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Hundefutter ohne Konservierungsstoffe: Die besten 3 im Test

Neben tierischen und pflanzlichen Zutaten, die vom Hund nicht vertragen werden, sorgen häufig auch zu viele oder die falschen lebensmitteltechnischen Zusätze für unerwünschte Reaktionen bei den Vierbeinern. Besonders künstliche Konservierungsstoffe stehen hier im Fokus der Kritik – sie werden häufig als unnötig wahrgenommen, können allerdings teilweise deutlichen Schaden anrichten.

Deshalb setzen immer mehr Hundehalter auf Hundefutter ohne Konservierungsstoffe. Im folgenden Artikel findest Du mehr zum Thema. Weiterhin stelle ich dir einen Vergleich der besten derartigen Sorten, die meiner Ansicht nach 2021 erhältlich sind, vor.

Unser Testsieger

Bestes Hundefutter in dieser Kategorie ist ziemlich klar die Sorte “Orijen Dog Original”. Die Kroketten sind nicht nur frei von Konservierungsstoffen, sondern verwenden auch kaum unnötiges Füllmaterial und bestechen stattdessen mit natürlichen Zutaten und starkem Nährwert.

Aufgrund des starken Energiewertes eignet sich das Futter besonders für aktive Hunde. Dank einem eher hohen Feuchtegehalt ist auch für eine gute Grundhydrierung gesorgt.

Die Top 3 Hundefutter ohne Konservierungsstoffe im Vergleich

Produktname
Empfehlung
Orijen Dog Original
Landfleisch Nassfutter Dog Pur Geflügelherzen & Seelachs
Preistipp
Josera Lachs und Kartoffel
Art
Trockenfutter
Nassfutter
Trockenfutter
Fleisch
u.a. Huhn, Truthahn, Flunder, Hering, Makrele, Sardine
u.a. Geflügel & Fisch
u.a. Lachs
Fleischgehalt
ca. 78 %
ca. 71 %
mind. 19 %
weitere Inhaltsstoffe
u.a. Linsen, Erbsen, Bohnen, Heringsöl, Kürbis, Zucchini, Pastinaken, Karotten, Äpfel, Birnen, Grünkohl, Spinat, Rüben, Seetang, Beeren, Chicorée, Kurkuma, Kräuter
u.a. Karotten, Erbsen, Mineralstoffe, Pflanzenöle
u.a.Kartoffeln, Johannisbrotmehl, Mineralstoffe, Chicorée, Kräuter, Früchte
Zusatzstoffe
Enterococcus faecium, Zink
u.a. Vitamine A, B7, D3, E
u.a. Vitamine B5, B7, B9, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink
Proteingehalt
38 %
8 %
22 %
Fettgehalt
18 %
6 %
14 %
Rohaschegehalt
8 %
2,6 %
5,6 %
Rohfasergehalt
5 %
0,6 %
2,5 %
Feuchte
12 %
78 %
k.A.
Größe
2 kg & 1 oder 2 x 11,4 kg
6 oder 12 x 800 g
1 oder 5 x 900 g & 1 oder 2 x 15 kg
Empfehlung
Produktname
Orijen Dog Original
Art
Trockenfutter
Fleisch
u.a. Huhn, Truthahn, Flunder, Hering, Makrele, Sardine
Fleischgehalt
ca. 78 %
weitere Inhaltsstoffe
u.a. Linsen, Erbsen, Bohnen, Heringsöl, Kürbis, Zucchini, Pastinaken, Karotten, Äpfel, Birnen, Grünkohl, Spinat, Rüben, Seetang, Beeren, Chicorée, Kurkuma, Kräuter
Zusatzstoffe
Enterococcus faecium, Zink
Proteingehalt
38 %
Fettgehalt
18 %
Rohaschegehalt
8 %
Rohfasergehalt
5 %
Feuchte
12 %
Größe
2 kg & 1 oder 2 x 11,4 kg
Produktname
Landfleisch Nassfutter Dog Pur Geflügelherzen & Seelachs
Art
Nassfutter
Fleisch
u.a. Geflügel & Fisch
Fleischgehalt
ca. 71 %
weitere Inhaltsstoffe
u.a. Karotten, Erbsen, Mineralstoffe, Pflanzenöle
Zusatzstoffe
u.a. Vitamine A, B7, D3, E
Proteingehalt
8 %
Fettgehalt
6 %
Rohaschegehalt
2,6 %
Rohfasergehalt
0,6 %
Feuchte
78 %
Größe
6 oder 12 x 800 g
Preistipp
Produktname
Josera Lachs und Kartoffel
Art
Trockenfutter
Fleisch
u.a. Lachs
Fleischgehalt
mind. 19 %
weitere Inhaltsstoffe
u.a.Kartoffeln, Johannisbrotmehl, Mineralstoffe, Chicorée, Kräuter, Früchte
Zusatzstoffe
u.a. Vitamine B5, B7, B9, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink
Proteingehalt
22 %
Fettgehalt
14 %
Rohaschegehalt
5,6 %
Rohfasergehalt
2,5 %
Feuchte
k.A.
Größe
1 oder 5 x 900 g & 1 oder 2 x 15 kg

Orijen Dog Original

Nicht nur bei Freunden natürlicher Hundefutter, sondern bei qualitätsbewussten Tierbesitzern allgemein sehr beliebt ist die Sorte “Orijen Dog Original”. Das Trockenfutter stammt aus Kanada und hat eine sehr effiziente Zusammensetzung, die sich von den Produkten anderer Hersteller deutlich abhebt.

Denn Orijen verzichtet nicht nur auf Konservierungsstoffe, auch unnötige Füllmittel sucht man hier vergeblich: Das Futter hat einen sehr hohen Fleischgehalt von etwa 78 Prozent, wobei ausschließlich Geflügel aus Freilandhaltung und Fisch aus Wildfang eingesetzt wird.

Der Proteingehalt ist somit sehr hoch, Kohlenhydrate sind sehr spärlich vertreten: Das Futter ist nämlich nicht nur getreidefrei, sondern verzichtet auch auf gängige Alternativen wie Kartoffeln – stattdessen findet man in der Zutatenliste einen sehr ausgeglichenen und kreativen Mix von Obst, Gemüse, Algen und Kräutern.

Starker natürlicher Mix für aktive Tiere

Erfreulicherweise lässt Orijen bei der Deklaration der Inhaltsstoffe kaum eine Frage offen. So ist der Mineralstoffgehalt sehr erfreulich und gesund, für Kroketten ist zudem der Feuchtegehalt sehr hoch – er liegt bei außergewöhnlichen 12 Prozent.

Die Akzeptanz bei den Vierbeinern scheint ausgezeichnet zu sein: Hundehalter, die diese Sorte gekauft haben, sprechen immer wieder davon, dass das Futter wirklich mit Vorliebe gefressen wird. Manchmal müssen die Tiere dann sogar gebremst werden, denn aufgrund des hohen Energiegehaltes ist es für eher gemütliche Hunde nur in kleineren Portionen empfehlenswert.

Sollte dein Hund aber ein gesundes Aktivitätsprofil aufweisen, spricht kaum etwas gegen diese natürliche Sorte, die frei von Konservierungsmitteln ist. Allerdings solltest Du dann auch den nötigen Geldbeutel haben, denn auf Dauer ist die Verabreichung von Orijen Hundefutter doch deutlich teurer.

Vorteile

  • sehr hoher Fleisch-/ Fischgehalt, gleichzeitig viele pflanzliche Zutaten & kaum Füllstoffe
  • laut Erfahrungsberichten
  • sehr hohe Akzeptanz
    für ein Trockenfutter viel Feuchte
  • vorbildlich genaue Deklaration der Inhaltsstoffe

Nachteile

  • vielleicht etwas viel Energie für weniger aktive Tiere
  • sehr hochpreisig

Landfleisch Nassfutter Dog Pur Geflügelherzen & Seelachs

Sollte dein Hund auf Feuchtnahrung eingestellt sein, gibt es viele Gründe, auch bei einem Wechsel auf eine Sorte, die frei von Konservierungsstoffen ist, bei dieser Darreichungsform zu bleiben. Sehr gut geeignet ist dann insbesondere das “Landfleisch Nassfutter Dog Pur Geflügelherzen & Seelachs”.

Die vergleichsweise transparente Deklaration macht deutlich, dass künstliche Konservierungsmittel bei dieser Sorte keine Chance haben. Stattdessen ist das Futter größtenteils sehr durchdacht zusammengesetzt: Sowohl Geflügel als auch Fisch lassen sich in der Mischung finden. Der Fleischgehalt liegt bei guten 71 Prozent, dank 78 Prozent Feuchte wird der Hund zudem hervorragend hydriert.

Saftige, schonende Feuchtnahrung

Der Protein- und Fettgehalt ist eher ausgeglichen, weshalb das Futter insbesondere für normal aktive Hunde interessant ist. Für pflanzliche Nährstoffe sorgen vor allem die enthaltenen Karotten und Erbsen, wobei etwas schade ist, dass der Anteil an Fleischbrühe eher hoch ist – ein wenig mehr Obst und Gemüse würde den Nährwert nochmals optimieren.

Das ändert aber nichts daran, dass dieses Futter bei den meisten Vierbeinern wirklich sehr gut ankommt: Der Geschmack scheint laut Erfahrungsberichten sehr gut zu sein, auch an der Verträglichkeit haben die meisten Hundehalter nichts auszusetzen – sehr gerne wird die Sorte deshalb auch eingesetzt, wenn Futtermittelunverträglichkeiten oder Allergien bestehen.

Eine wirklich schöne Mischung also: Wenn Du ein natürliches Futter suchst, das besonders viel Feuchte hat, solltest Du diese Sorte auf jeden Fall in die engere Auswahl nehmen.

Vorteile

  • saftiges Nassfutter
  • augenscheinlich sehr guter Geschmack
  • Verträglichkeit wird von vielen Hundehaltern gelobt, wird häufig auch für Allergiker verwendet
  • ausgeglichener Protein- & Fettgehalt, schönes Allzweckfutter für normale Anforderungen

Nachteile

  • enthält vergleichsweise viel Brühe

Josera Lachs und Kartoffel

Es gibt aber auch Lösungen, die ohne Konservierungsmittel auskommen, ohne dass der Geldbeutel allzu groß belastet wird: Besonders das “Josera Lachs und Kartoffel” Trockenfutter weiß hier, zu überzeugen.

Dabei handelt es sich um ein Monoprotein Futter, das ausschließlich Lachs als tierische Eiweißquelle verwendet. Aufgrund des ausgeglichenen Protein- und Fettgehaltes ist es vor allem für normal aktive Hunde eine schöne Wahl, auch Senioren wird es sehr gerne gegeben.

Sehr beliebt ist dieses Futter auch, weil es zu den getreidefreien Sorten gehört: Körner sind also nicht vertreten, stattdessen setzt Josera vor allem Kartoffeln als Kohlenhydratquelle ein. Laut Aussagen von Hundehaltern in Erfahrungsberichten ist das dann auch eine sehr verträgliche Lösung, sie auch vielen Vierbeinern mit Unverträglichkeiten weiterhilft.

Günstige & getreidefreie Option

Allerdings ist es etwas schade, dass der Kartoffelgehalt doch ziemlich hoch ist: Du solltest also bei der Portionierung wirklich aufpassen, ansonsten kann das Futter aufgrund vieler Kohlenhydrate auch zum Dickmacher werden, wenn dein Liebling sich nur wenig bewegt. Weiterhin wird hin und wieder kritisiert, dass der Lachsgehalt der Sorte auch zu Mundgeruch bei den Vierbeinern führen kann.

Ebenfalls etwas kritikwürdig: Zwar ist klar, dass Josera auf Konservierungsmittel verzichtet (lediglich eine kleine Menge an Kupfer und sinnvolles Vitamin E sind enthalten), ansonsten ist die Deklaration aber doch etwas unvollständig. So sind lediglich 70 Prozent der Zusammensetzung mit Prozentangaben versehen, ein wenig mehr Transparenz könnte hier wirklich gut tun.

Solltest Du dem renommierten Hersteller aber vertrauen, dann ist dieses Trockenfutter eine schöne Lösung, die auch für kleinere Budgets gut geeignet ist. Im Vergleich zu anderen Sorten ohne Konservierungsmittel ist es nämlich doch ziemlich günstig!

Vorteile

  • Monoprotein Futter mit ausgeglichenem Eiweiß- & Fettgehalt, auch für Senioren geeignet
  • getreidefrei & anscheinend sehr verträglich
  • günstiger Preis

Nachteile

  • Fisch sorgt wohl öfters für Mundgeruch
  • vergleichsweise hoher Kohlenhydratanteil
  • Deklaration nicht wirklich transparent

Risiken von Konservierungsstoffen im Hundefutter

Egal, ob Lebensmittel für uns Menschen oder Tiernahrung: Konservierungsmittel sind Teil unseres Alltags geworden: Beim Betrachten der Etiketten in den Supermärkten gibt es kaum noch ein Produkt, das ohne diese Helfer klarkommt.

Das heißt aber nicht, dass Konservierungsstoffe unumstritten sind: Im Gegenteil, die Zahl der Kritiker wächst stetig – auch für Haustiere raten Ernährungsberater oft, so weit wie möglich auf sie zu verzichten.

Im Grunde sinnvoll, aber immer mehr in der Kritik

Konservierungsstoffe haben eigentlich sehr honorige Absichten: Sie dienen in erster Linie dazu, ein Hundefutter länger haltbar zu machen. Wenn eine Sorte auf diese Weise “nachbearbeitet” wurde, ist der Inhalt vergleichsweise immun gegen viele Keime und Krankheitserreger, die das Futter ansonsten schnell verderben lassen würden.

Das ermöglicht es dir z.B., immer einen gut gefüllten Vorratsschrank zu haben. Futter und Lebensmittel, dass einer derartigen Behandlung unterzogen wurde, ist manchmal sogar jahrelang haltbar – für viele bedeutet das Komfort.

Allerdings wächst auch der Unmut gegenüber Konservierungsstoffen: Nicht nur werden sie als Teil einer nicht gewünschten und unnatürlichen Lebensmittel-Massenindustrie wahrgenommen, auch die mittel- bis langfristigen Nebenwirkungen, die mit ihnen verbunden sein können, stoßen manchen wortwörtlich bitter auf.

Anscheinend häufige Ursache von Unverträglichkeiten

So häufen sich die Berichte darüber, dass Hunde, die Futter mit vielen Konservierungsstoffen bekommen, unter Unverträglichkeiten leiden. Diese äußern sich meistens in Form von Verdauungsproblemen wie zu weichem oder zu hartem Kot, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen.

Grund hierfür ist wohl, dass Konservierungsmittel nicht nur schädliche Keime beeinträchtigen, sondern z.B. auch auf die Darmflora negativ wirken können. Mit kleineren Mengen kommt der Hund dann noch gut klar, irgendwann reagiert er dann häufig aber allergisch.

Derartige Reaktionen werden immer häufiger beobachtet und sind oft auch mit einer bestimmten Fleischart verbunden. Die genaue Ursache lässt sich dann nur in Form einer “Ausschlussdiät” bestimmen: In vielen Fällen hat es dann geholfen, einfach auf Konservierungsstoffe zu verzichten.

In Einzelfällen sogar gesundheitsschädlich

Es gibt aber auch einige Einzelfälle, in denen Konservierungsstoffe unter Umständen sogar lebensgefährlich sein können.

  • Ein 1997 veröffentlichter tierärztlicher Bericht aus Neuseeland kam so z.B. zu dem Schluss, dass der Tod von drei Katzen und der kritische Gesundheitszustand mehrerer Hunde auf Tierfutter zurückzuführen war, dass zu viel des Konservierungsstoffes Natriumnitrit erhielt.
  • Eine 2005 veröffentlichte australische Studie hingegen beobachtete, dass ein stetiger Anteil an Schwefeldioxid – ein sehr beliebtes Konservierungsmittel – auf Dauer lebenswichtiges Thiamin, auch als Vitamin B1 bekannt, aus dem Körper ziehen kann. Hierdurch kann das Nervensystem gestört werden, was sogar tödlich enden kann.

Das sind zwar Extremfälle: Trotzdem sollte man sich genau darüber im Klaren sein, welche Konservierungsmittel in Hundefutter enthalten sein können und wie diese dann dosiert sein sollten.

Arten von Konservierungsmitteln im Überblick

Bei Konservierungsstoffen im Hundefutter kann man grob zwischen zwei Arten unterscheiden. So gibt es

  • “natürliche” Substanzen, die neben dem konservierenden Effekt auch noch andere Ziele verfolgen und
  • “chemische” Konservierungsmittel, die einzig der Verlängerung der Haltbarkeit eines Futters dienen.

Natürliche Mittel

So gibt es einige Substanzen, die auch, aber nicht nur, als Konservierungsmittel dienen können. Dabei handelt es sich generell um Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

  • Sehr häufig findet man so z.B. Vitamin C als natürliches und vergleichsweise schonendes Konservierungsmittel. Oft wird es auch als Ascorbinsäure verabreicht. Das Vitamin dient auch bei Hunden als Radikalfänger und Antioxidans, anders als wir Menschen können die Vierbeiner es aber gewöhnlich selbst synthetisieren – die Zugabe hat für die Tiere also keinen großen Mehrwert. Da das wasserlösliche Vitamin eigentlich immer problemlos ausgeschieden werden kann, sind Überdosierungen praktisch unbekannt.
  • Vitamin E, auch als Tocopherol bekannt, ist hingegen ein wichtiges Antioxidans, das dem Hund zugeführt werden muss. Es ist vor allem in Saaten wie Leinsamen und pflanzlichen Ölen enthalten, fehlen diese Substanzen im Futter oder auf dem Speiseplan, sollte auch eine künstliche Supplementierung in Betracht gezogen werden. Dementsprechend schützt Tocopherol sowohl Hund als auch Futter – es ist also ein eher “erwünschter” Konservierungsstoff. Mängel äußern sich häufig in muskulären Problemen und im Welpenalter auch in Wachstumsstörungen. Insbesondere aktive Hunde brauchen viel Vitamin E, eine zu starke Dosierung steht aber auch im Verdacht, den Vitamin K Spiegel der Vierbeiner stören zu können.
  • Auch Spurenelemente wie Kupfer, Eisen und Zink dienen sowohl zum Schutz des Hundekörpers als auch als Konservierungsmittel. Bei diesen Stoffen ist es allerdings sehr wichtig, dass sie nicht überdosiert werden, da sie ansonsten auf Dauer toxisch wirken können.

Künstliche Substanzen

Weiterhin gibt es auch “künstliche” Substanzen, die dem Hund keinen Mehrwert bieten und ausschließlich als Konservierungsmittel dienen. Dazu gehören beispielsweise

  • BHA (Butylhydroxyanisol) und BHT (Butylhydroxytoluol)
  • Natriumchlorid
  • Nitrate
  • Sulfite bzw. Schwefeldioxid
  • Sorbinsäure oder auch
  • Benzoesäure.

Diese Stoffe werden eigentlich immer kritisch gesehen: Sie können nicht nur Unverträglichkeiten verursachen, sondern sind bei falscher Dosierung auf Dauer auch toxisch. Die Lebensmittelforschung nimmt sich diesem Thema mittlerweile verstärkt an. So gibt es immer mehr künstliche Konservierungsmittel, die in der EU nicht mehr verwendet werden dürfen.

Angabe von Konservierungsstoffen

Da Konservierungsstoffe von vielen Verbrauchern nicht gerne gesehen werden, versuchen manche Hersteller, sie auf dem Etikett so “unschuldig” wie möglich erscheinen zu lassen.

Oft merkt man dann gar nicht, was eigentlich so alles in einem Hundefutter enthalten ist: Leider ist die gesetzliche Kennzeichnungspflicht diesbezüglich nicht ganz so streng, weshalb man wissen sollte, worauf man achten muss.

  • Vitamine und Spurenelemente werden so meistens nicht gesondert als Konservierungsmittel gekennzeichnet, sondern in den Nährwertangaben “versteckt”. Häufig findet man dann auch die allgemeine Angabe “Antioxidantien”.
  • Chemische Konservierungsstoffe hingegen werden oft nicht beim Namen genannt, sondern nur mit der sogenannten “E-Nummer” gekennzeichnet. Zahlen im 200er-Bereich lassen dabei auf Konservierungsmittel schließen: Hinter der unschuldig wirkenden Nummer “E 224” verbirgt sich dann beispielsweise Kaliumdisulfit, eine ziemlich potente Säure, die im Übermaß einen Thiaminmangel bei Hunden verursachen kann.

Wie kann Hundefutter ohne Hilfsmittel konserviert werden?

Aufgrund der vielen Unklarheiten, die besonders künstliche Zusatzstoffe betreffen, entscheiden sich viele Hundehalter, lieber Futter zu verwenden, das ohne Konservierungsmittel auskommt. Das ist erfreulicherweise gar nicht so schwierig, denn es gibt doch einige bewährte Methoden, um ein Futter schonend haltbar zu machen.

Trocknen der Futtersubstanz

Sehr bewährt ist das Trocknen der Futtersubstanz. Dabei wird der Nahrung die Flüssigkeit entzogen – viele Keime, Bakterien und Pilze verlieren so die Lebensgrundlage und vermehren sich kaum noch, was die Haltbarkeit stark verlängern kann. Getrocknete Lebensmittel gehören zu den ältesten Methoden für eine Verlängerung der Haltbarkeit überhaupt – sie sind schon seit Jahrtausenden überliefert.

Das bedeutet aber nicht, dass Trockenfutter generell frei von Konservierungsstoffen sind: Im Gegenteil, insbesondere extrudierte Kroketten werden nach der Pressung häufig mit Vitaminen und weiteren künstlichen Zusätzen besprüht, um sie länger lagerbar zu machen. Du solltest dich bei dem Kauf von Trockennahrung also genau mit dem Etikett auseinandersetzen, um zu wissen, ob und welche Mittel verwendet werden.

Sterilisation von Nassfutter

Sehr bewährt ist auch die Sterilisation, die besonders bei Nassfutter Anwendung findet. Hierfür wird die Nahrung unter höchsten hygienischen Vorsichtsmaßnahmen abgefüllt und dann luftdicht verschlossen.

Da Keime Sauerstoff brauchen, um zu überleben und sich zu vermehren, sind sie im Vakuum unschädlich gemacht. Weitere Konservierungsstoffe sind dann eigentlich unnötig, obwohl es doch einige Nassfutter-Hersteller gibt, die diesbezüglich auf Nummer Sicher gehen wollen. Dieser Schutz gilt aber nur bis zur Öffnung einer Dose, anschließend muss sie kühl gelagert und sehr schnell verbraucht werden.

Tiefkühlfutter

Besonders Anhänger der Barf Futterphilosophie setzen zudem auch auf das Tiefkühlverfahren als natürliche Konservierungsmethode. Das ist zunächst auch einleuchtend, denn während des Gefrier-Prozesses werden viele Keime abgetötet, weiterhin wird Schimmel, der Wasser braucht, die Lebensgrundlage entzogen.

So verwundert es kaum, dass es mittlerweile auch viele gefrorene Fertiggerichte für Hunde gibt. Ganz ideal ist diese Konservierungsmethode aber nicht: Zum einen besteht immer die Gefahr, dass die Kühlkette unterbrochen wird, andererseits gibt es auch Keime, die sich nach der Tiefkühlung zwar nicht weiter ausbreiten, aber nicht absterben.

Tierfkühlfutter sollte deshalb immer sofort nach dem Auftauen – z.B. im Wasserbad oder in der Mikrowelle – aufgebraucht werden. Weiterhin empfiehlt sich eine genaue optische Überprüfung, auch eine Geruchsprobe hilft oft weiter, um die Verzehrtauglichkeit zu bestätigen.

Die Kaufkriterien

Wenn es darum geht, dem Hund ein möglichst verträgliches und naturnahes Futter zu bieten, sind Sorten ohne Konservierungsstoffe oft eine sehr gute Wahl. Erfreulicherweise gibt es viele Hersteller, die diesen Bedarf erkannt haben und schonende Varianten anbieten.

Allein auf das Merkmal “ohne Konservierungsstoffe” solltest Du dich dabei allerdings nicht verlassen: Es gibt nämlich doch noch einige andere Aspekte zu beachten, denen Du vor der Bestellung Aufmerksamkeit schenken solltest. So sind vor allem die folgenden Kaufkriterien von Belang.

1

Futterart

Bei der Futterart stehen vor allem Feucht- und Trockennahrung zur Auswahl. Bei Nassfutter ist das Angebot an Sorten ohne Konservierungsstoffe etwas größer, es gibt aber auch eine steigende Anzahl von Trockenfuttern, die ohne zusätzliche Haltbarkeitsmacher hergestellt werden.

Generell ist es empfehlenswert, bei einer Futterumstellung bei der Art zu bleiben, die der Vierbeiner bereits gewöhnt ist. Sofern nichts anderes dagegen spricht, erleichtert dies den Übergang ungemein. Weiterhin wird der Stress für Körper und Verdauungstrakt so auf ein Minimum reduziert.

2

Verwendetes Fleisch

Auch das verwendete Fleisch sollte auf jeden Fall dem Bedarf des Vierbeiners entsprechen. Bei Sorten ohne Konservierungsstoffe dominieren häufig Rind, Geflügel und Fisch:

  • Rindfleisch wird vor allem für aktive Hunde empfohlen
  • Geflügel ist insbesondere bei Vierbeinern mit normalem Aktivitätsprofil eine gute Wahl
  • Fisch, z.B. Lachs, ist vergleichsweise mager, gleichzeitig aber auch nährstoffreich und enthält viele Aminosäuren und Omega 3 Fette.

Leider neigen immer mehr Hunde zu Unverträglichkeiten gegen bestimmte Fleischsorten, besonders Rind und Geflügel – die am häufigsten verwendeten tierischen Nahrungsquellen – sind davon betroffen. Bei bekannten Abwehrreaktionen sollte das Allergen auf jeden Fall gemieden werden, auch ein Monoprotein Futter, das nur mit einer Fleischquelle auskommt, ist dann empfehlenswert.

Sollte nicht klar sein, welcher Bestandteil unangenehme Reaktionen auslöst, lohnt sich oft auch eine Ausschlussdiät ohne Konservierungsstoffe und mit hypoallergener Fleischquelle, z.B. Känguru, Pferd oder Ziege.

3

Protein- & Fettgehalt

Ebenfalls genau anschauen solltest Du dir den Protein- und Fettgehalt des Futters. Bei gesunden Hunden sollte er sich vor allem am Aktivitätsprofil des Vierbeiners orientieren:

  • Sehr aktive Hunde brauchen viele Proteine und Fette, um ihren enormen Energiebedarf zu stillen
  • Tiere, die sich normal bewegen, sollten im Regelfall vergleichsweise viele Proteine und einen eher ausgeglichenen Fettanteil im Futter vorfinden
  • Sehr ruhigen Hunden und Senioren wird oft ein eher mageres Futter mit etwas weniger Eiweißen empfohlen
  • Eine proteinarme Diät hingegen sollte nur bei schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen, z.B. wegen chronischer Niereninsuffizienz, verabreicht werden. Eine enge Kooperation mit dem Tierarzt ist dann absolute Pflicht.

4

Pflanzliche Zusätze & Öle

Weiterhin braucht ein Obst auch pflanzliche Proteinquellen, weshalb Du darauf achten solltest, dass das Futter auch einen gewissen Obst- und Gemüseanteil enthält.

Dieser versorgt den Hund nicht nur mit Aminosäuren, die in tierischen Bestandteilen nur wenig enthalten sind, sondern auch mit wertvollen Vitaminen und Mineralien. Insbesondere Obst hat meistens einen natürlichen Vitamin C Gehalt, der ohne künstliche Zusätze konservierend wirkt.

Ebenfalls ratsam ist ein ausgewogener Mix an pflanzlichen und tierischen Ölen. Er optimiert nicht nur die Vitaminaufnahme, auch die Versorgung mit wichtigen ungesättigten Fettsäuren wird so sichergestellt.

5

Geschmack & Akzeptanz einer Sorte

Natürlich sollte auch der Geschmack des Futters stimmen: Wenn der Hund eine Sorte hervorragend annimmt, verringert sich die Gefahr einer kurzzeitigen Mangelernährung. Gleichzeitig schonst Du deine Nerven, die bei Nichtakzeptanz ganz schön strapaziert werden könnten.

Vor dem Kauf ist es allerdings ziemlich schwierig bis unmöglich, dieses Kriterium anhand von bloßen Daten zu bewerten. Deshalb solltest Du am besten Erfahrungsberichte anderer Hundehalter durchlesen und in deine Entscheidung mit einbeziehen. Sie sind auf fast jeder Kaufplattform einsehbar, sollte ein Futter bei fast allen Vierbeinern sehr gut ankommen, stehen die Chancen sehr gut, dass dies auch bei deinem Liebling der Fall sein wird.

6

Möglichst transparente Deklaration

Schließlich sollte auch die Deklaration der Inhalts- und Zusatzstoffe stimmen: Sehr transparente Angaben mit Prozentanteilen schaffen nicht nur Vertrauen, sondern ermöglichen es dir auch, passgenau auf etwaige Unverträglichkeiten einzugehen.

Besondere Vorsicht ist bei Anbietern geboten, die ihre Zusatzstoffe nur verklausuliert angeben. Das betrifft beispielsweise Allgemeinangaben wie “Antioxidantien” ohne Angabe der genauen Herkunft oder auch die Verwendung von “E-Nummern”, hinter denen oft umstrittene chemische Stoffe stecken.

Die Vorteile

Verringert Risiko für Unverträglichkeiten

Der größte Vorteil von Sorten, die keine zusätzlichen Konservierungsstoffe enthalten, ist wohl die Verträglichkeit: Viele unerwünschte Futtermittelreaktionen beruhen nämlich nicht auf einer Fleischsorte, sondern auf künstlichen Zusätzen, die nicht vertragen werden.

Leider wird diese mögliche Ursache von vielen Tierärzten oft vernachlässigt – chronische Verdauungsprobleme sind dann oft die Folge. Eine Umstellung auf eine Sorte ohne Konservierungsmittel kann dann die Lösung sein – viele Hundehalter berichten dann zumindest von einer vergleichsweise schnellen Verbesserung des Allgemeinzustands ihrer Vierbeiner.

Oft qualitativ hochwertige Nahrung

Weiterhin handelt es sich bei Futtern ohne Konservierungsstoffe häufig um Sorten aus dem Premium Segment, die dementsprechend hochwertig zusammengestellt sind. Das bedeutet, dass die Inhaltsstoffe oft sehr gut verwendet werden können – das freut die Hunde, die nach einem Wechsel oft deutlich energiereicher und mit mehr Elan ausgestattet sind als vorher.

Natürlicher Geschmack

Der Verzicht auf künstliche Zusätze bedeutet gleichzeitig auch einen oft deutlich natürlicheren Geschmack: Oft wird dieser von den Vierbeinern bevorzugt, im Vergleich zu industriell gefertigter Massennahrung attestieren viele Hundehaltern diesen Sorten deshalb auch eine deutlich höhere Akzeptanz.

Die Nachteile

Allerdings gibt es auch ein paar kleine “Nachteile”, die mit Sorten ohne Konservierungsstoffe in Verbindung gebracht werden: In manchen Fällen kann es deshalb praktischer und unter Umständen auch sinnvoller sein, bei Standard-Mischungen zu bleiben.

Muss schneller aufgebraucht & sicher gelagert werden

So ist die Haltbarkeit von unbehandelten Futtermitteln häufig deutlich geringer als bei Sorten, die mit Konservierungsstoffen versehen wurden. Du musst sie deshalb schneller aufbrauchen, damit sie nicht ungenießbar werden. Riesige Vorratskäufe sind so oft nicht möglich, die damit verbundenen Nachbestellungen können auf Dauer eher unpraktisch sein.

Weiterhin solltest Du bei der Lagerung besondere Obacht walten lassen – ein kühler, schattiger Ort ist bei diesen Mischungen einfach Pflicht.

Oft teurer als “Standard Futter”

Weiterhin sind Hundefutter ohne Konservierungsmittel meistens auch etwas teurer als Standard-Sorten, die mit Zusätzen versehen sind.

Das liegt einerseits daran, dass sie leider eher in geringer Stückzahl produziert werden, andererseits ist aber auch die Qualität meistens deutlich höher: Sowohl Fleisch als auch pflanzliche Zutaten sind gewöhnlich eher hochwertig – Du kannst mit der Zusatzausgabe also durchaus etwas Gutes für deinen Vierbeiner tun.

FAQs

Unter Konservierungsstoffen versteht man alle Mittel, die dazu beitragen, Hundefutter länger haltbar zu machen. Sie schützen die Nahrung u.a. vor vielen Bakterien, Schimmel, Pilzen und anderen Keimen.

Dabei gibt es sowohl eher natürliche Konservierungsmittel, meistens auf Vitamin-Basis, als auch künstliche Zusatzstoffe wie z.B. Nitrate, BHA und BHT. Letztere Art wird von vielen Hundeexperten eher kritisch gesehen, da sie auch Unverträglichkeiten verursachen und auf Dauer in falscher Dosis manchmal sogar toxisch wirken können.

Antioxidantien sind Radikalfänger, die auch bei Hunden eine wichtige Rolle beim Zellerhalt spielen. Weiterhin werden sie z.B. eingesetzt, um zu verhindern, dass Fette ranzig werden, in Tierfutter dienen sie so auch als Konservierungsmittel.

Die meisten Antioxidantien sind auf Vitaminbasis, besonders die Vitamine C und E haben hier einen hervorragenden Ruf. Es gibt aber auch andere pflanzliche Stoffe, z.B. Flavonoide und Saponine, die denselben Zweck erfüllen.

Bei Allergien wird häufig ein hypoallergenes Hundefutter mit möglichst wenigen unterschiedlichen Zutaten und einer einzigen, eher selten verwendeten Fleischquelle empfohlen. Oft treten Futtermittelunverträglichkeiten aber auch aufgrund von zu vielen Zusätzen auf, dann haben viele Halter auch gute Erfahrungen mit Hundefutter ohne Konservierungsstoffe gemacht.

Weiterführende Studien & Infos:

Über den Autor Sven Kohler
Über den Autor Sven Kohler

Sven schreibt leidenschaftlich gerne über alles, was seine liebsten haarigen Freunde angeht. Am Herzen liegen ihm dabei Hundeerziehung, -Gesundheit und natürlich -Ernährung- die absolute Grundlage für ein glückliches Hundeleben. Und da es auch eine schier unendliche Anzahl an Zubehör und Spielzeug gibt, macht sich Sven die Mühe und stellt Euch seine liebsten Produkte im Test vor.