Erste Hilfe Set für Hunde: Verbandskästen Empfehlungen 2022

Wir alle wollen natürlich, dass es unseren vierbeinigen Freunden immer gut geht. Leider lauern aber fast überall Gefahren, die dazu führen können, dass ein Hund sich verletzt oder anderweitig in eine medizinische Notlage gerät.

Dann gilt es, das Tier so schnell und so gut wie möglich erstzuversorgen, bevor es zum Tierarzt geht. Zusammen mit deinem medizinischen Know-How kann ein gutes Erste Hilfe Set für Hunde so Leben retten bzw. gesundheitliche Folgeschäden minimieren.

Im folgenden Artikel erfährst Du, worauf es bei der Auswahl eines Verbandkastens für Hunde besonders ankommt. Weiterhin habe ich einen Test und Vergleich der meiner Ansicht nach besten 2022 erhältlichen Modelle durchgeführt.

Überblick der besten Erste Hilfe Sets für Hunde

Unsere Empfehlung: Kurgo Erste Hilfe Set für Hunde
Kompakte Lösung für unterwegs: Flexeo Erste Hilfe-Set für Hund und Katze
Unser Preistipp: Trixie Erste Hilfe Set für Hunde und Katzen

Testsieger: Kurgo Erste Hilfe Set für Hunde

Unsere Empfehlung

Starkes Komplettpaket

Eine wirklich starke und wirklich empfehlenswerte Lösung ist das “Kurgo Erste Hilfe Set für Hunde”. Dieses Kit besteht insgesamt aus 21 verschiedenen Teilen, mit denen sich fast jeder Notfall versorgen lässt.

Neben “typischen” Utensilien wie Tüchern, Handschuhen, Pflastern, Verbänden und Wundauflagen sind auch noch andere praktische Helfer enthalten: Dazu gehören beispielsweise eine Pinzette, ein Nylon-Seil u.a. fürs Maul, ein Insektenstich-Pflaster und eine Kühlkompresse. Auch eine Rettungsdecke lässt sich in der Tasche finden. Die Qualität wird von fast allen Käufern, die sich für dieses Modell entschieden haben, als hervorragend beschrieben.

Faktencheck:

  • Umfang: 21 Teile
  • Tasche: Rot, Kunststoff
  • Dokumentation: Erste Hilfe Broschüre
  • Maße: 22,9 x 11,7 x 8,9 cm.

Auch eine verständliche Anleitung für die Erstversorgung der meisten Notfälle lässt sich in der Tasche finden. Diese ist zwar etwas größer als viele Konkurrenzmodelle, dafür aber auch ziemlich robust und übersichtlich angeordnet. Ein schönes Plus: Der Verschluss lässt sich auch als Flaschenöffner nutzen, so dass das Set auf Wanderungen auch ohne Verletzung des Hundes eine Hilfe ist.

Ein wirklich schönes Komplettpaket also, dass ich wirklich empfehlen kann. Allerdings musst Du im Vergleich zu anderen Angeboten doch etwas tiefer in die Tasche greifen, da das Set eher im gehobenen Preissegment angesiedelt ist.

übersichtliche & robuste Tasche

sehr umfangreiche Ausstattung

starke Erste Hilfe Anleitung

etwas größer als die meisten anderen Sets

vergleichsweise teuer


Flexeo Erste Hilfe-Set für Hund und Katze

Ideal für unterwegs

Praktisch & gut

Auch das “Flexeo Erste Hilfe-Set für Hund und Katze” wird sehr gerne gekauft. Die Ausrüstung besteht aus 13 Teilen – u.a. verschiedene Bandagen, Handschuhe, eine Rettungsdecke, Wundauflagen, eine Pinzette, eine Schere und eine Zeckenzange. Anders als die meisten anderen Sets sind auch eine Kältekompresse und eine Maulschlaufe, um den Vierbeinern an Beißattacken zu hindern, enthalten.

Das ist wirklich umfangreich und lässt kaum einen Wunsch offen. Die Utensilien haben eine vergleichsweise hohe Qualität, auch die Broschüre mit Tipps zur Erstversorgung verletzter Vierbeiner kann sich sehen lassen.

Faktencheck:

  • Umfang: 13 Teile
  • Tasche: Rot, Kunststoff
  • Dokumentation: Erste Hilfe Broschüre
  • Maße: 11,1 x 15,9 x 7,8 cm.

Die Tasche ist vergleichsweise kompakt und bietet eine übersichtliche Aufteilung. Dank Karabinerhaken lässt sie sich einfach verschließen und kann auch beispielsweise an einem Rucksack angebracht werden. Preislich befindet sich dieses Modell zwar im etwas höheren Bereich, als praktische Lösung ist das Set aber trotzdem durchaus empfehlenswert.

schöne Tasche, kompakt & mit Karabiner

sehr umfangreiche Dokumentation mit vielen Tipps

gute Zusammensetzung, Utensilien von hoher Qualität

etwas hochpreisig


Duvio+ Pet First Aid Kit

Kompakte Lösung

Eine angenehm kompakte Lösung ist das “Duvio+ Pet First Aid Kit”. Es enthält insgesamt elf Ersthilfe-Utensilien, und zwar Wundverbände, verschiedene Tücher, Handschuhe, Druck- und Stretchverbände, Pflasterband, eine Schere sowie einen Zeckenentferner und eine Notdecke.

Die Qualität der Ausrüstung wird von fast allen Kunden als sehr gut beschrieben. Geliefert wird das Kit mit einem edlen und gleichzeitig sehr kompakten Nylon Etui, in welchem die einzelnen Bestandteile gut sortiert sind und einfach herausgenommen werden können. Insbesondere in Situationen unterwegs, in denen Du schnell handeln musst, ist dies von großem Vorteil.

Faktencheck:

  • Umfang: 11 Teile
  • Tasche: Rotes Nylon Etui
  • Dokumentation: Bebilderte Erklärungskarte
  • Maße: 12 x 15,5 x 5 cm

Weiterhin enthält das Erste Hilfe Set auch eine bebilderte Karte, mit welcher die Funktionen der einzelnen Utensilien erklärt werden. Das kann eine gute Hilfe sein, für den Ernstfall wäre es aber noch besser, wenn es noch konkrete Tipps zur Erstversorgung geben würde.

sehr kompakt

gut sortiert

hochwertige Qualität

könnte mehr Infos zur Ersten Hilfe enthalten


Kerbl Erste Hilfe-Tasche für Hunde

Schöne Option für unterwegs

Ein sehr beliebtes Set ist auch die “Kerbl Erste Hilfe-Tasche für Hunde”. In der roten Kunststofftasche sind insgesamt neun Utensilien untergebracht: Dabei handelt es sich um verschiedene Pflaster, Reinigungstücher, Handschuhe, eine Mullbinde, eine Rettungsdecke, eine Schere und eine Zeckenzange.

Die Qualität der Ausrüstung wird von Käufern fast durchgängig gelobt. Lediglich die Zeckenzange steht häufiger in der Kritik, sie besteht aus Plastik und hat sich in der Praxis leider nicht immer bewährt – hier empfiehlt es sich wohl, ein robusteres Modell nachzukaufen.

Faktencheck:

  • Umfang: 9 Teile
  • Tasche: Rot, Kunststoff
  • Dokumentation: Keine
  • Maße: 13 x 15 x 4 cm

Für die Grundversorgung von kleineren Verletzungen reicht der Inhalt aber fast immer völlig aus. Auch die Größe der Tasche kann überzeugen, sie passt problemlos auch in kleinere Rucksäcke. Etwas schade ist allerdings, dass keine Anleitung enthalten ist – Du musst also genau wissen, was Du zu tun hast. Angesichts des ansonsten sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses lässt sich dieses kleine Manko aber wohl verschmerzen.

ideal für unterwegs, nimmt wenig Platz weg

für kleinere Notfälle völlig ausreichend

schönes Preis-Leistungs-Verhältnis

Zeckenzange wohl nicht sonderlich hochwertig

keine Anleitung enthalten


Trixie Erste Hilfe Set für Hunde und Katzen

Preistipp

Günstiges Basis Paket

Wenn Du eine sehr günstige und kompakte Lösung suchst, dürfte dir das “Trixie Erste Hilfe Set für Hunde und Katzen” weiterhelfen. Es wird in einer signalroten Tasche geliefert, die erfreulicherweise mit Klettverschlüssen ausgestattet ist. So ist es problemlos möglich, das Set z.B. am Fahrrad zu befestigen.

Die Ausrüstung enthält 11 Teile: Dazu gehören Wundkompresse, Verband, Fixierbinde, Pflaster, Tupfer, Einwegspritze, Pinzette, Handschuhe, Maulschlaufe, Kamm und Zeckenzange. Auch eine kleine Ersthilfebroschüre ist im Lieferumfang enthalten – diese bietet viele Tipps für die richtige Lösung häufig vorkommender Unfallsituationen.

Faktencheck:

  • Umfang: 11 Teile
  • Tasche: Rot, mit Klettverschlüssen zur Befestigung
  • Dokumentation: Erste Hilfe Buch mit Tipps
  • Maße: 20 x 30 x 4 cm

Als Grundversorgung für den Fall der Fälle ist dieses Paket eine schöne und sehr erschwingliche Lösung. Allerdings ist der Lieferumfang im Vergleich zu anderen Angeboten doch eher klein, so sind nur sehr wenige Einwegteile enthalten, nach Nutzung musst Du sie also sofort nachkaufen. Für gehobene Ansprüche sind deshalb wohl andere Modelle deutlich besser geeignet.

handliche Tasche

gute Grundversorgung

günstiger Preis

enthält nicht mehr als absolut nötig


Die Kaufkriterien

Leider können Hunde immer plötzliche Verletzungen erleiden, die dann sofort versorgt werden müssen. Es lohnt sich also eigentlich immer, ein Erste Hilfe Set parat zu haben.

Erfreulicherweise gibt es ziemlich viele Anbieter, die es dir ermöglichen, im Falle eines Falles sofort alles parat zu haben. Blind kaufen solltest Du einen Hunde-Verbandkasten aber nicht, denn die einzelnen Modelle unterscheiden sich teilweise doch beträchtlich voneinander.

Deshalb ist es ratsam, vor der Anschaffung dieser wichtigen Ausrüstung genau nachzudenken. Dabei dürften dir die folgenden Kaufkriterien sehr weiterhelfen.

Umfang der Ausstattung

So sind Erste Hilfe Sets sehr unterschiedlich bestückt: Manche Kits enthalten wirklich nur das Nötigste, im Kasten findet man dann kaum mehr als ein paar Verbände und Pflaster. Das ist für kleinere Blessuren oft ausreichend und dürfte bei kleineren Spaziergängen in der näheren Umgebung eine große Hilfe sein, bei komplizierten Problemen stoßen diese meist sehr günstigen Sets aber an ihre Grenzen.

Wenn dein Vierbeiner eher verletzungsanfällig ist oder Du dich auf Reisen oder längere Spaziergänge weit weg von Haus und Tierarzt aufmachst, würde ich deshalb ein umfangreicheres Paket wählen. Derartige Sets enthalten dann z.B. eine Rettungsdecke, Kühlkompressen oder auch eine Maulbinde, um zu verhindern, dass der verletzte Vierbeiner jemanden beißt.

Aufgepasst: Fast jeder Hersteller gibt an, aus wievielen Teilen das Set besteht. Allerdings wird dann jedes enthaltene Stück oft einzeln gezählt, ein dreißigteiliger Verbandkasten entpuppt sich dann schnell als Grundausrüstung mit 10 Pflastern und 20 Kompressen. Informiere dich also am besten vorher ganz genau, was wirklich drin ist.

Qualität der Utensilien

Auch die Qualität der Utensilien ist ein wichtiges Kaufkriterium: Verbände, die schnell reißen, stumpfe Scheren oder nicht funktionierende Zeckenzangen sind sehr ärgerlich und führen dazu, dass Du diese Dinge noch einmal nachkaufen musst. Hier ist es oft ratsam, nicht nur auf den günstigsten Preis, sondern auch auf die Verarbeitung der Teile zu achten.

Dies lässt sich gut anhand von Kundenrezensionen beurteilen: Auf fast allen Kaufplattformen findest Du ausführliches Feedback zu den einzelnen Erste Hilfe Sets. Wenn der Inhalt fast ausschließlich starke Kritiken bekommt, ist es sehr wahrscheinlich, dass Du die Ausrüstung guten Gewissens kaufen kannst.

Dokumentation & Erste Hilfe Broschüre

Zum Glück ist eine Verletzung des Hundes immer ein Ausnahmefall, der nicht ständig vorkommt. Das bedeutet aber auch, dass jede Blessur nicht nur für den Vierbeiner, sondern auch für dich ziemlich stressig ist. Wenn das Tier sichtbar Schmerzen hat Bewegungseinschränkungen zeigt, ist es gar nicht so einfach, kühlen Kopf zu bewahren.

Bei all diesem Stress ist es dann eine große Hilfe, wenn Du ohne Blick aufs Smartphone nachlesen kannst, wie Du vorgehen musst. Viele Verbandkästen enthalten deshalb eine kleine Dokumentation in Form einer Karte oder sogar einer Broschüre, in der die wichtigsten Schritte der Erstversorgung kurz und prägnant erklärt werden.

Größe & Aufteilung der Tasche

Weiterhin sollte auch die Größe des Sets eine Rolle spielen: Wenn Du unterwegs bist, lohnt sich eine möglichst kleine Tasche, die in fast jeden Rucksack passt. Gleichzeitig sollte sie auch möglichst robust sein. Für dieses Kriterium ist es ratsam, auf die vom Hersteller angegebenen Maße zu achten. Bezüglich der Verarbeitungsqualität der Tasche lohnt es sich zudem, einen Blick auf Erfahrungsberichte anderer Hundehalter zu werfen.

Auch das Innere der Tasche solltest Du vorher begutachten: Im Ernstfall ist es sehr hilfreich, wenn die Utensilien gut sortiert sind – so musst Du nicht unnötig herumkramen, hast weniger Stress und kannst deine Aufmerksamkeit ganz dem verletzten Vierbeiner widmen.

Vorteile eines Erste Hilfe Sets für Hunde

Ermöglicht gute Erstversorgung im Notfall

Ein Erste Hilfe Set für Hunde ist eigentlich immer eine gute Idee: Der größte Vorteil dieser Kits ist es wohl, dass Du so immer und überall dazu in der Lage bist, deinen Vierbeiner im Fall einer Blessur zu versorgen.

Egal, ob Verstauchung, Fraktur, Schnitt- oder Bissverletzungen: Wenn Du einen kleinen Verbandkasten dabei hast, kannst Du sofort Abhilfe schaffen und die Schmerzen des Vierbeiners lindern.

In vielen Fällen ist es mit schnellem Eingreifen auch möglich, Infektionen oder Folgeschäden zu verhindern. Es lohnt sich also wirklich, ein derartiges Set immer griffbereit zu haben – im Haus, im Auto und auch unterwegs z.B. im Rucksack.

Haustier-spezifische Ausrüstung

Im Vergleich zu herkömmlichen Verbandkästen ist die Ausrüstung dabei ganz auf die Bedürfnisse von Vierbeinern zugeschnitten: Du kannst deinem felligen Freund also wirklich helfen.

Fortgeschrittene Ersthilfe-Kits enthalten so nicht nur Verbände und Kompressen, sondern auch eine Notfall-Decke, Pinzetten und Zangen zur Entfernung von Fremdkörpern oder Zecken oder Maulsperren, die verhindern, dass dein Liebling jemanden in Panik beißt.

Bietet unterwegs weitere Verstauungsmöglichkeiten

Weiterhin kann ein Erste Hilfe Set auch noch für andere Dinge “zweckentfremdet” werden. Viele Taschen verfügen so beispielsweise über Seitenfächer, in denen Du z.B. Leckerli oder leere Kotbeutel unterbringen kannst.

Nachteile von Erste Hilfe Sets für Hunde

Wenn Du für den Notfall gewappnet sein willst, ist ein Erste Hilfe Set also eigentlich Pflicht. Es gibt aber auch ein paar kleine “Nachteile” dieser Kits, über die Du dir im Klaren sein solltest.

Zusätzlicher Ballast unterwegs

So sind die meisten Verbandkästen zwar sehr kompakt, stellen aber trotzdem etwas Extra-Ballast dar. Wenn Du eine Tasche dabei hast, sollte dies kein großes Problem darstellen, bei einem Spontan-Spaziergang mit dem Vierbeiner kann es aber schon hin und wieder passieren, dass das Set etwas stört.

Das sollte dich aber eigentlich nicht davon abhalten, es mitzuführen, denn die Sicherheit und Gesundheit des Hundes sollte immer mit an erster Stelle stehen!

Muss oft noch ergänzt werden

Weiterhin sind derartige Sets zwar eine große Hilfe, aber keine Komplettlösung für alle Notfälle: Einige lebensnotwendigen Utensilien sind in kaum einem Verbandkasten enthalten. Dazu gehören beispielsweise Kohletabletten im Falle von Vergiftungserscheinungen oder ein Desinfektionsspray zur Sterilisierung größerer Wunden.

Diese Dinge musst Du meistens noch einmal nachkaufen. Weiterhin ist die Haltbarkeit von Erste Hilfe Artikeln meistens begrenzt: Um Up-To-Date zu sein, ist es also notwendig, den Inhalt von Zeit zu Zeit zu aktualisieren.

Immer für den Notfall gewappnet

Wenn Du mit deinem Vierbeiner unterwegs bist, geht meistens alles glatt. Leider ist dies aber nicht immer der Fall: Draußen lauern einige Gefahren, die schnell zu einer Verletzung des Hundes führen können. Dazu gehören beispielsweise

  • Schnittverletzungen, z.B. aufgrund von Glassplittern
  • Auseinandersetzungen mit anderen Tieren, die zu Bisswunden führen
  • Insektenstiche und -bisse, die Körperpartien anschwellen lassen
  • Stürze, die mit Verstauchungen oder Knochenbrüchen enden oder auch
  • Verletzungen des Bewegungsapparates, z.B. Bänderrisse oder Patellaluxationen.

Lindert Schmerzen der Vierbeiner

Hunde, die sich verletzen, haben häufig große Schmerzen, die man ihnen vielleicht zunächst gar nicht ansieht. Das bedeutet nicht nur, dass die Vierbeiner dann ziemlich leiden, sie können dann auch ungewohnt aggressiv werden – das dann ausgeschüttete Adrenalin lässt sie nämlich in einen Verteidigungs-Modus schalten.

Als Bezugsperson bist Du dann gefordert: Du bist oft der einzige Mensch, den das Tier an sich heranlässt. Mit einer angemessenen Ersten Hilfe ist es häufig möglich, die Schmerzen so zu lindern, dass der Hund es ohne Probleme wieder nach Hause schafft.

Erstversorgung vermeidet Folgeschäden

Eine kompetente Erstversorgung hilft außerdem dabei, gefährliche Folgeschäden zu verhindern.

  • Bei Verletzungen von Knochen und Gelenken wird der Bewegungsapparat entlastet, so dass die Blessur nicht schlimmer wird.
  • Bei Wunden hilft die Erste Hilfe vor allem gegen Infektionen: Durch das Fernhalten von Keimen reduzierst Du das Risiko gefährlicher Folgekrankheiten, die von bösen Entzündungen bis hin zu lebensgefährlichen Blutvergiftungen reichen können.

Anschließend auf jeden Fall zum Tierarzt

Eine Faustregel lautet: Egal, wie klein die Blessur sein mag – um auf Nummer Sicher zu gehen, musst Du nach dem Gebrauch des Erste Hilfe Sets auf jeden Fall zum Tierarzt!

Was steckt in einem Erste Hilfe Set für Hunde drin?

Äußerlich ähnelt ein Erste Hilfe Set für Hunde sehr stark einem Verbandkasten für Menschen, der z.B. in jedem PKW Pflicht ist. Viele Inhalte sind dann auch identisch, es gibt aber einige Dinge, die man eigentlich nur für Haustiere braucht.

Im Folgenden ein kurzer Überblick.

Wundverbände & Pflaster

Für kleinere, oberflächliche Wunden – z.B. Abschürfungen – gedacht sind Pflaster und Wundverbände. Sie dienen vor allem dazu, Keime von der Verletzung fernzuhalten. Da Hunde viel Dreck aufnehmen, ist eine Sicherung bei den Vierbeinern besonders wichtig.

Sie sind in praktisch allen Erste Hilfe Sets enthalten. Oft findet man sie dann auch in mehrfacher Ausführung und verschiedenen Größen. Mithilfe einer Schere ist es möglich, ein Pflaster passgenau auf die Wunde zurechtzuschneiden.

Druckverband

Ein Druckverband hingegen findet bei starken Blutungen Anwendung: Er dient weniger der Desinfektion, sondern sorgt dafür, dass der Blutverlust gestoppt wird. Geschieht dies nicht, ist es durchaus möglich, dass das Tier bewusstlos wird oder gar verblutet.

Hierfür wird die verletzte Stelle zunächst mit einer Kompresse abgedeckt. Diese wird dann mit einer Mullbinde verbunden, bei sehr starken Blutungen ist eine zweite Schicht empfehlenswert. Anschließend wird der Verband gut verknotet.

Sterile Handschuhe

Ein gutes Erste Hilfe Set enthält zudem auf jeden Fall mindestens ein Paar sterile Einweghandschuhe. Du musst dir diese immer überstreifen, wenn es darum geht, eine Wunde zu versorgen.

Zum einen dienen sie dann dem Eigenschutz: Du verhinderst mit ihnen, dass Krankheitserreger auf dich überschwappen könnten. Noch mehr schützen sie aber den Vierbeiner vor Keimen.

Bandagen

Ein Gliedmaßenverband, oft auch als Bandage bezeichnet, dient hingegen vor allem dazu, Schmerzen zu lindern, wenn der Bewegungsapparat verletzt wurde. Oft handelt es sich dabei um Muskelverletzungen oder Gelenkschmerzen, aber physische Traumata, z.B., weil das Tier angefahren wurden, können den Einsatz nötig machen.

Pinzette

Viele Sets enthalten auch eine Pinzette. Mit ihr kannst Du vor allem Fremdkörper wie Glasscherben oder Holzsplitter schnell z.B. aus der Pfote entfernen.

Anschließend ist es notwendig, die Stelle zu desinfizieren und mit einem Pflaster oder Wundverband zu versehen. Wenn Du siehst, dass der Hund humpelt, solltest Du so schnell wie möglich nach Hause und das Tier nicht unnötig weiter belasten.

Zeckenzange

Insbesondere auf Urlaubsreisen ist es ratsam, auch eine Zeckenzange im Erste Hilfe Set mitzuführen. Wenn Du mitbekommst, dass einer der gefürchteten Plagegeister deinen Vierbeiner heimgesucht hat, kannst Du den Parasiten so schnell entfernen, ohne dass Teile im Körper zurückbleiben.

Schere

Auch eine Schere sollte zu jedem Erstversorgungs-Kit dazugehören. Anders als bei uns Menschen dient sie nicht nur dazu, Verbände und Pflaster zurechtzuschneiden: Bei Wunden kannst Du mit ihr auch überschüssiges Fell entfernen. So wird das Infektionsrisiko stark reduziert.

Kühlkompresse

Bei Schwellungen – z.B. aufgrund von Insektenstichen – kommt eine Kühlkompresse zum Einsatz. Sie lindert dann nicht nur Schmerzen, sondern stellt auch die Bewegungsfähigkeit des Tieres sicher. Ist so ein Utensil nicht im Verbandkasten enthalten, kannst Du auch einen feuchten Lappen nutzen, den Du dann mit einem Verband an der betroffenen Stelle befestigst.

Derartige Kompressen können im Sommer auch genutzt werden, um Überhitzungs-Erscheinungen zu bekämpfen und die Körpertemperatur des Vierbeiners nach unten zu regulieren.

Maulbinde

Bei starken Schmerzen sehr wichtig kann eine Maulbinde sein: Sie hat eine ähnliche Funktion wie ein Maulkorb und dient dazu, zu verhindern, dass der Hund aufgrund starker Schmerzen wild um sich schnappt oder sogar jemanden beißt.

Einwegspritze

Auch eine Spritze sollte in einer guten Erste Hilfe Ausstattung nicht fehlen. Dabei reicht es aber aus, sie ohne Kanüle mitzuführen, denn für Injektionen ist sie eigentlich nicht gedacht.

Stattdessen dient sie im Ernstfall vor allem dazu, dem Hund Wasser oder auch Medikamente schnell und sicher ins Maul zu jagen. Auch bei größeren Wunden ist eine Spritze sinnvoll, denn so können desinfizierende Lösungen zielsicher aufgetragen werden, ohne dass Du zu große Gefahr läufst, dass der Hund dich beißt.

Rettungsdecke

Und schließlich enthalten viele Erste Hilfe Ausrüstungen auch eine Rettungsdecke für Hunde. Sie besteht aus thermoisolierendem, festem Material und ist sehr klein gefaltet, um in die Tasche zu passen.

Eine derartige Decke kann gleich mehrere Funktionen erfüllen:

  • Bei Kälte verhindert sie, dass der Hund unterkühlt wird.
  • Sie kann genutzt werden, um die Hinterläufe des Hundes in der stabilen Seitenlage zu erhöhen, was oft den Erstickungstod verhindert.
  • Ist das Tier bewegungsunfähig, kann es mit der Decke zudem getragen werden. Dafür braucht man aber meistens die Hilfe einer zweiten Person.

Was solltest Du außerdem mitführen?

Weiterhin gibt es einige Dinge, die lebensrettend sein können, oft aber nicht in Erste Hilfe Sets enthalten sind. Es ist sehr empfehlenswert, auch diese jederzeit mitzuführen – entweder in der Tasche oder, wenn kein Platz vorhanden ist, separat.

Aktivkohletabletten

Eine große akute Gefahr zu Hause und unterwegs stellen Vergiftungen dar: Bestimmte Pflanzen, Früchte, Reinigungsmittel und auch Giftköder bedeuten schnell Lebensgefahr für den Vierbeiner. Mehr zu diesem wichtigen Thema kannst Du auch hier erfahren.

Sollte der Hund erste Anzeichen einer Vergiftung zeigen, musst Du sofort handeln und das Tier zum Tierarzt – zur Not auch unter Inanspruchnahme des Notdienstes – bringen. Als Erste Hilfe eignen sich vor allem Aktivkohletabletten, welche Toxine im Körper aufnehmen können, was die Vergiftungserscheinungen oft lindert.

Pro Kilogramm Körpergewicht muss dann ungefähr ein Gramm Aktivkohle verabreicht werden. Dies geht aber nur, sofern der Hund noch ansprechbar und bei Bewusstsein ist, ansonsten könnte er auch an den Pillen ersticken.

Einen Test und Vergleich der besten Präparate kannst Du hier finden.

Wundsalbe

Um zu verhindern, dass sich kleinere Verletzungen entzünden, ist es ratsam, dem Vierbeiner sofort etwas Wundsalbe aufzutragen und die Stelle dann mit einem Pflaster oder Verband zu verschließen. Vorteile von Salben sind u.a., dass sie nicht brennen und sehr einfach mit einer Tube mitgeführt werden können. Da die Haltbarkeit der Wirkstoffe begrenzt ist, musst Du sie turnusmäßig austauschen.

Bei Menschen wie auch bei Hunden sehr hilfreich sind vor allem zwei Wirkstoffe:

  • Povion-Iod (z.B. Handelsname Betaisodona) hat eine antiseptische Wirkung.
  • Dexpanthenol (vor allem als Bepanthen bekannt) baut einen Schutzfilm auf, so dass Keime der Wunde freibleiben.

Beide Salben sind rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich. Um unnötigen Infektionen vorzubeugen, ist es ratsam, beim Auftragen Handschuhe zu verwenden.

Desinfektionsspray für größere Wunden

Bei größeren Wunden eignet sich hingegen eher ein Desinfektionsspray, das sich auch großflächig auftragen lässt. Bei langhaarigen Hunden kann es vorher notwendig sein, das Fell etwas zurückzuschneiden, um zu vermeiden, dass unnötig Keime in die Wunde geraten.

Achtung: Das Spray sollte auf jeden Fall ohne Alkohol sein!

Fieberthermometer

Wenn dein Hund keine Verletzung hat, sondern plötzliche Krankheitssymptome aufweist, die z.B. auf eine Vergiftung oder Herz-Kreislauf-Probleme hinweisen, solltest Du auf jeden Fall die Temperatur messen: Fieber bei Vierbeinern ist eine ernsthafte Sache, die auf eine schwerere Erkrankung hindeuten kann.

Ratsam ist es daher, auch ein Fieberthermometer im Erste Hilfe Kasten zu haben. Für Hunde empfehlen sich insbesondere elektronische Geräte, die schnelle Ergebnisse liefern.

Fieber beim Hund

Aufgepasst: Hunde haben gewöhnlich eine höhere Körpertemperatur als wir Menschen, sie liegt bei gesunden Tieren zwischen 38 und 39 Grad Celsius. Erst ab etwa 39,5 bis 40 Grad spricht man von Fieber.

Hundeschuhe oder -socken

Sollte der Vierbeiner eine Pfoten- oder Krallenverletzung haben, ist es zudem ratsam, ihm neben einem Verband sofort Fußbekleidung zu verpassen. Hierfür gibt es spezielle Hundeschuhe (mehr zum Thema findest Du hier), die unterwegs aber etwas sperrig sein können.

Eine leichtere Alternative, die auch in den meisten Verbandstaschen Platz findet, sind Hundesocken. Zur Not tun es zunächst auch zwei Paar Babysocken.

Empfehlenswert: Erste Hilfe Kurs für Hundehalter

Verletzungen und gesundheitliche Notfälle können jederzeit auftreten. Als Hundehalter bist Du in der Pflicht, das Tier zu versorgen, bevor es in tierärztliche Hände gerät. Leider sind viele Tierfreunde damit überfordert.

Deshalb ist es auf jeden Fall ratsam, sich bereits früh zu informieren. Viele Hundeschulen, karitative Einrichtungen oder Erwachsenenbildungsstätten bieten Erste Hilfe Kurse für Haustierhalter an. In diesen lernst Du nicht nur, ein Notfallset zu gebrauchen, sondern erfährst auch praxisnah, wie Du einen Hund z.B. in die stabile Seitenlage bringst oder ihn bei einem Herzstillstand wiederbeleben kannst.

Mittlerweile gibt es auch einige Anbieter, die derartige Schulungen online veranstalten.

FAQs

Wie kann ich einen Hund wiederbeleben?

Wenn ein Hund vermutlich einen Atem- und/oder Herzstillstand hat, musst Du versuchen, ihn zu reanimieren. Für eine Herzmassage legst Du ihn in stabile Seitenlage und drückst dann etwa 15 bis 20 Mal auf den Brustkorb auf Höhe des Ellenbogengelenks. Anschließend führst Du zwei Mal eine Mund-Nasen-Beatmung durch und wiederholst dann die Brustmassage. Um erfolgreich zu sein, müssen pro Minute insgesamt etwa 80 bis 100 Stöße durchgeführt werden.

Was sollte man in der Hundeapotheke haben?

Wichtigstes Element einer Hundeapotheke ist wohl ein Erste Hilfe Set, in dem u.a. Pflaster, Verbände und andere Erstversorgungs-Utensilien enthalten sind. Weiterhin empfehlenswert sind u.a. ein Fieberthermometer, Desinfektionsspray, Wundsalbe, Kühlkompressen, Aktivkohletabletten gegen Vergiftungen und eine Rettungsdecke. Einen Medikamentenvorrat solltest Du auf jeden Fall vorher mit dem Tierarzt absprechen.

Welche Wundsalbe für Hunde?

Gegen kleinere und größere Wunden sollten Hundehalter auf jeden Fall antiseptische und schützende Salben in der Hausapotheke vorrätig haben. Sehr bewährt haben sich Povion-Iod (Betaisodona) und Dexpanthenol (Bepanthen).

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.

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