Die besten Erziehungshalsbänder im Test & Vergleich 2022

Die Erziehung eines Hundes kostet viel Zeit, ist aber ein notwendiger und auch lohnender Aufwand. Trotz aller Bemühungen kommt es aber immer wieder vor, dass ein Tier in irgendeiner Form verhaltensauffällig wird. Hier gilt es, möglichst schnell entgegenzusteuern.

Oft reichen Worte aber nicht aus. Dann können Erziehungshalsbänder eine Alternative sein. Wie diese funktionieren und worauf Du bei der Auswahl achten solltest, erfährst Du in diesem Text. Und damit Du auch das richtige Gerät für deinen Vierbeiner findest, stelle ich dir außerdem die 5 besten Erziehungshalsbänder im Vergleich vor.

Unser Testsieger

Besonders überzeugen konnte uns der “Stunluxe Hunde Kombi Antibell & Ferntrainer 529”. Das Erziehungshalsband bietet eine Reichweite von bis zu 1000 Metern und ist dank eines Empfänger-Gewichts von gerade einmal 40 Gramm super leicht und bequem.

Du kannst aus einem Ton- und einem Vibrationsmodus wählen. Letzterer bietet dir 100 verschiedene Stärken. Alles in allem eine sehr starke und empfehlenswerte Lösung!

Die besten 5 Erziehungshalsbänder im Test:

Produktname
Empfehlung
Stunluxe Hunde Kombi Antibell & Ferntrainer 529
PetTec Remote Vibra Multi-Trainer
Preistipp
Animigo Antibellhalsband
Stunluxe Auto Antibell Trainer 258
PetTec Remote Spray Trainer 2.0
Art
Ton/Vibration
Spray/Vibration/Ton
Ton/Vibration
Ton/Vibration
Spray/Ton
Fernbedienung?
Reichweite
1000 m
600 m
200 m
Batterie
Lithium Ionen
Lithium Ionen
Lithium Ionen
Lithium Ionen
4LR44
Schutzart
IP 65
IP X5
k.A.
k.A.
IP 65
Halsumfang
bis 70 cm
22-67 cm
bis 55 cm
16-67 cm
30-65 cm
Vibrationsmodi
100
5
k.A.
5
Farbe
rot
schwarz
schwarz
schwarz
schwarz
Gewicht
40 g
100 g
k.A.
37 g
75 g
Empfehlung
Produktname
Stunluxe Hunde Kombi Antibell & Ferntrainer 529
Art
Ton/Vibration
Fernbedienung?
Reichweite
1000 m
Batterie
Lithium Ionen
Schutzart
IP 65
Halsumfang
bis 70 cm
Vibrationsmodi
100
Farbe
rot
Gewicht
40 g
Produktname
PetTec Remote Vibra Multi-Trainer
Art
Spray/Vibration/Ton
Fernbedienung?
Reichweite
600 m
Batterie
Lithium Ionen
Schutzart
IP X5
Halsumfang
22-67 cm
Vibrationsmodi
5
Farbe
schwarz
Gewicht
100 g
Preistipp
Produktname
Animigo Antibellhalsband
Art
Ton/Vibration
Fernbedienung?
Reichweite
Batterie
Lithium Ionen
Schutzart
k.A.
Halsumfang
bis 55 cm
Vibrationsmodi
k.A.
Farbe
schwarz
Gewicht
k.A.
Produktname
Stunluxe Auto Antibell Trainer 258
Art
Ton/Vibration
Fernbedienung?
Reichweite
Batterie
Lithium Ionen
Schutzart
k.A.
Halsumfang
16-67 cm
Vibrationsmodi
5
Farbe
schwarz
Gewicht
37 g
Produktname
PetTec Remote Spray Trainer 2.0
Art
Spray/Ton
Fernbedienung?
Reichweite
200 m
Batterie
4LR44
Schutzart
IP 65
Halsumfang
30-65 cm
Vibrationsmodi
Farbe
schwarz
Gewicht
75 g

Stunluxe Hunde Kombi Antibell & Ferntrainer 529

Der “Stunluxe Hunde Kombi Antibell und Ferntrainer 529” ist ein Erziehungshalsband, das per Fernsteuerung bedient wird. Es ermöglicht dir, den Hund mit Tönen, Vibrationen (100 einstellbare Stufen) und einer Kombination beider Reize zu trainieren. Ein Spray-Modus ist leider nicht vorgesehen.

Das Modell ist in zwei Farben erhältlich. Die schwarze Ausführung bietet einen klassischen Look, noch besser gefällt mir aber die rote Variante. Sie hat den zusätzlichen Vorteil, dass der Hund in der Dämmerung besser sichtbar ist – kombiniert mit einer Reichweite von bis zu 1000 Metern sind so auch ausgiebige Trainingseinheiten im Hundeauslaufgebiet möglich.

Ultraleicht & flexibel

Wenn Du mehr als einen vierbeinigen Schützling hast, kannst Du sie mit einer Fernbedienung gleichzeitig trainieren. Hierfür bietet Stunluxe auch Zusatzempfänger sowie Zweier- und Dreier-Packs an.

Dank einer Bandlänge von bis zu 70 Zentimeter eignet sich dieses Modell auch für größere Rassen hervorragend. Ein weiteres sehr großes Plus ist das geringe Gewicht: Ein Empfänger wiegt gerade einmal 40 Gramm, so dass er deinen Vierbeiner beim Training kaum behindern dürfte.

Vorteile

  • sehr leichter & bequemer Empfänger
  • bis zu 1000 Meter Reichweite
  • 100 Vibrationsstufen
  • in roter Signalfarbe erhältlich

Nachteile

  • kein Spray-Modus

PetTec Remote Vibra Multi-Trainer

Ebenfalls eine tolle Idee ist der “PetTec Remote Vibra Multi-Trainer”. Auch hierbei handelt es sich um ein ferngesteuertes Erziehungshalsband. Das Modell bietet dir sehr flexible Trainingsmethoden, so kannst Du aus

  • Vibrations-Modus
  • Tonsignalen
  • Kombination von Vibration und Tönen sowie einem
  • Spray-Modus

wählen. Du findest also bestimmt eine Methode, die zu dir und deinem Vierbeiner passt.

Der “Remote Vibra Multi-Trainer” hat eine gute Reichweite von 600 Metern, mit einer Fernbedienung und einem zusätzlichen Halsband kannst Du bis zu zwei Hunde gleichzeitig trainieren. Die Halsweite lässt sich zwischen 22 und 67 Zentimetern einstellen, das Band ist also sowohl für kleinere als auch für größere Rassen geeignet.

Enorm vielseitiger Helfer

Sehr erfreulich ist auch der sehr langlebige Akku – er hält bis zu 20 Stunden lang, zum Aufladen reichen gerade einmal 120 Minuten.

Gegen dieses Modell spricht allerdings, dass der Empfänger doch etwas schwer ist: Er wiegt 100 Gramm, kleinere und auch manche größere Hunde haben so ganz schön viel zu schleppen.Etwas schade ist auch, dass das Modell gerade einmal der Schutzart IPX5 entspricht, es ist also gegen Spritzwasser, aber nicht gegen Staub geschützt.

Trotzdem ist dieses Erziehungshalsband eine schöne Wahl, wenn Du dir vor allem Flexibilität wünschst. Im Vergleich zu anderen Angeboten ist es aber auch eher teuer.

Vorteile

  • Ton-, Spray- & Vibrationshalsband in einem
  • eine Fernbedienung für bis zu 2 Hunde
  • sehr leistungsfähiger Akku

Nachteile

  • ziemlich schwerer Empfänger
  • kein Staubschutz
  • vergleichsweise teuer

Animigo Antibellhalsband

Eine etwas einfachere Idee ist das “Animigo Antibellhalsband”. Es verfügt über keine Fernbedienung, sondern über einen Sensor, der Bellgeräusche erkennt. Sobald der Vierbeiner zu laut wird, setzt das Halsband entweder einen Ton oder einen Vibration-Impuls frei, so dass das Tier zur Räson gerufen wird.

Das scheint auch zu funktionieren. In Erfahrungsberichten loben die meisten Käufer die gute und beruhigende Wirkung, die das Halsband auf ihre Schützlinge hat. Kritisiert wird allerdings die manchmal etwas schwache Lebensdauer, Staub- und Wasserschutz scheinen nicht zu den Stärken des Modells zu zählen.

Günstige Option

Das “Animigo Antibellhalsband” lässt Weiten von bis zu 55 Zentimetern zu. Für die meisten Hunde ist das völlig ausreichend, größere Rassen werden dann allerdings vor ein Problem gestellt.

Sehr positiv ist hingegen der günstige Preis: Dieses Halsband gehört zu den erschwinglichsten Optionen, die Du 2022 kaufen kannst!

Vorteile

  • sensorgesteuertes Halsband ohne Fernbedienung
  • wird von Käufern als sehr effektiv bewertet
  • sehr günstiger Preis

Nachteile

  • Band sehr kurz, nicht für größere Tiere geeignet
  • manche Hundehalter kritisieren fehlende Langlebigkeit

Stunluxe Auto Antibell Trainer 258

Eine weitere beliebte Lösung, die ganz auf einen Geräuschsensor setzt, ist der “Stunluxe Auto Antibell Trainer 258”. Es ermöglicht Weiten-Einstellungen zwischen 16 und 67 Zentimetern, so dass sich das Modell auch hervorragend für kleinere Rassen eignet.

Das Halsband an sich ist aus robustem Nylon und dürfte ziemlich lange halten. Die Konstruktion ist sehr bewährt, in Erfahrungsberichten loben die meisten Hundehalter so auch, dass der Trainer ziemlich effektive Ergebnisse liefert.

Beliebt & bewährt

Du kannst zwischen einem Ton- und Vibrations-Trainingsmodus wählen. Allerdings ist dieses Halsband wohl eher etwas für schönes Wetter, Staub- oder Wasserschutz scheint nicht seine Stärke zu sein.

Trotzdem ist dieses Modell eine einfache, aber bewährte Lösung, die dazu auch noch mit einem ziemlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt.

Vorteile

  • einfache, aber bewährte Konstruktion
  • Halsband aus robustem Nylon
  • auch für kleine Vierbeiner geeignet
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachteile

  • wohl kaum Wetterschutz

PetTec Remote Spray Trainer 2.0

Etwas anders als die meisten anderen Erziehungshalsbänder ist das Modell von PetTec. Der Remote Spray Trainer 2.0 verzichtet nämlich auf Vibrationsfunktionen und setzt stattdessen auf Töne und Sprühdosen mit Citronella Aroma.

Das führt laut Erfahrungsberichten zu einem schnellen Lerneffekt der meisten Vierbeiner. Dank einem maximalen Halsumfang von 65 Zentimetern ist es dabei auch möglich, größere Rassen auf diese Weise zu trainieren.

Statt mit Lithium Ionen Akkus wird dieses System mit handelsüblichen 4LR44 Batterien betrieben. Leider halten diese nicht sonderlich lange, schon nach wenigen Stunden Training müssen sie aufgeladen oder ausgetauscht werden. 

Mit Spray zu mehr Disziplin

Mit gerade einmal 75 Gramm Gewicht gehört der Remote Spray Trainer zu den leichtesten Erziehungshalsbändern überhaupt. Auch die Handhabung ist erfreulich einfach.

Mit gerade einmal 200 Metern ist die Reichweite allerdings etwas niedrig bemessen. Auch für Hunde, die gerne schwimmen, ist das Band eher ungeeignet. Es erfüllt nämlich nur die Schutzart IP 65, weshalb es nicht mehr als Spritzwasser aushält.

Trotzdem ist der PetTec Remote Spray Trainer 2.0 eine interessante Alternative zu Vibrationshalsbändern. Das kostet aber auch ein bisschen mehr – neben einem höheren Anschaffungspreis muss man auch Folgekosten für Ersatzspraydosen mit einplanen.

Vorteile

  • kann mit Spray- und Tonmodus genutzt werden
  • sehr flexible Bandweite, auch für riesige Tiere geeignet
  • einfache Handhabung
  • schneller Lerneffekt
  • extrem leichtgewichtig

Nachteile

  • Mit Schutzart IP 65 nur gegen Spritzwasser abgesichert
  • Batterien halten nicht sehr lange
  • sehr geringe Reichweite
  • hohe Anschaffungs- und Folgekosten

Was ist ein Erziehungshalsband?

Unter einem Erziehungshalsband versteht man jedes Halsband, das dem Hund dabei hilft, ungewohnte oder störende Verhaltensweisen abzulegen. So kann der Hund besser sozialisiert werden und der Hundehalter wird langfristig entlastet.

Moderne Erziehungshalsbänder, die gegen fast jedes problematische Verhalten eingesetzt werden können, funktionieren mit einem Sender-Empfänger-System und entsprechen den derzeitigen Tierschutzrichtlinien.

Sanfte Erziehung

Mit einem Erziehungshalsband kann der Hundehalter nahezu jederzeit korrigierend einwirken, ohne dass direkter Kontakt mit dem Tier aufgebaut werden muss.

In Maßen eingesetzt kann dies sehr erfolgreich sein und auch das Verhältnis zwischen Hund und Besitzer verbessern. 

Da meistens eine Fernbedienung eingesetzt wird, verbindet das Tier die durch das Band eingeleiteten Maßnahmen meistens nämlich nicht mit seinem Herrchen oder Frauchen. Somit ist eine vergleichsweise sanfte Erziehung möglich.

Mit Fernbedienung auch beim freien Auslauf einsetzbar

Anders als bei anderen Formen des Hundetrainings kann man mit einem Erziehungshalsband auch aus weiter Entfernung auf das Tier einwirken. 

Ohne direkten Blick- oder Körperkontakt ist es dank Reichweiten von mehreren hundert Metern auch bei freiem Auslauf möglich, korrigierend einzugreifen. Das ist insbesondere in weitläufigen Auslaufarealen ein großer Vorteil.

Nicht nur gegen Bellen hilfreich

Anders als reine Antibellhalsbänder hilft ein Erziehungshalsband nicht nur gegen Lärmbelästigung. Zwar ist die Bellbekämpfung einer der häufigsten Gründe, zu so einem Modell zu greifen. Sie sind aber um einiges vielfältiger.

So helfen diese unterstützenden Geräte u.a. auch bei ständigem (An-)Springen, Hyperaktivität oder unkontrolliertem Jagdtrieb.

Die Funktionsweise eines Erziehungshalsbandes

Erziehungshalsbänder arbeiten mit konditionierten Reizen. Das bedeutet, dass eine Reaktion nicht instinktiv erfolgt, sondern erlernt wird. 

Wenn der Hund etwas falsch macht, kriegt er die Folgen sofort zu spüren. Diese negativen Erfahrungen merkt er sich und unterlässt deshalb das ungewünschte Verhalten. Schon bevor dieser Lerneffekt eintritt, wird das Tier derartig irritiert, dass es schlechtes Benehmen praktisch sofort einstellt.

Anders als verbotene Halsbänder, bei denen der konditionierte Reiz mit Schmerzen verbunden ist, sind moderne Modelle für die Tiere zwar unangenehm, aber harmlos.

Gute Ergänzung zur Erziehung

Auf diese Weise ist ein Erziehungshalsband eine gute Ergänzung beim Formen des Hundes. Vernünftig angewendet kann es schon schnell dazu führen, dass das Tier um einiges unauffälliger wird und somit sowohl zu Hause als auch unterwegs niemanden unnötig belastet.

Das kann Liebe, Zuneigung und eine ständige Begleitung auf dem Lebensweg zwar nicht ersetzen. Als Trainingsmittel hat es aber durchaus seine Daseinsberechtigung.

Ton-, Vibrations, und Sprühhalsbänder

Erziehungshalsbänder, die zur Korrektur fast aller Verhaltensweisen eingesetzt werden können, sind mit drei Funktionsweisen erhältlich:

  • Erziehungshalsbänder, die mit Tönen funktionieren, strahlen auf Knopfdruck sehr schrille Laute im Ultraschallbereich aus, die normalerweise nur der Hund hören kann. Diese Töne sind für ihn sehr unangenehm – oft führt dies dazu, dass er unerwünschte Handlungen wie Bellen einstellt.
  • Vibrations Erziehungshalsbänder arbeiten mit Impulsen. Je nach gewähltem Modus können dies Einzel- (für kleinere Hunde meist ausreichend) oder mehrere starke Vibrationen (bei größeren Rassen empfehlenswert) hintereinander sein. Der Hund wird dabei für ihn unangenehm “durchgerüttelt”, ohne dass er dabei Schmerzen oder sogar Verletzungen davontragen würde.
  • Sprüh Erziehungshalsbänder hingegen stoßen ein für den Hund unangenehmes Spray aus, das ihn irritiert. Der Inhalt der Sprühdose ist für ihn völlig ungefährlich.

Wann hilft ein Erziehungshalsband?

Ein Erziehungshalsband kann eine große Hilfe bei der charakterlichen Festigung eines Hundes sein. Das bedeutet aber nicht, dass es Teil jeder Hundeerziehung sein muss oder sogar sollte.

Denn nicht jeder Hund muss mit schrillen Tönen, Impulsen oder Sprühladungen auf den richtigen Weg gebracht werden: Die meisten Tiere schaffen es auch ohne – ohne Grund angewendet kann ein Erziehungshalsband dann sogar kontraproduktiv sein.

Helfer in der Not

Stattdessen hat sich in der Hundetrainingslehre die Überzeugung etabliert, dass Erziehungshalsbänder eher eine der letzten Maßnahmen sein sollten.

Es wäre also falsch, die Erziehung direkt mit so einem Mittel zu beginnen: Erst, wenn alle anderen “normalen” Erziehungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, sollte man im Regelfall mit so einem Halsband beginnen.

Deshalb kann man Erziehungshalsbänder auch als Helfer in der Not bezeichnen.

Schonende Abschreckung

Ein großes Plus von Erziehungshalsbändern ist dabei, dass der Hund zwar negative Erfahrungen macht, diese aber nicht mit seinem Halter verbindet.

Da bei der “Bestrafung” kein direkter Kontakt aufgebaut wird, lernt das Tier, unerwünschtes Benehmen zu unterlassen, ohne dass der Besitzer dafür verantwortlich gemacht oder sogar als Abwehrreaktion gebissen wird.

Und weil die Disziplinarmaßnahmen nur unangenehm für das Tier sind, aber nicht schmerzhaft oder sogar körperlich verletzend, kann man ein Erziehungshalsband aus guten Gründen eine schonende Abschreckung nennen.

Gezielt mit dem Halsband trainieren

Ein Erziehungshalsband ist allerdings keine Dauerlösung. Das bedeutet einerseits, dass man seinen Hund nicht lebenslang mit ihm ausstatten sollte. Sobald sich das Verhalten dauerhaft gebessert hat, braucht man es nicht mehr.

Andererseits heißt das auch, dass man den Hund nicht den ganzen Tag mit dem Band herumlaufen lassen sollte. Hier gilt: Zu viel Training kann auch schaden, dann besteht die Gefahr, dass der Hund nicht mehr auf die Reize reagiert. Auch Haut und Fell können dann im Halsbereich in Mitleidenschaft gezogen werden.

Idealerweise ist ein Erziehungshalsband deshalb Teil von Trainingseinheiten. Jeden Tag sollte es so maximal ein paar Stunden Anwendung finden. In dieser Zeit solltest Du dich ganz auf den Hund konzentrieren, ihn liebevoll begleiten und nur bei schlechtem Benehmen einschreiten.

Wirkung abhängig vom Charakter des Hundes

Ob ein Erziehungshalsband wirklich hilft, kann man nur in der Praxis erfahren. Bei vielen Hunden erweist es sich dann als sehr sinnvolles Werkzeug. Es gibt aber auch Tiere, denen Vibrationen, Töne oder Spray fast gar nichts auszumachen scheint – das ist eben auch eine Charakterfrage.

Während Anwendungszeit ist es deshalb sehr wichtig, genau zu beobachten, ob die Wirkung des Halsbandes vom Hund angenommen wird. Sollte das Halsband auch nach einigen Wochen keine Änderungen bringen, ist es ratsam, sich nach anderen Trainingsalternativen umzusehen.

Das gilt auch für den Fall, dass der Hund beginnt, aggressiv zu reagieren.

Hund an ein Erziehungshalsband gewöhnen

Ein Erziehungshalsband ist zwar sehr schonend, aber aus verständlichen Gründen nicht sehr beliebt bei Hunden: Schließlich macht niemand gerne negative Erfahrungen, und die meisten Tiere kriegen schnell mit, dass dieses Band nichts Gutes für sie bedeutet.

Umso wichtiger ist es, den Vierbeiner davon zu überzeugen, das Halsband zu akzeptieren. Empfehlenswert ist es daher, nicht gleich mit dem Training zu beginnen.

Behutsam an das Band heranführen

Stattdessen solltest Du die Fernbedienung zunächst einmal ungenutzt lassen und das Halsband ganz normal beim Gassigehen mit Leine verwenden. So kann das Tier zunächst eine positive Bindung zum Halsband aufbauen. Wenn er mit ihm z.B. “Spazieren gehen” verbindet, wird er auch spätere Ahndungsmaßnahmen besser verarbeiten.

Die ersten Reize sollte das Tier am besten auch an der Leine wahrnehmen. So kannst Du deinen Liebling beruhigen, falls er zu panisch darauf reagieren sollte. Hat er sich daran etwas gewöhnt, solltest Du das Band aber am besten beim Freilauf nutzen.

Bequemer Sitz

Für optimale Akzeptanz ist auch ein bequemer Sitz sehr wichtig. Dabei gilt es, die Bedürfnisse des Hundes mit der Funktionsweise des Halsbandes zu verbinden: Sitzt es zu fest, wird der Hund Probleme bekommen. Ist es zu locker, kann der Empfänger leicht abfallen.

Deshalb sollte das Band zwar einen gewissen Spielraum bieten, aber nicht so fest, dass der Hund sich beeinträchtigt fühlt. Idealerweise ist dies unter der Kieferlinie des Hundes an einer Stelle, an der der Hals nicht allzu dick ist.

So kann der Hund sich frei bewegen und problemlos atmen, ohne dass die Funktion des Bandes beeinträchtigt wird.

Arten von Erziehungshalsbändern

Es gibt viele Hilfsmittel, die unter der Bezeichnung Erziehungshalsband vermarktet werden. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Funktion teilweise deutlich voneinander. Außerdem gibt es einige Modelle, die am besten nicht genutzt werden sollten – teilweise sind sie sogar verboten.

Um dir einen Überblick zu verschaffen, stelle ich dir die einzelnen unterschiedlichen Arten von Erziehungshalsbändern jetzt etwas genauer vor.

Unterschied zwischen Erziehungs- und Antibellhalsbändern

Viele Erziehungshalsbänder werden auch als Antibellhalsbänder bezeichnet. Und fast alle lassen sich auch einsetzen, um lästiges oder zwanghaftes Bellen zu unterbinden. Dennoch gibt es einen Unterschied zwischen Erziehungs- und reinen Antibellhalsbändern.

Dabei gilt: Jedes Erziehungshalsband ist ein Antibellhalsband, aber nicht jedes Antibellhalsband kann auch zum Trainieren anderer Verhaltensweisen genutzt werden. Die meisten Antibell Modelle verfügen nämlich über ein Mikrofon, das Belllaute aufzeichnet. Diese werden registriert und resultieren dann in einer entsprechenden Reaktion.

Hier findest Du eine Liste besonders empfehlenswerter reiner Antibellhalsbänder im Test & Vergleich.

Wenn Du auch andere Verhaltensweisen abstellen möchtest, reicht diese Funktion aber nicht aus. Dann sind Allzweckmodelle mit Fernbedienung eine bessere Lösung.

Erlaubte Erziehungshalsbänder

Alle in diesem Artikel vorgestellten Erziehungshalsbänder sind erlaubt. Sie erfüllen gängige Tierschutzbestimmungen und funktionieren auf drei unterschiedliche Weisen:

  • Vibrationshalsbänder vibrieren, wenn sie ausgelöst werden. Das kann entweder ein leichter Impuls sein oder, besonders bei großen Hunden hilfreich, mehrere Vibrationsstöße. Die Intensität lässt sich bei den meisten Modellen passgenau einstellen, oft sind etwa 100 Level möglich.
  • Tonhalsbänder stoßen bei Auslösung einen sehr schrillen Laut aus, der meist im Ultraschallbereich liegt. Für Menschen ist er nicht hörbar, für Hunde ist er aber unangenehm. Die meisten Tonhalsbänder haben auch eine Vibrationsfunktion.
  • Sprühhalsbänder hingegen funktionieren mit Spray. Wenn der Hund auf eine unerwünschte Verhaltensweise hingewiesen wird, sprüht das Halsband ihn an. Schon der Spraystoß an sich irritiert den Hund, meistens empfindet er auch den Geruch als unangenehm. Abgesehen davon sind diese Sprays für das Tier aber völlig harmlos.

Arten, die in Deutschland nicht genutzt werden dürfen

Es werden aber immer noch Halsbänder angeboten, die gängigen Tierschutzvorstellungen nicht entsprechen. Dabei ist der Verkauf und der Erwerb erlaubt, es ist aber verboten, sie an Hunden zu verwenden:

  • Würgehalsbänder oder -ketten schnüren dem Hund die Luft ab, wenn sie ausgelöst werden. Dies ist nicht nur mit Schmerzen verbunden und kann das Tier unnötig aggressiv machen, oft tragen auch Nacken und Hals bleibende Schäden davon.
  • Stachelhalsbänder stechen dem Hund in den Hals, sobald er etwas Unerlaubtes tut. Auch das ist nicht nur schmerzhaft und oft traumatisierend, sondern auch gesundheitsgefährdend. Die Stacheln können Hals, Drüsen und Atmungsapparat schädigen und dem Hund so dauerhafte gesundheitliche Probleme bereiten.
  • Elektrohalsbänder geben Stromschläge ab, sobald sich der Hund nicht so verhält, wie der Halter es wünscht. Neben starken Schmerzen und psychologischen Schäden können diese Bänder auch Verbrennungen, Krämpfe und Herz-Kreislauf-Probleme verursachen.

Verbotene Bänder

Vermeintliche “Erziehungshalsbänder” mit Würge- und Stachelfunktion oder Elektroschocks sind hierzulande verboten und tun dem Hund nichts Gutes.

Die Kaufkriterien

Erlaubte Erziehungshalsbänder, die den Tierschutzbestimmungen entsprechen, können, richtig angewendet, eine große Hilfe bei der Erziehung des Hundes sein. Auf dem Markt gibt es sehr viele derartige Modelle, an Auswahl mangelt es also nicht.

Trotzdem sind nicht alle Halsbänder gleich. Vor dem Kauf sollte also genau überlegt werden, ob das ins Auge gefasste Modell auch zum Hund passt. Dabei sind besonders die folgenden Kaufkriterien wichtig:

1

Art des Halsbandes

Je nach Charakter und ausgeprägten Eigenschaften deines Hundes kann eine andere Halsbandart ideal sein. Dafür solltest Du ihn im Vorfeld genau beobachten, um eine entsprechende Einschätzung vornehmen zu können.

Wenn sein Liebling z.B. über eine sehr talentierte Spürnase verfügt, könnte ein Sprayhalsband die beste Wahl sein. Ist er sehr aufmerksam, könnte aber auch ein Tonhalsband interessant sein. Ansonsten hilft meistens ein vibrierendes Modell weiter.

2

Größe

Ein Erziehungshalsband muss optimal sitzen. Deshalb solltest Du dich vor dem Kauf darüber informieren, wie das jeweilige Modell eingestellt werden kann.

Die meisten Halsbänder unterstützen Halsweiten zwischen etwa 20 und 60 Zentimeter, was für die meisten Rassen ausreichend ist. 

Für besonders kleine oder junge Hunde gibt es aber auch Modelle, die eine geringere Mindestweite aufweisen. Für sehr große Exemplare mit durchgedrungenem Hals sind aber auch größere Bänder erhältlich.  

3

Bequemlichkeit

Auch der Sitz sollte eine sehr große Rolle beim Kauf spielen. Er entscheidet nicht nur darüber, ob der Hund das Halsband auch annimmt, sondern spielt auch bei der Vermeidung von Ekzemen und anderen Haut- und Fellirritationen eine große Rolle.

Für die Bequemlichkeit ist dabei nicht nur die Größe entscheidend, sondern auch das verwendete Material: Optimalerweise ist das Erziehungshalsband zumindest teilweise mit einer Silikonschicht versehen, die verhindert, dass der Hals über Gebühr beansprucht wird.

4

Bedienung

Für dich als Hundehalter ist auch die Bedienung sehr wichtig. Hat sich der Hund einmal daneben benommen, musst Du schließlich schnell reagieren, damit er die unangenehme Reaktion auch mit seinem Fehlverhalten verbindet.

Besonders wichtig ist daher eine einfach verständliche Fernbedienung. Mit intuitiver Benutzeroberfläche kannst Du schnell schalten und deinen Liebling auf den richtigen Weg bringen.

5

Akkus und Batterien

Sender und Empfänger benötigen (wiederaufladbare) Batterien, um zu funktionieren.

Die meisten Modelle nutzen dabei fest verbaute Lithium Ionen Akkus, die oft per USB Kabel wieder aufgeladen werden können. Das ist sehr praktisch – wenn die Kapazität des Akkus nach einer Vielzahl von Ladezyklen abnimmt, musst Du aber irgendwann wahrscheinlich gleich in ein neues Halsband investieren.

Um dies zu umgehen, gibt es auch Bänder, die mit handelsüblichen Batterien arbeiten. Diese kannst Du dann leicht austauschen – wenn Du Akkus verwendest, brauchst Du aber ein zusätzliches Ladegerät.

6

Schutz gegen Wasser

Dein Hund geht gerne mal schwimmen? Dann solltest Du darauf achten, dass das Erziehungshalsband auch mit Wasser klarkommt. Wichtig ist dann die Schutzart:

  • Bänder, die der Schutzart IP 65 entsprechen, sind zwar gegen Spritzwasser (also z.B. Pfützen) geschützt, können aber nicht eingetaucht werden. Dementsprechend sind diese Modelle zum Schwimmen ungeeignet.
  • Um das Erziehungshalsband im Wasser verwenden zu können, muss es der Schutzart IP 67 bzw. IP X7 entsprechen. Diese Modelle können theoretisch bis zu 30 Minuten in maximal einem Meter tiefen Wasser verbringen, ohne dass die Funktion darunter leidet.

7

Reichweite

Jedes Modell, das mit einer Fernbedienung betrieben wird, hat eine maximale Reichweite. 

Bei einigen kann sich der Hund 800 Meter und mehr von dir entfernen, ohne dass Du die Kontrolle über sein Verhalten verlierst. Diese Vertreter sind besonders dann interessant, wenn dein Hund gewöhnt ist, frei zu laufen.

Wenn dein Vierbeiner eigentlich immer nah an dir bleibt, kann aber auch schon eine Reichweite von um die 200 Meter ausreichend sein.

Kein Ersatz für umfangreiche und liebevolle Erziehung

Erziehungshalsbänder können Teil der Erziehung sein, sind aber nicht alles. Vergiss’ also niemals, deinem Hund genügend Aufmerksamkeit und Liebe zu schenken. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn es darum geht, die Ursachen für auffälliges Verhalten zu ergründen.

Vorteile von Erziehungshalsbändern

Schonende Erziehung des Vierbeiners

Im Vergleich zu anderen Methoden ist ein Erziehungshalsband zwar ein gewisser Eingriff in die Freiheit des Hundes, dafür aber auch vergleichsweise schonend. Ohne Schmerzen kann das Tier so in die richtigen Bahnen gelenkt werden.

Die Vibrationen, Töne oder Stöße aus der Sprühflasche sind zwar für den Hund unangenehm, wirken sich aber nicht negativ auf die körperliche Gesundheit aus. Im Vergleich zu gut gemeinten Worten ist ein Erziehungshalsband somit zwar etwas rabiater, hat aber keine spürbaren negativen Folgen.

Individuell auf den Charakter des Hundes abstimmbar

Bezüglich Erziehungsmethoden und Intensität kannst Du mit Halsbändern außerdem individuell auf den Charakter deines Vierbeiners eingehen. 

Sowohl Ton- als auch Vibrationshalsbänder verfügen über eine Vielzahl unterschiedlicher Stufen – so stehen die Chancen gut, dass Du ein Level findest, auf das dein Liebling reagiert.

Sprühhalsbänder wiederum sind eine gute Option, wenn dein Hund eher über einen starken Geruchssinn verfügt. Du kannst die Erziehung so sanft auf das jeweilige Tier abstimmen und so maximale Erfolge erzielen.

Auch aus der Ferne Zugriff auf den Hund

Eine große Herausforderung bei der Hundeerziehung ist es, dass man immer präsent sein muss, um Kontakt mit dem haarigen Gefährten herzustellen. Das ist oft besonders bei freiem Auslauf ein Problem. Denn wenn der Hund dann auf Zurufe nicht hören will, hat man kaum noch Einfluss auf sein Betragen.

Mit einem Erziehungshalsband ist das anders: Mit einer Fernbedienung hast Du auch aus mehreren hundert Metern Entfernung Zugriff auf den Hund.

Einfache Bedienung

Und auch die Bedienung von Erziehungshalsbändern ist ein großer Vorteil. Die meisten Fernbedienungen lassen sich nämlich ganz einfach und schnell handeln. Mit nur einem Knopfdruck kommt die Information dann beim Hund an – effizient und einfach!

Nachteile von Erziehungshalsbändern

Erziehungshalsbänder sind also eine gute Möglichkeit, dem Hund etwas mehr Disziplin näher zu bringen. Diese Art und Weise hat aber auch ein paar kleinere Nachteile.

Wiegen vergleichsweise viel

So solltest Du das Gewicht dieser Bänder nicht unterschätzen. Die meisten Exemplare wiegen deutlich mehr als 100 Gramm – besonders für kleinere Hunde kann das eine ziemliche Belastung sein, die erst einmal gestemmt werden muss.

Erfordern ständige Aufmerksamkeit des Hundehalters

Außerdem brauchst Du auch viel Konzentration, wenn Du ein Erziehungshalsband nutzt. Denn im Endeffekt musst Du entscheiden, wann dein Freund auf den richtigen Weg geleitet werden muss.

Um den Hund richtig zu konditionieren, ist es dafür notwendig, jeden Moment, in dem das Halsband verwendet wird, zu überwachen. Nur so wird es für ihn berechenbar. Das solltest Du nicht unterschätzen und die Trainingseinheiten wirklich ernst nehmen.

Dies bedeutet auch, dass derartige Bänder keine Option sind, wenn der Hund z.B. bellt, wenn er alleingelassen wird. Für diesen Fall sind spezielle Antibellhalsbänder mit Mikrofon sinnvoller.

Kann den Hund auch traumatisieren

Und schließlich solltest Du auch die Fortschritte des Hundes genau beachten und protokollieren. Denn obwohl körperliche Schäden praktisch ausgeschlossen sind, kann die Seele deines Lieblings schon in Mitleidenschaft gezogen werden.

Sehr sensible Tiere sind dann schnell traumatisiert. Wenn Du also mitbekommst, dass dein Gefährte nach dem Training sehr nervös geworden ist, macht es mehr Sinn, das Halsband abzusetzen und andere Erziehungsmethoden zu probieren.

Warum ist mein Hund verhaltensauffällig?

Wenn Verhaltensauffälligkeiten beim Hund auftreten, fragst Du dich wahrscheinlich: Warum ist das so? Und kann ich die Probleme mit einem Erziehungshalsband wirklich lösen?

Das kommt immer auf den Einzelfall an. Denn es gibt viele Gründe, die dazu führen können, dass der Vierbeiner sich nicht so benimmt, wie man gerne möchte.

Erlerntes Fehlverhalten

Hunde werden vor allem im Welpen- und Junghundalter geprägt. Und was in den ersten Lebensmonaten noch niedlich wirkt, kann später durchaus lästig werden. Dazu gehören z.B. Anspringen und Bellen.

Nun hat ein Hund nicht unbedingt ein Gefühl dafür, ob etwas putzig ist oder nicht. Wenn er also früh gelernt hat, dass ein bestimmtes Verhalten toleriert wird, macht er zunächst einmal wie gehabt so weiter.

Gegen derartiges erlerntes Fehlverhalten hilft in allererster Linie Konsequenz. Wenn der Hund merkt, dass seine Handlungen nicht gewünscht sind, stellt er sie häufig von alleine wieder ein. Ist dies nicht der Fall, kann aber auch ein Erziehungshalsband helfen.

Charakterliche Unterschiede

In manchen Dingen sind Hunde wie wir Menschen. Das bedeutet z.B., dass jedes Tier einen anderen Charakter hat: Die einen unterwerfen sich schneller, andere gehören zur sturen Sorte.

Ebenfalls gibt es ruhigere Hunde und temperamentvollere, und das hängt nicht nur von der Rasse ab. 

Wenn der Charakter Ursache für Fehlverhalten ist, ist es sehr aufwändig, dieses zu bereinigen. In letzter Konsequenz kann dann bei einigen Tieren auch ein Erziehungshalsband eingesetzt werden.

Schmerzen

Besonders Bellen und Winseln hat aber manchmal auch einen traurigen Grund: Oft stecken nämlich auch Schmerzen dahinter, die durch Krankheiten oder Verletzungen verursacht werden.

Hier kann ein Erziehungshalsband nicht weiterhelfen. Wenn Du eine plötzliche Wesensänderung deines Lieblings beobachtest, ist es deshalb immer ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen, der ihn dann gründlich untersucht.

Bedrohung

Es kann aber auch sein, dass dein Hund sich bedroht fühlt. Dies kann durch falsch verstandene Gebärden der Fall sein, aber auch andere Haustiere können ihm das Gefühl geben, dass ihm Gefahr droht. Besonders lautstarkes Bellen kann dann die Folge sein.

Dies ist auch eine normale Reaktion und kein Fehlverhalten an sich. Dementsprechend solltest Du in diesem Fall kein Erziehungshalsband nutzen. Dieses könnte es nämlich noch schlimmer machen und zu Aggressionen führen.

Langeweile

Oft steckt auch Langeweile dahinter. Der Hund fühlt sich unausgelastet und macht dann verrückte Sachen – auch wir Menschen tendieren ja manchmal dazu.

Ein Erziehungshalsband kann in diesem Fall zwar helfen, ist aber für das Tier nicht ideal. Besser ist es, ihn ausreichend zu beschäftigen.

Streben nach Aufmerksamkeit

Eng mit Langeweile verbunden ist das Streben nach Aufmerksamkeit. Wenn Du deinen Freund nicht so beachtest, wie er es gerne hätte, reagiert er eben häufig mit Bellen oder auch durch Anspringen.

Ein Erziehungshalsband ist auch hier nicht die beste Lösung. Lieber solltest Du zuerst versuchen, mehr Zeit mit deinem Vierbeiner zu verbringen. Haben sich die Verhaltensweisen allerdings schon stark festgesetzt, kann ein Band unter Umständen eine letzte Notlösung sein.

FAQs

Ein Erziehungshalsband hilft vor allem bei ständigen negativen Verhaltensweisen eines Hundes. Dazu gehören u.a. ständiges Bellen, Anspringen von Dingen oder Menschen oder auch zwanghaftes Jagen.

Erlaubte Erziehungshalsbänder, die gängigen Tierschutzbestimmungen entsprechen, funktionieren meist mit Vibrationen oder Ultraschalltönen. Außerdem gibt es Modelle, die mit einem Spray arbeiten.

Hierzulande verboten sind u.a. Halsbänder, die Elektroschocks abgeben, Stachelhalsbänder und Würgeketten. All diese Modelle können den Tieren schwere körperliche und seelische Schäden zufügen und gelten deshalb zurecht als Tierquälerei.

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Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.