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Veganes Hundefutter: Die besten Sorten im Vergleich 2021

Immer mehr Menschen ernähren sich vegan: Viele Hundehalter wollen dann auch ihrem vierbeinigen Freund Fleisch und andere tierische Nebenprodukte nicht mehr zumuten und geben ihm dann veganes Hundefutter.

Es gibt immer mehr Hersteller, die derartige Sorten anbieten. Mit etwas Aufwand kann veganes Futter auch durchaus artgerecht sein und eine vollwertige Ernährung ermöglichen. 

In den folgenden Zeilen erfährst Du, worauf Du dabei achten musst. Weiterhin findest Du einen Test der besten Mischungen, die 2021 erhältlich sind.

Überblick der besten veganen Hundefutter

Das beste vegane Bio Hundefutter: Yarrah Hundefutter Bio Bröckchen Vegan mit Cranberries
Das beste vegane Getreidefreie Hundefutter: Lukullus Veggie
Das beste vegane Hundefutter ohne Soja: Benevo Hunde- und Katzenfutter Duo Vegan

Testsieger: Yarrah Hundefutter Bio Bröckchen Vegan mit Cranberries

Unsere Empfehlung

Starke Bio Brocken

In unserem Vergleich besonders überzeugen konnte die Sorte “Yarrah Hundefutter Bio Bröckchen Vegan mit Cranberries”. Als Alleinfuttermittel bietet diese Feuchtnahrung aus den Niederlanden nicht nur gute Energiewerte, sondern ist dank Zutaten aus Bio-Anbau auch noch schonend und nachhaltig.

Alle Zutaten stammen aus biologisch zertifiziertem Anbau. Das Nassfutter besteht vor allem aus Soja, weiterhin verarbeitet Yarrah u.a. Vitamin-C-haltige Cranberries, Sonnenblumenöl mit vielen ungesättigten Fettsäuren, Äpfel und krautige Liebstöckel.

Etwas schade ist allerdings, dass die Deklaration nicht sonderlich transparent ist, auf Prozentangaben verzichtet der Hersteller so beispielsweise großteilig.

Faktencheck:

  • Zusammensetzung: Soja, Cranberries, Sonnenblumenöl, Apfel, Liebstöckel
  • Analytische Bestandteile: 9 % Rohprotein, 5 % Fettgehalt, 2,1 % Rohasche, 0,5 % Rohfaser, 76 % Feuchtegehalt
  • Futterart: Bio, glutenfrei
  • Geeignet für: Erwachsene Hunde aller Größen

Der Feuchtegehalt beträgt um die 76 Prozent, was für eine gute Hydrierung des Vierbeiners sorgt. Dank eines Proteinanteils von 9 Prozent eignet sich das Futter auch für aktivere Hunde, mit einem Fettanteil von 5 Prozent besteht gleichzeitig nur wenig Gefahr, dass das Tier Übergewicht ansetzt.

Somit ist diese Sorte aus den Niederlanden eine wirklich schöne Bio-Option, wenn es darum geht, den Vierbeiner mit einem feuchten Alleinfuttermittel vegan zu ernähren.

Bio-Produkt

gute Akzeptanz bei den meisten Vierbeinern

auch für etwas aktivere Hunde geeignet

Deklaration eher ungenau


Benevo Hunde- und Katzenfutter Duo Vegan

Sojafrei

Leckere Kombi-Sorte für Hund & Katze

Sehr vielseitig daher kommt das “Benevo Hunde- und Katzenfutter Duo Vegan”: Wie der Name schon andeutet, kann es nämlich sowohl Hunden als auch an Katzen gegeben werden. Anders als die meisten anderen fleischlosen Sorten verzichtet der Hersteller auf Soja als Proteinquelle.

Der Anbieter stammt aus Großbritannien und stellt bereits seit 2005 vegetarische und vegane Tiernahrung her. Das “Duo Vegan” Futter besteht vor allem aus Kartoffeln als Energiequelle, für weitere Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe sorgen viele Sorten Obst, Gemüse sowie Reis, Hafergrütze und Sonnenblumenöl. 

Faktencheck:

  • Zusammensetzung: Kartoffeln, Karotten, Hafergrütze, Sonnenblumenöl, Erbsen, Reis, Tomaten, Blaubeeren, Cranberries, Bierhefe
  • Analytische Bestandteile: 8 % Rohprotein, 3 % Rohasche, 3 % Rohfaser, 76 % Feuchtegehalt
  • Futterart: Sojafrei, glutenfrei
  • Geeignet für: Erwachsene Hunde & Katzen

Das scheint bei den Hunden sehr gut anzukommen, in Erfahrungsberichten wird die Akzeptanz der Sorte immer wieder in höchsten Tönen gelobt. Auch die schonenden Eigenschaften auf die Verdauung werden häufig hervorgehoben, der Geruch der Feuchtnahrung hingegen wird doch häufiger kritisiert.

Ebenfalls etwas schade: Die Deklaration der Inhaltsstoffe ist doch noch ausbaufähig: So findet man kaum Prozentangaben, was die Nachvollziehbarkeit ziemlich erschwert. Solltest Du dem Hersteller diesbezüglich aber vertrauen, ist die Sorte eine schöne Option, die bei den meisten Vierbeinern hervorragend abschneidet.

sowohl für Hunde als auch für Katzen konzipiert

sojafreie Rezeptur, mit vielen, ausgewogen zusammengesetzten Vitaminen & Mineralien

laut Erfahrungsberichten sehr schonend & mit guter Akzeptanz

ungenaue Nährwertangaben

scheint einen ziemlich strengen Geruch zu haben


Lukullus Veggie

Preistipp

Schmackhafte kaltgepresste Lösung

Solltest Du ein Trockenfutter suchen, das ganz ohne Soja auskommt, ist die Sorte “Lukullus Veggie” eine tolle Idee. Die Pellets nutzen Süßlupine als Haupt-Proteinquelle, weiterhin ist sehr viel vitaminreiches Obst und Gemüse enthalten. Dank ziemlich transparenter Deklaration der Zutaten lässt sich die Rezeptur zudem hervorragend nachvollziehen.

Das Futter ist kaltgepresst und enthält eine große Menge an verschiedenen pflanzlichen Ölen. Für Trockennahrung fallen Protein- und Fettanteile eher niedrig aus, weshalb sich die Sorte eher an normal aktive Hunde sowie Tiere, die abnehmen sollen, richtet.

Faktencheck:

  • Zusammensetzung: Gemüse, Obst, Süßlupine, pflanzliche Öle
  • Analytische Bestandteile: 9 % Rohprotein, 5 % Fettgehalt, 2,1 % Rohasche, 0,5 % Rohfaser, 76 % Feuchtegehalt
  • Futterart: Bio, getreidefrei, glutenfrei
  • Geeignet für: Erwachsene Hunde aller Größen

Viele Hundefreunde kategorisieren dieses Futter als vegan. Dagegen spricht allerdings, dass Lukullus Wollfett als Vitamin D3 Quelle verwendet. Einerseits führt dies zu einer guten Aufnahme und Verwertung durch den Vierbeiner, vegane Puristen werden durch die Nutzung von Schafswolle aber eher abgeschreckt werden.

Solltest Du damit jedoch kein Problem haben, ist die “Lukullus Veggie” Sorte eine schmackhafte und von den meisten Fellnasen hervorragend angenommene Lösung, die auch noch vergleichsweise wenig kostet. Sie ist somit auch für preisbewusste Haushalte sehr interessant.

kaltgepresstes Trockenfutter

sehr gute Deklaration, mit vielen pflanzlichen Ölen

vergleichsweise günstig

für aktive Hunde eher wenig Proteine & Fett

Vitamin D3 aus Wollfett gewonnen


Die Kaufkriterien

Vitamin- und Mineralgehalt

Weiterhin solltest Du dich genau informieren, welche Vitamine und Mineralstoffe in welcher Menge enthalten sind. Sehr proteinreiche Futter sollten beispielsweise viel Vitamin A enthalten, bei Verdauungsproblemen ist ein hoher Vitamin K Gehalt oft empfehlenswert.

Eine vegane Ernährung des Hundes ist also zwar schwieriger und aufwändiger, aber nicht unmöglich. Dafür braucht man dann aber auch Spezialfutter, das die Anforderungen und Ansprüche der Vierbeiner so gut es geht erfüllt.

Der Markt an dementsprechenden Sorten wächst schnell und stetig, so dass es an Auswahl nicht mangelt. Allerdings ist nicht jedes Futter gleich gut, im Detail unterscheiden sich die Produkte der verschiedenen Hersteller mitunter sehr stark. Damit Du eine fundierte Entscheidung treffen kannst, solltest Du vor allem auf die folgenden Kaufkriterien achten.

Protein- & Fettgehalt

Der Protein- und Fettgehalt sollte sich vor allem nach dem Aktivitätsniveau des Vierbeiners richten. Als Faustregel gilt: Je mehr sich der Hund bewegt, desto mehr Eiweiße und Fette braucht er.

Vierbeiner, die zu Übergewicht neigen, sollten eher vergleichsweise viele Proteine, aber wenig Fett bekommen. Dies gilt in etwa auch für Senioren. Leider gibt es im veganen Sektor kaum sehr eiweißhaltige Powernahrung für Sportler oder Aufbaufutter – hier kann es hilfreich sein, das Futter zusätzlich zu supplementieren, z.B. mit Hülsenfrüchten.

Verwendete Energiequellen

Zudem solltest Du darauf achten, dass die Nährstoffe vom Hund auch gut verwertet werden können. Dies betrifft besonders die Proteinquellen: Sie müssen auf jeden Fall ausreichende Mengen aller essentiellen und semi-essentiellen Aminosäuren enthalten. Ansonsten muss supplementiert werden.

Mehr zum Thema findest Du auch in diesem Text.

Zusätzliche Vitamine & Mineralstoffe

Neben Kalorien, Eiweißen und Fetten ist auch eine ausreichende Versorgung mit allen notwendigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen von zentraler Bedeutung. Veganes Futter ist hier leider etwas im Nachteil, beispielsweise bieten pflanzliche Substanzen statt dem gut verwertbaren Vitamin D3 nur das vom Körper etwas schwieriger akzeptierte Vitamin D2.

Umso wichtiger ist es, zu wissen, wie viel dieser wichtigen Nährstoffe genau im Hundefutter drin stecken. Dafür solltest Du sowohl auf die Zutaten als auch auf die “ernährungsphysiologischen Zusatzstoffe” achten. Ist hier alles im Lot, spricht nichts gegen eine Fütterung. Gibt es kleinere oder größere Defizite – je nach Vierbeiner kann dies auch bei vermeintlichem Alleinfuttermittel der Fall sein – solltest Du das Futter so ergänzen, dass das Gesamtbild passt, denn sonst drohen auf Dauer Mangelerscheinungen.

Akzeptanz & Verträglichkeit des Futters

Sehr wichtig ist natürlich auch die Akzeptanz des Hundefutters. Bei einer Umstellung auf vegane Nahrung sind viele Hunde zunächst etwas skeptisch – die Fressinstinkte der Vierbeiner sind eben stark auf Fleisch gepolt. Es gibt aber Sorten, die den Geschmack vieler Tiere deutlich besser treffen als andere.

Dies lässt sich mit einem Blick auf die Zutaten kaum einschätzen. Deutlich vielversprechender ist es stattdessen, auf Erfahrungsberichte anderer Hundehalter zu vertrauen. Auf den gängigen Kaufplattformen gibt es zahlreiche Kundenrezensionen, in denen Tierfreunde wie Du und ich kommentieren, wie eine Sorte bei ihrem Liebling angekommen ist. Bei sehr positiver Resonanz stehen die Chancen gut, dass das Futter auch von deinem Schützling gerne gefressen wird.

Deklaration, Herstellungsprozess & Nachhaltigkeit

Wenn Du auf veganes Hundefutter setzen willst, solltest Du zudem auf die Deklaration des Futters achten, um zu wissen, wie nachhaltig und gesund eine Sorte ist.

Idealerweise sind die Zutaten dann exakt und lückenlos mit Prozentangaben und ohne Allgemeinplätze wie “Getreide” oder “Gemüse” deklariert. Das schafft nicht nur Vertrauen, sondern ermöglicht es dir auch, auf etwaige Unverträglichkeiten oder Futtermittelallergien deines Vierbeiners Rücksicht zu nehmen.

Viele Hundehalter achten auch darauf, dass das vegane Futter aus Bio-Anbau stammt. Dann ist ein EU-Bio-Siegel eigentlich absolute Pflicht, weiterhin gibt es viele andere Zertifikate, die noch rigorosere Standards setzen und oft für mehr Qualität sorgen.

Vorteile veganer Futtermittel

So weit wie möglich auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmte fleischlose Ernährung

Ein großer Vorteil von veganem Hundefutter ist es, dass es ermöglicht, einen Hund völlig frei von Fleisch und anderen Tierprodukten zu ernähren, ohne dass die Nährstoffversorgung darunter leidet.

Da Hunde Allesfresser sind, kommt ihr Verdauungstrakt auch mit Getreide, Obst und Gemüse gut klar, ein Spezialfutter stellt dann sicher, dass alle wichtigen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente auch in ausreichenden Mengen enthalten sind.

Besonders gerne werden diese Sorten von Haltern eingesetzt, die sich selbst vegan ernähren.

Kein unnötiges Leid von Schlachttieren

Mit veganem Futter kannst Du so auch etwas zum Tierschutz beitragen: Fleisch hat nämlich einerseits einen saftigen Geschmack und viele Nährstoffe, ist aber auch mit viel Leid bei den Schlachttieren verbunden: Selbst Bio-Produkte bedeuten dann nicht automatisch, dass die Tiere ein glückliches Leben geführt haben.

Mit veganem Futter kannst Du so auch etwas zum Tierschutz beitragen: Fleisch hat nämlich einerseits einen saftigen Geschmack und viele Nährstoffe, ist aber auch mit viel Leid bei den Schlachttieren verbunden: Selbst Bio-Produkte bedeuten dann nicht automatisch, dass die Tiere ein glückliches Leben geführt haben.

Aus diesem Grund raten viele Tierschutzorganisationen, z.B. PETA, dazu, auch beim Hundefutter ganz auf tierische Zutaten zu verzichten.

Geringerer ökologischer Fußabdruck

Ebenfalls erfreulich: Veganes Futter ist um einiges klimafreundlicher als fleischhaltige Nahrung.

So berichtet Greenpeace, dass für die Produktion eines Kilo Weizens “nur” 1350 Liter Wasser benötigt werden, ein Kilo Fleisch aber um die 16.500 Liter verbraucht. Noch katastrophaler sieht es mit der CO2-Bilanz aus: Massentierhaltung verursacht etwa 20 Prozent aller Emissionen weltweit, für ein einziges Kilo Rindfleisch werden über 13 Kilo Kohlenstoffdioxid freigesetzt.

Vegane Nahrungsquellen sind hier deutlich im Vorteil. Mit tierfreiem Hundefutter tust Du also auch etwas für die Umwelt.

Senkt Risiko für Unverträglichkeitsreaktionen

Sehr gerne werden vegane Hundefutter – ob alleine oder zur Ergänzung – auch eingesetzt, wenn das Tier unter Allergien leidet oder sehr sensibel auf bestimmte Futter reagiert. Sehr viele Unverträglichkeitsreaktionen beziehen sich nämlich auf Fleisch – besonders Rind und Geflügel liegen immer mehr Vierbeinern schwer im Magen.

Eine pflanzenbasierte Ernährung ist dann eine schöne und schonende Alternative zu fleischhaltigem hypoallergenem Hundefutter.

Nachteile veganer Hundefutter Sorten

Allerdings sind vegane Sorten bei weitem nicht unumstritten. Eine derartige Ernährungsweise ist nämlich auch mit einigen “Nachteilen” verbunden, die Du unbedingt kennen solltest, bevor Du dich dafür entscheidest.

Wird von vielen Experten kritisch gesehen

So sehen viele Experten – neben Ernährungswissenschaftlern gehören insbesondere Tierärzte dazu – eine rein vegane Ernährung eher kritisch. Der Grundtenor lautet dann: Prinzipiell ist ein derartiger Speiseplan möglich, er erhöht aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Vierbeiner unter Mangelerscheinungen leidet.

Das liegt daran, dass Fleisch eine sehr gute Quelle für viele essentielle Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente ist, die Zusammensetzung kann von pflanzlichen Zutaten nur mit sehr viel Mühe und oft auch künstlichen Zusätzen erreicht werden. Auch die Aufnahme der Nährstoffe ist oft etwas problematischer, das pflanzliche Vitamin D2 wird beispielsweise bei weitem nicht so optimal verwertet wie das eigentlich nur in tierischen Zutaten enthaltene Vitamin D3.

Zwar gibt es einige Studien, die sich uneingeschränkt für vegane Ernährung aussprechen, doch diese sind mit Vorsicht zu genießen:

  • Zum einen sind die wissenschaftlichen Methoden oft umstritten – viele Aufsätze verlassen sich eher auf anekdotische oder nicht repräsentative Resultate. Belastbare Studien renommierter Institute sind noch Mangelware.
  • Andererseits stammen die meisten Forschungsarbeiten aus der Feder von Autoren, die mit veganen Bewegungen kooperieren. Die Neutralität wird deshalb häufig in Zweifel gezogen.

Anfangs oft schlechtere Akzeptanz als bei fleischhaltiger Nahrung

Weiterhin kostet es oft etwas Zeit und Mühe, um den Vierbeiner an seinen neuen veganen Speiseplan zu gewöhnen.

Anscheinend lieben Hunde Fleisch um einiges mehr, weshalb die Umstellung ziemlich aufwendig sein kann. Dann hilft nur Konsequenz und Geduld – manchen Hundehaltern ist das dann etwas zu viel.

Höhere Kosten für Futter & Tierarztbesuche

Und schließlich solltest Du auch bedenken, dass ein verantwortungsvolles veganes Füttern auch mit Zusatzausgaben verbunden ist:

  • Einerseits kosten Spezialsorten doch etwas mehr als die meisten fleischhaltigen Futter
  • Andererseits sollte ein Hund, der tierfrei ernährt wird, auch wirklich regelmäßig vom Tierarzt durchgecheckt werden. Das minimiert das Risiko einer Mangelernährung, belastet aber auch den Geldbeutel – der Veterinärmediziner will schließlich für seine Zeit und seine Dienstleistungen auch entlohnt werden.

Hundefutter vegan: Ein Gegensatz?

Sehr viele Hundehalter achten bei der Auswahl des Futters vor allem auf einen möglichst hohen und auch hochwertigen Fleischgehalt. Dahinter steht eine ganz einfache Annahme: Hunde sind Raubtiere und dementsprechend auch Fleischfresser, wird oft gedacht.

Als Pate für diese Hypothese wird meistens der Wolf herangezogen: Die Urväter unserer Haushunde, die immer noch etwa 99 Prozent der DNA teilen, ernähren sich fast ausschließlich von gerissener Beute. Davon ausgehend gibt es zahlreiche vermeintlich “naturnahe” Hundefutter, die Nahrung für “kleine Wölfe” bieten und fast ausschließlich aus tierischen Zutaten bestehen.

Hunde sind Allesfresser

Ganz so einfach ist es aber nicht: In den Tausenden von Jahren nach der Trennung von Wolf und Hund hat sich der Körper der domestizierten Vierbeiner nämlich deutlich weiterentwickelt. Studien zeigen so, dass das Prozent des Erbgutes, das nicht identisch ist, einen großen Unterschied ausmacht.

So haben Hunde beispielsweise eine große Toleranz für Stärke entwickelt und kommen – sofern keine Unverträglichkeiten bestehen – nicht nur hervorragend mit Getreide und anderen Kohlenhydratquellen klar, sondern auch mit pflanzlichen Bestandteilen wie Obst und Gemüse.

Biologen und Tierärzte sind sich deshalb mittlerweile weitgehend einig: Während der Wolf Fleischfresser ist und tierische Proteine zum Überleben braucht, sind Hunde im Grunde genommen Allesfresser.

Auf die Nährstoffzusammensetzung kommt es an

So kommt es nicht nur darauf an, was der Hund zu fressen bekommt. Im Fokus sollte stattdessen vor allem die Nährstoffzusammensetzung stehen. Dies beinhaltet insbesondere:

  • Für den Hund geeignete und ausreichend vorhandene Proteine mit allen essentiellen und semi-essentiellen Aminosäuren
  • Gut zusammengesetzte Fette, neben gesättigten auch ungesättigte Fettsäuren aus den Omega Gruppen
  • Vitamine, Hunde brauchen insbesondere welche aus den A-, B-, D und E-Gruppen sowie
  • Mineralstoffe und Spurenelemente.

Die einfachste Form, eine vollwertige Versorgung mit allen Nährstoffen zu erreichen, ist eine gute Mischung aus Fleisch und pflanzlichen Zutaten, häufig werden etwa 75 Prozent tierische und 25 Prozent pflanzliche Inhaltsstoffe als ideal angesehen.

Das bedeutet aber nicht, dass eine fleischlose Ernährung für Hunde gänzlich unmöglich wäre: Die meisten Vierbeiner können auch vegan ernährt werden, ohne dass Mangelerscheinungen auftreten – es kostet allerdings etwas mehr Aufwand.

Auf die Nährstoffzusammensetzung kommt es an

So kommt es nicht nur darauf an, was der Hund zu fressen bekommt. Im Fokus sollte stattdessen vor allem die Nährstoffzusammensetzung stehen. Dies beinhaltet insbesondere:

  • Für den Hund geeignete und ausreichend vorhandene Proteine mit allen essentiellen und semi-essentiellen Aminosäuren
    Gut zusammengesetzte Fette, neben gesättigten auch ungesättigte Fettsäuren aus den Omega Gruppen
    Vitamine, Hunde brauchen insbesondere welche aus den A-, B-, D und E-Gruppen sowie
    Mineralstoffe und Spurenelemente.
  • Die einfachste Form, eine vollwertige Versorgung mit allen Nährstoffen zu erreichen, ist eine gute Mischung aus Fleisch und pflanzlichen Zutaten, häufig werden etwa 75 Prozent tierische und 25 Prozent pflanzliche Inhaltsstoffe als ideal angesehen.
  • Das bedeutet aber nicht, dass eine fleischlose Ernährung für Hunde gänzlich unmöglich wäre: Die meisten Vierbeiner können auch vegan ernährt werden, ohne dass Mangelerscheinungen auftreten – es kostet allerdings etwas mehr Aufwand.

Pflanzlicher Fleischersatz

So lässt sich sagen: Wenn der Vierbeiner ohne groß nachzudenken mit Fleisch gefüttert wird, stehen die Chancen für eine ausreichende Ernährung deutlich besser als bei rein pflanzlichen Quellen. 

Deshalb muss man vor der Umstellung wirklich gut nachdenken: Die beste Strategie ist es, Beutetiere mit veganer Nahrung so weit es geht “nachzubauen”.

Obwohl tierische Zutaten die Fressinstinkte der Vierbeiner deutlich besser wecken zu scheinen, ist der Geschmack dabei zunächst eher zweitrangig: Wichtig ist es, dem Hundekörper alles zu geben, was er für die Erhaltung der Funktionen und ein aktives, gesundes Leben braucht.

Vegane & vegetarische Ernährung

Auch bei Hundefuttern wird zwischen veganen und vegetarischen Sorten unterschieden:

  • Vegetarisches Hundefutter ist fleischfrei, kann aber andere tierische Bestandteile enthalten. Dazu gehören z.B. Ei oder Milchprodukte.
  • Veganes Hundefutter hingegen enthält eigentlich keine tierischen Zutaten, stattdessen nutzt es ausschließlich pflanzliche Inhaltsstoffe.

Der Übergang zwischen vegetarischem und veganem Hundefutter ist dabei fließend und hängt auch von der Sichtweise des Hundehalters ab: Aus Schafswolle gewonnene Fette sind z.B. eine sehr gute Vitamin D3 Quelle und werden von manchen akzeptiert, von anderen hingegen abgelehnt. Ähnliches gilt für Algen, die von einigen Veganern als Lebewesen eingeordnet werden, für viele andere aber als Pflanzen gelten.

Auf die Zutatenliste achten

Der Begriff “vegan” ist nicht gesetzlich definiert. Ohne einheitlichen Standard bestimmen die Hersteller selbst, welche Sorten sie mit diesem Label versehen. Wenn Du es mit tierfreier Ernährung ernst meinst, solltest Du deshalb auf jeden Fall vor der Bestellung genau auf die Zutatenliste schauen.

Pflanzliche Proteinquellen

Im Vergleich zu fleischhaltiger Nahrung müssen die pflanzlichen Eiweißquellen bei rein veganer Ernährung einiges mehr leisten: Sie sollten so zusammengestellt sein, dass alle essentiellen Aminosäuren ausreichend vertreten sind. Dabei handelt es sich um

  • Isoleucin
  • Leucin
  • Lysin
  • Methionin
  • Phenyialanin
  • Threonin
  • Tryptophan und
  • Valin.

Ebenfalls wichtig sind zwei semi-essentielle Aminosäuren. Sie können zwar vom Hund selbst gebildet werden, die Menge reicht aber im Regelfall nicht aus, um die Tiere vollständig zu versorgen. Diese sind

  • Arginin und
  • Histidin.

Sehr gute vegane Proteinquellen sind beispielsweise Linsen, Erbsen, Lupine, Haferflocken oder Pseudogetreide wie Amaranth und Quinoa. Auch Soja ist sehr eiweißreich, viele umweltbewusste Hundefreunde meiden die Bohnen aber eher, weil sie sehr viel Anbaufläche benötigen. Da es in Hundefutter Mischungen erhitzt verarbeitet wird, ist Soja aber ungiftig und stellt in dieser Form keine Gefahr für die Vierbeiner dar.

Kohlenhydrate u.a. für mehr Energie

Der Proteingehalt pflanzlicher Quellen ist allerdings meistens geringer als bei fleischhaltiger Ware. Aktivere Hunde haben deshalb häufig Probleme, mit veganer Nahrung genug Energie zu bekommen.

Deshalb setzen viele Sorten auf einen erhöhten Kohlenhydrat-Anteil. Oft kommen dann Getreide-Varianten wie Mais, Reis oder auch Weizen zum Einsatz, die schnell verfügbare Kalorien bieten und gut verbrannt werden können, sofern der Hund sich ausreichend bewegt.

Kohlenhydrate werden häufig eher skeptisch gesehen, DNA Studien haben aber nachgewiesen, dass Hunde im Vergleich zum Wolf eine enorm hohe Stärke-Toleranz aufweisen: Eine derartige Fütterung ist also absolut artgerecht. Allerdings neigen manche Vierbeiner zu Unverträglichkeiten, besonders glutenhaltige Sorten wie Weizen und Gerste sind dafür bekannt und sollten von sensiblen Hunden eher gemieden werden. Sehr beliebte getreidefreie Kohlenhydratquellen sind z.B. Kartoffeln und Süßkartoffeln.

Fette für Power, Herz & Kreislauf

Jeder Hund braucht zudem Fette. Sie versorgen die Tiere nicht nur mit Energie, sondern sind auch für Herz und Kreislauf enorm wichtig. Gewöhnliche Futter besorgen sie sich vor allem aus Fleisch, auch tierische Öle werden gerne genutzt.

Hersteller von veganen Sorten müssen hier kreativer sein, denn Obst und Gemüse sind sehr fettarm und ermöglichen keine ausreichende Versorgung. Sehr häufig springen dann pflanzliche Öle und Saaten wie Leinsamen “in die Bresche”. Sie enthalten auch viele ungesättigte Omega Fettsäuren, die u.a. zu einem ausgeglichenen Cholesterinspiegel und gesunder Herzfunktion beitragen.

Mineralstoffe & Spurenelemente

Leider ist es häufig eine große Herausforderung, den Mineralstoffbedarf des Hundes mit veganen Zutaten zu decken. Besonders die Kalzium- und Phosphorversorgung wird ohne tierische Nahrungsquellen erschwert. Hier ist Fleisch deutlich im Vorteil, allerdings ist eine vegane Versorgung trotzdem möglich.

Das ideale Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor liegt etwa bei 1,2 bis 1,4 zu 1. Mit Fleisch wird der Bedarf vor allem durch Innereien, Knochen und Knorpel erfüllt. Bei veganer Ernährungsweise musst Du besonders aufmerksam sein, da ein Mangel schnell zu Problemen des Blutbildes und Knochenaufbaus führen kann. Alternativen ohne Fleisch umfassen u.a.:

  • Kalzium: Grünes Gemüse, Hülsenfrüchte, Pflanzensamen und Algen
  • Phosphor: Nüsse, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Pflanzensamen oder Kürbiskerne.

Damit der Hund die Mineralien verwerten kann, braucht er zudem ausreichend Vitamin D. Pflanzliche Zutaten bieten meistens nur das nicht ganz so einfach aufgenommene Vitamin D2. Das als ideal angesehene Vitamin D3 ist eigentlich nur in tierischen Futterquellen erhältlich, eine vergleichsweise schonende, aber nicht ganz vegane Lösung ist dann z.B. Wollfett vom Schaf.

Manchmal hilft Supplementierung

Sollte ein Nährstoff in einem veganen Futter nicht ausreichend enthalten sein, kann es sinnvoll sein, ihn mit einem Nahrungsergänzungsmittel zu supplementieren. Häufig reichen schon pflanzliche Flocken und Öle aus, um aus einer etwas unvollständigen Sorte eine komplette Mahlzeit zu machen.

Vitamine, die der Hund braucht

Für ein aktives, gesundes und langes Leben braucht der Hund zudem ausreichend Vitamine. Vitamin C, das bei uns Menschen eine sehr wichtige Rolle spielt, ist bei den Vierbeinern eher zweitrangig, denn sie können es selbst produzieren.

Deutlich wichtiger sind die

  • Vitamine A bzw. Beta-Carotin
  • Vertreter der B-Vitamine
  • Vitamin D (bereits weiter oben angesprochen) und
  • das Antioxidans Vitamin E.

Diese sind vor allem in Obst und Gemüse enthalten. Für Vitamin E sind zudem pflanzliche Öle eine hervorragende vegane Quelle. Damit der Hund optimal versorgt wird, setzen viele Hersteller auf künstlich zugefügte “ernährungsphysiologische Zusatzstoffe”. Das wird zwar nicht von jedem Hundehalter gemocht, verhindert aber Mangelerscheinungen und trägt als veganer Kompromiss zur Gesundheit des Vierbeiners bei.

Gute Gründe für vegane Ernährung

Vegane Sorten werden immer häufiger gekauft. Die Gründe hierfür sind sehr verschieden, vor allem geben folgende Punkte den Ausschlag dafür, dass Hundefreunde ihre Schützlinge ohne tierische Zutaten ernähren.

Ethische Bedenken

Der Hauptgrund, der viele Hundehalter zu veganen Optionen greifen lässt, sind ethische Bedenken: Die meisten Käufer derartiger Produkte sind selbst Veganer und wollen, dass ihre Hunde ebenso leben:

  • Schlachttiere leiden so nicht unnötig
  • Vegane Produkte bedeuten, dass man nicht auf Massentierhaltung angewiesen ist
  • Für Futter ohne tierische Bestandteile müssen keine Weideflächen abgeholzt werden und der CO2-Ausstoß ist deutlich niedriger, was es sehr umweltfreundlich macht.

Abwechslung im Fressnapf

Es gibt aber auch Hundehalter, die ihrem Liebling gewöhnlich Fleisch geben, hin und wieder aber auch eine vegane Mahlzeit gönnen. Dies kann ein guter Kompromiss sein, um den ökologischen Fußabdruck zumindest ein wenig zu senken.

Weiterhin sind solche “Veggie Days” um einiges risikoarmer, da es unwahrscheinlicher ist, dass der Vierbeiner dauerhaft unter Mangelerscheinungen leidet.

Alternative für sensible Hunde

Vegane Zutaten sind außerdem sehr beliebt, wenn der Vierbeiner unter einer sensiblen Verdauung oder Unverträglichkeiten leidet.

In Erfahrungsberichten zeigen sich viele Halter erstaunt, dass eine Umstellung die Kotkonsistenz verbessert hat und auch übelriechende Blähungen ausbleiben. Es ist dann auch eine gute Alternative zu hypoallergenen Sorten mit Fleisch.

Arten von veganem Hundefutter

Auch vegane Hundefutter Sorten sind in verschiedenen Arten erhältlich. Deshalb solltest Du auf jeden Fall auf die Kennzeichnung achten, denn einige Varianten sind nur für bestimmte Zwecke geeignet.

Alleinfuttermittel

Unter Alleinfuttermittel versteht man alle Sorten, die sich zur Komplett-Ernährung eines Hundes eignen. Sie sind also insbesondere dann notwendig, wenn der Vierbeiner ausschließlich vegan gefüttert werden soll.

Sie sind als Fleischersatz konzipiert und dienen als vollwertige Mahlzeit. Solltest Du lediglich vegane Beilagen suchen, ist es ratsam, diese Futter sehr behutsam zu portionieren, da sie in Verbindung mit anderer Nahrung sehr viele Kalorien haben.

Ergänzungsnahrung

Weiterhin gibt es auch vegane Nahrung, die als “Ergänzungsfuttermittel” deklariert ist. Dabei handelt es sich vor allem um Obst und Gemüse. Derartige Sorten sind eher kalorienarm und eignen sich insbesondere als Beilage. Besonders Barfer setzen gerne auf diese Mischungen.

Ein zur Ergänzung bestimmtes Futter darf aber nicht alleine eingesetzt werden: Der Hund bekommt durch diese Sorten nämlich nicht alle Nährstoffe, die er braucht – Mangelerscheinungen wären dann auf Dauer eigentlich unausweichlich.

FAQs

Wie gesund ist veganes Hundefutter?

Gut zusammengesetztes veganes Hundefutter ist als Alleinfuttermittel gekennzeichnet und ermöglicht dementsprechend eine vollwertige Ernährung des Vierbeiners. Trotzdem solltest Du genau auf die Zutatenliste achten – in einigen Fällen ist es nämlich ratsam, auf weitere Zusätze wie z.B. pflanzliche Öle zu achten.

Kann man einen Hund vegan ernähren?

Hunde sind Allesfresser und vertragen deshalb auch pflanzliche Zutaten sehr gut. Bei einer angemessenen Futterzusammenstellung, die alle wichtigen Aminosäuren, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthält, ist eine vegane Ernährung also generell möglich.

Auf jeden Fall sollte die Ernährungsumstellung allerdings vorher mit dem Tierarzt besprochen werden. Weiterhin muss der Gesundheitszustand des Tieres regelmäßig und engmaschig untersucht werden, ansonsten drohen zunächst unbemerkte, langfristig aber sehr schädliche Mangelerscheinungen.

Welches vegane Hundefutter?

1. Yarrah Hundefutter Bio Bröckchen Vegan mit Cranberries
2. Benevo Hunde- und Katzenfutter Duo Vegan
3. Lukullus Veggie

In unserem Test konnte insbesondere das Nassfutter “Yarrah Hundefutter Bio Bröckchen Vegan mit Cranberries” überzeugen. Eine schöne getreidefreie Sorte ist die Mischung “Benevo Hunde- und Katzenfutter Duo Vegan”, solltest Du auf Soja verzichten wollen, dürfte auch das “Lukullus Veggie” Futter sehr interessant sein

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.