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Blutiger Durchfall beim Hund: Wie kann das sein und was kann man tun?

Wenn der Hund auf einmal Durchfall hat, ist die Angst groß. Noch schlimmer sieht es aus, wenn der Stuhl plötzlich blutig wird.

Allein bist Du mit diesem Problem aber nicht: Dieses Symptom tritt sehr häufig auf, es gibt kaum einen Vierbeiner, der im Laufe seines Lebens nicht mindestens ein Mal damit zu tun hat.

Die Ursachen sind oft harmlos, manchmal kann flüssiger, blutiger Kot aber auch Zeichen einer schweren und manchmal auch akuten Erkrankung sein. Mehr erfährst Du im folgenden Artikel.

Blutige Durchfall Begleiterscheinungen beim Hund

  • Hellroter bis hell-bräunlicher oder dunkelroter bis teerschwarzer Stuhl
  • Kot wird flüssig oder schleimig
  • Apathisches Verhalten
  • Schmerzen im Bauchbereich
  • Schonhaltungen, Hund jault, wenn Abdomen überprüft werden soll
  • Hund weigert sich, Nahrung aufzunehmen
  • Fieber (ab ca. 40 Grad)
  • Oft zusätzlicher Brechreiz
  • Schleimhäute im Maul wirken trocken oder blass.

Die 11 häufigsten Ursachen für blutigen Durchfall beim Hund

Es gibt nicht den einen Grund für blutige Diarrhö, die Ursachen sind sehr vielfältig. Beruhigen kann ich dich in einer Hinsicht: Die große Mehrheit der Fälle erfordern zwar eine schnelle Behandlung, sind aber nicht akut lebensbedrohlich.

Im Folgenden findest Du einen kleinen Überblick über die häufigsten Leiden, die mit blutigem Durchfall in Verbindung gebracht werden.

Akutes hämorrhagisches Diarrhösyndrom

Eine häufige Ursache für blutigen Durchfall beim Hund ist das Akute hämorrhagische Diarrhösyndrom (AHDS), von dem besonders erwachsene Tiere betroffen sind. Kennzeichnend für sie ist, dass sich der Gesundheitszustand des Vierbeiners rasant verschlechtert – innerhalb weniger Stunden scheidet er sehr viel Blut durch den Stuhl aus, oft kommt auch blutiges Erbrechen hinzu.

Die genaue Ursache für AHDS ist noch unbekannt, Forscher vermuten u.a., dass eine bakterielle Infektion oder Unverträglichkeiten hinter der Erkrankung stecken könnten. Betroffen sind meistens kleinere Hunderassen, das Leiden tritt vermehrt in der kalten Jahreszeit auf.

Erfreulicherweise ist die Prognose bei AHDS vergleichsweise gut, in vielen Fällen verschwindet die Krankheit genauso schnell, wie sie aufgetreten ist. Allerdings ist sie trotzdem ein Notfall, denn aufgrund der starken Blutungen in Verbindung mit Flüssigkeitsverlust können u.a.

  • starke Dehydrierungs-Erscheinungen
  • zu starker Blutverlust
  • Blutvergiftungen (Sepsis) oder auch
  • Multiples Organversagen

auftreten. Die tierärztliche Behandlung umfasst meistens Infusionen zur Stabilisierung des Flüssigkeitshaushaltes und die Verabreichung von Medikamenten. Meistens wird der Arzt eine Blutanalyse in Auftrag geben, kennzeichnend für AHDS sind z.B. erhöhte Hämatokrit-Werte.

Immer noch gebräuchlich ist auch der Name “Hämorrhagisches Gastroenteritis Syndrom”. Diese Bezeichnung ist allerdings irreführend und gilt allgemein als veraltet, da es sich um keine Gastritis im klassischen Sinne handelt.

Giardien

Giardien sind hochansteckende Einzeller, die alle Hunde befallen können: Ein Impfstoff ist Stand 2022 noch nicht zugelassen, übertragen werden sie vor allem durch Kot, an dem die Vierbeiner schnuppern und durch kontaminiertes Wasser.

Da sich die Parasiten im Dünndarm festsetzen und sich dort an der Darmwand festkrallen, ist der Durchfall meistens hellrot-blutig. Bei Hunden mit gutem Allgemeinzustand verläuft der Befall meistens lange Zeit unbemerkt – aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr muss aber auch hier gehandelt werden.

Für Welpen, Jungtiere, Senioren und Hunde mit geschwächtem Immunsystem sind Giardien allerdings ziemlich gefährlich und führen, wenn sich die Einzeller zu sehr vermehren, u.a. zu chronischer, blutiger Diarrhö. Der Tierarzt kann Giardien mittels einer Kotanalyse feststellen, gegen sie wirken antiparasitäre Medikamente.

Würmer

Auch einige Würmer wirken als Darmparasiten und verursachen blutigen Durchfall. Die Plagegeister werden vor allem durch Kotausscheidungen an andere Hunde übertragen, ist eine trächtige Hündin betroffen, können die Welpen auch von Geburt an infiziert sein.

Sowohl zur Vorbeugung als auch als bei akutem Befall helfen Wurmkuren – da diese manchmal nur gegen bestimmte Parasiten wirksam sind, solltest bei blutigem Stuhl auch den Tierarzt hinzuziehen.

Blutiger Durchfall nach Futterumstellung

Durchfall ist ein häufiger Begleiter von Futterumstellungen. Selten ist der Stuhl dann auch blutig. Das kann mit einer Irritation des Verdauungstraktes zusammenhängen, bei einem Wechsel von Nass- auf Trockenfutter kann auch ein Flüssigkeitsmangel dazu beitragen.

Irritationen des Darms

Irritationen des Darms treten aber nicht nur bei allergischen Reaktionen auf, sondern können auch andere Gründe haben: Oft hat der Hund dann etwas Unverdauliches gefressen, z.B. Kies, grobkörnigen Sand oder auch Kleinteile aus Plastik oder Metall.

Diese spitzen Teile können die Darmwände perforieren, gleichzeitig merkt der Körper, dass etwas nicht stimmt und versucht, den Fremdkörper mit Gewalt auszuscheiden – dies verursacht dann den Durchfall. Beide Faktoren zusammen führen zu einer rötlichen Färbung.

Gewöhnlich hört der Durchfall auf, sobald die Störung beseitigt ist. Auch die Darmwände sollten bei gesunden Hunden schnell wieder heilen.

Pankreatitis

Eine Pankreatitis ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die immer einen Notfall darstellt und sofort vom Tierarzt behandelt werden muss, mehr Infos findest Du auch hier.

Eines der häufigsten Symptome ist Durchfall, oft auch in Verbindung mit Erbrechen. Grund hierfür ist, dass die Verdauung so gestört ist, dass der Magen-Darm-Trakt das gefressene Futter nicht anderweitig verarbeiten kann.

Gewöhnlich ist dieser Durchfall nicht blutig. Bei länger anhaltender Diarrhö kann es aber passieren, dass Entzündungen im Darm entstehen, die dann wiederum zu kleinen inneren Blutungen führen. Wenn dies geschieht, solltest Du sofort zum Tierarzt – im Ernstfall auch unter Anspruchnahme des Notdienstes.

Parvovirus

Das Parvovirus ist ein sehr tückischer Erreger, der zur Parvovirose führt. Die Viren werden per Tröpfcheninfektion über Nasen- und Mundschleimhäute aufgenommen, sind hochansteckend und überleben vergleichsweise lange ohne Wirt. Deshalb ist es auch möglich, dass der Hund sich z.B. an einem kontaminierten Fußboden infiziert.

Neben starkem Fieber und körperlicher Abgeschlagenheit ist blutiger Durchfall eines der Hauptsymptome für eine Parvovirose. Einmal ausgebrochen ist die Krankheit hochgefährlich und endet oft tödlich.

Erfreulicherweise können Hunde gegen das Virus geimpft werden. Besondere Vorsicht solltest Du allerdings bei Welpen walten lassen, bei denen noch keine Impfung möglich ist. Weiterhin können Tiere mit geschwächtem Immunsystem, z.B. Senioren, auch geimpft erkranken.

Stress

Gelegentlich kann auch Stress für blutigen Stuhl mitverantwortlich sein: Hunde, die permanent “unter Strom” stehen, haben nicht nur oft ein geschwächtes Immunsystem, sondern neigen auch zu Magenerkrankungen wie Gastritis und Geschwüren. Beides kann zu inneren Blutungen führen, die dann im Kot sichtbar werden.

Gegen Stress hilft vor allem viel Ruhe und Liebe. Dazu gehört insbesondere ausreichend Schlaf, wenn der Vierbeiner seine Nickerchen hält, solltest Du ihn also auf keinen Fall wecken. Bei manchen nervösen Tieren kann auch Spezialfutter zu einer Besserung führen.

Vergiftungen

Einen absoluten Notfall stellen Vergiftungen dar: Wenn der Hund etwas gefressen hat, das für ihn toxisch ist – dazu gehören z.B. Schokolade, bestimmte Obst- und Gemüsesorten und natürlich auch Rattengift oder Insektizide – ist das eigentlich immer lebensbedrohlich.

Einerseits beschädigen die Giftstoffe dabei die Adern der Vierbeiner, welche dann platzen und heftige innere Blutungen verursachen. Andererseits versucht der Körper, die Toxine so schnell wie möglich auszuscheiden, was dann zu Durchfall und auch Brechreiz führt.

Beim Verdacht einer Vergiftung musst Du sofort zum Tierarzt! In der Zwischenzeit können bei oral aufgenommenen Giftstoffen Kohletabletten als Erste Hilfe verabreicht werden.

Tumorerkrankungen

Auch Tumore verursachen oft innere Blutungen. Im Darmbereich stören sie zudem die Verdauung, so dass das Futter mittels Durchfall so schnell wie möglich ausgeschieden wird.

Dies kann sowohl bei gut- als auch bei bösartigen Darmtumoren der Fall sein. Allzu große Sorgen machen solltest Du dir diesbezüglich aber nicht: Krebs ist nur vergleichsweise selten für blutigen Stuhl beim Hund verantwortlich, deutlich häufiger liegt es an anderen, besser therapierbaren Erkrankungen oder Beschwerden.

Reaktion auf Medikamente

Gelegentlich können aber auch Medikamente dafür verantwortlich sein, dass Magen und Darm mit Blutungen reagieren. Solltest Du deinen Vierbeiner beim tierärztlichen Notdienst vorstellen, musst Du dem behandelnden Arzt also vollständige Auskunft darüber geben, welche Arzneimittel dein Hund einnimmt.

Um auf derartige Nebenwirkungen vorbereitet zu sein, ist es zudem sehr ratsam, vor der ersten Gabe den Beipackzettel genau zu studieren.

Was kann ich bei blutigem Durchfall tun?

Wenn Du Blut im Stuhl deines Lieblings entdeckst, ist die Sorge zunächst groß. Trotzdem musst Du auf jeden Fall Ruhe bewahren und darfst nicht in Panik verfallen. Das würde den Vierbeiner nur unnötig stressen und ist keine Hilfe – liebevolle Worte und Streicheleinheiten sind auf jeden Fall die bessere Lösung.

Ein sofortiger Tierarztbesuch ist absolute Pflicht: Nur ein Experte kann kompetente Auskunft über die genaue Ursache geben, schnelle Therapiemaßnahmen machen es wahrscheinlicher, dass alles glimpflich abläuft.

In der Zwischenzeit gibt es einige Dinge, die Du tun kannst, damit sich der Gesundheitszustand deines Lieblings nicht noch weiter verschlechtert.

Fütterung vorübergehend einstellen

Eine wichtige Faustregel lautet: Wenn der Hund Durchfall hat, sollte er zunächst nichts mehr zu fressen bekommen. Das hat den Hintergrund, dass der Magen-Darm-Trakt nicht zusätzlich belastet werden darf, wenn er mit dem Futter nicht klarkommt.

Eine derartige “Nulldiät” sollte aber nur sehr kurzzeitig erfolgen: Generell wird davon ausgegangen, dass ein Hund maximal 24 Stunden ohne feste Nahrung ernährt werden darf, bei kleineren Rassen sogar noch weniger.

Für dich bedeutet dies, dass Du wirklich den nächstmöglichen Termin wahrnehmen musst, um den Vierbeiner beim Arzt vorzustellen.

Viel Wasser gegen Dehydrierung

Ganz ohne Nahrung kommt der Hund in dieser Zwischenzeit aber nicht aus: Bei Durchfall – egal, ob blutig oder nicht – braucht das Tier auf jeden Fall sehr viel Flüssigkeit.

Während einer Diarrhö droht der Hund ansonsten, auszutrocknen. Du musst ihm deshalb sehr viel zu trinken geben, auch Elektrolytlösungen oder abgekochtes Wasser mit etwas Salz oder Traubenzucker haben sich hier bewährt.

Den Kot ruhig betrachten

Dazu gehört auch eine ruhige Beschauung des Kots. Blutiger Durchfall ist nämlich nicht gleich blutiger Durchfall, Farbe und Form lassen schon einige Rückschlüsse auf die möglichen Ursachen zu:

  • Hellroter Kot spricht für frisches Blut im Stuhl. Dies bedeutet in den meisten Fällen, dass die Blutung aus dem Dickdarm kommt. Oft – aber nicht immer – spricht dies für eine eher harmlose, leicht therapierbare Ursache.
  • Dunkler Kot, der oft sogar teerig-schwarz aussieht, ist hingegen meistens Zeichen einer Blutung im Dünndarm oder im Magen. In diesem Fall solltest Du deutlich alamierter sein und auch den tierärztlichen Notdienst in Erwägung ziehen, denn die Ursachen hierfür sind oft deutlich ernsthafter und erfordern manchmal auch sofortiges Handeln.

Auch Fotos können hilfreich sein: Manche Tierärzte nutzen Messenger-Dienste, dann kannst Du die Bilder des Kots übermitteln und erhältst oft eine kompetente Ersteinschätzung.

Bei Vergiftungsverdacht: Kohletabletten

Solltest Du vermuten, dass dein Hund Gift zu sich genommen haben könnte, solltest Du dem Hund auf jeden Fall Kohletabletten geben. Sie wirken im Körper wie ein Schwamm und saugen toxische Stoffe, die noch nicht verarbeitet wurden, zuverlässig auf und können das Leben des Vierbeiners retten.

Im Vergiftungsfall braucht der Hund etwa einen Gramm Aktivkohle pro Kilogramm Körpergewicht. Wenn Du dir eine Notfallration anschaffst, muss sie auf jeden Fall für deinen Vierbeiner ausreichen – schon ein 10 Kilo schweres Tier bräuchte dann 40 Tabletten mit 250 Gramm Kohle.

Mehr zum Thema und einen Vergleich der besten Sorten kannst Du auch hier finden. Aber aufgepasst: Bei Insektenstichen oder Schlangenbissen helfen die Tabletten nicht!

Nach Tierarztbesuch langsam wieder aufpäppeln

Nach dem Besuch beim Tierarzt musst Du selbstverständlich den Indikationen des Mediziners Folge leisten. In den meisten Fällen bedeutet dies, dass Du den Hund nicht sofort wieder so füttern kannst, wie der Vierbeiner es gewohnt ist.

Stattdessen musst Du ihn die ersten Tage langsam wieder aufpäppeln. Das kann bedeuten, dass Du ihm zunächst über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen Futter gibst statt einer großen Ration. In vielen Fällen hat sich auch Schonkost sehr bewährt – mehr zum Thema kannst Du auch hier finden.

Blutigen Durchfall vorbeugen: Tipps & Tricks

Manche Hunde neigen immer wieder zu Durchfall-Attacken, was auch blutigen Stuhl mit sich ziehen kann. Oft ist es möglich, mit einfachen Vorbeugemaßnahmen dagegen anzusteuern.

Entwurmen & Vorsorgeuntersuchungen nicht vergessen

Viele chronischen Durchfallerkrankungen werden von Parasiten verursacht. Dagegen helfen vor allem regelmäßige Entwurmungskuren: Wirkstoffe wie Praziquantel und Febantel töten nicht nur Band-, Haken- oder Spulwürmer ab, sondern töten auch Giardienpopultationen.

Die meisten Mittel müssen nur einmal gegeben werden und haben dann eine zuverlässige Wirkung. Um einen Befall zu verhindern, solltest Du diese Kuren immer wieder aufs Neue verabreichen, wobei Hunde, die viel in der freien Natur unterwegs sind, besonders häufig entwurmt werden müssen.

Einen Vergleich der unserer Ansicht nach besten Wurmkuren kannst Du hier finden.

Neue Familienmitglieder sofort entwurmen

Wenn Du dir ein weiteres Haustier anschaffst, solltest Du es sofort entwurmen und impfen lassen, da Viren und Parasiten ansonsten schnell auch alle anderen tierischen Mitbewohner befallen. Vorher sollte das neue Familienmitglied lieber von den alteingesessenen felligen Hausgenossen getrennt bleiben.

Bei häufiger Diarrhö: Angeleinte Spaziergänge

Weiterhin wird der Durchfall oft von Erregern verursacht, die der Hund beim Auslauf oder während des Spaziergangs aufliest. Dazu gehören beispielsweise

  • Kot anderer Vierbeiner oder mit Kot kontaminierte Stellen
  • Verkeimtes Wasser, z.B. aus Pfützen oder anderen stillen Gewässern
  • Müll, Aas, verdorbene Futterreste und Fremdkörper sowie
  • In schlimmen Fällen auch Giftköder.

Oft verringern sich die Durchfälle, wenn der Hundehalter mehr auf seinen Schützling achtet. Das ist z.B. der Fall, wenn er angeleint unterwegs ist. Du hast dann die Chance, sofort einzuwirken, wenn das Tier etwas begutachtet, das Magen und Darm beeinträchtigen könnte.

Wenn der Hund sehr freiheitsliebend ist, kostet ihn dies wahrscheinlich etwas Gewöhnung. Angesichts der Gefahren, die häufiger, auch blutiger Durchfall mit sich bringen können, ist eine stärkere Kontrolle aber auf jeden Fall die sicherere Alternative.

Zu Hause aufräumen & desinfizieren

Weiterhin lohnt es sich auch, bei dir zu Hause genau nachzuschauen, ob es nicht auch in der eigenen Wohnung Gefahrenquellen gibt. Dazu gehören z.B.:

  • Pflanzen und Blätter, die toxisch sein können
  • Herumliegendes Obst oder Gemüse, dass der Hund nicht fressen darf
  • Kleine Fremdkörper, die der Hund aus Neugierde auflesen könnte oder auch
  • Kotreste von anderen Haustieren.

Hier hilft es, die Bereiche, die für den Hund zugänglich sind, peinlich genau aufzuräumen. Auch Desinfektionsmittel auf glatten Flächen wirken gut gegen viele Krankheitserreger, die Durchfall verursachen.

Homöopathie & blutiger Durchfall

Manche Hundefreunde verlassen sich bei blutigem Stuhl auch auf homöopathische Mittel. Dazu gehören z.B. Globuli und Lösungen auf Blüten- und Pflanzenbasis.

Ohne Zustimmung des Tierarztes ist dies aber sehr riskant, bei vielen Magen-Darm-Erkrankungen spielen nämlich Faktoren eine Rolle, gegen die Globuli nichts ausrichten können.

Einige Krankheitsbilder, die zu Durchfall führen, kriegt der Hundekörper selbst wieder in den Griff, was Anhänger der Methode oft auf die homöopathische Behandlung zurückführen. Vielversprechend kann die Gabe allerdings bei stressbedingten Irritationen sein.

FAQs

Wann mit Hund zum Tierarzt bei Durchfall?

Generell sollte ein Hund dem Tierarzt vorgezeigt werden, wenn er länger als einen Tag Durchfall hat. Ohne fachkundige Therapie drohen ansonsten schwerwiegende Folgeschäden. Auf jeden Fall muss er zum Arzt, wenn der Durchfall blutig ist, denn das kann – muss aber nicht – ein Hinweis auf eine lebensgefährliche Erkrankung sein.

Wie erkenne ich ob mein Hund Giardien hat?

Ein Giardienbefall verläuft bei vielen Vierbeinern zunächst symptomlos und wird erst dann bemerkt, wenn sich die Einzeller stark im Dünndarm vermehrt haben. Typische Anzeichen sind dann blutiger Durchfall, Blähungen, Erbrechen, Appetitlosigkeit und mitunter starker Gewichtsverlust. Unter Kontrolle bekommt man die Parasiten dann nur noch mit Medikamenten, der Hund muss also sofort zum Tierarzt.

Können Analdrüsen beim Hund bluten?

Verstopfungen und Entzündungen der Analdrüsen kommen öfter vor als man denkt: In diesem Fall treten auch Blutungen auf. Dadurch wird auch das Sekret der Drüsen kontaminiert, weshalb es auf den ersten Blick so aussieht, als hätte der Vierbeiner einen blutigen Stuhlgang.

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.