaters.

Die o.g. Maßnahmen sind nur Beispiele, die vielen Hunden sehr geholfen haben. Je nach Einzelfall können aber auch andere Strategien zum Erfolg führen.

4. Andere Näpfe

Auch ein Napfwechsel kann dem Hund mehr Motivation zum Fressen und Trinken geben. Oft hat sich eine Umstellung von einem massiven, aber sehr scheppernden Modell zu einem weicheren Material als erfolgreich erwiesen. Auch eine rutschfeste Unterlage hilft dabei, “Unfälle” und damit Schreckmomente zu vermeiden.

Hundebar für bewegungseingeschränkte Vierbeiner

Sollte dein Hund bewegungseingeschränkt sein und deswegen nicht an seinen Napf kommen, könnte auch eine “Hundebar” eine Option sein. Das sind Gestelle, mit deren Hilfe der Vierbeiner praktisch niveaufrei fressen und trinken kann.

5. Mehr Mundhygiene & Gebiss-Inspektion

Sollte die Ursache für das merkwürdige Fress- und Trinkverhalten im Maul liegen, hilft zunächst eine bessere Inspektion: Wenn Du Gebiss, Lefzen, Zahnfleisch und Rachen etwa einmal die Woche genau unter die Lupe nimmst, werden dir Abnormalitäten schnell auffallen.

Manchmal kann das sogar lebensrettend sein, denn Mundhöhlentumore können oft nur behandelt werden, wenn sie früh erkannt wurden.

Sollte dein Hund anfällig für Gebissprobleme sein, hilft zudem verstärkte Zahnpflege. Das beugt nicht nur Zahnstein vor, sondern trägt auch dazu bei, dass sich Keime gar nicht erst im Maul festsetzen können.

Zahnpflege für Hunde

Mehr zu diesem Thema und einige schöne Lösungsideen findest Du auch in unserem Info Artikel “Zahnpflege für Hunde”.

6. Besuch beim Tierarzt

Sollte der Hund über mehrere Tage hinweg keinen Bissen gefressen und keinen Schluck getrunken haben, musst Du allerdings auf jeden Fall zum Tierarzt.

Er kann nicht nur der genauen Ursache auf den Grund gehen, sondern auch geeignete Maßnahmen wie Infusionen ergreifen, sofern der Hund z.B. in Gefahr gerät, zu dehydrieren.

Generell muss der Besuch dann sehr zeitnah erfolgen. In einigen Fällen – z.B. bei Vergiftungs-Symptomen – ist sogar ein sofortiger Gang – also auch in der Nacht zum Notdienst – Pflicht!

FAQs

Wie lange kann ein Hund nichts essen und trinken?

Experten gehen davon aus, dass gesunde Hunde länger als drei Wochen ohne feste Mahlzeit auskommen könnten, ohne zu sterben. Ohne Flüssigkeit können Vierbeiner aber nur wenige Tage überleben. Das darf aber auf keinen Fall ausgereizt werden, denn ohne Nahrung oder Wasser drohen schon vergleichsweise schnell langfristige Schäden.

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.