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Rohasche im Hundefutter erklärt

Wenn Du dir die Zutaten- und Nährstoffangaben des Futters deines Vierbeiners genau ansiehst, wirst Du bestimmt über den Begriff “Rohaschegehalt” stolpern. Viele Hundehalter kriegen es dann mit der Angst zu tun und fürchten, dass ihr Liebling minderwertige Nahrung bekommt.

Doch keine Sorge: Obwohl der Begriff erst einmal einen ziemlichen Schrecken einjagen kann, bedeutet Rohasche nicht, dass verbrannte Reste im Futter stecken. Im Gegenteil, ein gewisser Anteil ist absolut notwendig – im folgenden Artikel erfährst Du, warum.

Was ist Rohasche?

Nein, bei Rohasche handelt es sich nicht etwa um unappetitliche Schlacke im Hundefutter. Stattdessen stammt der Begriff aus der Futtermittelanalyse: Laut nationaler und EU-Gesetzgebung muss jeder Hersteller die “analytischen Bestandteile” seiner Produkte kennzeichnen. Dies umfasst u.a.

  • Rohprotein
  • Rohfett
  • Rohfaser und eben auch
  • Rohasche.

Somit ist die Angabe keineswegs freiwillig: Ohne Nennung des Rohaschegehalts darf ein Hundefutter nicht verkauft werden. Die Bestimmung des Werts erfolgt dann auch nicht nach Gutdünken des Anbieters, sondern ist einheitlich genormt.

Bestimmung des Gehalts im Laborverfahren

Hierfür wird ein staatlich anerkanntes Labor beauftragt, Futterproben zu analysieren. Für den Rohaschegehalt werden diese in einem Muffelofen auf 550 Grad Celsius erhitzt. Bei diesen extremen Temperaturen verbrennt der Großteil des Futters – zurück bleibt ein kleiner Ascheanteil.

Dieser macht dann den Rohaschegehalt aus. Hat eine Futterprobe 100 Gramm gewogen und 3 Gramm Asche bleiben übrig, würde der Anteil beispielsweise bei 3 Prozent liegen.

Bestandteil praktisch aller Lebensmittel

Rohasche ist Bestandteil praktisch aller Lebensmittel: Auch das Essen, das Du für dich und deine Familie zubereitest, würde bei einer derartigen Erwärmung einen ähnlichen Rest zurücklassen.

Allerdings ist der Wert nur eine Pflichtangabe für Tierfuttermittel, weshalb Lebensmittelhersteller auf die Ausweisung verzichten dürfen.

Welche Stoffe werden zu Rohasche?

Aber was genau wird dann zu Rohasche? Im Detail hängt das ganz von der Qualität des Futters ab. Im Regelfall hinterlassen organische Bestandteile wie tierische und pflanzliche Fasern keine Rückstände.

Alle anorganischen Bestandteile ohne Energiewert

Stattdessen handelt es sich bei der Rohasche im Grunde genommen um alle Inhaltsstoffe, die nicht organisch sind und keinen Energiewert haben. Sie verbrennen im Ofen nicht vollständig, sondern zerfallen.

Im Hundekörper tritt dies selbstverständlich nicht auf, Du musst dir also keine Sorgen machen, dass dein Vierbeiner etwa innerlich “verrußt”.

Besonders Mineralstoffe & Spurenelemente

Stattdessen bestehen diese anorganischen Teile insbesondere aus Mineralstoffen und Spurenelementen. Wenn dein Hund also lebenswichtige Stoffe wie Kalzium, Phosphor, Kupfer, Zink oder auch Natrium zu sich nimmt, frisst er gleichzeitig auch “Rohasche”.

Diese lagern sich dann im Körper nicht ab, sondern geraten ins Blut. Dort sind sie dann an wichtigen körperlichen Prozessen wie dem Stoffwechsel, der Blutbildung bzw. -gerinnung oder auch der Knochen- und Zahnbildung bzw. -erhalt von zentraler Bedeutung.

Viele Nahrungsergänzungsmittel, insbesondere Mineral-Supplemente, bestehen sogar fast ausschließlich aus Rohasche – das ist dann sogar ein Anzeichen für Qualität.

Ist Rohasche schädlich?

Alles halb so wild also: Rohasche ist meistens sogar etwas Gutes: Ohne die Stoffe, die sie ausmachen, wäre der Hund auf Dauer nicht lebensfähig.

Trotzdem bleiben einige Hundehalter skeptisch, wenn sie lesen, wie viel Asche in einem Futter enthalten sein soll. Meistens ist die Sorge allerdings unbegründet.

Üblicherweise unbedenklich

Denn die große Mehrzahl der Hundefutter ist sehr ausgewogen, was den Gehalt angeht. Die meisten Stoffe, die im Labor zu Asche werden, können und müssen auch vom Hund gut verwertet werden.

Hin und wieder kann es aber kleinere Ausnahmen geben: Wenn ein Futter z.B. Steinchen oder Sand beinhaltet, weil die Elemente bei der Verarbeitung nicht herausgelöst wurden, zählen sie auch zur Rohasche. Das könnte am Ende Verdauungsprobleme verursachen, aufgrund der hohen Qualitätsstandards bei den meisten Herstellern stellt dies aber die absolute Ausnahme dar.

Rohasche Gehalt im Hundefutter

Ideal ist es, wenn ein Hundefutter weder zu wenig noch zu viel Rohasche beinhaltet. Als Faustregel haben sich Experten still auf folgende Werte geeignet:

  • Ein Alleinfuttermittel in Trockenform sollte zwischen 5% bis 8% Rohasche enthalten
  • Nassfutter kommt mit deutlich weniger aus, der Wert liegt meistens zwischen 1% und 3%.

Vorsicht bei zu hohen Werten

Sollten die Werte stark nach oben abweichen, ist Vorsicht geboten:

  • Einerseits können einige Mineralien auch überdosiert werden – in großen Mengen ist Zink so beispielsweise toxisch, Kupfer hingegen kann, sofern auf Dauer zu viel gegeben wird, auch die Leber belasten.
  • Andererseits bedeutet ein hoher Mineralstoffgehalt auch einen geringeren Anteil an organischen Bestandteilen. Ein sehr rohasche-haltiges Alleinfuttermittel kann deshalb unter Umständen dazu führen, dass z.B. Protein- oder bestimmte Vitaminmängel auftreten, auch die Energieversorgung kann darunter leiden.

Gesamtqualität eines Futters ist entscheidend

Somit ist Rohasche im Hundefutter eine notwendige und meistens auch für den Vierbeiner förderliche Sache. Alleine darauf schauen solltest Du aber nicht: Es kommt immer auf die Gesamtqualität eines Futters an.

Deshalb solltest Du dir auch die anderen wesentlichen Bestandteile einer Sorte genau ansehen und dabei auch Rücksicht auf die besonderen Ansprüche deines Vierbeiners nehmen. Dabei werden dir bestimmt auch unsere Hundefutter Empfehlungen weiterhelfen können.

FAQs

Rohasche besteht ausschließlich aus anorganischen Materialien, das sind fast immer Mineralien und Spurenelemente. Ein gewisser Anteil ist für die Vierbeiner also absolut lebensnotwendig.

Der etwas unappetitliche Name kommt vom analytischen Verfahren, das zur Bestimmung genutzt wird – im verzehrfertigen Futter ist gewöhnlich keine Asche enthalten.

Üblicherweise beträgt der Rohascheanteil bei Alleinfuttermitteln etwa 5 bis 8 Prozent, wenn Trockennahrung verwendet wird. Bei Nassfutter ist der Gehalt deutlich geringer, er liegt meistens zwischen einem und drei Prozent.

In üblichen Mengen ist Rohasche im Hundefutter überhaupt nicht schädlich:

Im Gegenteil – der Gehalt beschreibt, wie viele Mineralien und Spurenelemente in einer Sorte stecken, er ist für eine gesunde und ausgewogene Ernährung der Vierbeiner also sehr wichtig und auch lebensnotwendig.

Weiterführende Studien & Infos:

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.