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Welpe trinkt nicht: Die häufigsten Ursachen & Lösungen

Wenn ein Welpe ins Haus kommt, ist die Freude zunächst sehr groß. Doch was, wenn der sich der kleine Vierbeiner anfangs ganz anders verhält als erhofft? Ein großes Problem, auf das viele frischgebackene Hundeeltern stoßen, ist die Weigerung des Tiers, Flüssigkeit aufzunehmen.

Das kann schnell lebensbedrohlich werden, denn mit einer Dehydrierung ist nicht zu spaßen. Damit Du weißt, womit Du es meistens zu tun hast, findest Du in diesem Artikel die häufigsten Gründe dafür, dass der Hund nicht trinkt. Neben vielen Infos habe ich zudem einige bewährte und vielversprechende Lösungsstrategien zusammengestellt.

Warum trinkt mein Hundekind nichts?

Die Eingewöhnungsphase in ein neues Zuhause ist eine ganz besondere Zeit für Hund und Halter: Nicht immer geht dann alles von Beginn an glatt, für den kleinen Vierbeiner sind die ersten Momente nicht nur aufregend, sondern auch stressig.

Auf ihn kommt einiges gleichzeitig zu: Der Welpe musste sich gerade für immer von seiner Mutter, seinen Geschwistern, dem Züchter als menschlicher Bezugsperson und seiner ersten Wohnumgebung trennen. Im Laufe der Zeit wird er dies zwar zum größten Teil vergessen, der Beginn kann für das Tier aber ziemlich hart sein.

Nervosität & Angst

Oft lässt sich dann beobachten, dass das kleine Hundebaby die ersten Tage sehr nervös ist. Es hat dann Angst, wenn es sich noch nicht an dich und deine Familie gewöhnt hat, wird der Vierbeiner häufig zittern und die Ohren nach hinten stellen.

Das geht zunächst häufig auch mit einer Nahrungsverweigerung einher. Dann frisst der Welpe nicht nur wenig bis gar kein Futter, sondern trinkt auch nicht sonderlich viel.

Das liegt neben Stress auch an Unsicherheit: Wenn das Tier in sein neues Rudel mit menschlichen und manchmal auch tierischen Mitbewohnern kommt, ist er sich noch über die Rangordnung im Unklaren. Er traut sich dann einfach nicht, Nahrung zu sich zu nehmen, weil er nicht weiß, ob es jetzt seine Fressenszeit ist oder ob andere dran sind.

Hund muss trinken erst “lernen”

Im Grunde weiß jeder Hund instinktiv, dass er Flüssigkeit braucht, um zu überleben. Deshalb hängen Welpen schon an den Zitzen ihrer Mutter, wenn sie noch blind und taub sind.

Der Übergang von Mutter- zu Welpenmilch und Wasser überfordert dann viele Vierbeiner zunächst. Schließlich gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen Saugen und Saufen. Wenn das Tier nicht weiß, wie es das Wasser aufnehmen kann, unterbleibt das Trinken und der Welpe wird immer ausgezehrter.

Falscher Napf

Sehr häufig spielt dann auch eine falsche Erstausrüstung mit: Der Wassernapf ist dann zu groß, so dass der Hund keine komfortable Trinkposition finden kann. Häufig kommt er dann gar nicht erst zum Durst löschenden Nass.

Wenn der Hundehalter dieses Problem nicht erkennt, kommt er häufig zu dem falschen Schluss, dass das Tier das Trinken verweigern würde. In Wahrheit möchte der Welpe dann trinken, kann es aber leider nicht.

Es ist auch möglich, dass der Wassernapf den Vierbeiner erschreckt: Metall-Modelle können so beispielsweise ziemlich klappern, der Welpe kriegt dann schnell Angst und macht einen großen Bogen um seine Tränke.

Nebenwirkung einer Impfung

In seltenen Fällen verweigern Hunde auch die Flüssigkeitsaufnahme, wenn sie nach einer Impfung vom Tierarzt kommen.

Dann liegt meistens eine allergische Reaktion auf einen Impfstoff vor. Neben Verweigerung von Flüssigkeit und fester Nahrung treten dann auch häufig Müdigkeit, Verhaltensauffälligkeiten und weitere Symptome auf, die eher auf einen Infekt schließen lassen würden.

Das bedeutet aber nicht, dass ich dir davon abraten möchte, den Hund impfen zu lassen – im Gegenteil, die Vorteile überwiegen absolut und können deinem Liebling insbesondere in jungen Jahren das Leben retten!

Krankheiten & Magen-Darm-Probleme

Wie Menschenkinder sind auch junge Hunde besonders anfällig für Infekte. Teilweise sind diese “Kinderkrankheiten” sogar sinnvoll, helfen sie doch, das noch wenig ausgeprägte Immunsystem aufzubauen.

Wenn sich ein Welpe schlapp fühlt, schläft er oft noch einmal deutlich mehr als gewohnt. Er hat dann oft auch kaum Lust, zu trinken, wodurch der Flüssigkeitshaushalt gestört wird. Charakteristisch für diese Ursache ist, dass sie plötzlich auftritt. Oft hat der Welpe vorher gut getrunken, es ist aber auch möglich, dass das Tier bereits angeschlagen vom Züchter kommt.

Sehr häufig sind bei Jungtieren Magen-Darm-Probleme anzutreffen, bei denen sehr viel Flüssigkeit verloren wird. Das liegt daran, dass die Verdauung von Welpen sehr schnell irritiert werden kann, es gibt kaum ein Hundekind, das nicht einmal unter Brechreiz und/oder Durchfall leidet. Auch Parasiten wie Würmer können hierfür verantwortlich sein.

Auch viel Durst möglich

Allerdings ist auch das Gegenteil möglich: Viele Welpen reagieren auf Infekte mit einem erhöhten Durstgefühl, auch dann solltest Du daran denken, dass eine Erkrankung mit im Spiel sein könnte.

Was kann ich tun, wenn der Welpe nicht trinken will?

Wenn der Welpe nicht ausreichend trinkt, solltest Du dies auf jeden Fall ernst nehmen. Ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt kann insbesondere in jungem Alter schnell zum Notfall werden.

Gefährliche Situation

Gewöhnlich halten es Hunde etwa sechs Tage ohne Flüssigkeit aus, wobei der Zeitraum unter verschärften Bedingungen wie Hitze auch kürzer sein kann.

Welpen hingegen sind schon deutlich schneller dehydriert: Ihr kleiner Körper braucht eine ständige Wasserzufuhr – ist diese nicht gegeben, kann die Situation schnell lebensbedrohlich werden. Immunsystem und Organfunktionen sind dann in Gefahr, auch Spätfolgen sind möglich.

Häufige Symptome bei Flüssigkeitsmangel

  • Müdigkeit & apathisches Verhalten
  • Nervosität, nach hinten gestellte Ohren, Lecken der Schnauze
  • Erhöhte Körpertemperatur
  • Trockene Schnauze & Maul
  • Hund lässt wenig Wasser, Urin hat starken Gelbton
  • Haut ist faltiger als üblich.

Napf wechseln

Häufig hat es sich bei Welpen bewährt, auf einen kleineren, tieferen Wassernapf auszuweichen. Sollte der kleine Vierbeiner sich vor dem massiven Modell ängstigen, sind auch andere Materialien wie Plastik oder Gummi empfehlenswert.

Für Hundekinder völlig ausreichend sind häufig gut zugängliche, eher kleine Reisenäpfe. Diese kannst Du auch unterwegs mitnehmen, so dass das Tier jederzeit ein Trinkangebot hat. Manche Hundehalter haben auch mit speziellen Trinkbrunnen gute Erfahrungen gemacht.

Aus der Hand oder Flasche trinken lassen

Wenn dein Welpe sehr misstrauisch ist, kann es auch hilfreich sein, ihn aus deiner Hand trinken zu lassen. Direkt nach der Ankunft kann es auch sein, dass ein Saugflaschen-Set die bessere Wahl ist.

Eine Dauerlösung sollte das zwar auf keinen Fall sein, zu Beginn ist es aber deutlich besser, als den jungen Hund dehydrieren zu lassen.

Wechsel auf andere Futterart

Sollte dein Welpe Trockenfutter bekommen und sehr “trinkfaul” sein, kann es durchaus besser sein, auf Feuchtnahrung umzusteigen. Nassfutter hat einen sehr hohen Flüssigkeitsgehalt, der – je nach Sorte – meistens zwischen 60 und 80 Prozent liegt.

Wenn der Hund Appetit hat, wird er so während des Fressens hydriert. Auf Dauer ist das allerdings noch nicht ausreichend, Du musst ihn also weiterhin zum Trinken animieren.

Solltest Du bei Trockenfutter bleiben wollen, kann auch kaltgepresstes oder halbfeuchtes Hundefutter eine gute Alternative sein, da dieses nicht unnötig Wasser aufsaugt. Mehr zum Thema kannst Du auch hier finden.

Wasser “anreichern”

Weiterhin haben Welpenhalter auch gute Erfahrungen damit gemacht, das Trinkwasser zumindest zeitweise etwas “anzureichern”, um es für den jungen Vierbeiner spannender und manchmal auch nahrhafter zu machen.

Hierzu gehören u.a.:

  • Trockenfutter in Wasser aufweichen
  • Etwas Leckeres, wie ein paar Stückchen Leberwurst oder Obst im Wasser verstecken
  • Ein kleines Spielzeug oder ein anderes interessantes Objekt im Napf platzieren, der Hund muss dann trinken, wenn er es mit dem Maul aufnehmen will
  • Bei drohender Dehydrierung kann das Wasser auch mit Elektrolyten gemischt werden.

Spritze für schwierige Fälle

Wenn der Hund bereits starke Austrocknungs-Symptome zeigt, solltest Du auf jeden Fall zum Tierarzt. Eine schnelle, aber auch rabiate, Maßnahme kann es dann sein, dem Hund Wasser in den Schlund zu spritzen.

Hierfür brauchst Du eine Spritze ohne Nadel. Bitte beachte aber, dass so eine Keule nur herausgeholt werden darf, wenn akuter Behandlungsbedarf besteht. Weiterhin muss der Welpe unbedingt bei Bewusstsein sein, ansonsten könnte er schnell ersticken.

Wann & wie oft muss ein Welpe trinken?

In den ersten Lebensmonaten sind Welpen ständig neuen Eindrücken ausgesetzt und weisen schon früh ein sehr hohes Aktivitätslevel auf. Das alles können die kleinen Vierbeiner nur mit viel Flüssigkeit bestreiten, sie gehört daher zur Ernährung genauso dazu wie das Futter.

Faustregel für die benötigte Flüssigkeitsmenge

Eine Faustregel lautet dabei, dass ein Hund etwa 50 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht braucht.

  • Ein acht Wochen alter Golden Retriever, der gewöhnlich zwischen 7 und 9 Kilogramm wiegt, braucht so in etwa 350 bis 450 Milliliter Wasser am Tag.
  • Ein ebenso alter Chihuahua, der lediglich 800 Gramm auf die Waage bringt, müsste hingegen lediglich um die 40 Milliliter bekommen.

Höherer Bedarf bei extrudiertem Trockenfutter

Wenn dein Liebling extrudiertes Trockenfutter bekommt, solltest Du ihm am besten etwas mehr Wasser gönnen. Die Kroketten binden nämlich Flüssigkeit, die dem Tier dann im Körper nicht mehr ohne Weiteres zur Verfügung steht.

Wetterlage & Aktivitätslevel sind wichtig

Die oben genannte Faustregel ist als Mindest-Richtwert zu verstehen, von dem gegebenenfalls auch abgewichen werden muss.

  • Ein Junghund, der sehr sportlich ist und sich viel bewegt, kann so deutlich mehr Wasser benötigen.
  • Ähnliches gilt an sehr heißen Tagen: Die Tiere brauchen dann nicht nur Wasser, um ihren Durst zu stillen, sondern auch, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Dies geschieht vornehmlich, indem Hunde Wasser trinken und anschließend hecheln. Bei zu wenig Flüssigkeit droht schnell ein Hitzschlag.

Wassernapf sollte den ganzen Tag gut gefüllt sein

Viele Hundeexperten raten dazu, den Tieren feste Fütterungszeiten zu bieten und auf jederzeit verfügbares Futter lieber zu verzichten. Bei Flüssigkeit sieht es hingegen anders aus: Wasser ist ein Grundbedürfnis, gleichzeitig aber auch kalorienarm. Der Wassernapf sollte daher immer gut gefüllt sein, so dass sich der Welpe jederzeit bedienen kann.

In jungem Alter ist es für die Hundekinder besonders wichtig, breit verteilt zu trinken, da der Körper so nicht überfordert wird. Gleichzeitig lernen sie so auch, ihre Blase besser zu kontrollieren.

Muss ein Welpe auch nachts trinken?

Generell reicht es aus, wenn ein Welpe den ganzen Tag über Wasser zu sich nimmt. Während der Nachtruhe muss er also nichts trinken. Damit der junge Vierbeiner nicht zum “Bettnässer” wird, ist es empfehlenswert, die letzte Flüssigkeitsaufnahme ungefähr eine Stunde vor die übliche Schlafenszeit zu legen.

FAQs

Wie lange hält ein Welpe ohne Wasser aus?

Generell schaffen es gut versorgte erwachsene Hunde, etwa fünf bis sechs Tage ohne Wasser auszukommen, bevor es Lebensgefahr auftritt. Bei Welpen kann es aber schon deutlich früher kritisch werden: Du solltest also auf jeden Fall darauf achten, dass dein Hundekind immer genug Flüssigkeit erhält.

Was ist wenn ein Hund nicht trinkt?

Neben Krankheiten sind vor allem Nervosität und Stress dafür verantwortlich, dass Hunde die Flüssigkeitsaufnahme verweigern. Insbesondere bei Welpen können auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen, z.B. ein falsch gewählter Wassernapf.

Wie merke ich, dass mein Hund dehydriert?

Wenn ein Hund kritisch dehydriert ist, schläft er meist deutlich mehr und ist eher apathisch. Maul, Schnauze und Schleimhäute wirken trocken, die Haut wird faltig. Auch Fieber und nervöses Verhalten werden dann häufig beobachtet.

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.