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Barfen für Anfänger

Immer mehr Hundefreunde setzen auf die Barf Futter Philosophie. Mit rohem Fleisch und hochwertigem Obst und Gemüse soll der Speiseplan des Wolfes so weit wie möglich nachgeahmt werden, was für den Vierbeiner sehr gesund sein soll.

Wenn auch Du dich für Barfen interessierst, hast Du wahrscheinlich viele Fragen. Denn besonders zu Beginn wirkt das Thema doch etwas kompliziert. Damit Du trotzdem den Überblick behältst, habe ich für dich diesen “Barfen für Anfänger” Leitfaden zusammengestellt.

Barf: Natürliche Ernährung frei nach dem Speiseplan des Wolfes

Der Begriff “Barf” ist ein Akronym, das im Deutschen meist als “Biologisch angemessene Rohfütterung” verstanden wird. Die dahinter stehende Philosophie hat sich bereits etwa seit den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts entwickelt, seit den neunziger Jahren entwickelt sie sich immer mehr zu einer Massenbewegung unter naturbewussten Hundehaltern.

Im Zentrum der Überlegungen steht dabei die Ablehnung von industriell produziertem Fertigfutter, gleichzeitig wird der Speiseplan des Wolfes als Vorbild gesehen: Die wilden Vorfahren der Haushunde – beide Arten teilen immer noch ca. 99 Prozent ihrer DNA miteinander – ernähren sich vor allem von erbeutetem Frischfleisch sowie aufgelesenem Obst und Gemüse.

Vor dem Barfen: Grünes Licht vom Tierarzt einholen

Barfen ist für die meisten Hunde eine gute, unbedenkliche Alternative zu Fertigfutter. Allerdings nicht für alle – bei bestimmten gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist Spezialnahrung z.B. eigentlich Pflicht. Deshalb solltest Du vor dem Beginn der Barf Fütterung auf jeden Fall zum Tierarzt gehen, grünes Licht einholen und den Ernährungszustand des Vierbeiners regelmäßig überprüfen lassen.

Die wichtigsten Bestandteile einer Barf Ernährung

Wenn Du dich fürs Barfen entscheidest, solltest Du den Speiseplan ganz genau planen und dich auch in die Ernährungslehre für Hunde einlesen.

Viele “Anfängerfehler” können nämlich schnell in Mangelerscheinungen münden: Wer dem Hund z.B. ausschließlich Fleisch zu fressen gibt, riskiert, dass der Hund nicht nur Verdauungsprobleme bekommt, sondern auch zu wenig Vitamine und Mineralstoffe aufnimmt – darunter leiden häufig Knochen- und Muskelapparat, Immunsystem und auch der Energiehaushalt.

Deshalb ist es sehr wichtig, die genauen Bestandteile einer guten Barf Ernährung zu kennen.

Frisches Fleisch

Wichtigster Inhalt einer Barf Diät ist das Fleisch. Gewöhnlich wird es roh verfüttert und ist wichtigster Energie- und Nährstofflieferant des Hundes.

Dabei solltest Du allerdings darauf achten, nicht ausschließlich Muskelfleisch zu verwenden: Um den Hund ohne künstliche Zusätze ernähren zu können, sind auch Innereien sehr wichtig.

Knochen und Knorpel für natürliche Nährstoffversorgung

Knochen sind viel mehr als “nur” Beschäftigung und Gebiss-Therapie für den Vierbeiner: Sie erhalten auch wichtige Nährstoffe, besonders für die natürliche Mineralien-Versorgung sind sie eigentlich unabdingbar. Auch knorpelhaltige Fleischteile gehören in diese Gruppe.
Erwachsene Tiere können auch ganze Knochen bekommen. Sehr beliebt und einfach fressbar ist aber auch gewolftes Fleisch mit Knochen und Knorpeln.

Größe der Knochen ist wichtig

Wenn Du ganze Knochen gibst, sollten möglichst groß sein und zum Hund passen. Zu kleine oder dünne Knochen können nämlich splittern, was u.a. zu Schluckbeschwerden/Erstickungsgefahr, Verstopfungen und Verletzungen im Magen-Darm-Trakt führen kann.

Obst & Gemüse u.a. für Vitamine, Mineral- & Ballaststoffe

Zweite wichtige Futtergruppe sind die pflanzlichen Bestandteile: Manche Nährstoffe sind in Fleisch kaum oder gar nicht vorhanden – ein Hund braucht immer auch Obst und Gemüse, um ausreichend Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Ballaststoffe zu bekommen.

Das deckt sich auch mit dem Speiseplan des Wolfes: Nicht nur liest er gerne Früchte auf, er ernährt sich auch mit Vorliebe vom Mageninhalt seiner Beutetiere. Dieser besteht zu größten Teil aus bereits vorverdauten Pflanzen.

Aber Vorsicht: Nicht alle pflanzlichen Futterquellen sind auch für die Vierbeiner geeignet: Einige sind eigentlich immer gefährlich, andere müssen vor der Fütterung auf jeden Fall entsprechend zubereitet werden. Einen Überblick über Obst für Hunde kannst Du hier finden, entsprechende Infos über Gemüse hier.

Kohlenhydrate als Barf Bestandteil?

Eher umstritten sind Kohlenhydrate als Bestandteil eines Barf Menüs: Der Wolf kommt praktisch vollständig ohne sie aus. Allerdings liefern sie auch viel kurzfristig verfügbare Energie, was besonders aktiven Hunden und Welpen zugute kommt.

Viele Hundehalter setzen deshalb auch beim Barfen auf Kohlenhydrate. Eher selten wird Getreide verwendet, auch, weil viele Tiere mit der Zeit unverträglich auf die reagieren. Deutlich beliebter sind gekochte/gegarte getreidefreie Quellen wie Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Pseudogetreide wie Quinoa oder Amaranth und Süßkartoffeln.

Schädlich sind Kohlenhydrate für den Hund übrigens nicht: Eine DNA Studie hat ergeben, dass der Körper der domestizierten Vierbeiner in den Jahrtausenden Trennung vom Wolf eine ausgeprägte Stärketoleranz entwickelt hat.

Milchprodukte & Ei

Neben Fleisch sind auch Milchprodukte und Eier tierische Komponenten, die häufig fürs Barfen verwendet werden. Sie enthalten viele Vitamine und Mineralien, sollten aber mit Vorsicht gegeben werden:

Ei kann in zu großen Mengen ein ziemlicher Dickmacher sein, den Cholesterinhaushalt durcheinanderbringen und die Biotin-Aufnahme hemmen, Laktose wird von Hunden deutlich schlechter vertragen als von uns Menschen.

Deshalb solltest Du es in Maßen geben. Bei Milchprodukten lohnen sich zudem laktosefreie Sorten und leicht verdauliche Varianten wie Quark, Naturjoghurt und Hüttenkäse.

Sinnvolle, natürliche Ergänzungen

Weiterhin sollten auch einige natürliche, sinnvolle Ergänzungen auf dem Speiseplan stehen: Besonders wichtig sind hier tierische und pflanzliche Öle wie Raps-, Fisch- Sonnenblumen- oder Leinöl.

Bei einigen Rassen sind auch speziellere Nahrungsergänzungsmittel natürlicher Art angebracht: Bei Hunden, die genetisch oder aus Altersgründen zu Gelenkbeschwerden neigen, kann z.B. Grünlippmuschel sehr hilfreich sein.

Ideal: Eine tierische Proteinquelle pro Mahlzeit

Generell gehen Experten davon aus, dass eine tierische Eiweißquelle pro Mahlzeit ideal ist. Monoprotein Futter erleichtert dem Verdauungstrakt die Arbeit, besonders bei sensiblen Hunden ist es deshalb eine gute Option. Das bedeutet aber nicht, dass Vielfalt tabu wäre: So kannst Du dem Hund z.B. einen Tag Geflügel füttern und den nächsten Tag Rindfleisch.

Wo stecken welche Nährstoffe drin?

Jeder Hund braucht einen ausgewogenen Speiseplan, der idealerweise den kompletten Nährstoffbedarf abdeckt. Beim Barfen kann das eine große Herausforderung sein, schließlich kann man sich, wenn man es ernst meint, nicht auf künstliche Vitamin- oder Mineralzusätze aus der Dose verlassen.

Deshalb sollte man schon wissen, welche Nährstoffe in welchen Zutaten enthalten sind.

Proteine & Fett für Energieversorgung und Körperfunktionen

Die Energieversorgung wird beim Barfen vor allem durch Proteine und Fette hergestellt. Bei der Bedarfsfeststellung spielen besonders Alter und Aktivität des Hundes eine große Rolle:

  • Sehr aktive Hunde und Welpen brauchen meist sowohl sehr viele Proteine als auch Fette
  • Bei normal aktiven Hunden solltest Du auf einen ausgeglichenen Gehalt achten
  • Hunde mit Übergewicht brauchen mageres Futter mit vielen Proteinen, damit sie mit viel Bewegung Fett verbrennen können
  • Senioren und wenig aktive Tiere sollten hingegen mit einem leicht reduzierten Protein- und Fettgehalt gefüttert werden.

Fleisch stellt hier die wichtigste und auch wirksamste Quelle dar. Weiterhin können auch Pflanzen und Ei Proteine liefern.

Vitamin A für Augen und Knochen

Vitamin A wird vom Hund vor allem für die Entwicklung/Aufrechterhaltung der Sehkraft und für den Knochenbau benötigt. Es kann auch in Form von Beta-Carotin aufgenommen werden, dann wird es im Körper zum Vitamin umgewandelt.

Besonders Welpen haben einen hohen Bedarf, aber auch für erwachsene Hunde ist es sehr wichtig. Sehr gute Quellen sind vor allem

  • Leber und
  • Karotten als pflanzliche Ergänzung.

Achtung: Der Hund kann überschüssiges Vitamin A nicht ausscheiden, sondern speichert es im Körper. Wenn Du über Monate hinweg zu viel Leber fütterst, kann auch eine Überdosierung auftreten, die dann gefährlich sein kann.

B-Vitamine für Stoffwechsel, Nerven und Blutbild

Ein sehr weites Feld sind die B-Vitamine. Sie sind in erster Linie für einen ausgeglichenen Stoffwechsel, die Nerven und für das Blutbild relevant. Der Hund braucht dabei besonders

  • Vitamin B1 (Thiamin)
  • Vitamin B2 (Riboflavin)
  • Vitamin B6 (Pyridoxin) und
  • Vitamin B12 (Cobalamin).

B-Vitamine sind wasserlöslich und können vom Hund daher nicht gespeichert werden. Sie müssen also regelmäßig im Futter vorhanden sein. Vitamin B1 findet man besonders in Pansen (zu viel roher Fisch kann die Aufnahme aber auch hemmen), Vitamin B2 in Leber, Lunge und Magen. Der Vitamin B6 und B12 Bedarf kann eigentlich immer mit einer ausreichenden Gabe von Obst, Gemüse und Fleisch gestillt werden.

Vitamin D für den Knochenstoffwechsel

Extrem wichtig für Welpen, aber auch für erwachsene Hunde, ist Vitamin D bzw. D3. Es spielt eine große Rolle beim Knochenstoffwechsel, ein Mangel kann zu Brüchigkeit und besonders bei Jungtieren auch zu einer tückischen Rachitis führen.

Wir Menschen können Vitamin D indirekt durch das Sonnenlicht synthetisieren. Bei Hunden wäre das theoretisch auch möglich, das dichte Fell mindert aber die Chancen.


Deshalb muss es in anderer Form zugeführt werden. Herkömmliches Hundefutter verwendet meistens synthetisch produziertes Vitamin D, beim Barfen musst Du dich aber ausschließlich auf Nahrungsquellen verlassen.

Das besonders gut wirkende Vitamin D3 ist dann eigentlich nur in tierischen Nahrungsquellen erhältlich. Dazu gehören insbesondere Leber und Lebertran, Nieren, Fettfische und Eigelb.

Auch überschüssiges Vitamin D kann vom Körper nicht ausgeschieden werden, weshalb Du bei der Dosierung vorsichtig sein solltest.

Vitamin E für Blutgerinnung und Immunsystem

Vitamin E wiederum ist nicht nur für die Blutgerinnung wichtig, sondern auch ein Antioxidans – es bindet so freie Radikale und trägt außerordentlich zu einem gestärkten Immunsystem bei.

In tierischen Nahrungsquellen ist es kaum zu finden. Stattdessen solltest Du die Versorgung vor allem mit pflanzlichen Ölen sicherstellen.

Kalzium & Phosphor für Blut & Knochen

Besonders für Blutbild und die Entwicklung der Knochen wichtig sind Kalzium und Phosphor. Sie sind untrennbar miteinander verbunden: Zu viel Kalzium entzieht dem Hund genauso Phosphor wie zu viel Phosphor Kalzium.

Sehr wichtig ist deshalb das Verhältnis zwischen beiden Stoffen. Dieser unterscheidet sich je nach Lebensphase:

  • Welpen brauchen mehr Kalzium, der Quotient sollte hier über 1,5 liegen – auf 1,5 Prozent Kalzium sollte also z.B. 1 Prozent Phosphor kommen
  • Ausgewachsene Hunde brauchen ein bisschen weniger Kalzium, als ideal wird oft ein Wert zwischen 1,2 und 1,4 angesehen.

Fertiges Hundefutter kommt oft mit Kalziumkarbonat daher, was bei echtem Barfen keine Option ist. Stattdessen kannst Du Kalzium besonders mit Knochen und Knorpel – auch aus Geflügelhälsen oder Karkassen – füttern. Eierschalen sind ebenfalls eine gute Quelle. Phosphor kommt insbesondere in Leber vor, aber auch viel Gemüse eignet sich für die Versorgung.

Weitere Mineralien wie Kupfer, Magnesium, Mangan & Zink

Ein ausgeglichener Speiseplan enthält außerdem weitere Mineralien und Spurenelemente wie

  • Jod
  • Kupfer
  • Magnesium
  • Mangan
  • Selen oder
  • Zink.

Omega 3 & Omega 6 Fettsäuren

Für Hunde sind weiterhin ungesättigte Fettsäuren unabdingbar. Omega 3 Fettsäuren helfen beim Wachstum, halten Herz-Kreislauf in Schwung und sorgen für gute Haut und ein glänzendes Fell. Omega 6 Fettsäuren hingegen sind nicht nur für Haut und Blutgerinnung, sondern auch für die Fruchtbarkeit wichtig.

Diese Säuren können vom Hund nicht selber hergestellt werden und müssen deshalb Teil des Barf Futters sein. Als ideal wird ein Verhältnis von 4:1 angesehen, also etwa 75 Prozent Omega 3 und 25 Prozent Omega 6.

Sehr gute Omega 3 Quellen sind z.B. Fisch wie Lachs oder Fischöl. Omega 6 Fettsäuren kommen vor allem in pflanzlichen Ölen vor.

Ballaststoffe für die Verdauung

Für die Verdauung braucht dein Liebling außerdem eine ausreichende Menge an Ballaststoffen. Diese sind eigentlich ausschließlich in pflanzlichen Futterquellen enthalten. Sehr geeignet sind beispielsweise Flohsamenschalen, Äpfel, Bananen oder Karotten.

Wie viel Barf braucht mein Hund?

Eine wichtige Frage beim Barfen ist auch die der richtigen Menge: Zu wenig Kalorien können schnell nicht nur Mangelerscheinungen, sondern auch Gewichtsverlust mit sich bringen. Zu viel Futter hingegen kann zu ungesundem Übergewicht führen.

Im Vergleich zu Nass- oder Trockenfutter kriegt man beim Barfen keine Dosierungsempfehlung an die Hand. Du musst also selber rechnen und dabei vor allem Körpergewicht, Aktivitätsprofil und Größe/Rassenzugehörigkeit des Hundes mit berücksichtigen.

Sehr hilfreich kann dabei auch der Barf Rechner des renommierten Herstellers Frostfutter Perleberg sein.

Faustregeln für den täglichen Futterbedarf

Je nach individuellen Veranlagungen sollte ein ausgewachsener Hund generell etwa 2 Prozent des Körpergewichts betragen.

Welpen brauchen jedoch deutlich mehr: Je nach Lebensmonat wird meistens von 4 bis 8 Prozent des Eigengewichts ausgegangen. Du solltest den Vierbeiner deshalb regelmäßig wiegen.

Anzahl der Mahlzeiten

Rohes Fleisch stellt die Verdauung des Hundes um einiges mehr auf die Probe als Fertigfutter. Deshalb solltest Du den Magen-Darm-Trakt deines Vierbeiners nicht überfordern – lieber solltest Du häufigere Fresszeiten einplanen.

Weiterhin sollte die Zubereitung auch den körperlichen Fähigkeiten des Hundes entsprechen: Besonders kleinere Vierbeiner brauchen deshalb besonders zugeschnittene Portionen, die sie ohne Probleme ins Maul bekommen können.

Verhältnis zwischen Fleisch und pflanzlichen Zutaten

Eine komplette Barf Mahlzeit besteht immer sowohl aus tierischen als auch aus pflanzlichen Zutaten.

Der Fleischgehalt sollte generell – abhängig von der Wertigkeit der tierischen Proteinquellen – zwischen 70 und 80 Prozent betragen.

Der Rest – also 20 bis 30 Prozent einer Ration – entfällt auf Obst, Gemüse und weitere Ergänzungen.

Gewöhnung des Hundes an Barf Futter

Wenn Du mit dem Barfen beginnen möchtest, bedeutet das für deinen Liebling zudem auch meistens eine Futterumstellung. Und diese sollte möglichst langsam vonstatten gehen – zwei bis drei Wochen solltest Du dafür einplanen.

Bewährt hat es sich dabei vor allem, mit ein wenig Barf Zusatz zu beginnen und den Anteil an frischem Futter langsam so zu erhöhen, dass am Ende nur noch Selbstgemachtes im Napf ist. In der Umstellungsphase ist es zudem ratsam, auf weiches Muskelfleisch oder gewolfte Proteinquellen zu setzen.

Anfängliche Verdauungsprobleme sind dabei normal – ein wenig Durchfall oder zu weicher Kot sollte dich deshalb nicht aus der Ruhe bringen. Allerdings musst Du deinen Liebling schon gut beim Fressen beobachten und – sollten die Probleme bedenklich werden – am besten sofort zum Tierarzt gehen.

Die Arten von Barf Hundefutter im Überblick

Barf ist nicht gleich Barf: Fast jeder Hundehalter hat eine etwas andere Vorstellung von der Philosophie. Dementsprechend gibt es auch ganz unterschiedliche Arten von Produkten, die zum Füttern genutzt werden können. Im Folgenden ein kleiner Überblick:

Barfen mit frischen Zutaten

Für viele Hundefreunde ideal ist das Barfen mit frischen Zutaten. Das bedeutet, dass Du im Laden oder beim Metzger Obst, Gemüse, Fleisch, Innereien, Knochen und Schlachtabfälle kaufst und diese dann in der Küche zubereitest.

Allerdings ist diese Art auch sehr aufwändig. Weiterhin besteht besonders bei Fleisch die Gefahr einer Keimbelastung, die dem Hund auf Dauer schweren Schaden zufügen kann.

Frost Barfen

Deshalb erfreut sich auch Frostfutter großer Beliebtheit. Hier wird das Fleisch tiefgefroren und dann verpackt. Im Eisfach ist es ziemlich lange haltbar – Du kannst das Futter dann je nach Bedarf auftauen und verfüttern.

Barf Komplettmenüs

Besonders für Anfänger interessant sind zudem Barf Komplettmenüs. Diese bestehen sowohl aus Fleisch als auch aus pflanzlichen Zutaten und weiteren Ergänzungen. Das umständliche Abwägen der richtigen Bestandteile entfällt so für dich – die Gefahr einer Mangelernährung wird so auf ein Minimum reduziert.

Barf aus der Dose

Sehr praktisch, aber nicht unumstritten ist Dosen Barf. Dabei handelt es sich vor allem um Nassfutter aus der Konserve, das komplett oder fast ausschließlich aus Fleisch besteht und dann mit weiteren Zutaten ergänzt werden kann. Manche Hersteller bieten auch verschiedene Komponenten an, so dass Du den Hund komplett mit Fertignahrung bebarfen kannst.

Das ist sehr praktisch und hygienisch, zudem sind Dosen sehr lange haltbar. Oft wird aber bemängelt, dass diese Form des Barfens nicht sehr naturnah ist – beispielsweise muss der Konserveninhalt vor dem Kauf erhitzt werden, es handelt sich also nicht mehr um rohes Fleisch.

Trocken Barf

Ebenfalls praktisch, aber nicht immer akzeptiert ist Trocken Barf. Dabei handelt es sich um besonders schonend hergestellter Trockenfutter, das über einen sehr hohen Nährwert verfügt und auf künstliche Zusätze verzichtet.

Barf Trockenfutter ist sehr lange haltbar, muss nicht im Gefrierfach gelagert werden und ist keimfrei. Allerdings ist das Fleisch nicht roh und wurde getrocknet bzw. konzentriert – für einige ist diese Art deshalb keine Alternative. Gekauft wird es auch gerne von Barfern, die unterwegs flexibel bleiben wollen oder die Kroketten als Leckerli nutzen.

Teil Barfen

Eine eher pragmatische Variante ist das Teil Barfen. Dabei wird die Philosophie nicht vollständig durchgezogen:

  • Manche Hundehalter servieren ihrem Hund nur zu einigen Mahlzeiten Barf Futter und verwenden ansonsten Fertignahrung
  • Andere wiederum mischen z.B. Nassfutter mit Frischbarf.

Kritiker bemängeln, dass die Vorteile von Barfen nur dann zum Vorschein kommen, wenn der Hund wirklich bei jeder Mahlzeit derartiges Futter erhält. Trotzdem wird diese Form insbesondere von Hundefreunden geschätzt, die nur wenig Zeit haben, ihrem Liebling aber dennoch etwas Gutes tun wollen.

Barfen: Pro & Contra

Barfen wird immer beliebter, ist aber nicht unumstritten. Viele Experten raten eher von dieser Ernährungsweise ab, andere befürworten sie aber auch.

Bevor Du den Schritt wagst, ist es also ratsam, die Argumente der beiden Seiten zu kennen und bei der Entscheidung zu berücksichtigen.

Befürworter: Natürliche Ernährung mit besserer Lebensqualität und Verdauung

Barf Befürworter argumentieren, dass diese Art der Fütterung einfach um einiges natürlicher ist: Der Hund kriegt keine künstlichen Zusätze, auch industrielle Konservierungsstoffe, die oft in Fertignahrung enthalten sind, entfallen.

Weiterhin haben Barfer die absolute Kontrolle über den Futterplan. Sie können also aus Unverträglichkeiten individuell reagieren und genau die Nahrung zubereiten, die ihr Vierbeiner braucht.

Deshalb, so die Pro Barf Fraktion, wird die Lebensqualität des Hundes deutlich verbessert. Häufig wird auch eine deutlich gesündere Verdauung mit weniger und festerem Kot beobachtet.

Gegner: Kein Mehrwert, unter Umständen gefährlich

Barf Gegner hingegen verweisen häufig darauf, dass es bis heute keine wissenschaftliche Studie gibt, die dieser Fütterungsweise einen Mehrwert attestiert. Es sei also egal, ob der Hund Fertignahrung oder frisch Zubereitetes bekommt.

Stattdessen wird häufig auf die Gefahren von unachtsamem Barfen hingewiesen: Bei falscher Zusammensetzung steigt die Gefahr einer Mangelernährung, durch Unterbrechungen in der Kühlkette und hygienische Unachtsamkeiten seien Barf Futter auch um einiges anfälliger für Keimbefall.

FAQs

Richtiges Barfen bedeutet vor allem, dass Du auf eine ausgewogene Zusammensetzung achtest: So sollte eine Mahlzeit sowohl Frischfleisch, Innereien und Knochen/Knorpel als auch pflanzliche Zutaten wie Obst, Gemüse und Öle enthalten.

Weiterhin ist es eigentlich Pflicht, den Ernährungs- und Gesundheitszustand des Hundes wirklich regelmäßig beim Tierarzt überprüfen zu lassen.

Optimal ist es, bereits im Welpenalter mit dem Barfen zu beginnen. Ausgewachsene Hunde brauchen eine längere Umstellungszeit, in der meistens Schritt für Schritt auf frische, rohe Nahrung mit pflanzlichen Zusätzen umgestellt wird.

Zu Beginn ist es besonders wichtig, Fleisch zu verwenden, das leicht vom Hund gefressen werden kann. Dazu gehören insbesondere gewolfte Proteinquellen und kleingeschnittenes Muskelfleisch.

Viele Tierärzte weisen darauf hin, dass es keinen wissenschaftlich bewiesenen Mehrwert des Barfens gibt. Stattdessen betonen sie oft die Risiken.

Befürworter des Barfens betonen allerdings, dass ein gut zusammengesetztes Menü die Bedürfnisse der Vierbeiner mindestens genauso gut erfüllen können wie Fertigfutter.

Aufgrund der natürlichen, am Speiseplan des Wolfes orientierten Zutaten und dem Verzicht auf unnötige Zusätze und Konservierungsstoffe soll das Futter auf Dauer um einiges gesünder sein.

Weiterführende Studien & Infos:

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.