Gedenksteine für Hunde: 5 würdevolle Modelle im Vergleich 2022

Wir alle wollen, dass unsere vierbeinigen Lieblinge ewig leben. Leider ist dies nicht möglich: Zwar werden Hunde immer älter, irgendwann ist aber der Tag gekommen, an dem wir Abschied nehmen müssen.

Dann leiden viele Besitzer sehr stark – eine ganz normale Reaktion. Einigen Tierfreunden hilft es dann ungemein, wenn sie einen Bezugspunkt haben, an dem sie ihrem verstorbenen Haustier gedenken können.

Hierfür eignet sich insbesondere ein kleiner Gedenkstein. Im folgenden Artikel erfährst Du, welche gute Optionen Du dann hast und wie es dir gelingt, ein würdevolles Andenken an deinen Vierbeiner zu schaffen.

Überblick der besten Gedenksteine für Hunde

Unsere Empfehlung: Livingstyle & Wanddesign Grabkreuz Pfotenherz
Beste Gedenkplatte: CHRISCK Design Tier Grabstein
Robuste Premiumvariante: Jinhuoba Gedenkstein für Haustiere
Bester Gedenkstein mit Leuchtfunktion: Festive Lights solarbetriebener Gedenkstein
Unser Preistipp: Relaxdays Grabschmuck Hund

Testsieger: Livingstyle & Wanddesign Grabkreuz Pfotenherz

Unsere Empfehlung

Hochwertiges Gedenkkreuz zum Stecken

Ein wirklich empfehlenswerter Gedenkstein für Hunde ist das “Livingstyle & Wanddesign Grabkreuz Pfotenherz”. Es ist in schwarz und weiß erhältlich, weiterhin kannst Du aus drei verschiedenen Größen wählen. So dürfte für praktisch jeden trauernden Hundefreund ein geeignetes Modell dabei sein.

Dabei handelt es sich um ein Steckkreuz. Dies bedeutet, dass Du es einfach in den Boden rammen kannst, in den eigenen vier Wänden lässt es sich zudem gut aufhängen. Es besteht aus Plexiglas und besticht laut Erfahrungsberichten mit einer hervorragenden Verarbeitung. Bei harten Böden kann es aber etwas Mühe kosten, das Kreuz stabil zu befestigen.

Faktencheck:

  • Art: Steckbarer Grabschmuck
  • Material: Plexiglas
  • Farbe: Schwarz oder Weiß
  • Form: Kreuz
  • Inschrift: Foto & Lebensdaten des Hundes
  • Maße: 25 x 13,5; 40 x 21,5 oder 60 x 32 cm
  • Geeignet für: Innen & Außen.

Die optische Gestaltung des Kreuzes weiß, zu überzeugen: Es strahlt Würde aus und erinnert doch sehr stark an herkömmliche Friedhofs-Grabsteine. Auf einen Grabspruch verzichtet der Hersteller, stattdessen kannst Du die Lebensdaten deines verstorbenen Vierbeiners verewigen lassen.

Auch ein Foto des Hundes kann auf Wunsch eingearbeitet werden. Dieses ist allerdings “nur” aufgeklebt, manche Käufer bemängeln dann auch, dass es schneller verbleicht als das Kreuz selbst. Wenn Du willens bist, es hin und wieder auszutauschen, bleibt der Gedenkstein aber trotzdem immer gut in Schuss.

in 2 Farben & 3 Größen erhältlich

klassischer, würdevoller Look

hochwertige Verarbeitung

Foto weniger langlebig als Kreuz

Standfestigkeit stark von Bodenverhältnissen abhängig


CHRISCK Design Tier Grabstein

Gediegene Grabplatte

Besonders für den Tierfriedhof gut geeignet ist der “CHRISCK Design Tier Grabstein”. Dieses Modell ist eine Grabplatte, die in den Boden eingearbeitet werden kann. Natürlich lässt sich das Modell aber auch im eigenen Garten oder in der Wohnung aufstellen.

Die Platte besteht aus ziemlich massivem Naturschiefer Material und ist laut Käufer-Aussagen sehr wetterfest. Aufgrund seines Designs lässt sie sich allerdings nicht frei aufstellen, solltest Du ein monumentales Grabmal für deinen Vierbeiner wünschen, sind wohl andere Modelle besser geeignet.

Faktencheck:

  • Art: Platte
  • Material: Naturschiefer
  • Farbe: Schwarz/Weiß
  • Form: Rechteckig
  • Inschrift: Frei auswählbar
  • Maße: 30 x 20 x 0,7 cm
  • Gewicht: 900 g
  • Geeignet für: Innen & Außen.

Wenn Du eine dezente Gedenk-Gelegenheit suchst, ist dieser Stein aber eine tolle Lösung. Er strahlt viel Würde aus und kommt in klassischer Optik daher.

Erfreulicherweise lässt sich die Grabplatte frei beschriften. So kannst Du nicht nur einen persönlichen Gedenktext für deinen Vierbeiner verfassen, auch ein Foto des Hundes ist möglich. Die Gravuren sind gut lesbar und haben laut Erfahrungsberichten eine hohe, langlebige Qualität.

massives Naturschiefer Material

frei wählbare Beschriftung

dezentes, würdevolles Design

kann nicht frei stehen


Jinhuoba Gedenkstein für Haustiere

Robuste Lösung

Eine Lösung, die deutlich mehr auffällt, ist der “Jinhuoba Gedenkstein für Haustiere”. Er bietet Platz für ein 9 mal 13 Zentimeter großes Foto, so dass Du deinen verstorbenen Vierbeiner immer im Blick hast, wenn Du dich an ihn erinnern möchtest.

Das Modell besteht aus Polyresin und ist robust und wetterfest gefertigt. Dank des vergleichsweise hohen Gewichtes von fast 800 Gramm ist die Umkippgefahr des über 19 Zentimeter hohen Monumentes ziemlich gering.

Faktencheck:

  • Art: Freistehend
  • Material: Polyresin
  • Farbe: Grau
  • Form: Gedenkstein mit Foto
  • Inschrift: “When tomorrow starts without me. Don’t think we’re far apart for every time. You think of me. I’m right here inside your heart.”
  • Maße: 20,3 x 19,8 x 8,9 cm
  • Gewicht: 794 g
  • Geeignet für: Innen & Außen.

Der Stein wird mit einer etwas langen englischsprachigen Inschrift geliefert, die leider nicht abgewählt werden kann. Auch der Preis ist im Vergleich zu anderen Modellen etwas hoch. Aufgrund der hohen Qualität kann es sich aber durchaus lohnen, etwas mehr Geld auszugeben.

hübsches Design mit großem Foto

schöne Größe

robust & wetterfest

etwas lange englischsprachige Inschrift

vergleichsweise hochpreisig


Festive Lights solarbetriebener Gedenkstein

Beleuchtet

Leuchtendes Gedenken

Eine sehr schöne Option ist auch der “Festive Lights solarbetriebene Gedenkstein”. Er verfügt über ein Solarpanel, das tagsüber aufgeladen wird. Dank Helligkeitssensor leuchtet der Stein dann in der Nacht und strahlt einen hellen, warmen Farbton aus.

Das sieht toll aus und stellt ein würdevolles Gedenken an deinen Vierbeiner dar. Auch das Design kann sich sehen lassen: Das freistehende Modell hat eine Kreuzform, auf Bodenniveau befindet sich eine ruhende Hundeskulptur.

Faktencheck:

  • Art: Freistehend
  • Material: Kunststoff
  • Farbe: Grau/Gelb
  • Form: Beleuchtetes Kreuz mit liegender Hundeskulptur
  • Inschrift: Ohne, nur Pfotenabdrücke
  • Maße: 20 x 12,9 x 11,2 cm
  • Gewicht: 638 g
  • Geeignet für: Innen & Außen.

Laut Erfahrungsberichten ist der Stein erstaunlich robust und wetterfest. Gelegentlich wird allerdings kritisiert, dass der Helligkeitssensor manchmal nicht ganz so funktioniert, wie er soll: Der Grabstein leuchtet dann gar nicht oder nur schwach.

Eine persönliche Gravur ist leider nicht möglich, der Stein hat lediglich einige Pfotenabdrücke als Schmuck. Sollte dich dies nicht abhalten, ist dieses Modell aber eine wirklich hübsche Gedenk-Möglichkeit, die sich optisch von anderen Lösungen abhebt.

schöne Gestaltung

mit nachhaltiger Solarbeleuchtung

robuste Verarbeitung

Leuchte wohl nicht 100% zuverlässig

keine Gravur möglich


Relaxdays Grabschmuck Hund

Preistipp

Kompakt & günstig

Eine schöne und sehr günstige Lösung ist zudem der “Relaxdays Grabschmuck Hund”. Dieser cremefarbene Stein hat sehr kompakte Maße und lohnt sich daher vor allem, wenn Du eine kleine, dezente Option für das Gedenken an deinen Vierbeiner suchst.

Der Stein besteht aus Polyresin, ist wetterfest und kann daher sowohl drinnen als auch draußen aufgestellt werden. Die Gedenktafel wird von einer süßen Hundeskulptur mit Engelsflügeln überragt, dazu passt auch die schöne Inschrift “An Angel to Protect you”, die fester Bestandteil des Ensembles ist.

Faktencheck:

  • Art: Freistehend
  • Material: Polyresin
  • Farbe: Creme
  • Form: Grabstein mit Hundeskulptur
  • Inschrift: “An Angel to Protect you”
  • Maße: 10 x 10,5 x 20 cm
  • Gewicht: 380 g
  • Geeignet für: Innen & Außen.

Im Garten und auf dem Hundefriedhof macht dieser Stein einen schönen Eindruck. Allerdings ist er mit gerade einmal 380 Gramm auch eher ein Leichtgewicht. Um Schäden durch Windstöße zu vermeiden, kann es daher sinnvoll sein, ihn zusätzlich zu sichern, z.B. mit einem weiteren Gewicht.

klein & kompakt, platzsparende Lösung

mit schöner Inschrift

günstiger Preis

für Outdoor Nutzung vielleicht etwas zu leicht


Die Kaufkriterien

Ein Hunde-Gedenkstein ist eine tolle Möglichkeit, deinen verstorbenen Vierbeiner im Herzen zu behalten und dich bei der Trauerarbeit zu unterstützen. An Auswahl mangelt es dabei nicht, denn es gibt viele Hersteller, die diesbezüglich wirklich schöne Lösungen anbieten.

Das heißt allerdings nicht, dass jedes Modell für jeden Anspruch gleich gut geeignet ist: Je nach persönlichem Geschmack, Einsatzgebiet und Budget könnte ein anderer Stein in Frage kommen.

Deshalb solltest Du nicht blind bestellen, sondern vorher gut nachdenken, ob ein Stein auch wirklich zu deinem Fall passt. Dabei dürften dir die folgenden Kaufkriterien sehr helfen.

Art des Gedenksteins

Bevor Du dir ein Modell aussuchst, solltest Du genau überlegen, wie Du den Gedenkstein aufstellen möchtest. Es gibt nämlich durchaus unterschiedliche Arten:

  • Freistehende Steine sind ziemlich auffällig, können aber schnell umkippen.
  • Grab-/Gedenkplatten hingegen sind eher dezent, sind allerdings für monumentale Anlagen eher ungeeignet.
  • Steckbarer Grabschmuck ist ziemlich robust und flexibel, sofern der Untergrund so eine Lösung zulässt.
  • Es gibt auch Gedenksteine, die gleichzeitig als Urne dienen.

Design & Look

Jeder Hundehalter hat einen anderen Geschmack, was einen Gedenkstein angeht: Die einen bevorzugen unauffällige Modelle, andere wollen das Hundegrab opulent gestaltet haben. Hier gibt es eigentlich kein richtig oder falsch, Du solltest dir das Design aussuchen, das am besten zu deinen Vorstellungen passt.

Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, solltest Du daher die Produktfotos der einzelnen Angebote gut studieren, bevor Du eine Kaufentscheidung triffst.

Material & Verarbeitung

Hunde Gedenksteine können aus den verschiedensten Materialien bestehen: Von Plastik über Kunststoff bzw. Kunstharz (Polyresin) bis hin zu Naturstein ist eigentlich alles dabei.

Wichtig ist dieser Punkt vor allem, wenn Du einen Stein für die Outdoor-Nutzung, also z.B. den Garten oder den Hundefriedhof, suchst. Dann muss die Qualität wirklich stimmen, hinsichtlich der Wetterfestigkeit ist es sehr ratsam, auch die Erfahrungen anderer Käufer in die Überlegungen mit einzubeziehen. Kundenrezensionen findest Du auf fast jeder Kaufplattform.

Bei der Nutzung in den eigenen vier Wänden ist dieses Thema eher zweitrangig, da der Stein dann keinen allzu großen Belastungen ausgesetzt wird.

Inschrift bzw. Gravurmöglichkeiten

Viele Hunde Grabsteine werden mit einer vorgefertigten Inschrift geliefert. Diese ist meist auf Englisch verfasst und bietet für fast alle Fälle tröstende Worte. Einige Tierfreunde finden diese wirklich toll, andere halten sie eher für kitschig – was auf dich zutrifft, musst Du selber entscheiden.

Von vielen Käufern bevorzugt werden allerdings frei beschriftbare Gedenksteine. Du gibst dann bereits bei der Bestellung einen Text (z.B. Lebensdaten und persönliche Worte) oder auch ein Foto auf, das Material wird dann dementsprechend bearbeitet. Derartige individuelle Lösungen sind allerdings grundsätzlich nicht mehr umtauschbar.

Sollte es dir “nur” darum gehen, ein kleines Andenken an den Vierbeiner zu haben, kann sich aber auch ein Modell ohne persönliche Gravur lohnen.

Größe & Gewicht

Aufgepasst: Viele Käufer sind nach dem Erhalt ihrer Bestellung etwas enttäuscht, weil ihr Gedenkstein deutlich kleiner ausfällt als erwartet. Das liegt daran, dass die Produktbilder oft täuschen. Um Ärger zu vermeiden, solltest Du auf jeden Fall die Maße checken, bevor Du einen Kauf tätigst – besonders für personalisierte, nicht umtauschbare Produkte ist das eigentlich Pflicht.

Auch das Gewicht kann eine Rolle spielen: Ein zu leichter Gedenkstein kann im Freien schnell weggeweht werden, sobald es etwas stürmischer wird. Für Wetterfestigkeit sorgen dann vor allem schwere, robuste Modelle.

Vorteile von Gedenksteinen für Hunde

Erleichtert oft die Trauerarbeit

Gedenksteine für Hunde liegen im Trend, und das aus gutem Grund. Ein großer Vorteil dieser Andenken ist, dass sie etwas bieten, das lange Zeit vernachlässigt wurde: Sie erleichtern oft die Trauerarbeit nach dem Verlust des geliebten Vierbeiners ungemein.

Studien haben ergeben, dass der Tod eines Haustieres für uns Menschen genauso schmerzhaft sein kann wie der Verlust eines nahen Familienangehörigen. Das müssen wir ernst nehmen. Ein Rückzugsort, um dem geliebten Hund zu gedenken, kann dann viel Trost bieten.

Vielseitig verwendbar

Erfreulicherweise sind solche Steine sehr vielseitig verwendbar: Es muss also nicht unbedingt ein Grab auf dem Tierfriedhof sein.

Viele trauernde Hundefreunde verwenden Gedenksteine auch im eigenen Garten, z.B. am Lieblings-Rückzugsort des verstorbenen besten Freundes. Auch eine Trauerecke im Haus wird immer öfter eingerichtet.

Eher günstig in der Anschaffung

Wenn es um das Begräbnis von Familienangehörigen geht, ist ein Grabstein oft ein teures Unterfangen: Steinmetze nehmen ziemlich viel Geld, um eine individuelle Lösung herzustellen.

Zum Glück hast Du bei einem Hunde Gedenkstein keine derart großen Ausgaben: Die meisten Modelle sind erstaunlich erschwinglich, so dass dein Geldbeutel nicht über Gebühr belastet wird.

Nachteile von Hunde Gedenksteinen

Allerdings gibt es auch einige kleine “Nachteile”, die mit Gedenksteinen für Hunde in Verbindung gebracht werden können. Eine Anschaffung lohnt sich daher nicht immer – Du musst selbst entscheiden, ob Du dir einen zulegen möchtest, um deinen Verlust zu bewältigen.

Keine Patentlösung

So helfen derartige Steine vielen Hundehaltern, aber nicht allen: Eine Patentlösung sind sie also nicht. Jeder trauert anders, für einige ist es daher eine bessere Wahl, das geliebte Haustier im Herzen zu bewahren und keine Grab- oder Gedenkstätte einzurichten.

Eine 2003 erschienene US-amerikanische Studie hat so z.B. ergeben, dass ein Jahr nach dem Tod “nur” etwa 22 Prozent aller Hundehalter starke Verlust-Symptome aufweisen. Für diese ist ein Grabstein wahrscheinlich eine tolle Lösung, andere wiederum sind vielleicht mit anderen Methoden der Trauerbewältigung besser bedient.

Unterhaltsaufwand

Wenn Du dich für einen Gedenkstein entscheidest, musst Du außerdem etwas Unterhaltsaufwand mit einkalkulieren.

Insbesondere bei Grabanlagen und Gedenkstätten im Freien ist dies der Fall: Die Steine sind oft zwar vergleichsweise witterungsfest, müssen aber dennoch regelmäßig gesäubert werden, um immer gut auszusehen. Gelegentlich sind aus Ausbesserungsarbeiten oder z.B. der Austausch eines Fotos notwendig.

Trauerarbeit nach Verlust eines Hundes: Enorm wichtig

Hunde haben eine begrenzte Lebenserwartung, die sich von Rasse zu Rasse unterscheidet: Viele kleine Vierbeiner können 15 Jahre und älter werden, größere Hunde sterben generell etwas früher.

Beispiele für durchschnittliche Lebenserwartung von Hunderassen

  • Irischer Wolfshund: 7 Jahre
  • Französische Bulldogge: 9 Jahre
  • Deutscher Schäferhund: 10 Jahre
  • Mops: 11 Jahre
  • Labrador & Golden Retriever: 12 Jahre
  • Yorkshire Terrier: 13 Jahre
  • Dackel: 14 Jahre
  • Jack Russell Terrier: 14 Jahre.

Quelle: Ein Herz für Tiere.

In extremen Fällen können Hunde einen sogar noch länger begleiten: So gibt es einige Rassen, z.B. Chihuahuas, bei denen einige Exemplare 20 Jahre alt werden. Andere Vierbeiner hingegen verlassen uns auch früher, z.B. nach einer schweren Krankheit oder als Folge eines Unfalls.

Aber egal, wie alt ein Hund geworden ist: Der Abschied fällt eigentlich immer schwer. Wenn man über mehrere Jahre hinweg ein Leben geteilt hat, erscheint es für viele unvorstellbar, auf einmal wieder alleine unterwegs zu sein.

Tod eines Vierbeiners trifft viele Menschen besonders hart

In einigen Fällen scheinen Hundehalter um ihren Vierbeiner mehr zu trauern als um verstorbene Menschen. Das hört sich für viele seltsam an, ist aber bei genauerem Nachdenken durchaus verständlich.

Hunde sind wirklich treue Seelen, um die sich die trauernden Besitzer jahrelang praktisch 24 Stunden am Tag gekümmert haben. Sie sind zusammen durch dick und dünn gegangen, Streit, wie man ihn zwischen Menschen kennt, gab es eigentlich auch nicht.

Kurz gesagt: Viele Menschen haben zu ihrem Hund eine engere Beziehung gehabt als zu anderen Personen.

Ganz normale Reaktion

Das Trauern um Haustiere stellt in unserer Gesellschaft vielerorts noch ein Tabu dar: “Es ist doch nur ein Hund”, hört man dann oft. Das bedeutet allerdings nicht, dass man sich dafür schämen müsste, im Gegenteil. Studien haben ergeben, dass die Verlustverarbeitung für Hundebesitzer ein ganz normaler Prozess sind.

Eine bereits 1977 veröffentlichte Untersuchung kommt so zum Schluss, dass viele Haustierhalter nach dem Tod ihres Hundes einen Gemütszustand erreichen, der ansonsten nur nach dem Ableben von nahen Verwandten auftritt. In einigen Fällen ist dann sogar eine psychiatrische Behandlung notwendig.

Eine 2003 veröffentlichte US-amerikanische Studie geht sogar noch weiter und gibt einen guten Überblick darüber, wie weit verbreitet das Problem ist: Von 174 Teilnehmern zeigten über 85 Prozent Symptome ernsthafter Trauer. Nach 6 Monaten waren noch über 35 Prozent der Probanden betroffen, ein Jahr nach dem Verlust ihres Haustieres gaben noch mehr als 22 Prozent an, ihn noch nicht richtig verdaut zu haben.

Bewältigung als individueller Prozess

Wenn Du Angst vor dem Verlust deines Vierbeiners hast oder immer noch nicht damit klar gekommen bist, dass dein Hund diese Welt verlassen hat, bist Du also nicht allein. Im Gegenteil, Trauer über den Tod eines Haustieres ist ganz normal und nichts, wofür man sich schämen muss.

Wie beim Verlust von menschlichen Freunden oder Familienmitgliedern ist die Trauerarbeit auch nach dem Ableben eines Hundes eine sehr individuelle Sache. Generell solltest Du das tun, was dir hilft, um den Prozess richtig zu verarbeiten.

Dabei solltest Du – wenn nötig – auch nicht davor zurückschrecken, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Viele Psychotherapeuten behandeln mittlerweile auch Probleme, die in Zusammenhang mit dem Tod eines geliebten Vierbeiners auftreten. Auch Tierärzte haben dies erkannt, die Zahl der Praxen, die eine Trauerbegleitung anbieten, steigt stetig.

Der Vierbeiner ist verstorben: Was passiert mit dem Körper?

Wenn der Hund verstirbt, ist die erste Frage, die man sich stellen sollte, was anschließend mit dem Körper passieren sollte. Gewöhnlich musst Du dich schnell entscheiden, weshalb es empfehlenswert ist, schon früh darüber nachzudenken, was geschehen sollte, wenn das Tier eines Tages nicht mehr auf dieser Welt ist.

Die Bestattung oder Beseitigung von Haustieren richtet sich nicht nach dem Bestattungs-, sondern nach dem Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz. Dies gibt dir mehr Freiheiten, wenn es darum geht, dem Vierbeiner die letzte Ehre zu erweisen, allerdings haben diese auch ihre Grenzen.

Generell stehen dir vor allem die folgenden Optionen offen.

Mehr zum Thema

Offizieller Text des Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetzes.

Tierkörperbeseitigung beim Tierarzt

Immer noch sehr verbreitet ist es, den Hund nach dem Tod beim Tierarzt zu lassen. Insbesondere nach einer Einschläferung ist dies die einfachste Lösung. Der Kadaver wird dann der Tierkörperbeseitigung zugeführt. Hierfür muss der trauernde Hundehalter eine kleine Gebühr entrichten.

Stirbt der Hund woanders, z.B. in der eigenen Wohnung, ist es möglich, den Körper von der Kommunalverwaltung abholen zu lassen oder bei einer Kleintiersammelstelle abzugeben. Das Entsorgen im Müll ist nicht statthaft und kann mit Bußgeld geahndet werden.

Hund wird nicht weiterverwendet

Keine Sorge: Anders, als oft vermutet, werden verstorbene Haustiere nicht weiter verwertet oder sogar zu Tierfutter verarbeitet: Derartige Kadaver gehören laut EU-Verordnung über tierische Nebenprodukte (1069/2009) zur Kategorie 1 und müssen deshalb vollständig verbrannt werden.

Einäscherung

Immer mehr Hundehalter entscheiden sich auch dafür, ihren verstorbenen Liebling einäschern zu lassen. Hierfür wird ein Tierkrematorium beauftragt, der Vierbeiner wird verbrannt. Viele Betriebe bieten dir die Möglichkeit, die Verbrennung per Video zu beobachten.

Anschließend wird dir die Asche übergeben. Du kannst sie dann entweder begraben, verstreuen oder zu Hause aufbewahren. Für diesen Zweck gibt es auch Urnen für Haustiere, die aber keine Pflicht sind.

Erdbestattung: Hundegrab im eigenen Garten gestalten

Unter Umständen ist es auch möglich, den Vierbeiner auf dem eigenen Grundstück zu begraben. Das Bestattungsgesetz greift hier nicht, viele Kommunen verlangen aber eine Genehmigung durch das Veterinäramt. Auch die Kosten sind minimal.

Allerdings ist auch eine Erdbestattung an gewisse Regeln gebunden. Diese können sich von Kommune zu Kommune bzw. von Land zu Land unterscheiden, generell gilt aber vor allem Folgendes:

  • Du musst Eigentümer des Grundstücks sein, in gemieteten oder gepachteten Gärten musst Du die schriftliche Zustimmung des Eigners anfordern.
  • Das Grundstück darf in keinem Wasserschutzgebiet liegen.
  • Der Hund darf nicht an einer Seuchenerkrankung verstorben oder anderweitig kontaminiert sein.
  • Ein Mindestabstand zu Nachbargrundstücken muss gewahrt bleiben.
  • Der Hund muss so tief vergraben werden, dass er nicht (z.B. von Wildtieren) wieder ausgebuddelt werden kann.

Tierfriedhof

Seit einigen Jahren erfreuen sich auch spezielle Tierfriedhöfe wachsender Beliebtheit. Sie bieten die Möglichkeit, dem Vierbeiner “richtig” zu bestatten, weiterhin hast Du so einen festen Platz, um deinem Hund zu gedenken.

Ein Tierfriedhof wird professionell geführt, die Einhaltung aller rechtlichen Voraussetzungen ist also gegeben. Allerdings ist diese Lösung auch mit Kosten verbunden, neben der Bestattung musst Du auch jährlich eine Nutzungsgebühr bezahlen. Auch um die Grabpflege musst Du dich kümmern bzw. einen Fremdanbieter beauftragen.

Mensch-Tier-Friedhof

Vergleichsweise neu sind Mensch-Tier-Friedhöfe. Sie sind eine sehr langfristige und für viele Hundehalter auch eine sehr tröstende Lösung. Mit ihnen ist es nämlich möglich, auch nach dem Tod vereint zu sein.

Das bedeutet: Ein Grab ist nicht nur für den Vierbeiner, sondern auch für den Halter vorgesehen. Wenn Du stirbst, kannst Du veranlassen, mit deinem besten Freund bestattet zu werden.

Ob dies notwendig ist, musst Du für dich selbst entscheiden. Auch ein Mensch-Tier-Grab ist mit laufenden Kosten verbunden, wenn Du, wie ich hoffe, noch ein langes Leben vor dir hast, kann es also passieren, dass Du viele Jahre für die Stätte zahlen musst.

Professionelle Präparation des Haustieres

Eher selten und ziemlich teuer ist es, einen professionellen Tierpräparator zu beauftragen, den verstorbenen Hund für die Nachwelt zu konservieren. Der Vierbeiner wird dann ausgestopft und wirkt auf den ersten Blick so, als wäre er immer noch bei dir.

Für viele Tierfreunde ist dies etwas zu viel des Guten. Es gibt aber auch Hundehalter, für die eine Präparation die beste Lösung zu sein scheint. Solltest Du dich hierfür entscheiden wollen, musst Du allerdings schnell handeln, denn für eine optimale Ausstopfung ist es notwendig, den Hund unmittelbar dem Präparator zu übergeben.

Einen Gedenkstein für Hunde einrichten

Egal, ob Du dich dazu entschieden hast, den Hund zu bestatten oder nicht: Wenn Du eine liebevolle Beziehung zu deinem Vierbeiner hattest, werden die Erinnerungen niemals verschwinden.

Eine tolle Option ist es dann, dem Hund einen Gedenkstein zu gönnen. So denkst Du nicht nur auf dem Tierfriedhof an deinen verstorbenen Liebling, sondern kannst ihn auch in den eigenen vier Wänden immer im Gedächtnis haben.

Outdoor Lösungen

Sehr häufig werden Gedenksteine draußen aufgestellt. Hierfür braucht man dann natürlich ein sehr wetterfestes Modell, das Hitze, Kälte und Nässe möglichst unbeschadet übersteht.

Solltest Du dich dafür entschieden haben, den Hund in deinem eigenen Garten zu bestatten, dient so ein Monument meistens als Grabstein. Aber auch einzig zum Gedenken können derartige Steine dienen: Dann werden sie meistens am Lieblingsort des Vierbeiners aufgestellt, z.B. am Platz, an dem früher seine Hundehütte war.

Indoor Gedenken in den eigenen vier Wänden

Noch mehr Möglichkeiten hast Du, wenn es darum geht, dem Hund in den eigenen vier Wänden zu gedenken. Viele Hundehalter schaffen sich dann einen regelrechten Schrein, in den nicht nur ein Gedenkstein, sondern auch andere Erinnerungsstücke (z.B. Halsband, Lieblingsspielzeug oder eine Fotocollage) eingearbeitet werden können.

Es gibt aber auch dezente Lösungen. Wenn Du z.B. das Gedenken an deinen Vierbeiner nicht immer zur Schau stellen möchtest, kannst Du auch einen verschlossenen Gedenk-Schrank oder sogar eine Schublade ganz in das Zeichen des verstorbenen Haustieres stellen.

Für diesen Zweck gibt es auch Mini-Gedenksteine, die nicht allzuviel kosten.

FAQs

Was kostet das Verbrennen eines Haustieres?

Die Kosten für die Kremation eines Hundes hängen vor allem von Gewicht und Art der Einäscherung ab: Sammelverbrennungen mit anderen Haustieren sind deutlich günstiger, nehmen dir aber die Möglichkeit, die Asche mit nach Hause zu nehmen. Eine private Verbrennung eines Hundes kostet dann gewöhnlich zwischen 100 und 300 Euro.

Wie trösten, wenn ein Hund gestorben ist?

Jeder Hundefreund trauert anders, wenn sein geliebter Gefährte verstorben ist. Vielen bietet ein Grab oder eine kleine Gedenkstätte im Haus viel Trost, dann kann es sich lohnen, einen Gedenkstein für den Vierbeiner anzuschaffen.

Wie lange dauert die Trauer um einen Hund?

Es ist ganz normal, dass Hundehalter trauern, wenn ihr Vierbeiner verstorben ist. Du musst dich also deiner Tränen nicht schämen. Laut einer US-amerikanischen Studie zeigen mehr als 85 Prozent aller Haustierbesitzer mindestens ein Symptom von tiefer Trauer, wenn ihr Schützling verstorben ist. Über 22 Prozent haben den Tod auch ein Jahr später noch nicht vollständig überwunden.

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.