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Schonkost für Hunde

Auch Hunde brauchen hin und wieder Schonkost: Besonders bei Magen- und Darmverstimmungen helfen leichte Rezepturen, den Verdauungstrakt des Vierbeiners schnell wieder auf Vordermann zu bringen.

Aber Achtung: Schonkost für Hunde ist nicht dasselbe wie für uns Menschen. Der Körper der Vierbeiner hat doch deutlich andere Ansprüche, weshalb einige Lebensmittel, die bei uns als schonendes Superfood gelten, für Hunde völlig ungeeignet sind.

Damit Du weißt, auf welche Zutaten Du setzen kannst, habe ich für dich eine Liste Schonkost-geeigneter Lebensmittel zusammengestellt. Weiterhin findest Du drei leckere Rezeptideen für deinen Vierbeiner und viele weitere Infos.

Lebensmittel, die sich für Hunde Schonkost eignen

Es gibt viele Lebensmittel, die sich für Schonkost eignen. Diese sind problemlos im Handel erhältlich, müssen allerdings besonders zubereitet werden, um eine milde Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt zu haben.

Im Folgenden findest Du die beliebtesten Schonkost Lebensmittel und erfährst, was Du vor der Fütterung beachten musst

Fisch und Fleisch

Auch während einer Schonkost Diät sollte der Hund weiterhin Fleisch bekommen. Wichtig ist allerdings, dass es sehr gut verdaulich ist. Deshalb sollte man besonders auf proteinreiches, aber fettarmes Geflügel zurückgreifen.

Bei Unverträglichkeiten kann auch Rind verfüttert werden. Ebenfalls häufig verwendet wird Fisch.

Bei der Zubereitung von Fleisch ist es wichtig, dass Du es fettarm erhitzt. Das bedeutet, dass Du es entweder mit Wasser braten, kochen/garen oder im Backofen warmmachen solltest. Idealerweise hat das Fleisch vor der Verfütterung eine sehr weiche Konsistenz, welche die Verdauung nicht unnötig auf die Probe stellt.

Knochen sind tabu

Gewöhnlich sind Knochen eine sehr wichtige Nahrungsquelle, um den Kalzium-Phosphor-Haushalt ausgeglichen zu gestalten. Während eines Schonkost Diät sollte allerdings unbedingt auf sie verzichtet werden, weil sie die Verdauung sehr stark beanspruchen. Manche Hundehalter setzen stattdessen für diese Phase auf Gemahlene Eierschalen.

Reis

Getreide gehört zu den Nahrungsquellen, die von vielen Hundehaltern sehr ungerne verfüttert werden. Bei Verdauungsproblemen sollte normalerweise besonders auf sie verzichtet werden.

Reis stellt allerdings eine große Ausnahme dar: Richtig zubereitet ist er sehr verträglich und hilft sogar dabei, den Magen-Darm-Trakt zu entlasten. Besonders empfehlenswert ist Rundkornreis.

Dafür muss er aber wirklich sehr weich gekocht werden: Eine knackige Konsistenz ist hier Fehl am Platz. Erhitze ihn also länger als gewohnt. Wenn er fast schon matschig wirkt, hat er auf den Hund die beste Wirkung.

Schonkost und Gewürze

Um den Appetit anzuregen ist es ratsam, den Reis mit einer kleinen Prise Salz zu kochen. Ansonsten sollte bei Schonkost aber generell auf Gewürze verzichtet werden.

Nudeln

Auch Nudeln stellen eine schonende Kohlenhydratquelle für Vierbeiner dar. Dabei ist es allerdings ratsam, auf gluten- und einfreie Sorten zu setzen. Angesichts der vielen Kalorien solltest Du es mit der Menge aber nicht übertreiben.

Weiterhin gilt: Pasta al dente ist nichts für die angegriffene Hundeverdauung. Du musst die Nudeln also sehr weich kochen, bevor das Tier sie fressen kann.

Kartoffeln

Auch Kartoffeln sind eine gute Kohlenhydratquelle bei schonender Ernährung. Gewöhnlich wird sie gekocht gefüttert, denn rohe Kartoffeln oder Süßkartoffeln sind für den Hund hochgiftig.

Bei Schonkost solltest Du noch einen Schritt weitergehen und zerstampfte Kartoffeln bzw. Püree ins Futter mischen.

Karotten

Karotten sind sehr nährstoffreich und werden von Hunden besonders roh gerne gefressen.

Bei Schonkost würde ein harter Möhren-Snack die Verdauung aber sehr beanspruchen. Stattdessen müssen die Karotten so gegart werden, dass das Gebiss der Tiere überhaupt nicht mehr auf die Probe gestellt wird.

Ideal ist es, die Möhren anschließend zu pürieren. Weitere Option: Du kannst eine rohe Möhre mit dem Reibeisen so zerkleinern, dass sie auch ungekocht schonend ist.

Kürbis und Zucchini

Kürbisse sind ebenfalls sehr schonende Gemüsesorten, die sich bei Magen-Darm-Problemen eignen. Die Früchte, zu denen auch die Zucchini zählt, enthalten wenig Kalorien und Natrium, dafür aber viel Wasser, Mineralien und Vitamine.

Gesunde Hunde können manche Kürbisse in geringen Mengen auch roh verzehren, bei Schonkost ist Garen allerdings die richtige Methode. Mit einem Pürierstab kann er dann auch zu Kürbisbrei verarbeitet und serviert werden.

Samen etc. für natürliche Ballaststoffe

Im richtigen Rahmen gehören auch Ballaststoffe zu einer Schonkost Diät: Sie regen Magen und Darm an, ohne dass der Verdauungstrakt allzu sehr überfordert wird. Das ist sehr wichtig – nur mit einer ausreichenden Aktivität kann der Hund Stoffe ausscheiden und Verstimmungen lösen.

Hier kommt es allerdings auf die richtigen Sorten an: Viele Getreidearten, besonders glutenhaltige, gelten als ungeeignet. Selbes gilt auch für die meisten Hülsenfrüchte.

Stattdessen lohnt es sich, auf sehr leichte, natürliche Ballaststoffe zu setzen. Sehr beliebt sind hier geschrotete Leinsamen, auch das Superfood Amaranth wird gerne gefüttert. Weiterhin können Haferflocken dabei helfen, Giftstoffe zu binden und die Verdauung zu vereinfachen. Bei Durchfall sind auch Flohsamenschalen sehr beliebt.

Apfel

Generell ist Obst keine gute Idee während einer Schonkost Diät: Sie enthalten vergleichsweise viel Zucker und auch Fruchtsäuren, welche die Verdauung irritieren können.

Eine kleine Ausnahme von der Regel sind hier Äpfel: Sie enthalten Pektin, eine Substanz, die hervorragend dazu in der Lage ist, Giftstoffe zu binden.

Dabei muss der Apfel vor dem Verfüttern allerdings unbedingt geschält, entkernt und, z.B. mit einem Reibeisen, zerkleinert werden. Natürlich zubereiteter Apfelmus ohne Zuckerzusätze ist ebenfalls eine gute Idee. Allerdings macht es hier auch die Menge: Zu viel sollte dein Vierbeiner nicht bekommen.

Bananen

In geringem Maße sind auch Bananen häufig als Schonkost geeignet. Sie haben eine stopfende Wirkung, weshalb sie gerne bei Durchfall verfüttert werden. Bei einer Verstopfung sind sie allerdings kontraproduktiv, da sie die Symptome noch verstärken können.

Ideal sind sehr reife Bananen – auch püriert. Aufgrund des hohen Kalorien- und Zuckergehaltes sind sie zum Abnehmen aber nur sehr bedingt geeignet. Mehr als ein paar Stücke bis maximal eine halbe Banane pro Tag sollte der Vierbeiner keinesfalls fressen.

Milchprodukte wie Hüttenkäse

Häufig werden auch Milchprodukte in einen Schonkost Speiseplan integriert. Manche Hundehalter servieren ihrem Liebling z.B. Milchreis. Allerdings enthalten Milchprodukte meist Laktose, welche Magen und Darm auf die Probe stellen kann – hier ist es ratsam, laktosefreie Milch oder Produkte wie z.B. Quark zu verwenden.

Sehr häufig verwendet wird körniger Frischkäse, der auch als Hüttenkäse bekannt ist: Er enthält von Haus aus sehr wenig Laktose, dafür aber viele Vitamine und Mineralien. Zudem hat er die Eigenschaft, Giftstoffe binden zu können – das gilt auch für schädliche Darmbakterien.

Nicht von den eigenen Essensgewohnheiten leiten lassen

Schonkost für Hunde muss so zubereitet sein, dass die körperlichen Voraussetzungen des Tieres berücksichtigt werden. Bei der Zubereitung darfst Du dich deshalb nicht davon leiten lassen, was dir schmeckt, sondern was dem Hund gut tut. Pappiger, sehr weich gekochter Reis z.B. gilt für uns als ungenießbar – für den Vierbeiner ist er aber genau das, was er braucht.

3 Schonkost Rezepte für Hunde

Es gibt also sehr viele Lebensmittel, die sich für eine schonende Ernährung von Hunden eignen. Dabei ist es natürlich auch möglich, selbst zu kochen. Das ist gar nicht mal so schwierig – damit Du ein paar Inspirationen bekommst, findest Du im Folgenden drei sehr einfacher, dafür aber umso leckerere Schonkost Rezepte für Hunde.

1. Vegetarischer Schonkost-Teller für Hunde

Ein vegetarischer Schonkost-Teller ist ideal als erste Hilfe bei akuten Magenverstimmungen. Dauerhaft verabreichen solltest Du ihn aber nicht, da dem Hund so wichtige tierische Proteine vorenthalten werden.

Zutaten:

  • 100 Gramm körniger Frischkäse (Hüttenkäse)
  • 150 Gramm Reis, ungekocht
  • 1 Karotte
  • 2 Stücke Apfel, entkernt
  • 10 Gramm Leinsamen sowie
  • 1 kleine Prise Salz

Zubereitung:

  • Weiche den Reis, sofern Du ihn nicht im Beutel gekauft hast, ein und koche ihn anschließend mit ein wenig Salz etwa 30 bis 35 Minuten. Schrecke ihn ab, bevor Du ihn in eine Schale gibst.
  • Zerkleiner’ die geschälte Karotte mit einem Reibeisen und mische sie ihn den Reis. Alternativ kannst Du die Möhre auch garen, zerstampfen und dann in die Schale geben.
  • Nutze anschließend das Reibeisen, um die Apfelstücke zu zerkleinern, bevor Du sie in die Schale gibst.
  • Füge jetzt die Leinsamen hinzu.

Diesen vegetarischen Mix musst Du anschließend gut verrühren und dann abkühlen lassen. Sobald das Futter Zimmertemperatur erreicht hat, kannst Du es in den Napf geben.

 

2. Pürierter Kürbis mit Hähnchenbrust und Reis

Auch dauerhaft eine gute Idee ist dieses Schonkost-Rezept mit frischer Hähnchenbrust. Es ist reich an Proteinen, ohne zu dick zu machen und hat eine eher schonende Wirkung auf die Verdauung.

Zutaten:

  • 150 Gramm frische Hähnchenbrust, ohne Knochen
  • 200 Gramm Reis, ungekocht
  • 200 Gramm Kürbis
  • 2 Stücke Apfel, geschält und entkernt
  • 5 Gramm Haferflocken und
    eine Prise Salz.

Zubereitung:

  • Koche den Reis etwa 30 bis 35 Minuten mit etwas Salz sehr weich und gebe ihn in eine Schale.
  • Während Du den Reis kochst, schneidest Du den Kürbis und die Hähnchenbrust ins möglichst kleine Würfel.
  • Gebe beides in einen Topf mit heißem Wasser und koche die Mischung etwa 12 Minuten auf kleiner Flamme, bis sie gar ist
  • Anschließend pürierst Du Kürbis und Hähnchen – den Püree gibst Du dann in die Schale Reis und vermischst die Zutaten.
  • Die Apfelstücke kannst du mit einem Reibeisen zerkleinern und in die Schüssel geben. Alternativ kannst Du sie auch zu Apfelpüree verarbeiten – dies verlängert aber die Zubereitungszeit.
  • Anschließend vermischst Du den Inhalt in der Schale mit den Haferflocken.
  • Lasse das Gericht gut auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor Du eine der Größe deines Lieblings angemessene Portion in den Napf gibst.

3. Fischfilet mit Reis und Gemüse

Auch Fisch ist eine sehr gute und schonende Nahrungsquelle, wenn es darum geht, Magen und Darm des Vierbeiners eine kleine Verschnaufpause zu gönnen. Er ist sehr nährstoffreich, ohne dass die Verdauung unnötig belastet wird.

Zutaten:

  • 150 Gramm Fischfilet, z.B. Kabeljau oder Forelle
  • 200 Gramm Reis, ungekocht
  • 150 Gramm Zucchini
  • 2 Möhren
  • 2 Stücke Apfel, geschält und entkernt
  • ca. 5 Gramm gemahlenen Amaranth und
  • eine kleine Prise Salz.

Zubereitung:

  • Gib’ den Reis in einen Topf und lasse ihn ca. 25 Minuten kochen, bis das Wasser fast verdunstet ist.
  • Gleichzeitig schneidest Du den Fisch in kleine Stücke.
  • Raspel’ Möhren und Apfelstücke klein und schneide die Zucchini in sehr kleine Würfel.
  • Gib’ den Fisch jetzt in den noch köchelnden Kochtopf und füge anschließend das Gemüse hinzu.
  • Lasse die Mischung jetzt noch weitere 12 bis 15 Minuten dünsten, bevor Du sie in eine Schale gibst.
  • Jetzt kannst Du den Amaranth untermischen.
  • Lass’ das Futter abkühlen und serviere es deinem Vierbeiner bei Zimmertemperatur.

Was ist Schonkost?

Unter Schonkost versteht man sehr leicht verdauliche Gerichte, die Magen und Darm kaum belasten. Sehr häufig wird sie bei oder nach Erkrankungen verordnet, es gibt aber auch Menschen, die in Zusammenhang mit einer Diät oder einer bestimmten Ernährungsphilosophie dauerhaft auf sie setzen.

Wann sollte man zu Schonkost greifen?

Beim Hund sollte Schonkost aber nie eine Lifestyle-Ernährung sein, sondern nur zu bestimmten Anlässen gereicht werden. Ein gesunder Hund braucht nämlich eine um einiges ausgewogenere Ernährung, zu der auch Nahrungsquellen gehören, welche die Verdauung zu Recht auf die Probe stellen.

Allerdings gibt es es einige Fälle, in denen es sich durchaus lohnt, Magen und Darm eine Pause zu gönnen.

Kurzzeitige Magen-Darm-Probleme

Häufig sind es “einfache” Magen-Darm-Probleme, die den Speiseplan auf Schonkost umstellen lassen. Symptome hierfür können sehr unterschiedlich sein, einige häufig auftretende sind:

  • ein hörbar grummelndes Geräusch im Abdomen
  • eine Veränderung der Körperhaltung
  • Bewegungseinschränkungen
  • wenig Appetit
  • regelmäßiges Strecken (z.B. “Katzenbuckel”) oder auch
  • empfindliche Reaktionen auf Körperkontakt (Hund jault z.B., wenn Du den Bauch inspizieren möchtest).

Durchfall

Häufig am ehesten wahrgenommen wird Durchfall. Er ist nicht nur wegen des unangenehmen Geruch des flüssigen Stuhls ein Problem, der Hund hat dann auch Probleme, seine Verdauungs zu kontrollieren und wird deshalb zumindest zeitweise nicht stubenrein.

Siehe auch: Durchfall beim Hund- Was füttern?

Häufig wird Durchfall von Bakterien verursacht, die z.B. von aufgelesener Nahrung von der Straße kommen kann. Aber auch eine zu schnelle Futterumstellung von einer Sorte auf die andere oder zu fettiges Fressen kann die Symptome verursachen – hier kann Schonkost helfen, den Körper wieder auszubalancieren.

Erbrechen

Auch Erbrechen ist ein häufiger Anlass für Schonkost. Häufig sind verdorbenes Futter, z.B. auf der Straße gefundener Müll, Entzündungen wie Gastritis oder Infektionen die Ursache. Sollte es dem Hund ansonsten gut gehen, kann angepasste Ernährung dazu beitragen, die Ursachen für den Brechreiz anzugehen.

Siehe auch: Hund erbricht Futter- Ursachen & Behandlung

Nahrungsunverträglichkeiten bzw. Futtermittelallergien

Weiterhin gibt es auch Tiere, die einfach zu Nahrungsunverträglichkeiten neigen. Häufig vertragen diese kaum eine Fertignahrung, so dass Hundehalter auf schonende Alternativen umstellen müssen.

Zum “Wiederaufpäppeln” nach Operationen

Vom Tierarzt verordnet wird Schonkost häufig nach Operationen: Der Körper und besonders die Verdauung sind dann noch nicht belastbar, das Tier muss langsam wieder an herkömmliche Nahrung herangeführt werden.

Bei und nach Medikamenteneinnahme

Das gilt auch für Hunde, die Medikamente einnehmen oder gerade eingenommen haben. Viele haben nämlich Nebenwirkungen, die ganz schön auf den Magen gehen. Auch viele Antibiotika haben antibakterielle Eigenschaften, welche auch die nützliche Darmflora in Mitleidenschaft ziehen.

Hier sollte der Hund behutsam wieder an seine herkömmliche Nahrung herangebracht werden – zunächst mit Schonkost.

Als Teil einer Diät

Weiterhin kann auch Übergewicht ein Anlass für Schonkost sein: Wenn dein Hund zu viele Kilos auf den Rippen hat, braucht er eine möglichst fettarme Rezeptur, mit der er die überflüssigen Pfunde schnell abbauen kann.

Absprache mit dem Tierarzt ist eigentlich Pflicht

Schonkost bei Hunden sollte nicht die Regel sein: Bei gesunden Tieren kann sie auch zu einer Mangelernährung führen, deren Konsequenzen man oft er sieht, wenn es zu spät ist. Deshalb sollte eine derartige Futterumstellung – zeitweise oder dauerhaft – immer mit dem Tierarzt abgesprochen werden!

Wann ist Vorsicht geboten?

Es gibt aber auch Fälle, bei denen die Verabreichung von Schonkost nicht angebracht ist. So solltest Du dich z.B. bei folgenden Problemen nicht auf eine Ernährungsumstellung setzen, sondern lieber sofort einen Tierarzt aufsuchen.

Akute Notfälle

Sollte der Verdacht bestehen, dass es sich um einen akuten Notfall handelt, hilft keine Schonkost, sondern nur sofortige tierärztliche Behandlung. Das ist z.B. der Fall, wenn

  • der Hund beim Erbrechen Blut spuckt oder Blut im Stuhl ist
  • das Tier plötzlich sehr schwach und apathisch ist
  • Vergiftungserscheinungen auftreten oder wahrscheinlich sind (z.B. plötzliches Unwohlsein, nachdem der Hund unbeaufsichtigt im Gebüsch war)
  • Atmung und/oder Herzschlag deutlich stärker oder schwächer sind als sonst oder
    der Hund beginnt, ohne Grund zu zittern.

Im Zweifelsfall sollte hier zu jeder Tages- und Nachtzeit auch der tierärztliche Notfalldienst bemüht werden.

Schonkost zeigt keine Wirkung

Sollte der Hund die Schonkost annehmen, aber auch nach wenigen Tagen keine Besserung eintreten, solltest Du ebenfalls zum Tierarzt gehen. Auch, wenn es sich um keinen Notfall handelt, kann es sein, dass der Hund unter Problemen leidet, die nur mit Medikamenten behandelt werden können (z.B. Parasitenbefall oder hartnäckige Infektionen).

Trinken nicht vergessen

Besonders bei Magen-Darm-Problemen musst Du nicht nur auf feste, sondern auch auf flüssige Nahrung achten: Der Hund muss also auf jeden Fall viel trinken, der Wassernapf darf niemals leer sein!

Wie viel Schonkost braucht der Hund?

Wenn ein Hund aus medizinischen Gründen Schonkost erhält, braucht er pro Tag gewöhnlich weniger Futter als sonst: Das liegt daran, dass er sich dann in den meisten Fällen deutlich weniger bewegt und deshalb nicht so viele Kalorien braucht.

Die genaue Menge ist in jedem Fall unterschiedlich. Sie hängt u.a. von

  • der Größe und dem Gewicht des Hundes
  • dem Zustand seiner Verdauung
  • der verwendeten Schonkost-Rezeptur und natürlich auch
  • dem Appetit des Tieres ab.

Weil jeder Fall unterschiedlich ist, ist es immer dringend empfehlenswert, vor dem Beginn der Verabreichung mit einem Tierarzt zu sprechen.

Immer bei Zimmertemperatur servieren

Eine Sache ist aber immer gleich: Idealerweise wird Schonkost bei Zimmertemperatur serviert. Zu heiße oder zu kalte Speisen können den in Mitleidenschaft gezogenen Verdauungstrakt des Vierbeiners nämlich noch weiter schwächen.

Das bedeutet, dass Du Selbstgekochtes vor dem Servieren auf jeden Fall abkühlen lassen solltest. Wenn Du übriggebliebenes Futter im Kühlschrank aufbewahrst, musst Du es vor der Fressenszeit herausstellen, damit es sich auf die nötige Temperatur erwärmen kann.

Lieber kleine Portionen über den Tag verteilt

Schonkost bedeutet auch, dass der Hund sich nicht überfressen darf: Selbst, wenn er das Futter hervorragend annimmt, solltest Du der Verdauung Pausen können.

Gib’ ihm also seine Schonkost lieber in mehreren kleinen Portionen über den Tag verteilt. So haben Magen und Darm leichteres Spiel und Du kannst deinen Liebling schneller wieder auf sein geliebtes Futter umstellen.

Snacks und Leckerlis weglassen

Schonkost bedeutet auch Konsequenz: Für einige Zeit muss der Hund also auf schmackhafte Dinge verzichten, die ihm ansonsten Freude bereiten. Snacks und Leckerli sind in dieser Zeit eigentlich tabu.

Gewöhnung des Hundes an Schonkost

Die Gewöhnung an Schonkost ist aber nicht immer so einfach: Oft kann die neue Nahrung den Hund erst einmal noch appetitloser werden lassen. Das liegt daran, dass er eben an sein altes Futter gewöhnt ist.

Deine Aufgabe ist es dann, ihm das neue Fressen besonders schmackhaft zu machen.

Langsam auf den Geschmack kommen lassen

Sofern keine sofortige Umstellung vom Tierarzt angeordnet wurde, ist es deshalb ratsam, den Vierbeiner ganz langsam auf den Geschmack kommen zu lassen.

Das kannst Du tun, indem Du sein herkömmliches Futter mit Schonkost vermischst und den Anteil neuer Nahrung von Mahlzeit zu Mahlzeit etwas erhöhst.

Behutsame Umstellung auf Normalfutter

Sobald Du grünes Licht für eine Rückkehr zum Normalfutter bekommen hast, solltest Du ebenfalls behutsam vorgehen. Eine zu schnelle Umstellung kann Magen und Darm nämlich wieder aufs Neue belasten. Oft drohen dann sofort die nächsten Verdauungsprobleme.

Mische also am besten das Normalfutter über mehrere Tage hinweg mit Schonkost. Reduziere den leichten Gehalt wiederum von Mahlzeit zu Mahlzeit, bis der Hund nur noch sein angestammtes Futter genießt.

Arten von Schonkost

Schonkost kannst Du sowohl selbst zubereiten als auch fertig kaufen. Beide Formen haben ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Selbst gekochte Mahlzeiten

Selbst gekochte Mahlzeiten ermöglichen eine sehr individuelle Fütterung deines Vierbeiners. Gewöhnlich kannst Du eine große Portion kochen und dann über Tage hinweg Portion für Portion an deinen Liebling verfüttern. Häufig ist diese Zubereitungsform auch vergleichsweise günstig.

Ein Nachteil von Schonkost aus der eigenen Küche ist allerdings, dass es schwierig ist, den Überblick über den Nährstoffgehalt zu behalten. Wenn dein Liebling über längere Zeit hinweg Spezialnahrung braucht, kann es also gut sein, dass irgendwann Mangelerscheinungen auftreten.

Tipp: Babynahrung als schnelle Zutat

Eine gute und vor allem einfache Ergänzung zu selbstgemachter Schonkost ist Babynahrung. Ein Glas pürierte Möhren z.B. hat Lebensmittelqualität, viele Nährstoffe und keine für den Hund schädlichen Zusätze wie z.B. zu viel Salz oder Gewürze.

Schonende Fertiggerichte

Weiterhin gibt es auch fertiges Schonkost Hundefutter. Vorteil dieser Mischungen ist, dass sie einen gleichbleibenden, überprüften Nährwert haben – Du weißt also ganz genau, was dein Hund frisst.

Schonende Fertiggerichte sind auch in Rezepturen für bestimmte Leiden (z.B. bei Nierenkrankheiten, Übergewicht oder Verdauungsproblemen) erhältlich. Sie eignen sich besonders für die dauerhafte Verfütterung, sind aber um einiges teurer als Normalfutter oder auch selbst gekochte Rationen.

FAQs

Wenn einem Hund Schonkost gegeben wird, sollte dies nur in Absprache mit dem Tierarzt geschehen. Im Regelfall sollte die Verabreichung nur so lange erfolgen, bis die Symptome abgeklungen sind.

Sollte eine längere Schonkost Diät notwendig sein, ist es häufig ratsam, den Speiseplan mit Nahrungsergänzungsmitteln zu supplementieren.

Leicht verdauliche Fleischsorten für Hunde, die gerne als Schonkost eingesetzt werden, umfassen vor allem Geflügel und Rind. Hier solltest Du auf jeden Fall auf einen möglichst niedrigen Fettgehalt achten.

Pflanzliche Nahrungsquellen für eine schonende Ernährung umfassen u.a. Kartoffeln, Kürbisse/Zucchinis, Möhren, Äpfel und Leinsamen. Auch sehr weich gekochter Reis und körniger Frisch-/Hüttenkäse werden sehr häufig als Schonkost eingesetzt.

Die Menge an Schonkost, die ein Hund pro Tag einnehmen sollte, ist stark von Größe, Gewicht und gesundheitlicher Verfassung des Tieres abhängig. Hier hilft eine Absprache des Ernährungsplans mit dem Tierarzt.

Generell braucht ein Hund mit Schonkost aber weniger Kalorien als ein gesundes Tier. Das liegt vor allem daran, dass kränkliche Vierbeiner sich deutlich weniger bewegen.

Weiterführende Studien & Infos:

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.