Die besten Rollstühle für Hunde im Test & Vergleich 2019

Lähmungen und starke Bewegungseinschränkungen waren lange Zeit das Todesurteil für viele Hunde: Da ihr Leiden als Qual interpretiert wurde, wurden sie häufig eingeschläfert: Ein Leben ohne Bewegung schien nicht zumutbar.

Das hat sich mittlerweile geändert, und das liegt nicht nur an Fortschritten in der Tiermedizin und der Hunde Physiotherapie: Auch Gehhilfen sorgen dafür, dass Hunde mit Handicap länger ein aktives, langes Leben führen kann.

Besonders Rollstühle für Hunde sind dafür verantwortlich: Im Folgenden stelle ich die 5 besten Modelle, die 2019 erhältlich sind, genauer im Test & Vergleich vor.

Unser Testsieger

Unser Rollstuhl für Hunde Testsieger ist klar die Hundegehhilfe von “CoraStudio”. Dabei handelt es sich nämlich um ein wirkliches Allzweckmodell, das nicht nur in praktisch allen Größen erhältlich ist, sondern auch durch starke Qualität überzeugt.

Ein hochwertiger Rahmen und schonende, atmungsaktive Befestigungen sorgen dafür, dass das Tier sich in diesem Rollstuhl so wohl wie möglich fühlt. Aufgrund der Räder ist das Modell zwar eher für die Stadt geeignet.

Dort macht der Rollstuhl aber eine prima Figur und dürfte deinem Vierbeiner das Leben deutlich erleichtern.

Die 5 besten Rollstühle für Hunde im Test:

Produktname
Empfehlung
CoraStudio Hundegehhilfe
Preistipp
Pssopp Hunderollstuhl
QJB Haustierrollstuhl
HWT Hunderollstuhl
PLDDY Old Dog Scooter
CoraStudio Hunderollstuhl für Hintere Füße Rollstuhl Hunderollstuhl Gehhilfe Hundegehilfe Hunderollwagen, 2 Räder, Bester Freund,S
Hund Rollstuhl Einstellbare Gehhilfe Hundegehilfe Rollwagen 2 Räder Hunderollstuhl Behinderte Hund Gehweg Auto Geeignet für Hinterbeine für Haustiere Rehabilitation für kleine Hunde, 3–8kg
QJB Einstellbare tragbaren Haustier Hund Rollstuhl medizinische Rollstuhl Behinderung Assistenzhund Hinterbeine, justierbarer Aluminium Zwei tragbare medizinische Hilfe Rollstuhl Rollator zu Fuß,
Hund Rollstuhl,Hunderollstuhl Hunderollwagen Gehhilfe,Passend für Haustier Cat Puppy Beagle Schaeferhund Lähmung Verletzt Hinterbeine Rehabilitation,Einstellbar,2 Räder 7kg (15lbs)- 25kg (55lbs)
PLDDY Haustier Tasche Hunderollstuhl Old Dog Scooter, Behinderte Hund unterstützte Hinterbein-Sportwagen, frei verstellbare Größe, große Zusatzhalterung Rollstuhl gelähmt behinderter Hund
Bewertung
4.5 out of 5 stars
4.4 out of 5 stars
4.1 out of 5 stars
4.2 out of 5 stars
4 out of 5 stars
Art
Hinterbeine
Vorder- und/oder Hinterbeine
Hinterbeine
Hinterbeine
Hinterbeine
Größe
XXS-XXL
XXS-S
XS-XXL
S-M
XXS-L
Material Rahmen
Aluminium
Aluminium
Aluminium
Aluminium
Aluminium
Gewicht Tier
10-18 kg (S)
3-8 kg (XXS)
9-17,5 kg (M)
7-25 kg
30-50 kg (L)
Rückenhöhe
38-44 cm (S)
16-24 cm (XXS)
24-35 cm (M)
k.A.
50-62 cm (L)
Hüftbreite
k.A.
9-15 cm (XXS)
19-22 cm (M)
k.A.
25-40 cm (L)
Befestigung
Schnalle/Riemen
Schnalle/Riemen
Schnalle/Riemen
Schnalle/Zugseil/Haken
Schnalle/Riemen
Gewicht
k.A.
1,1 kg (XXS)
1,5 kg (M)
1,5 kg (M)
k.A.
Preis
107,99 EUR
74,99 EUR
128,57 EUR
123,89 EUR
123,03 EUR
Empfehlung
Produktname
CoraStudio Hundegehhilfe
CoraStudio Hunderollstuhl für Hintere Füße Rollstuhl Hunderollstuhl Gehhilfe Hundegehilfe Hunderollwagen, 2 Räder, Bester Freund,S
Bewertung
4.5 out of 5 stars
Art
Hinterbeine
Größe
XXS-XXL
Material Rahmen
Aluminium
Gewicht Tier
10-18 kg (S)
Rückenhöhe
38-44 cm (S)
Hüftbreite
k.A.
Befestigung
Schnalle/Riemen
Gewicht
k.A.
Preis
107,99 EUR
Preistipp
Produktname
Pssopp Hunderollstuhl
Hund Rollstuhl Einstellbare Gehhilfe Hundegehilfe Rollwagen 2 Räder Hunderollstuhl Behinderte Hund Gehweg Auto Geeignet für Hinterbeine für Haustiere Rehabilitation für kleine Hunde, 3–8kg
Bewertung
4.4 out of 5 stars
Art
Vorder- und/oder Hinterbeine
Größe
XXS-S
Material Rahmen
Aluminium
Gewicht Tier
3-8 kg (XXS)
Rückenhöhe
16-24 cm (XXS)
Hüftbreite
9-15 cm (XXS)
Befestigung
Schnalle/Riemen
Gewicht
1,1 kg (XXS)
Preis
74,99 EUR
Produktname
QJB Haustierrollstuhl
QJB Einstellbare tragbaren Haustier Hund Rollstuhl medizinische Rollstuhl Behinderung Assistenzhund Hinterbeine, justierbarer Aluminium Zwei tragbare medizinische Hilfe Rollstuhl Rollator zu Fuß,
Bewertung
4.1 out of 5 stars
Art
Hinterbeine
Größe
XS-XXL
Material Rahmen
Aluminium
Gewicht Tier
9-17,5 kg (M)
Rückenhöhe
24-35 cm (M)
Hüftbreite
19-22 cm (M)
Befestigung
Schnalle/Riemen
Gewicht
1,5 kg (M)
Preis
128,57 EUR
Produktname
HWT Hunderollstuhl
Hund Rollstuhl,Hunderollstuhl Hunderollwagen Gehhilfe,Passend für Haustier Cat Puppy Beagle Schaeferhund Lähmung Verletzt Hinterbeine Rehabilitation,Einstellbar,2 Räder 7kg (15lbs)- 25kg (55lbs)
Bewertung
4.2 out of 5 stars
Art
Hinterbeine
Größe
S-M
Material Rahmen
Aluminium
Gewicht Tier
7-25 kg
Rückenhöhe
k.A.
Hüftbreite
k.A.
Befestigung
Schnalle/Zugseil/Haken
Gewicht
1,5 kg (M)
Preis
123,89 EUR
Produktname
PLDDY Old Dog Scooter
PLDDY Haustier Tasche Hunderollstuhl Old Dog Scooter, Behinderte Hund unterstützte Hinterbein-Sportwagen, frei verstellbare Größe, große Zusatzhalterung Rollstuhl gelähmt behinderter Hund
Bewertung
4 out of 5 stars
Art
Hinterbeine
Größe
XXS-L
Material Rahmen
Aluminium
Gewicht Tier
30-50 kg (L)
Rückenhöhe
50-62 cm (L)
Hüftbreite
25-40 cm (L)
Befestigung
Schnalle/Riemen
Gewicht
k.A.
Preis
123,03 EUR

CoraStudio Hundegehhilfe

Ein sehr beliebtes Modell ist die Hundegehhilfe von CoraStudio. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Rollstuhl in neun verschiedenen Größen erhältlich ist. Mit einer Auswahl zwischen XXS und XXL dürfte für wirklich jeden Vierbeiner einer dabei sein.

Das Design dieser Gehhilfe ist in Signalfarben gehalten, die allerdings nicht aufdringlich wirken. Die vorne in neongrün und hinten in leuchtendem blau daherkommende Halterung macht optisch etwas her und ermöglicht es, den vierbeinigen Liebling auch im Dunkeln zu finden.

Beliebter Allzweck Hunderollstuhl

Sehr hochwertig ist zum größten Teil auch die Verarbeitung: CoraStudio hat den Rollstuhl mit einem stark wirkenden Alumniumrahmen versehen. Auch die atmungsaktiven Befestigungen, die kaum am Fell des Tieres reiben, wissen zu überzeugen.

Einzig die Räder schmälern hier den Eindruck ein kleines bisschen. Sobald der Boden etwas unebener wird, leidet nämlich auch die Laufruhe ein wenig.

Zusammengefasst ist die CoraStudio Hundegehhilfe aber wirklich empfehlenswert: Sie eignet sich für praktisch jeden Hund und dürfte ihn lange auf seinem Weg begleiten.

Vorteile

  • Sehr breite Größenvielfalt
  • schönes grün/blaues Farbschema mit Signalwirkung
  • hochwertiger Rahmen
  • gute Bedienungsanleitung und einfache Montage
  • schonende, atmungsaktive Befestigungen

Nachteile

  • Räder manchmal etwas unruhig

Pssopp Hunderollstuhl

Eher für kleine Tiere gedacht ist der Hunderollstuhl von Pssopp. Er ist lediglich in den Größen XXS und S erhältlich und eignet sich daher für Vierbeiner bis maximal 10 Kilogramm Gewicht.

Dabei ist die Aluminiumkonstruktion sehr leicht. Mit gerade einmal 1,1 Kilogramm hat der Hund erfreulicherweise kaum zusätzliche Belastungen zu ertragen. Die Verarbeitung kann auch hinsichtlich der Stabilität überzeugen.

Preisgünstige Hilfe für kleine Tiere

Erhältlich ist der Pssopp Rollstuhl wahlweise mit 2 und 4 Rädern. So ist es möglich, ein Modell zu wählen, das genau zu der Bewegungseinschränkung des Tieres passt, auch für Probleme mit den Vorderbeinen gibt es also eine Option. Für die Befestigung wurde erfreulicherweise atmungsaktives und den Hund schonendes scheuerresistentes Material verwendet.

Das Design der Geschirr-Kombination ist zwar sehr auffällig, aber nicht jedermanns Sache. Unterwegs hat man das Tier so zwar immer im Blick, auf Dauer irritiert die wilde Farbmischung aber auch die Augen ein wenig.

Dennoch ist der Pssopp Hunderollstuhl eine sehr gute Wahl für kleine Hunderassen. Dazu trägt auch die Kostenfrage bei: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nämlich ziemlich gut.

Vorteile

  • mit 2 und 4 Rädern erhältlich
  • hochwertige Verarbeitung
  • hundefreundliches und schonendes Material
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachteile

  • Design sehr auffällig, aber etwas chaotisches Farbschema
  • Nur für kleine und sehr kleine Hunde erhältlich

QJB Haustierrollstuhl

Ein weiteres Modell, das sich für viele Hunderassen eignet, ist der Haustierrollstuhl von QJB. Er ist in Größen zwischen XS und XL erhältlich, so dass fast alle normal gewachsene Tiere in eine Variante hineinpassen dürften.

Gut gelungen ist das Aluminiumgestell: Es ist einfach gehalten, was die Montage beschleunigt. Gleichzeitig macht es aber auch einen sehr robusten Eindruck. DerRollstuhl dürfte so ziemlich lange halten, wiegt aber auch ein paar Gramm mehr als die meisten Konkurrenzmodelle.

Laufruhiger Rollstuhl in fast allen Größen

Sehr erfreulich sind die ziemlich ruhigen Laufeigenschaften des QJB Rollstuhls. Die Räder können hier doch überzeugen.

Für die Befestigung im Hals- und Hinterbeinbereich ist ebenfalls gesorgt. Hier verdient die hintere Befestigung Lob, der Halsbereich ist zwar robust, aber doch im Vergleich zu anderen Modellen etwas schwächer gepolstert.

Preislich ist dieses Modell etwas teurer als die meisten Angebote der Konkurrenz. Wenn Laufruhe ein wichtiger Faktor ist, kann es aber durchaus Sinn machen, ein bisschen mehr auszugeben und den QJB Haustierrollstuhl zu bestellen.

Vorteile

  • in Größen XS bis XL erhältlich
  • stabiles Aluminiumgestell
  • robuste und schonende Fixierung der Hinterbeine
  • ruhiger Lauf

Nachteile

  • etwas schwerer als andere Modelle
  • etwas schwach gepolsterte Vorderbefestigung
  • etwas höherer Preis

HWT Hunderollstuhl

Der Hunderollstuhl von HWT ist in den Größen S und M erhältlich. So ist es möglich, Tieren beim Gehen zu helfen, die zwischen 7 und 25 Kilogramm wiegen. Für größere Rassen ist er aber leider nicht geeignet.

Die Gestaltung des HWT Modells ist erfreulich schlicht gehalten. Er kommt in unauffälligem grau daher und passt eigentlich zu jedem Geschmack. Für die Gehhilfe sorgen vor allem zwei ziemlich robuste Hinterräder mit guten Laufeigenschaften.

Der Rahmen besteht aus Aluminium und macht einen äußerst hochwertigen Eindruck. Etwas nachteilig könnte aber sein, dass das Gewicht des Rollstuhls etwas hoch ist – der Hund muss also ein bisschen mehr Ballast herumtragen als bei anderen Modellen.

Unauffällige Unterstützung

Sehr überzeugend ist allerdings die Bedienung der Gehhilfe: So lässt sich der Rollstuhl sehr schnell und vor allem einfach zusammenbauen. Auch die Befestigung des Hundes erfolgt ziemlich einfach. Hier ist auch hilfreich, dass HWT auf sehr haut- und fellfreundliches Material setzt.

Somit ist der HWT Hunderollstuhl ein einfacher, unauffälliger, dafür aber umso effektiverer Unterstützer für den Alltag.

Vorteile

  • unauffälliges Design
  • einfacher Zusammenbau
  • robustes Material
  • gute Laufeigenschaften
  • problemlose Befestigung des Hundes

Nachteile

  • etwas schwer
  • für große Tiere ungeeignet

PLDDY Old Dog Scooter

Der Old Dog Scooter von PLLDY ist für praktisch alle Hunderassen erhältlich. Er wird in 6 verschiedenen Größen angeboten, von XXS bis XL ist eigentlich alles dabei.

Farblich und gestalterisch kommt dieser Rollstuhl sehr dezent daher. Er ist in schwarz gehalten, das ein paar rote Signalpunkte aufweist. So ist der Old Dog Scooter unauffällig, unterwegs aber dennoch gut sichtbar.
Rollstuhl für fast alle Hunderassen

Laufruhiger Rollstuhl in fast allen Größen

Überzeugen kann auch die Verarbeitung des Rahmens: Der Rollstuhl besteht aus leichtem, aber strapazierfähigem Aluminium und macht einen sehr robusten Eindruck. Ferner ist die Montage des Modells vergleichsweise einfach – zu viel Zeit muss man dafür also nicht einplanen.

Leider hat der PLDYY aber auch ein paar Nachteile. So werden die Laufeigenschaften der Räder in Erfahrungsberichten eher negativ beschrieben: Besonders bei größeren und schwereren Tieren ist es so möglich, dass sie sich auf etwas unebenem Geläuf nur unruhig bewegen können.

Auch die Polsterung der Halterungen wird eher als unterdurchschnittlich beschrieben. Daher ist es notwendig, immer wieder zu überprüfen, ob sie das Tier behindert. Ist das gewährleistet, dürfte der PLDYY Old Dog Scooter aber eine gute Hilfe für Hunde aller Größen sein.

Vorteile

  • In 6 Größen erhältlich
  • sehr robuster Aluminiumrahmen
  • dezent-unauffällig gestaltet
  • einfache Montage

Nachteile

  • Polsterung etwas schwach
  • etwas unruhige Laufeigenschaften

Was ist ein Rollstuhl für Hunde?

Ein Rollstuhl für Hunde ist eine Gehhilfe für chronisch oder zeitweilig bewegungseingeschränkte Tiere. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn der Hund eines oder mehrere Vorder- oder Hinterbeine nicht mehr nutzen kann.

Hunderollstühle erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Deshalb werden sie auch ständig weiterentwickelt und sind in vielen Fällen wahre Lebensretter.

Bessere und längere Lebensqualität

Bevor derartige Helfer auf den Markt kamen, gab es für stark bewegungseingeschränkte Tiere nämlich kaum Hoffnung: In den meisten Fällen wurden sie dann eingeschläfert, weil das Leben mit Behinderung als starkes Leid interpretiert wurde.

Das ist jetzt aber zum Glück anders: Ob Lähmung, amputierte Pfote oder chronische Degenerierung der Gelenke: Mit einem Hunderollstuhl wird das Leben des Vier- oder Dreibeiners wieder lebenswert.

Die Tiere können sich dann zwar nicht mehr so bewegen wie früher, mit etwas Gewöhnung aber dennoch artgerecht und länger leben.

Auch bei kurzzeitigen Verletzungen eine gute Wahl

Es sind aber nicht nur chronische oder unheilbare Leiden, bei denen ein Rollstuhl für Hunde Sinn machen kann: Auch bei kurzzeitigen Verletzungen sind diese Helfer eine gute Wahl.

So werden sie z.B. bei verstauchten Pfoten, Knochenbrüchen und auch nach OPs verwendet. Das Tier kann sich schonen, ohne ein absolutes Bewegungsverbot zu bekommen – eine sehr humane Lösung also.

Funktionsweise eines Hunderollstuhls

Im Grunde ist der Name Rollstuhl für Hunde ja etwas irreführend: Während Menschen in diesen notgedrungen sitzen müssen, ist dies bei Vierbeinern natürlich nicht der Fall.

Eine treffendere Bezeichnung wäre eher Gehhilfe – da diese Helfer aber die Aufgabe erfüllen, die Rollstühle bei Menschen haben, hat sich der Name etabliert.

Stabiles Metallgestell

Praktisch jeder Hunderollstuhl besteht zunächst einmal aus einem Gestell. Als Material findet hier fast immer Metall Verwendung – vor allem robustes und rostsicheres Aluminium ist beliebt.

Das Gestell gibt dem Hund Halt und ist in der Lage, Belastungen bis zu einem bestimmten Maximalgewicht zu tolerieren. Mit einem auf seine Körpergröße und -gewicht abgestimmten Modell besteht also keine Gefahr, dass die Gehhilfe zusammenbricht.

Schonende Sicherung der Vorder- und Hinterbeine

Um dem Hund Halt zu geben, werden sowohl Vorderpfoten als auch Hinterbeine gesondert gesichert. Je nach Art der Behinderung geschieht dies unterschiedlich:

  • Sind die Hinterbeine betroffen, werden diese in ringartigen Halterungen fixiert. So können sie keinen Kontakt mit dem Boden haben. Vorne wird der Hund an einer Art Geschirr befestigt, das mit dem Gestell verbunden ist.
  • Bewegt das Tier die Vorderbeine, setzen sich die Hinterräder in Bewegung und der Hund kann auf zwei Beinen laufen.
    Bei Problemen mit den vorderen Pfoten ist es genau umgekehrt: Der Hund liegt mit den Vorderpfoten auf einer Halterung mit Rollen und die Hinterbeine sind frei. Der Antrieb ähnelt dann einer Schubkarre – die hinteren Beine setzen das Tier in Bewegung.

Zwei oder vier Räder

Die meisten Rollstühle haben zwei Räder und sind ersetzen entweder die Vorder- oder Hinterbeine. Manchmal gibt es aber auch flexible Modelle, die sogar 4 Räder haben. Diese können oft vorne und hinten genutzt werden und haben außerdem eine zusätzliche Stabilisierungsfunktion.

Meistens höhen- und breitenverstellbar

Um das Rollstuhlerlebnis so angenehm wie möglich für den Hund zu machen, ist es außerdem bei den meisten Modellen möglich, das Gerät in der Höhe und in der Breite zu verstellen.

So sitzt die Gehhilfe optimal auf die Körpergröße des Tieres angepasst. Der Bewegungsablauf wird optimiert und der Hund kann braucht so wenig Kraftaufwand wie möglich, um angenehm zu leben.

Wie nutzt man eine Gehhilfe für Hunde?

Bei der Nutzung eines Rollstuhls für Hunde sollte man als Tierhalter immer sehr vorsichtig vorgehen: Da der Hund in den meisten Fällen krank oder verletzt ist, kann eine zu ruppige Vorgehensweise sehr schmerzhaft sein und im Affekt sogar zu Bissen führen.

Deshalb sind Hunderollstühle für eine schonende Nutzung ausgelegt. Wenn Du als Hundepfleger die Bedürfnisse deines Lieblings auch beachtest, wird er es dir sehr danken.

Einstiegshilfe für die Hinterbeine

Die hintere Befestigung bestehen meistens aus einem gummierten oder anderweitig robust gestalteten Material. Dieses dient sozusagen als Einstiegshilfe, damit der Vierbeiner möglichst uneingeschränkt in den Rollstuhl gerät.

Die Höhe sollte bei Lähmungen so eingestellt werden, dass der Hund hinten keinen Kontakt zum Boden hat. So kannst Du Abscheuerungen und Schmerzen verhindern. In der Breite sollte dann Wert darauf gelegt werden, dass das Tier die Beine nicht zu sehr spreizen muss.

Bei Modellen für die Schonung der Vorderpfoten ist es etwas einfacher: Hier besteht weniger Gefahr, dass die geschädigten Gliedmaßen nach unten hängen. Gleichwohl solltest Du unbedingt darauf achten, dass die Hinterbeine perfekten Bodenkontakt haben.

Bequemes, aber sicheres Geschirr für die Befestigung vorne

Für die sichere Befestigung vorne sorgt bei Hinterradmodellen eine Art Hundegeschirr. Dieses sollte fest genug anliegen, so dass es nicht verrutscht, aber das Tier auch nicht zu sehr einschnüren.

Die meisten Geschirre von Gehhilfen lassen sich mit einem Klickverschluss öffnen und schließen und verfügen über einen Haken, um optional eine Leine anzubringen.

Den Rollstuhl richtig gebrauchen: So geht’s

Ein Rollstuhl für Hunde ist eine große Hilfe für Hundehalter und Tier. Dennoch gibt es unterschiedliche Gebrauchsarten, besonders, was die Häufigkeit des Umschnallens angeht. Denn nicht jedes Tier braucht immer einen Rollstuhl.

Der richtige Gebrauch hängt so insbesondere von der Erkrankung oder Verletzung des Hundes ab.

Nutzung bei kompletter Lähmung

Sollten beide Vorder- oder Hinterbeine komplett gelähmt sein, gibt es wohl keine andere Wahl: Wenn der Hund sich bewegen möchte, muss er eine Gehhilfe haben.

Das bedeutet, dass Du ihm praktisch immer, wenn er gerade nicht ruht, den Rollstuhl anlegen solltest. Hier hilft es dann auch, seine Bereiche im Haus behindertengerecht zu gestalten: Überall, wo er hin darf, sollte auch die Gehhilfe hin können.

Hier solltest Du vor allem auf großzügige Kurvenradien in der Wohnung achten.

Rollstuhl bei chronischen Leiden und Bewegungseinschränkungen

Bei chronischen Leiden oder Bewegungseinschränkungen z.B. wegen einer Verletzung oder der Amputation eines Gliedmaßes kann ein Rollstuhl eine große Hilfe sein. Dann ist es aber normalerweise nicht nötig, das Gerät ständig am Körper zu befestigen.

Im Gegenteil: Gerade kranke Tiere brauchen häufig Bewegung. Ohne diese verkümmern Muskulatur und Gelenke noch viel mehr und die Lebensqualität verschlechtert sich dementsprechend.

Du solltest deinen Liebling dann also weiterhin Belastungen aussetzen und den Rollstuhl eher an schlechten Tagen und auf längeren Spaziergängen nutzen.

Mit der Belastung nicht übertreiben

Wenn ein Hund noch mehr oder weniger laufen kann, sollte er auch belastet werden. Damit darfst Du es dann aber auch nicht übertreiben. Bei längeren Wandertouren ist es dann z.B. hilfreich, den Rollstuhl in der Nähe zu haben. Wenn das Tier sich sichtbar quält, kann die Gehhilfe dann für deutliche Entlastung sorgen.

Die Gewöhnung

So schön die Wirkung eines Hunderollstuhls auch ist: Dein Liebling wird wahrscheinlich zunächst einmal nicht hinein wollen. Das ist auch ganz normal, schließlich ist die ganze Konstruktion anfangs doch ein bisschen angsteinflößend.

Zwingen solltest Du ihn allerdings zu nichts: Besonders verkneifen solltest Du dir, mit Gewalt nachzuhelfen. Denn auf diese Weise wird der Hund nicht schneller in den Rollstuhl wollen. Im Gegenteil – neben einer Traumatisierung kannst Du deinem Liebling dann auch körperlichen Schaden hinzufügen.

Deshalb solltest Du dir Zeit nehmen, um deinen Hund ganz langsam an die Gehhilfe zu gewöhnen. Dabei helfen können folgende Tipps:

Richtiger Sitz

Ein Hunderollstuhl wird erst dann für das Tier erträglich, wenn er richtig sitzt. Das kann Millimeterarbeit sein, ist aber die einzige Option, damit der Hund die Hilfe auch akzeptiert und genießen kann.

Du solltest das Geschirr also so festzurren, dass der Vierbeiner einen festen Halt hat und dennoch gut atmen kann. Je nach Behinderungsgrad sollten die betroffenen Beine entweder hochgestellt sein (bei kompletter Lähmung) oder druckfreien Kontakt mit den Boden haben (bei Bewegungseinschränkungen).

Mit dem richtigen Sitz stehen die Chancen gut, dass das Tier schnell vergisst, worin es sich eigentlich befindet.

Nichts überstürzen

Ganz wichtig ist auch Geduld: Da der Hund zunächst einmal Angst vor dem doch sehr merkwürdig anmutenden Gefährt haben wird, ist es notwendig, viel Zeit in die Gewöhnung zu investieren.

Gib’ dem Tier also die Chance, den Rollstuhl in seiner gewohnten Umgebung zu beschnuppern. Versuche, ihm die Pfotenbefestigungen näher zu bringen, indem Du ihn mit Leckereien belohnst. Auch beruhigende und lobende Worte können eine große Hilfe sein.

Oft dauert es mehrere Tage, bis das Tier ohne großes Murren den Weg zum Rollstuhl findet. Das ist es dann aber auch Wert, weil die Lebensqualität deutlich erhöht wird.

Den Hund in seinem Bewegungsdrang bremsen

Wenn dein Liebling die Vorzüge des Rollstuhls schätzen gelernt hat, kann es gut sein, dass er sich kaum noch von dem Helfer trennen möchte. Dann bist Du gefordert, denn den ganzen Tag sollte der Vierbeiner nicht damit herumlaufen:

  • Zum einen werden die gesunden Gelenke doch mehr belastet und brauchen mehr Pause
  • Fell und Haut werden durch die Konstruktion strapaziert
  • Außerdem sollte der Hund, wenn er in der Lage dazu ist, alle Gliedmaßen zu bewegen, auch die normale Fortbewegung nicht aus den Augen verlieren.

Deshalb ist es ratsam, besonders anfangs nur kürzere Intervalle mit dem Hunderollstuhl zu verbringen. Länger als eine Stunde am Stück ist die Nutzung meist nicht empfehlenswert.

Die verschiedenen Arten von Rollstühlen für Hunde

Rollstühle für Hunde sind noch vergleichsweise junge Erfindungen. Dennoch gibt es bereits sehr viele Modelle, aus denen Du wählen kannst. Allerdings gibt es hier deutliche Unterschiede, was sich besonders in den verschiedenen Arten niederschlägt.

Im Grunde genommen gibt es hier zwei Typen, die in Frage kommen.

Rollstühle für die Hinterbeine

Rollstühle für die Hinterbeine kommen dann zum Einsatz, wenn das Tier hinten eingeschränkt ist. Sie gehören zu den ältesten Modellen und sind in sehr vielen Varianten erhältlich.

Dabei zieht der Hund sich selbst mit den Vorderbeinen. Aufgrund dieser Funktionsweise sind sie auch als Zugrollstuhl bekannt.

Gehhilfen für die Vorderbeine

Etwas neuer sind Rollstühle, welche die Vorderbeine schonen. Bei ihnen ist die Konstruktion genau umgekehrt: Vorne kann der Hund entspannen, während die Hinterbeine für den Antrieb sorgen.

Diese Gehhilfen sind noch nicht so weit verbreitet wie Hinterradmodelle. Der Hund setzt sich wie eine Schubkarre in Bewegung – daher wird so ein Modell auch als Schubrollstuhl bezeichnet.

Kombimodelle

Ganz selten findet man außerdem noch Kombimodelle, die meistens über vier Räder verfügen. Sie lassen sich meistens sowohl vorne als auch hinten nutzen und bieten daher viel Flexibilität.

Das Gewicht ist aufgrund der Zusatzausstattung aber auch etwas höher.

Absprache mit dem Tierarzt

Vor dem Kauf und der Nutzung eines Hunderollstuhls ist der Gang zum Tierarzt eigentlich Pflicht. Als Experte weiß er, ob und wie sich eine Gehhilfe lohnt und wie man sie am besten zum Wohle des Tieres einsetzt.

Die Kaufkriterien

Obwohl Hunderollstühle eine eher neue Entwicklung sind, gibt es bereits sehr viele Hersteller, die derartige Modelle anbieten. Allerdings sind nicht alle Rollstühle gleich. Deshalb kannst Du nicht erwarten, dass jedes Modell zu den Ansprüchen deines Lieblings passt.

Vor dem Kauf solltest Du deshalb genaue Überlegungen anstellen und die folgenden Kaufkriterien beachten: Schließlich wird der Rollstuhl ein sehr wichtiger Begleiter deines Hundes sein.

1

Art des Rollstuhls

Die erste Frage, die Du dir stellen solltest, ist, welches Leiden dein Liebling hat.

Wenn der Hund Probleme mit den Hinterbeinen hat, ist die Auswahl groß: Dann kommt nämlich eine klassische Gehhilfe in Betracht, die in vielen Varianten erhältlich ist.

Sollten die Vorderpfoten betroffen sein, wird ein derartiges Modell aber nicht weiterhelfen: Dann brauchst Du einen Schubrollstuhl.

2

Material

Beim Material des Gestells sind zwei Dinge besonders wichtig: Gewicht und Stabilität.

Teilweise gibt es günstige Rollstühle mit Plastikgestell, von denen ich aber abraten würde. Zwar sind diese ziemlich leicht, halten den Belastungen des Alltags aber nur sehr kurz stand. Nicht nur Materialverschleiß wird dann zum Problem, auch Beißattacken des Hundes können den Rollstuhl dann schnell beschädigen.

Deshalb würde ich auf einen Metall Rollstuhl für Hunde setzen. Hier hat sich Aluminium bewährt: Es ist sehr leicht, rostet nicht und kann auch nicht vom Hund zerbissen werden.

3

Gewicht

Ebenfalls sehr wichtig ist das Gewicht des Rollstuhls. Es sollte so niedrig wie möglich sein, da jedes Gramm im Alltag eine zusätzliche Belastung darstellt.

4

Größe des Rollstuhls und Maximalgewicht des Tieres

Ganz vom Tier abhängig ist die Größe, die der Rollstuhl haben sollte: Meistens sind die Modelle zwischen XXS und XXL kategorisiert, für genaue Ergebnisse solltest Du aber vor allem auf die einstellbare Rückenhöhe und Hüftbreite des Rollstuhls achten.

Dafür solltest Du deinen Liebling gut und exakt messen und ein wenig Toleranzspielraum einplanen. Manchmal haben nämlich auch Rollstühle leichte Messabweichungen, so dass er ansonsten nicht mehr passen könnte.

Weiterhin ist jeder Rollstuhl auf ein bestimmtes Maximalgewicht des Hundes ausgelegt. Dieses sollte das Tier unbedingt einhalten, da sonst die Gefahr droht, dass das Gestell einbricht. Sinnvoll ist des daher, den Vierbeiner vorher zu wiegen und auch hier ein paar Kilogramm Toleranzspielraum zu lassen.

5

Farbe und Design

Eher für den Hundehalter wichtig sind Farbe und Gestaltung des Rollstuhls. Das ist nicht nur eine Geschmacksfrage: Auch praktische Gründe können dann den Ausschlag für das eine oder andere Modell geben.

So gibt es Rollstühle, die sehr dezent gehalten sind und auf den ersten Blick kaum auffallen. Das beruhigt die Augen, kann aber die Suche nach einem ausgebüchsten Tier etwas erschweren.

Wenn dein Hund trotz Behinderung zur neugierigen Sorte gehört. ist deshalb eher ein Modell mit Signalfarben sinnvoll. Diese Rollstühle fallen mehr auf und lassen sich auch aus der Ferne oder im Dunkeln noch gut lokalisieren.

6

Lauf-/ Rolleigenschaften

Schließlich sind auch die Lauf- und Rolleigenschaften ein wichtiges Kriterium. Besonders, wenn Du häufig mit deinem Liebling im Wald oder auf anderem unebenen Geläuf unterwegs bist, macht es Sinn, so große und weiche Räder zu wählen wie möglich.

Etwas weniger Flexibilität, aber meistens eine günstigere Anschaffung, bieten Gehhilfen mit eher kleinen und weniger ausgeprägten Rädern. Für weichen Untergrund, also z.B. asphaltierte Wege, sind sie aber völlig ausreichend.

Die Vorteile

Endlich wieder Auslauf

Hunderollstühle können eine wahre Wohltat für die Tiere sein. Besonders, wenn der Alltag des Vierbeiners vorher stark eingeschränkt war, wird er sich über eine Sache freuen: Endlich kann es wieder nach draußen gehen!

Wenn er das nicht kann, fehlt ihm nämlich einiges an Lebensqualität, die Du ihm mit einem Rollstuhl wieder zurückgeben kannst.

Trägt zu besserem Sozialleben des Tiers bei

Das wirkt sich vor allem auf das Sozialleben aus. Mit einem Rollstuhl kann der Hund sich endlich wieder vollwertig fühlen – nicht nur ist nimmt er sich wieder als vollständiges Familienmitglied war und muss nicht immer allein gelassen werden: Auch der Kontakt mit anderen Hunden und das Aufspüren von Fährten ist dann wieder möglich.

Herz Kreislauf System wird gestärkt

Weiterhin ein großer Vorteil: Mit mehr Bewegung wird auch das Herz Kreislauf System des Hundes gesteigert. Ständige Bettlägerigkeit führt nämlich auch bei Tieren zu schnellerem körperlichen Verfall.

Der Rollstuhl ermöglicht es dem Hund, so viele Schritte zu machen, wie er kann und/oder er braucht.

Individuell einstellbar

Ebenfalls vorteilhaft ist, dass man Rollstühle für Hunde individuell einstellen kann: Sowohl Höhe als auch Breite lassen sich zentimetergenau justieren. So ist es möglich, die Gehhilfe genau auf die Bedürfnisse des Tieres anzupassen.

Der Rollstuhl und auch die Bewegung werden so zu einer maximal komfortablen Angelegenheit.

Einfache Befestigung des Tieres

Außerdem sind die meisten Hunderollstühle auch darauf ausgelegt, dass man sie ganz einfach umschnallen und wieder abnehmen kann. Das ist besonders bei häufiger Nutzung ein Vorteil: Wenn der Hund sich ausruhen möchte, kann man ihn schnell von der Gehhilfe befreien.

Weniger Urin

Ein Extra Vorteil bei Rüden ist außerdem, dass die mit einem Hinterbeinrollstuhl ihr Bein nicht heben können. Das ist psychologisch vielleicht nicht ganz optimal, bedeutet aber, dass Du weniger Urin in den Ecken beseitigen musst.

Die Nachteile

Rollstühle für Hunde sind aber nicht immer die optimale Lösung. So können sie auch einige Nachteile mit sich bringen.

Nicht für jeden Hund und Krankheitsbild geeignet

So sind sie nicht für jeden Hund und auch nicht für jedes Krankheitsbild geeignet. Bei manchen Tieren kann man machen, was man will: Sie wollen sich einfach nicht an die Gehhilfe gewöhnen lassen und sollten dann auch nicht dazu gezwungen werden.

Zweitens gibt es auch Hundeleiden, die mit einem Rollstuhl nicht verbessert werden. So können auch mit rollender Hilfe Schmerzen auftreten, besonders Entzündungen und Gelenkkrankheiten sind dann dafür verantwortlich. Ein Auslauf kann dann schnell zur Tortur werden.

Manche Krankheiten werden außerdem mit Ruhigstellung nicht gelindert. Im Gegenteil, fehlende Belastung kann die Bewegungseinschränkung dann sogar noch vergrößern. Um sicherzustellen, dass ein Rollstuhl für deinen Liebling das Richtige ist, solltest Du die Nutzung also auf jeden Fall vorher mit dem Tierarzt besprechen.

Erhöhter Aufwand für Hundehalter

Und für dich als Hundehalter ist ein Rollstuhl eine größere Herausforderung. Denn so ein Gerät bringt doch mehr Arbeit mit sich: Das ständige passgenaue Anbringen und Lösen solltest Du nicht unterschätzen.

Weiterhin ist es während und nach der Nutzung auch immer notwendig, den Gesundheitszustand des Tieres zu überprüfen.

Wann hilft ein Rollstuhl für Hunde?

Rollstühle für Hunde können bei vielen Krankheiten und Leiden große Linderung bringen und die Lebensqualität des Tieres stark verbessern. Vor dem Gebrauch ist es immer ratsam, einen Tierarzt zu befragen – im Grunde werden diese Gehhilfen aber vor allem bei folgenden Leiden eingesetzt.

Lähmungen

Lähmungen von Gliedmaßen kommen beim Hund im fortgeschrittenen Alter relativ häufig vor. Manchmal sind Unfälle dafür verantwortlich, viel häufiger liegen Lähmungen aber an irreparablen Nervenschäden.

Bandscheibenvorfälle und andere degenerative Erkrankungen verletzen dann das Rückenmark so, bis der Hund in den Gliedmaßen kein Gefühl und keine Kraft mehr hat.

Das beste ist es dann, vorzeitig tätig zu werden und bei ersten Anzeichen von Lahmheit den Tierarzt aufzusuchen. Ist es jedoch zu spät, ist ein Hunderollstuhl eine sehr gute Wahl, um dem Tier ein weiteres Leben in Würde zu ermöglichen.

Amputierte Gliedmaße

Amputationen von Pfoten oder ganzen Gliedmaßen sind meistens die Folge von Unfällen oder Kämpfen mit anderen Tieren. Häufig machen aber auch Infektionskrankheiten einen chirurgischen Eingriff nötig.

Viele Tiere gewöhnen sich schnell an ein Bein weniger und bewegen sich dann humpelnd. Ein Rollstuhl kann den Bewegungsradius des Hundes aber deutlich erhöhen und stellt besonders auf Spaziergängen einen große Erleichterung dar.

Arthritis

Arhritis ist eine unheilbare chronische Gelenkentzündung, die mit großen Schmerzen verbunden ist. Sie kann zwar nicht vollständig beseitigt, mit Medikamenten und Physiotherapie aber zumindest gelindert werden.

Ein Rollstuhl ist dann anfangs nicht unbedingt nötig. Bei fortgeschrittener Erkrankung kann es aber hilfreich sein, ein derartiges Gerät in Anspruch zu nehmen. Der Hund kann sich dann schmerzfreier bewegen, man sollte ihn dann aber auf keinen Fall überlasten.

Arthrose

Arthrose ist eine degenerative Erkrankung, die durch Verschleiß der Gelenke hervorgerufen wird. Auch sie ist unheilbar, kann vom Tierarzt aber lindernd behandelt werden. Häufig sind Beine und Pfoten betroffen.

Bei Arthrose ist es oft ratsam, die erkrankten Gelenke wenig, aber stetig zu belasten. Der Hunderollstuhl ist dann nur als Ergänzung sinnvoll. Besonders an Tagen, an denen das Tier wirklich eingeschränkt ist, kann er dann helfen, dass der Hund am Alltag teilnehmen kann.

Bandscheibenvorfälle

Auch Hunde können Opfer von Bandscheibenvorfällen sein. Angeborene Fehlstellungen und falsche Belastungen tragen dann häufig dazu bei. Bandscheibenvorfälle werden häufig erst dann erkannt, wenn das Rückenmark bereits nachhaltig geschädigt ist.

Deshalb solltest Du den Gang deines Lieblings regelmäßig überprüfen und bei abnormalen Bewegungen zum Tierarzt gehen. Während der Therapie sollte der Hund dann so gut wie möglich geschont werden – ein Hunderollstuhl kann dann dabei helfen.

Hüftdysplasie

Hüftdysplasie (HD) ist eine meist angeborene Krankheit, von denen besonders häufig größere Hunderassen betroffen sind. Schon im mittleren Alter treten dann Hüftversteifungen auf, welche das Laufen auf den Hinterbeinen deutlich erschweren.

HD kann nur schmerzlindernd behandelt werden. Um dem Hund dennoch Auslauf und Abwechslung zu bieten, kann die Anschaffung eines Rollstuhls sehr hilfreich sein.

Akute Verletzungen

Ob Bisswunde, Operation oder Knochenbruch: Es gibt viele akute Verletzungen, von denen sich das Tier gut erholen kann, sofern es in der Heilungsphase geschont wird.

Das ist aber einfacher gesagt als getan: Denn eine Verletzung hat oft nur wenig Auswirkungen auf den Bewegungsdrang.

Ein Hunderollstuhl kann dann auch zeitweilig eine große Erleichterung sein: Der Hund kann sich weiter bewegen, ohne dass die betreffende Pfote oder das Bein groß belastet wird.

Hunderollstühle gibt es für die Vorder- und Hinterbeine. So ist es möglich, alle Gliedmaßen zu schonen. Gehhilfen für vorne werden auch Schubrollstuhl genannt, Modelle mit Hinterrädern sind auch als Zugrollstuhl bekannt.

Besonders hilfreich sind Rollstühle für Hunde bei Lähmungen, Bandscheibenvorfällen sowie bei akuten Verletzungen wie OP-Wunden oder Knochenbrüchen.

Hunderollstühle sollten bei chronischen degenerativen Erkrankungen nur begrenzt eingesetzt werden, da eine Belastung der betroffenen Gliedmaßen auch einen therapeutischen Wert haben kann. Bei Leiden wie Arthritis, Arthrose oder Hüftdysplasie sollte auf jeden Fall vorher ein Tierarzt befragt werden.

Weiterführende Studien & Infos:

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Jens Dassow

Jens Dassow