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Futtermenge für Hunde berechnen: So geht’s

Wenn es um die optimale Ernährung von Hunden geht, kommt es nicht nur auf das richtige Hundefutter, sondern auch auf die Menge an: Wenn der Vierbeiner zu viel oder zu wenig bekommt, kann nämlich auch eine sehr hochwertige Futtersorte zu Mangelernährung oder Unter- bzw. Übergewicht führen.

Die genaue Futtermenge ist also sehr wichtig: Hierfür gibt es einige Faustregeln, die Du beachten solltest – im folgenden Artikel erfährst Du mehr dazu.

Menge abhängig von Futterart & Qualität der Nahrung

Es gibt nicht “die” richtige Futtermenge für alle Vierbeiner – sie sollte stattdessen individuell zusammengestellt werden. Denn jeder Hund hat einen anderen Bedarf, selbst Angehörige derselben Rasse müssen oftmals unterschiedlich versorgt werden.

Im Grunde ist es bei unseren tierischen Freunden dann auch nicht anders als bei uns Menschen: Wir haben schließlich auch keinen universellen Ernährungsplan.

Hinweise der Hersteller sind Empfehlungen

Ein erstes Anzeichen können die Angaben der Hersteller sein: Fast jede Sorte nennt eine ungefähre Tagesmenge, die man verfüttern sollte. Alleine darauf solltest Du dich aber auf keinen Fall verlassen: Denn bei diesen Hinweisen handelt es sich nur um Empfehlungen.

Viele Hundehalter wundern sich dann, dass ihr Liebling schwach wird oder stark an Gewicht zunimmt, obwohl sie doch eigentlich alles richtig gemacht haben. Manche dieser Empfehlungen entpuppen sich sogar in der Mehrzahl der Fälle als sehr unweise – oft wird dann eine deutlich zu hohe Futtermenge angegeben.

Auch Bewegungsprofil & Ernährungszustand des Vierbeiners spielen eine Rolle

Bei der Bemessung einer Futterration muss daher zunächst der Vierbeiner an sich im Vordergrund stehen. Unabhängig von der gewählten Sorte stehen dann zwei Kriterien im Vordergrund, nämlich

  • das Aktivitätslevel bzw. Bewegungsprofil des Hundes und
  • der allgemeine Ernährungszustand.

Hunde, die sich viel bewegen, brauchen so mehr Energie als Tiere, die sich sehr viel im Haus aufhalten. Dementsprechend ist bei sportlich aktiven Vierbeinern nicht nur ein eher hoher Protein- und Fettgehalt angebracht, sondern meistens auch eine größere Futterration, die abhängig von der Belastung gegeben werden sollten.

Ähnlich sieht es auch bei der körperlichen Verfassung aus: Bei zu gut ernährten Vierbeinern sollte die Gewichtsreduktion im Vordergrund stehen – zu viele Kilo auf den Rippen machen den Hund nämlich nicht nur träge, sondern verursachen langfristig auch Herz-Kreislauf- und Gelenkschäden. Untergewichtige Tiere – z.B. frisch adoptierte Straßenhunde oder Vierbeiner, die sich nach Krankheit auf dem Besserungsweg befinden – brauchen dementsprechend etwas mehr Futter.

Leckerli in der Hundeernährung

Fast alle Hundehalter setzen Leckerli als Belohnung ein. Das ist in Maßen auch nicht falsch, so raten auch fast alle Erziehungs- und Trainingsprogramme dazu, den Hund mit einem wohlschmeckenden Snack zu weiteren Leistungen zu animieren.

Viele unterschätzen dann aber die Kalorien, die so ein Hundekeks haben kann: In Verbindung mit einer normalen Futterration kriegt das Tier dann schnell zu viel und setzt dementsprechend Übergewicht an.

Deshalb solltest Du auf jeden Fall zählen, wie viele Leckerli dein Liebling täglich bekommt – diese Menge ziehst Du dann von der eigentlich geeigneten Futtermenge ab. Alleine auf Snacks verlassen solltest Du dich aber auch nicht, denn dabei handelt es sich um kein Alleinfuttermittel, das die Nährstoff-Bedürfnisse eines Hundes komplett abdeckt.

Rationen haben ihre Grenzen

Auf jeden Fall vermeiden musst Du Über- und Unterfütterungen. Kriegt der Hund eine zu hohe Menge, wird der Verdauungstrakt überlastet – zum Aufpäppeln ist deshalb eher ein spezielles Aufbaufutter geeignet. Zu wenig Futter oder gar eine Nulldiät hingegen würde nicht nur die Energiezufuhr kritisch einschränken, sondern wäre auf Dauer ebenfalls schädlich für Magen und Darm.

Sehr wichtig: Das Gewicht des Tieres

Wenn Du darüber nachdenkst, wie viel Du in den Futternapf gibst, musst Du auf jeden Fall das Gewicht deines Vierbeiners kennen.

Berechnung des Hunde BMI

Ersten Aufschluss kann dann der Body-Mass-Index (BMI) des Tieres geben. Dabei wird gemeinhin die Formel

BMI = (Körpergewicht in kg / 0,45) / (Schulterhöhe in cm / 2,54)

verwendet. Ein 30 Zentimeter hoher Hund, der 12 Kilogramm wiegt, käme demnach z.B. auf einen BMI von ungefähr 2,26. Das wäre dann ein gemeinhin gutes Normalgewicht, denn allgemein wird davon ausgegangen, dass ein Hund ab Werten von 2,5 etwas und ab 3 deutlich zu viel auf den Rippen hat.

Alternative: Hunde BCS

Der BMI wird allerdings auch kritisiert, weil er die individuellen Eigenschaften von Hunderassen nicht berücksichtigt. Eine Deutsche Dogge, die bei 75 Zentimeter Schulterhöhe 100 Kilogramm auf die Waage bringt, hätte beispielsweise ein sehr gesundes Gewicht, käme aber auf einen BMI von über 7, was extreme Fettleibigkeit bedeuten würde.

Als Alternative hat sich deshalb der “BCS”, kurz für “Body Condition Score”, also in etwa “Körperliche-Verfassungs-Skala”, etabliert. Diese Methode setzt weniger auf Kilozahlen, stattdessen wird der Hund vor allem anhand visueller Faktoren und dem Abtasten der Rippen kontrolliert. Dabei unterscheidet man gemeinhin zwischen

  1. Abgemagert
  2. Sehr dünn
  3. Dünn
  4. Leichtem Untergewicht
  5. Idealgewicht
  6. Leichtem Übergewicht
  7. Übergewicht
  8. Fettleibigkeit und
  9. Starker Fettleibigkeit.

Der BCS ist oft realitätsnaher als der BMI, erfordert aber einiges an Fachwissen. Ideal ist es deshalb, wenn Du deine Beobachtungen mit dem Tierarzt absprichst und auf dieser Basis einen genaueren Fütterungsplan erstellst.

Den Hund regelmäßig wiegen

Auch, wenn Du den BCS verwendest, solltest Du den Hund allerdings regelmäßig wiegen. Gewichtsverluste machen sich optisch nämlich oft nur schleichend bemerkbar – wenn Du auf der Waage eine Tendenz erkennst, kannst Du meistens schneller einschreiten und die Futtermenge entsprechend erhöhen oder kürzen.

Die einfachste Art, dies zu tun, ist wohl eine spezielle Hundewaage, die es den Vierbeinern ermöglicht, angst- und rutschfrei gewogen zu werden. Alternative wäre dann, zunächst dich zu wiegen und dies dann mit dem Hund im Arm noch einmal zu wiederholen – die Differenz beider Werte wäre dann das ungefähre Körpergewicht des Hundes.

Referenzgewichte der Rasse kennen

Sehr hilfreich kann es dann auch sein, die Referenzgewichte der Rasse zu kennen.

Diese müssen nicht unbedingt mit dem individuellen Idealgewicht deines Schützlings übereinstimmen, bei krassen Abweichungen hast Du dann aber einen guten Startpunkt, um zu wissen, wann und wie Du einschreiten musst.

Typische Futtermengen nach Art der Nahrung

Fast alle Tierärzte und Ernährungsexperten gehen davon aus, dass sowohl Nass- als auch Trockenfutter eine artgerechte und gesunde Ernährung der Vierbeiner ermöglichen kann. Das immer beliebter werdende BARF-Futter wird etwas kritischer gesehen, bei Einhaltung aller hygienischen und ernährungsphysiologischen Anforderungen stehen die Chancen aber auch diesbezüglich gut.

Fast immer wird dann dazu geraten, eine Fütterungsart “durchzuziehen”: Wenn ein Hund z.B. abwechselnd Nass- und Trockenfutter bekäme oder sogar während einer Mahlzeit Feuchtnahrung und Kroketten erhalten würde, hätte dies nämlich oft ungewünschte Konsequenzen wie Erbrechen und Durchfall – die Verdauungszeiten sind nämlich deutlich anders.

Auch die ideale Futtermenge hängt davon ab, auf welche Art dein Vierbeiner ernährt wird.

Trockenfutter

Bei Trockenfutter wird generell dazu geraten, erwachsenen Hunden jeden Tag etwa 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts zu geben. Ein 20 Kilogramm schwerer Vierbeiner bräuchte dementsprechend z.B. etwa 400 bis 600 Gramm Kroketten.

Aufgrund der praktischen Eigenschaften wird Trockennahrung häufig zum freien Verzehr gereicht. Jeden Morgen wird der Napf dann mit der Tagesration gefüllt, die der Hund dann so fressen soll, wie er will. Das kann gut gehen, aber auch zu Problemen führen, denn manche Hunde können sich ihr Futter nicht einteilen und fressen dann sehr schnell sehr viel. Die meisten Experten raten deshalb dazu, feste Futterzeiten einzuführen, und zwar ein bis drei Mal täglich.

Nassfutter

Trockenfutter sind vergleichsweise sparsam dosierbar, weil sie meistens sehr energiehaltig sind: Die meisten Sorten enthalten so auch eine große Menge an Kohlenhydraten in Form von Getreide oder anderen Quellen wie Kartoffeln oder Süßkartoffeln. Manchen Tierfreunden gefällt das weniger, die meisten Experten sind aber der Ansicht, dass Hunde mit so einer Zusammensetzung gut klarkommen.

Wenn Du Nassfutter wählst, kriegen die Hunde meistens mehr Frischfleisch, dafür aber auch kaum Kohlenhydrate. Dementsprechend brauchen sie etwas mehr davon als bei Kroketten – im Normalfall werden zwischen 2,5 bis 3,5 Prozent empfohlen.

Ein Hund, der 20 Kilogramm wiegt, bräuchte dementsprechend 500 bis 700 Gramm Feuchtnahrung pro Tag. Aus hygienischen Gründen sind dann feste Fresszeiten eigentlich Pflicht – ein mit Nassfutter allein gelassener Hund könnte schnell sehr viel Dreck hinterlassen.

BARF Hundefutter

Beim BARFen ist die richtige Futtermenge um einiges individueller und kann von Tag zu Tag unterschiedlich sein. Anders als bei Nass- und Trockenfutter wird schließlich Frischware verwendet, hier ist Abwechslung auf dem Speiseplan dann sogar gewünscht.

Im Durchschnitt wird dann davon ausgegangen, dass der Vierbeiner jeden Tag etwa 2 bis 3 Prozent seines Körpergewichts bekommen sollte. Wenn der Hund für eine Fütterung ausschließlich Muskelfleisch erhält, sollte die Menge dann z.B. eher klein sein, ein Tag mit vielen fettarmen und mineralstoffreichen Innereien hingegen rechtfertigt eine etwas ausgiebigere Ration.

Auf jeden Fall solltest Du bei BARF Speiseplänen darauf achten, dass der Hund wirklich ausgewogene Menüs bekommt. Das bedeutet, dass er

  • Muskelfleisch
  • Innereien
  • Knochen bzw. Knorpel und
  • pflanzliche Nährstoffe wie Kräuter, Obst und Gemüse

bekommt. Solltest Du deinem Hund jeden Tag z.B. 3 Prozent seiner Körpergewichts an reinem Fleisch geben, würde er nicht nur sehr schnell Übergewicht ansetzen, sondern auch Nährstoffmängel aufweisen, da es viele Vitamine und Mineralien gibt, die nur mit ausreichend Innereien, Knochen und pflanzlichen Zutaten ausreichend zugeführt werden können.

Welpen Hundefutter

Hunden im Wachstum sollte nach Abschluss der Säuglingsphase auf jeden Fall spezielles Welpenhundefutter gegeben werden – Erwachsenennahrung hätte nämlich beispielsweise viel zu wenig Kalzium, um eine optimale körperliche und geistige Entwicklung zu ermöglichen.

Weiterhin brauchen Welpen im Verhältnis zu ihrer Größe auch deutlich mehr Futter. Rassen, die erwachsen klein bis mittelgroß werden, sollten so pro Tag je nach Wachstumsphase 6 bis 10 Prozent ihres derzeitigen Körpergewichts bekommen, größere Rassen hingegen etwa zwischen 4 und 6 Prozent.

Da der Verdauungstrakt der Hundekinder noch nicht voll belastbar ist, musst Du die Futtermenge auf mehr Mahlzeiten aufteilen als bei erwachsenen Tieren.

Senior Hundefutter

Senioren – davon spricht man im Allgemeinen, wenn der Vierbeiner ungefähr das letzte Viertel seiner Lebenserwartung erreicht hat – bewegen sich hingegen immer seltener und langsamer. Das bedeutet nicht, dass das Tier dann keinen schönen Lebensabend genießen kann, er braucht lediglich deutlich mehr Ruhepausen.

Aufgrund des sinkenden Aktivitätslevels muss dann auch die Futtermenge reduziert werden. Würde sie beibehalten werden, könnte das nämlich schnell zu Übergewicht führen, welches die Lebenserwartung unter Umständen verkürzt.

In den meisten Fällen wird davon ausgegangen, dass ein älterer Hund etwa 20 bis 25 Prozent weniger Energie braucht als ein Tier, das in der Blüte seines Lebens steht. Dementsprechend kannst Du die Ration etwas – aber nicht zu sehr – verkleinern. Alternativ gibt es auch spezielles Senior Hundefutter, das kalorienreduziert ist und oft wichtige, altersgerechte Zusätze wie mehr Antioxidantien oder gelenkfördernde Substanzen enthält.

Trinken nicht vergessen

Egal, welches Futter Du wählst: Der Hund muss auf jeden Fall auch ausreichend trinken. Der Wassernapf sollte deshalb immer gefüllt sein.

Die Relevanz der Qualität von Hundefutter

Das sind alles allerdings nur Richtwerte. Wie viel Futter dein Hund wirklich braucht, hängt nicht nur von den individuellen Voraussetzungen des Tieres ab, sondern auch vom Hundefutter an sich.

Denn Ernährung ist viel mehr als nur das Zählen von Kalorien. Es kommt auch auf die Qualität an.

Zusammensetzung & Nährwert machen sehr viel aus

So solltest Du unbedingt auf die Zusammensetzung des Futters und seinen Nährwert achten. Hier hilft eine möglichst lückenlose, transparente Deklaration der Zutaten.

Sehr hochwertige Hundefutter enthalten dann fast ausschließlich Teile, die vom Körper des Vierbeiners auch gut verwertet werden können. Eher minderwertige Sorten hingegen enthalten oft Füllstoffe, die zwar satt machen, dem Hund ansonsten aber nicht sonderlich weiterhelfen.

Das kann den Futterbedarf dann sehr stark beeinflussen: Wenn ein Vierbeiner von einer minderwertigen Ware auf Top-Nahrung umgestellt wird, sinkt der Tagesbedarf oft deutlich, auch die Verdauung wird langfristig meistens besser.

Vergleichen lohnt sich

Deshalb solltest Du nicht blind kaufen, sondern vor der Bestellung gut vergleichen: Es ist nämlich gut möglich, dass Du von einem vermeintlichen Preisbrecher so viel verfüttern musst, dass ein teureres, aber besseres und ergiebigeres Futter sich auf Dauer auch wirtschaftlich lohnt.

Sehr viel Hilfe beim Vergleichen kann dir dann diese Übersicht der besten Hundefutter Tests & Empfehlung bieten.

FAQs

Etwa 20 bis 40 Gramm

Je nach Futtersorte und -art sollte ein Hund jeden Tag etwa 2 bis 4 Prozent seines Gesamtgewichts bekommen. Das bedeutet, dass er pro Kilogramm etwa 20 bis 40 Gramm braucht – ein 10 Kilogramm schwerer Vierbeiner sollte so z.B. etwa zwischen 200 und 400 Gramm Futter bekommen.

Dies ist allerdings nur Richtwerte, die in der Praxis auch deutlich abweichen können: Ein sehr aktiver Gebrauchs- oder Sporthund kann bei sehr viel Belastung z.B. auch mehr Futter brauchen.

Je nach Größe und Alter zwischen 4 und 10 Prozent

Der Futterbedarf für einen Welpen hängt stark vom Alter und der Größe des Hundes ab:

  • kleine Rassen brauchen etwa 6 bis 10 Prozent ihres Körpergewichts, ein 800 Gramm schwerer Welpe sollte so etwa 50 bis 80 Gramm Futter
  • Hunde, die später groß oder sehr groß werden, wachsen langsamer und brauchen deshalb weniger Futter. Meist werden 4 bis 6 Prozent des Gesamtgewichts empfohlen.

Generell sollte ein Hund nicht mehr als 3,5 Prozent seines Körpergewichts an Nassfutter bekommen. Ansonsten droht nicht nur Übergewicht, auch die Verdauung des Vierbeiners kann überfordert werden.

Sollte der Vierbeiner einen hohen Energiebedarf haben oder aufgepäppelt werden müssen, ist es ratsam, die Futtermenge nicht zu sehr zu erhöhen, sondern stattdessen auf spezielles Performance- oder Aufbaufutter zu setzen.

Weiterführende Studien & Infos:

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.