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Wie lange kann ein Hund alleine bleiben?

Leider ist es nicht immer möglich, 24 Stunden täglich mit dem Vierbeiner zu verbringen, manchmal muss man ihn auch alleine lassen. Insbesondere alleinstehende, berufstätige Hundehalter stehen dann oft vor einem Dilemma: Sie müssen auch längere Zeit das Haus verlassen und ihren Liebling zurücklassen.

Das ist nicht ohne Risiken, denn Trennungsangst gehört zu den größten Stressfaktoren unserer felligen Freunde. Deshalb gilt es, den Hund so gut wie möglich zu schonen. Hierzu gehören nicht nur möglichst kurze Zeiten alleine, sondern auch viel Training und Liebe.

Im folgenden Text erfährst Du mehr dazu, wie lange und unter welchen Umständen ein Hund alleine bleiben kann, ohne dass er zu sehr darunter leidet.

Wie lange sollte man einen Hund höchstens alleine lassen?

Die Zeit, die ein Hund alleine verbringen kann, ohne dass er übermäßig leidet, hängt von einigen Faktoren ab: Jeder Vierbeiner ist einzigartig, so dass es stark auf die Persönlichkeit ankommt, weiterhin spielen auch Alter, Rasse und der gewöhnliche Alltag der Vierbeiner eine große Rolle.

Das sagt das Gesetz

Das absolute Minimum, zu dem Du verpflichtet bist, definiert die Tierschutz-Hundeverordnung. Diese besagt, dass der Hund das Recht auf, “ausreichend Auslauf im Freien” sowie “ausreichend Umgang mit der Person, die den Hund hält, betreut oder zu betreuen hat (Betreuungsperson)” hat.

Diese Regelung ist vielleicht etwas schwammig formuliert, in ihrer Richtung aber klar: Ein Hund darf nicht ständig allein gelassen werden, das wäre Tierquälerei. Ein aktueller Gesetzesentwurf sieht dann auch vor, die Anforderungen etwas zu verschärfen: So ist geplant, dass ein Hund mindestens zweimal täglich ausgeführt werden muss und Anspruch auf mehrere tägliche Kontakte mit seiner Bezugsperson haben soll.

Welpen brauchen viel Betreuung

Das ist aber wirklich das absolute Minimum, in der Praxis braucht ein artgerecht gehaltener Hund eigentlich viel mehr sozialen Kontakt zu seiner Familie. Das trifft insbesondere auf Welpen zu.

In den ersten Wochen nach der Übernahme sollten Hundekinder eigentlich überhaupt nicht alleine gelassen werden: Sie wurden gerade erst von ihrer Mutter getrennt und brauchen weiterhin eine Bezugsperson, ein “Sprung ins kalte Wasser” könnte sie schnell traumatisieren.

Als verantwortungsbewusster Hundehalter nimmst Du dir für die Übernahme also viel Zeit: Ideal ist es, wenn immer jemand zu Hause ist. Als “Alleinerziehender Hunde-Elternteil” ist es dann auch eigentlich Pflicht, Urlaub zu nehmen, sobald der kleine Racker ins Haus kommt.

Den Welpen nicht traumatisieren

Bei Welpen ist eine “Schocktherapie” völlig fehl am Platze: Wenn Du den kleinen Vierbeiner alleine lässt, obwohl er dich braucht, rächt sich dies im Erwachsenenalter. Der Hund ist dann oft völlig traumatisiert und reagiert selbst dann heftig, wenn Du nur kurz den Raum verlässt.

Gewöhnung von Junghunden

Die erste kleine “Entwöhnung” in Form von Alleinlass-Übungen sollte frühestens ab etwa fünf Lebensmonaten erfolgen. Im Junghund-Alter solltest Du dann ebenfalls behutsam vorgehen, um den Vierbeiner nicht zu verängstigen oder zu erschrecken.

Generell wird davon ausgegangen, dass Junghunde – je nach Rasse betrifft das das Alter zwischen sechs und 12 bis 18 Monaten – maximal zwei Stunden am Stück alleine gelassen werden sollten. Letztere Zeit steht am Ende einer langen Gewöhnungsphase, in der Du das Tier Schritt für Schritt etwas länger unbeaufsichtigt lässt:

  • Anfangs solltest Du lediglich kurz aus dem Zimmer verschwinden, wenige Momente reichen dann schon aus.
  • Anschließend lässt Du den Hund etwas länger außer Sichtweite, zunächst wenige Minuten, dann ein paar mehr.
  • Sobald das Tier darauf ruhig reagiert, kannst Du das erste Mal die Wohnung verlassen. Nach dem Schließen der Tür solltest Du in der Nähe bleiben und – wie schon vorher – erst kürzere, dann auch längere Zeitintervalle ausprobieren.
  • Es kann dann einige Zeit vergehen, bis Du den Hund das erste Mal vollständig, z.B. für einen Einkauf, alleine lässt. Einen allgemeinen Zeitpunkt hierfür gibt es nicht, Du und der Vierbeiner sollten sich wohl fühlen: Schnellschüsse sind hier völlig verfehlt.

Wenn dein Liebling selbst mit den besten Bemühungen Probleme hat, dich gehen zu lassen, kann es sich lohnen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen: Viele Hundeschulen bieten Kurse zur Bekämpfung von Trennungsstress an, manche haben diesbezüglich auch Online-Module im Katalog.

Faustregel für erwachsene Vierbeiner

Im Erwachsenenalter gilt dann, dass ein gut erzogener und gewöhnter Hund deutlich problemloser alleine bleibt als ein Vierbeiner, der im jungen Alter starke Traumata zu durchleben hatte.

Auch für “große” Hunde gibt es keine absolute Höchst- oder Mindestzahl an Stunden, die ein Vierbeiner am Stück alleine verbringen sollte. Die meisten Experten sind sich allerdings darüber einig, dass für viele Tiere vier Stunden ein guter Richtwert ist.

Gut trainierte und gutmütige Tiere halten es in der Praxis aber wohl oft deutlich länger alleine aus, ohne dass dies zu einem Problem wird: So gibt es Hundehalter, die ihren Liebling auch sechs oder acht Stunden unbeaufsichtigt lassen können. Andererseits gibt es auch Vierbeiner, die trotz aller Bemühungen auch erwachsen kaum alleine sein wollen.

Senioren alleine im Haus

Viele Hundehalter machen die Erfahrung, dass ihre Schützlinge im Herbst ihres Lebens – also in etwa dem letzten Viertel der natürlichen Lebenserwartung – weniger gerne allein gelassen werden wollen. Das liegt meistens vor allem daran, dass die Tiere dann schwächer werden und dementsprechend ein größeres Schutzbedürfnis entwickelt wird. Auch Alterdemenz kann dann eine Rolle spielen – der Hund verliert dann nicht nur langsam seine kognitiven Fähigkeiten, sondern bekommt auch schneller Angst.

Wie fühlen sich Hunde, wenn sie alleine sind?

Hunde sind unsere besten Freunde, allerdings wissen wir manchmal erstaunlich wenig über sie: Gewiss, wir sehen, wie sie uns nach längerer oder kürzerer Abwesenheit wieder freudig begrüßen – doch was zwischen Abschied und Rückkehr passiert, bleibt uns meist im Verborgenen.

Beobachtungen von Experten geben uns allerdings einen guten Einblick in die uns eigentlich verborgene Gefühlswelt der Vierbeiner: Es dürfte nicht unerwartet kommen, dass sie alleine nicht sonderlich gut klarkommen.

Hunde sind Rudeltiere

Das liegt im Blut der Vierbeiner: Hunde sind Rudeltiere und auf ihre fellige oder menschliche Familie angewiesen. Sozialbiologisch gesehen dient das Rudel nicht nur dazu, dem Tier das Jagen in der Meute zu ermöglichen und damit die Nahrungssuche zu erleichtern: Es bietet gleichzeitig auch Schutz vor Feinden.

Das bekannteste Rudeltier ist wohl der “Urvater” des Hundes, der Wolf. Anders als andere hundeartige Einzelgänger wie Füchse sind die domestizierten Vierbeiner durchaus dauerhaft auf Gesellschaft angewiesen: So lässt sich bei streunenden Straßenhunden immer wieder beobachten, dass sie sich in kleinen Gruppen zusammentun.

Ein Hund, der alleine ist, hätte in der freien Wildbahn deutlich geringere Überlebenschancen. Dementsprechend bekommt er ohne Begleiter schnell Angst: Stress-Hormone werden vermehrt ausgeschüttet, der Hund fühlt sich gehetzt. Das ist insbesondere im Kindesalter nur allzu verständlich: Ein Welpe, der von Mutter und Geschwistern getrennt wird, wäre ohne menschliche Hilfe schließlich dem Tode geweiht.

Trennungsangst ein großes Problem

Praktisch jeder Hund hat dies schon einmal erlebt, wenn er vom Züchter in die Obhut seiner neuen Familie gegeben wird. Die Bezugspersonen verändern sich, was das Tier zunächst überhaupt nicht mag. Für den Vierbeiner bricht dann – zumindest kurzzeitig – eine Welt zusammen, er reagiert meistens panisch.

Experten bezeichnen dies als Trennungsangst bzw. Trennungsstress: Hunde wissen nicht, ob und wann ihr Besitzer zurückkommt – für sie ist jeder Abschied einer für immer, bis sie durch deine Rückkehr eines Besseren belehrt worden sind. Die Vierbeiner fühlen sich dann auf sich alleine gestellt und sind oft total überfordert.

Dies beweisen versteckte Aufnahmen von Hunden, die alleine gelassen wurden, z.B. in der sehr empfehlenswerten ARD-Doku “Bello allein zu Hause”. Dieser in Zusammenarbeit mit der “Akademie für Naturheilkunde” entstandene Film zeigt, dass sich das Verhalten vieler Vierbeiner fast sofort nach dem Abschied drastisch ändert.

Häufig verzweifeltes Verhalten

Die Hunde zeigen dann häufig ein sehr verzweifeltes Verhalten, das sie in Gesellschaft niemals an den Tag legen würden. Häufig beobachtete Anzeichen von Trennungsstress umfassen dann z.B.:

  • Häufiges oder ständiges Winseln, Jaulen, Fiepen und insbesondere Bellen
  • Zerstörerisches Verhalten, z.B. gegen Kleidung und Möbel
  • Häufiges Kratzen, z.B. an der Tür
  • Hund ist auf einmal nicht mehr stubenrein und uriniert/kotet in der Wohnung
  • Verdauungsprobleme wie Erbrechen und Durchfall aufgrund von Stress
  • Hund leckt sich zu ausgiebig oder beißt sich sogar selbst
  • Appetitlosigkeit oder Lethargie.

Oft Ursache für weitere Probleme mit Vierbeiner & Nachbarschaft

Auf Dauer kann dieses Verhalten zu großen Problemen führen:

  • Ein Hund, der einen großen Zerstörungsdrang hat, verursacht oft hohe Kosten.
  • Aufgrund der permanenten Stresssituation alleine kann es weiterhin zu Reibereien zwischen Vierbeiner und menschlichen Familienmitgliedern kommen – im schlimmsten Fall wird sogar die Hierarchie gestört oder der Hund entwickelt aggressive Verhaltensweisen.

Auch die Auswirkungen auf deine Nachbarn darfst Du nicht unterschätzen: Ein ständig bellender Hund hat schon häufig zu Streitigkeiten geführt, die bis vor Gericht gegangen sind. Das ist auch verständlich, denn das Alleinsein geht nicht nur dem Hund, sondern auch unbeteiligten Dritten irgendwann auf die Nerven.

Gibt es Hunde, die bedenkenlos länger alleine bleiben können?

Den Hund alleine zu lassen ist also eine große Herausforderung. Für eine artgerechte Haltung ist es unabdinglich, dass der Vierbeiner gut an die Situation gewöhnt und jederzeit ernst genommen wird.

Aber gibt es nicht auch Hunde, denen es überhaupt nichts ausmacht, alleine zu sein? Diesbezüglich existieren viele Listen von vermeintlichen Geheimtipps, die sich insbesondere für sehr beschäftigte Menschen eignen.

Einerseits stimmt es auch: Es gibt Rassen, die diesbezüglich pflegeleichter sind als andere. Allerdings solltest Du die Bedürfnisse auch dieser Tiere auf keinen Fall unterschätzen – bedenkenlos alleine lassen darfst Du also auch diese Vierbeiner nicht.

Rassen, die zur Eigenständigkeit gezüchtet wurden

So gibt es einige Rassen, die es gewohnt sind, einige Zeit alleine zu verbringen: Dazu gehören z.B. Hüte- und Herdenschutzhunde. Als Arbeitstiere fühlen sie sich auch in der Verantwortung, wenn ihre Halter nicht zugegen sind. Dabei sind sie – gute Erziehung vorausgesetzt – sehr diszipliniert, treffen aber auch ihre eigenen Entscheidungen.

Derartige Rassen sind allerdings keine Wohnungshunde: Sie fühlen sich mit viel Auslauf am wohlsten, empfehlenswert ist eine Anschaffung daher eigentlich nur, wenn Du dem Vierbeiner für seine Zeit allein eine größere Freifläche zur Verfügung stellen kannst.

Keine einfache Aufgabe

Achtung: Wenn Du glaubst, dass derartige Rassen einfach und pflegeleicht sind, muss ich dich leider enttäuschen: Du musst schon sehr viel Zeit in das Zusammenleben und die Erziehung dieser Vierbeiner erziehen, ansonsten werden sie schnell zum “Problemhund”. Für sehr beschäftigte Halter oder gar Anfänger sind die Tiere also eigentlich nichts.

“Faule” Hunderassen

Weiterhin werden auch Hunde, die einen eher “faulen” Ruf haben, als gut für längere Abwesenheiten geeignet gehandelt. Dazu gehören z.B. Basset Hounds, Cocker Spaniel oder Shar-Peis. Sie haben einen eher geringen Bewegungsradius und schlafen häufiger als andere Rassen.

Das bedeutet aber nicht, dass Du derartige Tiere von einem Tag auf den anderen alleine lassen kannst: Trennungsangst hat mit Bewegungsdrang nur sehr wenig zu tun. Die Vierbeiner müssen also gut trainiert werden, damit sie nicht in Panik geraten.

Tiere, die nur wenig Auslauf benötigen

Auch sehr kleine Rassen, die nur wenig Auslauf benötigen, schaffen es oft in die engere Auswahl von Menschen, die kaum zu Hause sind. Dazu gehört beispielsweise der Chihuahua, auch als kleinster Hund der Welt bezeichnet. Weitere Vertreter dieser Kategorie sind Malteser, Griffons, Pekinesen oder Französische Bulldoggen.

Einfach sind diese Tiere vor allem, weil ihnen oft schon sehr kurze Spaziergänge ausreichen, um sich auszupowern. Ein kleiner Körper bedeutet aber nicht automatisch ein kleines Herz: Auch Mini-Vierbeiner können leiden und müssen deshalb gut auf die Zeit alleine vorbereitet werden.

Was kann ich tun, damit der Hund sich alleine wohl fühlt?

Ideal ist es natürlich, wenn der Hund fast immer eine Bezugsperson im Haus hat. Manchmal ist dies auch möglich, kostet aber einigen Aufwand:

  • Mehrpersonenhaushalte sind hier im Vorteil: Oft ist es möglich, den Tagesablauf so zu gestalten, dass das Tier nur sehr kurze Zeit allein sein muss, z.B. – in Absprache mit den Arbeitgebern – durch angepasste Dienstpläne.
  • Sehr wenige Arbeitgeber ermöglichen es auch, den Vierbeiner mit zum Job zu nehmen.
  • Wenn der Arbeitsplatz nahe am Haus liegt, ist es manchmal auch möglich, z.B. in der Mittagspause nach den Rechten zu sehen.

Das sind aber leider Ausnahmefälle: Oft muss man “in den sauren Apfel beißen” und den Vierbeiner auch mal längere Zeit alleine lassen. Dann gilt es, die Abwesenheit so schonend wie möglich zu gestalten.

Gilt nur für überschaubare Abwesenheiten

Das alles gilt nur für überschaubare Zeiträume, die maximal einige Stunden dauern sollten. Wenn Du planst, länger außer Haus zu sein – z.B. wegen eines Wochenendtrips oder sogar einer Urlaubsfahrt – solltest Du den Vierbeiner auf keinen Fall auf sich alleine stellen! Dann sind liebevolle Hände – also Freunde, Verwandte oder auch eine Hundepension – auf jeden Fall die artgerechte Lösung.

Training von Kleinauf

Das wichtigste ist dann: Training, Training, Training. Der Hund muss von Kleinauf daran gewöhnt werden auch mal ohne seinen Halter klarzukommen. Ab ungefähr dem sechsten Lebensmonat solltest Du deshalb auf jeden Fall Übungen durchführen.

Das würde ich auch empfehlen, wenn das Tier eigentlich immer einen Menschen zu Hause hat. Aus beruflichen, privaten oder gesundheitlichen Gründen können sich die Umstände schnell ändern – sollte dieser Fall eintreten, wäre der Vierbeiner gut darauf vorbereitet.

Die Zeit zusammen intensiv nutzen

Ebenfalls wichtig ist es, die Zeit, die euch zusammen bleibt, sehr intensiv zu nutzen. Vor der Abwesenheit empfiehlt es sich so auf jeden Fall, einen möglichst ausgedehnten Spaziergang zu unternehmen.

Dabei kann der Hund nicht nur sein großes und kleines “Geschäft” verrichten, sondern powert sich auch so aus, dass er – vorheriges Training vorausgesetzt – erst einmal ein Nickerchen einlegen kann.

Auch nach der Rückkehr solltest Du dich viel mit dem Vierbeiner beschäftigen und auf jeden Fall eine Abend-Gassirunde beginnen.

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten

Ebenfalls sehr hilfreich sind viele Beschäftigungsangebote: Wenn der Hund sich alleine langweilt, bieten Spielzeuge oder Kauknochen oft sehr viel Abwechslung.

Hin und wieder ist es dann aber nötig, die Spielzeuge auszutauschen. Das liegt nicht nur daran, dass sie mit der Zeit verschleißen, auch die Geschmäcker des Vierbeiners ändern sich von Zeit zu Zeit: Nachdem er “ausgespielt” hat, braucht er dann neues “Spielfutter”.

Betreuungsangebote für Hunde

Sollte der Hund trotz allen Bemühungen kaum oder gar nicht alleine gelassen werden können, gibt es eine schonende, aber etwas aufwändige Lösung: In vielen Städten und Gemeinden lassen sich mittlerweile auch Tagesbetreuungsangebote für Hunde finden, der Vierbeiner kann dann stundenweise abgegeben werden.

Allerdings löst dies nicht unbedingt das Problem der Trennungsangst – auch bei diesen Pensionen solltest Du also etwas Eingewöhnungszeit mit einplanen. Auch die Kostenfrage will gestemmt werden – auf Dauer ist so ein Angebot nämlich nicht ganz billig.

Hundekamera für Interaktion zwischendurch

Eine eher neue, aber durchaus interessante Idee ist die Hundekamera: Sie ermöglicht es dir, den Vierbeiner immer und von überall im Blick zu haben. Die Videoaufnahmen können jederzeit aufs Smartphone gestreamt werden, auch eine Tonspur ist vorhanden.

Der große Vorteil von speziellen Haustierkameras ist, dass die über ein “Zwei-Wege”-Audiosystem verfügen. Wenn der Hund unruhig oder verhaltensauffällig wird, kannst Du sofort einschreiten – manche Modelle verfügen sogar über Sensoren, die dich auf ein Problem hinweisen.

Anschließend kannst Du beruhigend auf den Vierbeiner einwirken. Viele Hunde entspannen sich dann deutlich, allerdings nicht alle: Manchmal wirkt es auf sie auch unheimlich, “nur” die Stimme ihres Halters zu hören.

Ob Du dieses Feature auf deinen Vierbeiner anwenden kannst, musst Du also selbst ausprobieren. Video-Aufnahmen des Hundes können aber trotzdem eine gute Möglichkeit sein, das Tier von unterwegs zu beobachten. Einen Test und Vergleich der besten Modelle kannst Du auch hier finden.

Zweiter Hund gegen Trennungsstress?

Sehr verführerisch klingt auch die Idee, sich einen zweiten Hund anzuschaffen, damit der Vierbeiner nicht allzu alleine ist. Manchmal funktioniert das dann auch: Als Duo geben sich zwei Tiere gegenseitig Halt und können sich auch beschäftigen.

Eine risikofreie Patentlösung ist dies allerdings nicht: Es kann auch passieren, dass das Vierbeiner-Paar sich nicht versteht und dann ähnlich laut und unangenehm wird. Weiterhin solltest Du nicht dem Trugschluss aufsitzen, dass zwei Hunde weniger Arbeit für dich bedeuten: Auch ein “Mini-Rudel” braucht dich als Anführer, Erzieher und Pflegeperson.

FAQs

Kann ich meinen Hund 8 Stunden alleine lassen?

Generell empfehlen Experten, einen Hund maximal um die vier Stunden alleine zu lassen. Mit viel Training, Beschäftigungsmöglichkeiten und etwas Glück bei der Persönlichkeit des Vierbeiners sind aber auch längere Zeiten möglich: Manche Halter berichten so davon, dass auch 8 Stunden kein Problem darstellen. Ideal ist es aber, hin und wieder nach den Rechten zu sehen.

Kann ich einen Hund halten wenn ich Vollzeit arbeite?

Wenn Du Vollzeit arbeitest und die einzige Bezugsperson für den Vierbeiner bist, ist es nicht ideal, einen Hund zu halten. Generell wird davon ausgegangen, dass 4 Stunden Zeit alleine noch im Machbaren für den Vierbeiner sind, sofern er gut trainiert ist. Dies lässt sich oft auch als Alleinstehender realisieren, wenn Du in der Mittagspause nach Hause kannst. Manche Hundehalter haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass ihr Vierbeiner deutlich länger alleine sein kann, ohne dass er unter großer Trennungsangst leidet.

Wie kann man Job und Hund vereinbaren?

Wenn Du alleinstehend bist und einen Hund hast, ist es gar nicht so einfach, Job und besten Freund unter einen Hut zu bringen. Ideal ist es, wenn Du es schaffst, z.B. in der Mittagspause kurz nach den Rechten zu sehen. Ansonsten helfen vor allem behutsames Training und Beschäftigungsmöglichkeiten gegen Trennungsstress beim Vierbeiner, auch eine Hundekamera hat sich bei vielen Tierfreunden bewährt.

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.