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Wie oft sollte man einen Hund füttern?

Die Frage, wie oft ein Vierbeiner jeden Tag gefüttert werden sollte, ist ein ständiges Diskussionsthema unter Hundehaltern. Ein Patentrezept gibt es dabei nicht, je nach Tagesablauf, Rasse und gesundheitlicher Verfassung des Vierbeiners kann eine andere Lösung besser geeignet sein.

Allerdings gibt es schon einige Grund- und Faustregeln, die sich in der Tiermedizin und unter Hunde-Ernährungsberatern etabliert haben. Im Folgenden findest Du mehr zum Thema.

Häufig gewählte Fütterungszeiten

Die meisten Hundehalter füttern ihren Liebling ein bis drei Mal täglich. Die genaue Menge, die ideal ist, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab.

Einmal täglich: Absolutes Minimum

Sehr einfach ist es, dem Hund nur einmal täglich eine Mahlzeit zu geben. Für die meisten ausgewachsenen Tiere, die keine Verdauungsprobleme und ein normales Fressverhalten aufweisen, ist dies im Regelfall auch empfehlenswert: Ihr Magen ist dann dehnbar genug, um auch eine Tagesration ohne Probleme halten und verdauen zu können.

Sehr ratsam ist es dabei, den Hund ungefähr zur Mittagszeit zu füttern: Einerseits stört er so den Rest der Familie weniger bei ihrer Mahlzeit, andererseits hat er so den Rest des Tages und auch die Nacht, um den mit viel Futter gefüllten Napf dann auch zu verdauen. Nach dem Fressen kann er so dann meistens auch einen Mittagsschlaf halten.

In manchen Fällen ist eine Mahlzeit pro Tag dann aber weniger empfehlenswert: Wenn der Hund tagsüber viel alleine sein muss, kann es unmöglich sein, das Tier zu einer angemessenen Zeit zu füttern. Auch sehr aktive Hunde, die morgens oder abends viel unterwegs sind, haben mehr verfügbare Energie, wenn sie zu Tageszeiten gefüttert werden, die ihrem Bewegungsprofil entsprechen.

Auch bei Diäten muss gefüttert werden

Auch wenn dein Hund auf Diät ist, weil er abnehmen muss, ist eine regelmäßige Fütterung Pflicht: Nur so hat er genug Energie, um überschüssige Pfunde auch verbrennen zu können. Allerdings solltest Du dann die Futtermenge anpassen bzw. auf spezielle “Light” oder “Diät” Mischungen setzen.

Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag: Für manche Hunde sehr empfehlenswert

Die Alternative zur Einmal-Fütterung sind zwei oder sogar drei Mahlzeiten pro Tag. Meistens bedeutet dies dann ein Frühstück und ein Abendessen für den Vierbeiner, in manchen Fällen kommt auch ein Mittagstisch hinzu.

Wenn dein Vierbeiner tagsüber allein sein muss oder morgens bzw. abends viel Sport macht, ist dieser Rhythmus sehr praktisch. Empfohlen werden mehrere Fütterungen aber auch für Hunde, die eine eher schwierige Verdauung haben oder sogar zu Magendrehungen neigen. Tiere, die zum Schlingen neigen, sollten ebenfalls mehrmals täglich gefüttert werden.

Wichtig ist dabei, dass die tägliche Fütterungsmenge über den Tag verteilt wird. Das musst Du auf jeden Fall beachten, denn wenn der Hund über einige Zeit mehr bekommt, als er braucht, wird er ziemlich schnell Übergewicht ansetzen.

Mehr Fütterungen: Für Welpen notwendig, ansonsten nur in Spezialfällen

Generell herrscht unter Experten Konsens, dass Hunde zwischen ein und drei Mahlzeiten bekommen sollten. Es gibt aber einige Ausnahmen von der Regel, die es zumindest zeitweise notwendig machen, den Napf etwas öfter zu füllen:

  • Welpen befinden sich noch im Wachstum und haben dementsprechend einen kleineren Verdauungsapparat, zudem ist der Magen noch nicht so dehnbar wie bei ausgewachsenen Tieren. Sobald der kleine Vierbeiner von Milch auf Festnahrung umgestellt wird, sollte er deshalb eher vier kleine Mahlzeiten täglich bekommen. Etwa ab dem 6. Lebensmonat – bei größeren Rassen auch etwas später – kannst Du diese dann langsam auf den Erwachsenen-Rhythmus herunterfahren.
  • Hunde, die wegen chronischer bzw. akuter Verdauungsprobleme oder z.B. einer Bachspeicheldrüsenentzündung auf Schonkost gesetzt wurden, müssen ebenfalls deutlich häufiger gefüttert werden. Ansonsten wäre der Verdauungstrakt schnell überlastet – Bissen für Bissen ist dann die beste Wahl.

Nulldiät ausschließlich aus medizinischen Gründen

Einige Hundehalter nutzen das Füttern leider auch als Erziehungsmaßnahme: Wenn der Vierbeiner sich ihrer Meinung nach schlecht benommen hat, schicken sie ihn dann z.B. “ohne Abendbrot ins Bett.”

Vielleicht kennen viele, die dies beherzigen, eine derartige Disziplinarmaßnahme noch aus ihrer Kindheit, aber auch bei Menschen wird so etwas nicht mehr empfohlen. Bei Hunden kommt erschwerend hinzu, dass die Vierbeiner keine Verbindung zwischen Fehlverhalten und Bestrafung aufbauen können – das Benehmen ändert sich also nicht, stattdessen leiden Körper und Psyche.

Eine Nulldiät sollte deshalb nur auf tierärztlichen Rat erfolgen, z.B. bei einer akuten Pankreatitis oder Durchfall. Auch dann muss sie sehr begrenzt sein, bei kleinen Hunden werden meistens maximal 12 Stunden empfohlen, größere Hunde sollten maximal 24 Stunden ohne Futter auskommen.

Wann sollte man Futter geben?

Der Fütterungs-Rhythmus unterscheidet sich allerdings von Haushalt zu Haushalt: Manche Hundehalter setzen auf feste Fütterungszeiten für ihren Liebling, andere variieren lieber. Besonders bei Trockenfutter gibt es auch einige Tierfreunde, die den Napf ständig gefüllt lassen – der Vierbeiner kann so wählen, wann und wie viel er frisst.

Alle diese Darreichungsarten haben ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Feste Fütterungszeiten: Für viele Vierbeiner die beste Wahl

Für die meisten Hunde sind feste Fütterungszeiten die beste Wahl: 

Die Vierbeiner sind schließlich Gewohnheitstiere, ihre innere Uhr bereitet sich mit der Zeit automatisch darauf vor, dass es gleich etwas zu fressen gibt: Anders als wir Menschen produzieren Hunde nämlich nur Magensäure, wenn sie eine Mahlzeit erwarten – ein Überbleibsel aus der wilden Zeit des Wolfes, in der die Tiere nur sehr unregelmäßig fraßen, dafür dann aber sehr ausgiebig.

Wenn Du es zeitlich einrichten kannst, ist es deshalb sehr ratsam, auf feste Termine Wert zu legen.

Futter zur freien Verfügung: In Ausnahmefällen sinnvoll

Manchmal findet man aber auch Futternäpfe, die immer gefüllt sind: In Ausnahmefällen kann dies sogar sinnvoll sein, z.B., wenn der Hund viel Zeit alleine verbringen muss und gesunde Ess-Manieren hat, also z.B. nicht zum Schlingen neigt.

Allerdings ist diese Darreichungsform nicht immer optimal: Aus hygienischen Gründen eignet sie sich eigentlich nur für Trockenfutter, weiterhin besteht die Gefahr, dass das Tier seinen Napf gegen “Eindringlinge” verteidigen möchte und so unerwünschtes, starkes Territorialverhalten zeigt.

Weiterhin bist Du dann sehr gefordert, weil Du die Futterrationen gut berechnen musst, um Übergewicht zu vermeiden.

Rhythmus kann auch variiert werden

Gelegentlich kann es aber auch hilfreich sein, den Fütterungsrhythmus etwas zu variieren:

Wenn Du nicht in der Lage bist, ihm wirklich jeden Tag zur selben Uhrzeit Nahrung zu geben, z.B., weil Du dich manchmal auf dem Nachhauseweg verspätest, ist es z.B. eine gute Idee, den Hund die “innere Uhr” nicht absolut exakt einstellen zu lassen. Dann könnte eine verfrühte Magensäureproduktion nämlich auch zu Aufstoßen und schließlich zu einer Magenübersäuerung führen.

Auch das Futter an sich ist wichtig

Bei den Zeiten kann aber auch das Futter an sich eine Rolle spielen. Manche Sorten sind besser verdaulich und können deshalb einfacher mit einer Mahlzeit aufgenommen werden als andere.

Wenn Du mehr zu dem Thema wissen willst, solltest Du dir auch diese Hundefutter Tests & Empfehlungen ansehen.

FAQs

Wie viele Mahlzeiten für den Hund?

Erwachsene, gesunde Hunde sollten gewöhnlich ein bis zweimal täglich gefüttert werden, maximal sind drei Fütterungen empfehlenswert.

Welpen und adulte Hunde mit Verdauungsproblemen, die Schonkost bekommen, brauchen hingegen mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag. Eine Nulldiät sollte nur aus medizinischen Gründen und dann auch nur über einen sehr kurzen Zeitraum verordnet werden, als Erziehungsmaßnahme ist sie völlig fehl am Platz.

Wann füttere ich meinen Hund am besten?

Da Hunde Gewohnheitstiere sind, hat es sich bewährt, ihnen feste Mahlzeiten, z.B. ein Mittagessen oder ein Frühstück und ein Abendbrot, zu geben. So kann der Vierbeiner seine innere Uhr einstellen und dementsprechend seine Magensäureproduktion hochfahren.

Wenn Du feste Essenszeiten nicht hundertprozentig einhalten kannst, ist es aber manchmal auch ratsam, die Fütterungszeiten etwas zu variieren, um eine Magenübersäuerung zu vermeiden. Frei verfügbares Futter zu jeder Tageszeit ist hingegen laut Experten nur im Ausnahmefall sinnvoll.

Wann Hund auf 2 Mahlzeiten umstellen?

Die meisten Hunderassen sollten ungefähr mit 5 bis 6 Lebensmonaten behutsam auf den Essensrhythmus von erwachsenen Tieren umgestellt werden. Bei sehr großen Vierbeinern, die mehr Zeit brauchen, um sich zu entwickeln, kann der Wechsel aber auch etwas länger dauern.

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.